Austin Motor Company / Austin Healey

Die Austin Motor Company war ein britischer Autohersteller.

Geschichte

Die Austin Motor Company wurde 1905 in Birmingham von Herbert Austin gegründet. Dieser war zuvor Manager derWolseley Tool and Motor Car Company gewesen. In den 1920er Jahren produzierte die Firma den Austin 7, ein günstiges, kleines und einfaches Auto und eines der ersten Autos, die für den Massenmarkt konzipiert waren.

Der Austin Seven wurde ab 1927 auch in Deutschland unter Lizenz gefertigt, zunächst als Dixi A1 bei der Fahrzeugfabrik Eisenach, dann, als diese Firma 1929 von BMW übernommen worden war, als BMW Dixi. Ab 1919 wurden Traktorenhergestellt. Die Produktion kam aber durch den Zweiten Weltkrieg zum Stillstand und wurde nie wieder aufgenommen.

In den frühen 1950er Jahren genossen Austins den Ruf solider Gebrauchsfahrzeuge. 1952 endete die Eigenständigkeit der Firma, als sie mit ihrem größten Konkurrenten Morris unter dem Dach der British Motor Corporation fusioniert wurde. Austin-Modelle hatten künftig weitgehend baugleiche Schwestermodelle, die unter dem Namen anderer Marken der Dachgesellschaft verkauft wurden. So erschien 1959 der Austin Mini zusammen mit dem praktisch baugleichen MorrisMini. Als Variante mit angesetztem Heck wurde das Modell von Wolseley als „Hornet“ und von Riley als „Elf“ angeboten. Das Verfahren, weitgehend baugleiche Autos unter verschiedenen Namen zu verkaufen, bekam den leicht spöttischen Namen „Badge Engineering“ („Abzeichen-Konstruktion“).

Ab den 1970er Jahren litt das Image von Austin erheblich unter der schlechten Produktionsqualität im DachkonzernBritish Leyland. Besonders stark davon betroffen war der Austin Allegro. Den zahlreichen und umfassenden Umstrukturierungen der Modellpolitik des Mutterkonzerns fiel schließlich auch der Markenname Austin zum Opfer. Der letzte Austin wurde 1989 gebaut.

Modelle

Typ

Bauzeitraum

Austin 7

1922–1939

Austin Big 7

1937–1940

Austin 8

1939–1947

Austin 10

1939–1947

Austin 10/4

1932–1936

Austin 12 „Heavy 12“

1921–1940

Austin 12/4 „Light 12“

1932–1936, 1939–1947

Austin 12/6

1930–1936, 1938–1939

Austin 14

1937–1939

Austin 15.9

1935–1937

Austin 16

1927–1936, 1945–1949

Austin 18

1938–1939

Austin 20

1915–1938

Austin 28

1938–1940

Typ

Bezeichnung

Bauzeitraum

Austin A30

Baby Austin

1951–1956

Austin A35

Baby Austin

1956–1962

Austin A40

Dorset / Devon / Sports / Somerset / Cambridge / Farina

1947–1968

Austin A50

Cambridge

1954–1957

Austin A55

Cambridge

1957–1961

Austin A60

Cambridge

1961–1969

Austin A70

Hampshire / Hereford

1948–1954

Austin A90

Atlantic / Westminster

1949–1952, 1954–1956

Austin A95

 

1956–1959

Austin A99

 

1959–1961

Austin A105

 

1956–1959

Austin A110

 

1961–1968

Austin A125

Sheerline

1947–1953

Austin A135

Princess

1947–1959

Austin 1100

 

1963–1971

Austin 1300

 

1967–1971

Austin 1800

 

1964–1975

Austin 2200

 

1972–1976

Austin 3-litre

 

1967–1971

Austin Allegro

 

1973–1982

Austin Ambassador

 

1982–1984

Austin Maestro

 

1983–1994

Austin Maxi

 

1969–1980

Austin Metro

 

1981–1994

Austin Metropolitan

 

1957–1961

Austin Mini

Bis 1962 unter dem Namen Austin Seven

1959–2000

Austin Mini Cooper

 

1961–1996

Austin Cooper S

 

1963 - 1971

Austin Mini Moke

 

08/1964–10/1968

Austin Montego

 

1984–1994

Princess

 

1975–1982

         

Taxis

Typ

Bauzeitraum

Austin FX3

1948–1959

Austin FX4

1958–1997

TX1

1997–heute

LKWs

Typ

Bauzeitraum

Austin K2

 

Austin K4

 

Austin K8

 

Zeitleiste

Zeitleiste der Rover-Modelle von 1945 bis 2005

1940er

1950er

1960er

1970er

1980er

1990er

2000er

 

5

6

7

8

9

0

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0

1

2

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5

6

7

8

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0

1

2

3

4

5

 

 

Austin Seven

Mini

 

 

 

 

Morris Mini

 

 

 

 

Riley Elf

 

 

 

 

Wolseley Hornet

 

 

 

 

Mini Moke

 

 

 

 

 

 

