Auto Union 1000 (1958-1965) / 1000 Coupe (1968-1965)

 

Der Auto Union 1000 war der einzige Personenwagen, bei dem die Auto Union den Namen des Unternehmens auch als Handelsbezeichnung verwendete, Vorgänger und Nachfolger wurden als DKW vermarktet.

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Der Auto Union 1000 entsprach weitgehend dem großen DKW 3=6 Typ F94. Wesentliche Unterschiede waren innen der größere Motor (981 cm³) und äußerlich die vier Ringe im Kühlergrill sowie der Schriftzug „Auto Union“ anstelle des DKW-Markenzeichens auf der Motorhaube. Gebaut wurde er als viertürige Limousine und als Zweitürer sowie als viersitziges Coupé ohne B-Säule mit vorn angeschlagener Tür. Zum Modelljahr 1960 (ab August 1959) bekamen die zweitürige Limousine und das viersitzige Auto Union 1000 S Coupé eine Panorama-Frontscheibe. 1961 bekam der Kühlergrill ein neues Design mit Senkrechtzierstäben.

Die Fahrzeuge hatten einen Kastenprofilrahmen und eine Ganzstahlkarosserie. Vorne waren die Räder einzeln an unteren Querlenkern und einer oben liegenden Querblattfeder aufgehängt. Hinten war die von den Vorgängern bekannte Schwebeachse eingebaut.

Die Auto Union produzierte im Düsseldorfer Werk zwischen Januar 1958 und Juli 1963 171.008 Limousinen und Coupés vom Auto Union 1000 und 1000 S. Ab August 1959 kam eine Kombi-Version unter dem Namen „Universal“ hinzu, die bis November 1962 16.421 mal verkauft wurde. Höhepunkt der Baureihe war das Auto Union 1000 S de Luxe Coupé mit Scheibenbremsen.

 

 

Im Modelljahr 1961/62 führte die Auto Union die sogenannte Frischölautomatik mit separatem Ölbehälter und -pumpe ein, um das Tanken von Kraftstoff ohne zugesetztes Öl (Verhältnis 1 : 40) zu ermöglichen, weil die derart ausgestatteten Tankstellen seltener wurden. Laut Werbung sollte das neue System vor allem eine längere Lebensdauer des Motors garantieren, die in der Praxis aber nicht erzielt wurde. Im extrem kalten Winter 1962/63 traten ungewöhnlich viele Kurbelwellenschäden auf, weil das bei niedrigen Temperaturen stockende Öl nicht ausreichend durch die dünne Leitung in den Vergaser transportiert wurde.

Nachdem im Jahre 1963 die Produktion in Deutschland zugunsten des Nachfolgers, des DKW F102, ausgelaufen war, wurde der Auto Union 1000 S in Brasilien mit geringen Retuschen und in Argentinien (Santa Fé) ohne Veränderungen noch bis 1967 hergestellt.

Der Auto Union 1000 Spezial (kurz AU 1000 SP), ein Zweisitzer, erschien zur IAA 1957 und wurde von 1958 bis 1965 bei Baur in Stuttgart gefertigt. Er erreichte eine Stückzahl von 5.004 Coupés. Von September 1961 bis April 1965 fertigte man zudem 1.640 offene Roadster.

Gegenüber dem Auto Union 1000 S war die Motorleistung durch höhere Verdichtung (8 : 1) auf 41 kW (55 PS) gesteigert worden und brachten den strömungsungünstigen „Schmalspur-Thunderbird“ (wie der 1000 Sp in der Presse gelegentlich genannt wurde) auf eine Höchstgeschwindigkeit, die mit 140 km/h das schwächer motorisierte 1000-S-Coupé geringfügig übertraf.

Coupé und Roadster kosteten 10.950,00 DM.

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