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Kategorie: Alfa Romeo SZ

Alfa Romeo SZ (ES30) (1989-1993)

 
Der Alfa Romeo ES 30 war ein Sportwagen, den die italienische Automobilmarke Alfa Romeo als Coupé (Alfa Romeo SZ) und später als Roadster (RZ) in limitierter Stückzahl zwischen 1989 und 1993 herstellte. Die Bezeichnung ES 30 leitet sich von dem Begriff Experimental Sportscar, 3,0 Litre ab. Das Fahrzeug ließ die traditionsreiche Verbindung von Alfa Romeo und der Carrozzeria Zagato wieder aufleben.

Alfa Romeo SZ

Nachdem Fiat 1986 den bisherigen Staatskonzern Alfa Romeo übernommen hatte, wollte der neue Inhaber mit einem exklusiven zweisitzigen Fahrzeug die unveränderte technische Stärke und Exklusivität der Marke Alfa Romeo beweisen.

Das auffallende Styling entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen den Designzentren von Fiat, Alfa Romeo und Zagato. Das Design wurde anfänglich als Zagato-Entwurf beschrieben. Tatsächlich ging die Grundlinie allerdings auf den französischen Designer Robert Opron zurück, der in den 1970er Jahren den Citroen SM und den Citroen CX entworfen hatte und nunmehr seinerzeit für das Fiat Centro Stile arbeitete; zahlreiche Einzelheiten wurden daneben von Antonio Castellana ausgearbeitet. Die Carrozzeria Zagato entwickelte nur einige Details an der Front- und an der Heckpartie. Erklärtes Ziel der Geschäftsleitung war es, eine ausgefallene, Aufsehen erregende Form zu entwickeln. Dementsprechend wurde das Design allgemein nicht als schön, wohl aber als eigenständig bezeichnet. Die stark ausgeprägte Keilform sowie die dreiäugigen Scheinwerfer gaben dem Wagen einen eigenständigen Auftritt. Bereits vor Beginn der Produktion erhielt der ES 30 werksintern die Bezeichnung Il mostro (das Monster).

 

Als Grundlage bediente man sich der Technik des Alfa Romeo 75 in der Wettbewerbsversion, die einige Jahre zuvor für die Gruppe A entwickelt worden war. Transaxle-Bauweise und eine V6-Maschine mit 3,0 Litern Hubraum und 210 PS sorgten für angemessene Fahrleistungen. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 245 km/h. Eine hydraulische Niveauregulierung (40 mm Verstellbereich) war ebenfalls lieferbar, allerdings nur zum Überfahren von Hindernissen wie Bordsteinen.

Die Karosserie bestand aus einem Stahlskelett, die Außenhaut aus Glasfaser und einem Kunststoff mit der Bezeichnung "Modar", einem Metaacrylharz. Dies ermöglicht neben hoher Steifigkeit und keinen Verspiegelungen erstmals besonders glatte Oberflächen bei Kunststoffaufbauten.

Die Fertigung der Fahrzeuge erfolgte in den Zagato-Werkshallen in Terrazzano di Rho in Handarbeit.

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