Austin Metro

Metro

Rover Metro

Rover 100

 

 

City Rover

 

 

 

 

 

MG Metro

 

 

MG ZR

 

 

Standard Ten

 

Triumph 1300

Triumph 1500

 

Triumph Acclaim

Rover 200

Rover 200

Rover 200

Rover 25

 

 

Standard Pennant

 

Triumph Toledo

 

Standard 8hp

 

 

Standard Eight

Triumph Herald

 

Triumph Dolomite

Rover 400

Rover 400

Rover 45

 

 

Austin A30

Austin A35

 

 

Austin Allegro

Austin Maestro

Maestro

 

 

Austin A40 Farina Mark I

 

Austin 1100/1300

 

 

Morris 1100/1300

 

 

 

 

Vanden Plas Princess 1100/1300

Vanden Plas 1500/1750

 

 

 

 

MG 1100/1300

 

 

 

MG Maestro

 

 

MG ZS

 

 

Riley 1.5

Riley Kestrel

 

 

 

 

 

Rover Streetwise

 

 

Wolseley 1500

Wolseley 1100/1300

 

 

 

 

 

 

Morris Cowley

 

Austin Maxi

Leyland Maxi

 

 

 

 

 

MG Magnette

MG Magnette

 

 

 

MG Montego

 

 

MG ZT

Morris Eight

Morris Minor

Morris Marina

Morris Ital

Austin Montego

Montego

Rover 600

Rover 75

Morris Ten

Morris Oxford MO

Morris Oxford II/III/IV

Morris Oxford V/VI

Morris 1800/2200

Austin
18–22

Princess

Austin Ambassador

 

Morris Six MS

Morris Isis

Austin 10

Austin A40

Austin A40/A50/A55 Cambridge

Austin A55/A60 Cambridge

Austin 1800/2200

Wolseley Twelve

Wolseley 4/50

Wolseley 4/44

Wolseley 15/50

Wolseley 15/60

Wolseley 16/60

Wolseley 18/85

Wolseley Six

Wolseley 2200

 

Standard Vanguard

Standard Vanguard

Triumph 2000/2500/2.5 PI

Rover SD1

Rover 800

Rover 800

Rover 16

Rover P3

Rover P4

Rover P6

 

 

Rover P5

 

Austin 16

Austin A70

Austin A90/A95/A105 Westminster

Austin A99 Westminster

Austin A110 Westminster

Austin 3-litre

 

 

 

 

Wolseley Eighteen

Wolseley 6/80

Wolseley 6/90

Wolseley 6/99

Wolseley 6/110

 

 

 

 

 

Austin A125 Sheerline

 

Princess IV

Vanden Plas Princess

Vanden Plas Princess 4 Litre R

 

 

 

 

 

Austin A135 Princess

 

 

 

 

 

Literatur (Auswahl)

·                    Martin Greif: The New Industrial Landscape. The Story of the Austin Company. Main Street Press, Clinton NJ 1978, ISBN 0-87663-308-4.

 

Austin-Healey war eine britische Automarke.

Überblick

Der in Perranporth/Cornwall geborene Brite Donald Mitchell Healey (1898–1988), von seinen Mitstreitern auch DMH genannt, gewinnt 1928 sein erstes Rennen, die RAC-Rallye. 1931 folgt der Gewinn der berühmten Rallye Monte Carlo. Nach dem 2. Weltkrieg, 1945, gründet Healey die Donald Healey Motor Company. Nach verschiedenen Entwicklungsarbeiten (Nash Healey etc.) und Siegen bei kleineren Rennen ist der Healey 100 der Star einer britischen Automobilmesse im Londoner Earls Court. Dieses Fahrzeug wird von Donald Healey sowohl in Leistungsdaten (100 Meilen pro Stunde) als auch im Preis zwischen den schon älteren MG T und den moderneren Jaguar XK platziert und auf den boomenden amerikanischen Roadstermarkt ausgerichtet. BMC-Präsident Leonard Lord (1896–1967) wird auf Healeys neues Modell aufmerksam; Lord und Healey vereinbaren am Vorabend der Publikumspräsentation des Healey 100 (1952) eine Zusammenarbeit unter dem Dach von BMC. Die ersten 20 Austin-Healey werden in Warwick gebaut. 1957 wird die Produktion nach Abingdon verlegt. Die Serienproduktion wird 1967 wegen verschärfter Sicherheits- und Abgasnormen in den USA eingestellt; die Produktion wird aber bis 1972 weitergeführt.

Donald Healey hatte die Firma 1968, als BMC (British Motor Corporation) von British Leyland übernommen wurde, bereits verlassen.

Nachdem die Rechte an Austin über den Kauf der Vermögenswerte von MG Rover im Juli 2005 an die Nanjing Automobile Group (NAC) gefallen waren, konnte diese im Juni 2007 mit HFI Automotive als Entwickler eines neuen Austin Healey 3000 und Healey Automotive Consultants (HAC) als Namensrechteinhaber für Healey übereinkommen, die Marken Healey und Austin Healey gemeinsam wiederzubeleben. Die Entwicklung des neuen Austin Healey 3000 war zuvor bereits von HFI allein geplant; der Erwerb der erforderlichen Rechte scheiterte jedoch am Einspruch der NAC.

