Austin Metropolitan (1954-1962)

 

Der Nash Metropolitan war ein Kleinwagen, der von 1954 bis 1962 in den USA angeboten wurde. Den Metropolitan gab es auch als Hudson Metropolitan, als Nash und Hudson sich 1954 zur American Motors Corporation (AMC) zusammenschlossen, und später als selbständige Marke während der Rambler-Jahre und in Großbritannien und anderen Märkten.

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Während die meisten Automobilhersteller in den USA der Philosophie „Größer ist besser“ folgten, untersuchten die Verantwortlichen der Nash Motor Company den Markt, um den US-amerikanischen Kunden ein wirtschaftliches Fortbewegungsmittel anbieten zu können. Der Metropolitan wurde in den USA entworfen und es entstand ein Prototyp, der NXI (Nash Experimental International), den William J. Flajole für Nash-Kelvinator baute. Dieser Prototyp wurde bei einigen Car Clinics gezeigt, um die Reaktionen des US-amerikanischen Autopublikums auf ein Auto dieser Größe zu testen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen überzeugten Nash, dass es tatsächlich einen Markt für solch ein Auto gab, wenn es zu einem wettbewerbsfähigen Preis angeboten würde. Dies bedeutete, dass es nicht machbar sein würde, solch ein Auto komplett in den USA herzustellen, da die Werkzeugkosten das Projekt unwirtschaftlich gemacht hätten. Die einzige wirtschaftliche Möglich war, den Wagen außerhalb der USA auf Basis einer vorhandenen Mechanik zu bauen, wobei für die Werke in den USA nur die Werkzeugkosten für die Karosserie und andere spezielle Teile blieben.

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf verhandelte Nash mit verschiedenen europäischen Firmen, bis man 1952 bekanntgab, dass man sich mit der Austin Motor Company (damals schon Teil von BMC) und Fisher & Ludlow, beides britische Firmen in der Nähe von Birmingham, geeinigt hatte. Die Karosserie würde Fisher & Ludlow bauen und die mechanischen Komponenten kämen von Austin, die auch die Endmontage durchführen würden. Dies war der erste Fall eines in den USA entworfenen Autos, das komplett in Europa gebaut wurde. Den Metropolitan gab es in zwei Ausführungen – Cabriolet und Coupé. Beide hatten Teile als Serienausstattung, die es bei anderen Autos dieser Zeit nur gegen Aufpreis gab. Dies waren z.B. eine Leseleuchte, elektrische Scheibenwischer und sogar ein hinten angebrachtes Reserverad mit separater Abdeckung.

 

 

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