Artega

Die deutsche Artega GmbH & Co. KG war ein 2006 gegründeter Autohersteller aus dem nordrhein-westfälischen Delbrück.

Unternehmensgeschichte

Das Unternehmen wurde Ende 2006 als Spin-Off der ebenfalls aus Delbrück stammenden paragon AG gegründet. Beratende Unterstützung erhielt Gründer Klaus Dieter Frers durch Karl-Heinz Kalbfell. Von September 2008 an war Frers auch Geschäftsführer von Artega, bevor er Ende 2009 seinen 52 %-igen Unternehmensanteil an die deutsche Tochter des mexikanischen Privatinvestors Tresalia Capital, einem der Aktionäre der Brauerei Grupo Modelo, verkaufte. Mit der Übernahme durch Tresalia wechselte die Geschäftsführung zu Wolfgang Ziebart.

Im März 2007 fand die Grundsteinlegung für die Fertigungsanlage mit integriertem Vertriebszentrum statt, die feierliche Eröffnung folgte Ende November 2008. Erste Kundenfahrzeuge wurden seit 2009 ausgeliefert.

Im Oktober 2010 wechselte Wolfgang Ziebart in den Unternehmensbeirat der Artega Automobil GmbH & Co. KG. Den Posten als neuer Geschäftsführer übernahm Peter Müller, der zuvor das operative Geschäft geleitet hatte.

Das Logo von Artega mit einem zehn Früchte tragenden Dornenstrauch und einem steigenden Bracken nimmt Bezug auf das Wappen des Unternehmensstandorts Delbrück.

Artega hat am Freitag, den 29. Juni 2012, beim Amtsgericht Paderborn einen Insolvenzantrag gestellt. Der Verkauf an einen asiatischen Investor gelang nicht. Das Unternehmen beschäftigte 34 Mitarbeiter.

Am 1. Oktober 2012 hat die paragon AG Artega übernommen und strebt nicht an, die am 30. September 2012 durch die Insolvenzverwalterin stillgelegte Automobilfertigung wieder aufzunehmen. Servicearbeiten werden weiterhin durch paragon angeboten.

Modelle

Artegas erstes eigenständig entwickeltes Fahrzeug war der Sportwagen Artega GT. Nach Fertigstellung der ersten fahrfertigen Testfahrzeuge Mitte 2009 erfolgte der offizielle Serienstart im Mai 2010, als die ersten Exemplare unter der Regie der seit Dezember 2009 amtierenden Geschäftsführung ausgeliefert wurden.

Auf Basis des Artega GT entwickelt die Fraunhofer-Gesellschaft einen Elektrofahrzeug-Prototyp (genannt "Frecc0" ). Auf der internationalen Automobilausstellung IAA 2011 konnten die ersten elektroangetriebenen Sportwagen unter dem Modellnamen Artega SE gezeigt und erprobt werden.