Berühmtheit erlangte der Healey durch seine ungezählten Erfolge im Renn- und Rallyesport, wofür er durch seine Bauweise (leichte Karosserie, großer, drehmomentstarker Motor) prädestiniert war.

Einen Großteil der Bekanntheit erlangte er durch die Rallye-Fahrerin Pat Moss, eine der ersten ernstzunehmenden Frauen im Motorsport, Schwester von Stirling Moss und Ehefrau von Saab-Rallye-Legende Erik Carlsson, die den von ihr gefahrenen Werkswagen mit dem Spitznamen „The Pig“ („Das Schwein“) versah. Grund für diese Bezeichnung ist sein unberechenbares Fahrverhalten, besonders die auch von Profis nur schwer zu beherrschende Neigung zum Ausbrechen des Hecks. Viele der ohnehin in geringer Stückzahl produzierten Healeys fanden so ihr frühes Ende, denn die artgerechte Nutzung des Wagens verlangt eine erfahrene und kundige Hand, einen sensiblen Gasfuß und ein geübtes „Popometer“.

Modelle

BN1

·                    Austin-Healey BN1 (100), 1952-1953, 94 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BN1 (100), 1953-1954, 4.424 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BN1 (100), 1954-1955, 5.348 gebaute Autos

BN2

·                    Austin-Healey BN2 (100M / 100-4), 1956, 4.748 gebaute Autos

BN4

·                    Austin-Healey BN4 (100six), 1956-1957, 5.541 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BN4 (100six), 1957, 329 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BN4 (100six), 1958, 2.794 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BN4 (100six), 1959, 1.118 gebaute Autos

BN6

·                    Austin-Healey BN6 (100six), 1958, 3.821 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BN6 (100six), 1959, 329 gebaute Autos

BN7

·                    Austin-Healey BN7 (3000 Mk I), 1959, 1.691 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BN7 (3000 Mk I), 1960, 1.085 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BN7 (3000 Mk I), 1961, 49 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BN7 (3000 Mk II), 1961, 214 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BN7 (3000 Mk II), 1962, 141 gebaute Autos

BT7

·                    Austin-Healey BT7 (3000 Mk I), 1959, 4.762 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BT7 (3000 Mk I), 1960, 5.920 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BT7 (3000 Mk I), 1961, 143 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BT7 (3000 Mk II), 1961, 3.155 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BT7 (3000 Mk II), 1962, 1.941 gebaute Autos

BJ7

·                    Austin-Healey BJ7 (Convertible Mk II), 1962, 2.581 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BJ7 (Convertible Mk II), 1963, 3.532 gebaute Autos

BJ8

·                    Austin-Healey BJ8 (3000 Mark III Phase 1/ Mk III P1), 1963, 344 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BJ8 (3000 Mark III Phase 1/ Mk III P1), 1964, 1.046 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BJ8 (3000 Mark III Phase 2/ Mk III P2), 1964, 3.828 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BJ8 (3000 Mark III Phase 2/ Mk III P2), 1965, 3.947 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BJ8 (3000 Mark III Phase 2/ Mk III P2), 1966, 5.495 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BJ8 (3000 Mark III Phase 2/ Mk III P2), 1967, 3.051 gebaute Autos

·                    Austin-Healey BJ8 (3000 Mark III Phase 2/ Mk III P2), 1968, 1 gebautes Auto

JH

·                    Austin-Healey JH (Healey 4000), 1968

AN

·                    Austin-Healey Sprite AN5, Mark I 'Frogeye', 1958-1960

Wurde meist mit einem Motor von 948 cm³ oder 1098 cm³ ausgeliefert. Aufgrund der Scheinwerferanordnung (es musste eine bestimmte Höhe für den Export in die USA eingehalten werden) und des Kühlergrills auch gerne als Froschauge bezeichnet. Ein kleiner gelungener Roadster zum puren Genießen auf der Landstraße mit einem Sound wie die Großen.

·                    Austin-Healey Sprite AN6, Mark II, 1961-1964

·                    Austin-Healey Sprite AN8, Mark III, 1964-1966

·                    Austin-Healey Sprite AN9, Mark IV, 1966-1969

·                    Austin-Healey Sprite AN10, Mark V, 1969-1971


Identifikation

·                    Die Fahrgestellnummer und die Karosserienummer befinden sich auf Metallschildern, die am rechten Innenkotflügel befestigt sind. Ausnahmen: Bei BN1-Modellen bis September 1954 ist die Fahrgestellnummer im Fußraum der Fahrerseite befestigt.

·                    Die Motornummer ist bei BN1- und BN2-Modellen auf der rechten Seite des Motorblocks eingeschlagen, bei BN4- bis BJ8-Modellen dagegen auf der linken Blockseite.

Motorsport

·                    1964 SPA SOFIA LIEGE