Audi RS2

Der Audi RS2 ist eine Kooperation zwischen Audi und Porsche auf Basis eines Audi 80 Avant vom Typ B4/8C. Werksintern wurde der RS2 als P1 (P für Porsche) geführt. Der Wagen war eigentlich nur als Avant (die Audi-Bezeichnung für Kombimodelle) erhältlich, nicht als Limousine, und wurde von 1994 bis 1996 hergestellt. Es wurden allerdings seitens Audi mindestens drei Audi-RS2-Limousinen bestätigt. Eine steht im Audi-Museum und zwei fahren in den arabischen Emiraten. Diese unterscheiden sich allerdings von dem Modell im Audi-Museum. Der RS2 begründet wohl geschichtlich die Kategorie Sportkombi, die bis heute einen großen Erfolg von Audi als Marke ausmacht. Der RS2 besitzt den permanenten Allradantrieb quattro. Insgesamt wurden lediglich 2891 Exemplare produziert.

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Die Karosserie ist weitgehend baugleich mit der des Audi 80 Avant. Jedoch hat die Kooperation mit Porsche auch ein paar Veränderungen mit sich gebracht. So ist das gesamte Außendesign in Anlehnung an die Porsche 911er-Baureihen 964/993 modifiziert worden. Die Außenspiegel (964/993), Nebelscheinwerfer/Blinkereinheiten (993) und die Felgen (964) sind Original-Porsche-Teile dieser Baureihen. Außerdem hat der RS2 geänderte Front- und Heckstoßfänger. Vorne sind die Lufteinlässe im Stoßfänger dreigeteilt im Stil des Porsche 993 Carrera 4S/Turbo gehalten. Das hintere Nummernschild ist, anders als beim Serien-Avant, in den Heckstoßfänger versetzt. Dadurch wurde in der Heckklappe Platz für ein durchgängiges Leuchtband zwischen den beiden Rückleuchten geschaffen, welches ebenfalls ein Designzitat der Baureihen 993/964 ist. Zusätzlich ist der RS2 an den RS2-Emblemen im schwarzlackierten Motorhaubengrill und an der Heckklappe zu erkennen. Die rotlackierten Bremssättel der Porsche-Bremsanlage sind mit einem weißen Porsche-Schriftzug versehen.

Der Audi RS2 hat einen Reihen-Fünfzylinder-Turbomotor (Motorkennbuchstaben ADU) mit 2226 cm³, welcher aus dem Audi S2 (MKB: ABY) bekannt ist. Die Leistung (169 kW /230 PS) des S2 Motors wurde durch Veränderungen an Turbolader und Ladeluftkühler, Einspritzung, Abgasanlage und Motormanagement auf 232 kW (315 PS)/6500 min-1 erhöht. Das Drehmoment konnte ebenfalls auf 410 Nm/3000 min-1 gesteigert werden. Der Motor hat eine elektronische Einspritzanlage, eine elektronische Ladedruckregelung und vier Ventile pro Zylinder. Auch das Fahrwerk wurde angepasst: so sind Gussquerlenker statt Blechlenker im Einsatz, und es wurde eine 4-Kolben-Hochleistungsbremsanlage von Porsche verbaut, die leicht an den roten Bremssätteln und dem Porsche-Schriftzug zu erkennen ist. Diese wurde nach kurzer Produktionszeit allerdings von anfänglich 304 mm Scheibendurchmesser auf die 322 mm des Porsche 993 Turbo vergrößert, da es Probleme mit Dosierbarkeit und Fading gab. Dieses kleine Manko, das von vielen RS2-Fahrern bemängelt wurde, konnte von Audi jedoch bis zum Produktionsende nicht restlos beseitigt werden.

 

 

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