Aston Martin DB4 GT Zagato (1960-1961)

 

Der Aston Martin DB4 GT Zagato war ein exklusiver Sportwagen mit britischer Technik und italienischer Karosserie. Das Auto entstand in Zusammenarbeit von Aston Martin und dem Mailänder Karosseriewerk Zagato. Im Laufe der Jahre entstanden 19 Originalfahrzeuge und sechs Werksrepliken.

Aston Martin: Vollblut-Sportwagen seit 1948

Der Aston Martin DB4 GT Zagato war im Grunde ein DB4 GT, der durch die Carrozzeria Zagato in Italien neu eingekleidet wurde. Sein Design, das von Ercole Spada entwickelt worden war, geht auf einen - heute kaum noch bekannten - Entwurf zurück, den Zagato im Jahr 1959 für den britischen Automobilhersteller Bristol produziert hatte; er wurde in jenem Jahr in einem einzigen Exemplar für Carol Crook, die Tochter des Mitinhabers Tony Crook, hergestellt und basierte auf einem verlängerten Chassis des Bristol 404, dem Motor und Fahrwerk eines Bristol 406 implantiert worden waren. Der (heute nicht mehr existente) Bristol und der Aston Martin sollen sich sehr ähnlich gesehen haben. Der Motor des Aston Martin entwickelte 231 kW; der Wagen hatte eine Beschleunigung von 6,2 s/0-100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 246 km/h.

Die Karosserie des DB4 GT Zagato zeichnete sich durch starke Rundungen aus. Sie war konsequent auf Gewichtsreduzierung ausgelegt. Zagato verwendete für die Herstellung Aluminium, das von Hand über einem Holzmodell in Form gebracht wurde. Die Fenster bestanden aus Plexiglas, zudem verzichtete man auf Zierteile und unnötigen Luxus. Die Fahrzeuge hatten - anders als der Werks- DB4 GT - regelmäßig zurückgesetzte Scheinwerfer, die mit Plexiglas abgedeckt waren. Ein einzelnes Fahrzeug trug allerdings den Vorderwagen des Serienmodells.

 

 

Der Aston Martin DB4 GT Zagato wurde zuerst auf der „London Motor Show“ 1960 vorgestellt. 23 Seriennummern wurden vom Werk an Zagato vergeben, allerdings wurden zwischen 1960 und 1961 nur 19 Fahrzeuge aufgebaut. Heute (2006) kostet solch ein Auto ca 4 Millionen Euro.

Der DB4 GT Zagato nahm 1962 am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil; Fahrer waren z. B. Roy Salvadori und Jim Clark.

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