Bugatti Type 41 (Bugatti Royale) (1926-)

Der Bugatti Royale, offiziell Bugatti Type 41, ist ein PKW von Bugatti.

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Ettore Bugattis Ziel war es, ein gegenüber den Konkurrenzmodellen von Rolls-Royce, Mercedes-Benz, Maybach und Cadillac überlegenes Luxusfahrzeug zu konstruieren, das von dem stärksten und laufruhigsten Motor seiner Zeit angetrieben werden sollte. Als Kundschaft hatte Ettore Bugatti vor allem die europäischen Königshäuser und die Reichen der damaligen Zeit im Blick.

Schon 1919 begannen die Planungen und Entwürfe für den Typ 41. Das erste Fahrzeug (Chassis 41-111) wurde 1926 hergestellt und nacheinander mit unterschiedlichen Karosserien versehen. Es wurde beim Großen Preis von Deutschland am Nürburgring im Juni 1928 erstmals öffentlich vorgeführt. Die Konstruktion des Typs 41 führte Jean Bugatti aus, Ettores Sohn. Wie damals im Luxuswagen-Markt üblich, lieferte Bugatti nur das "Rolling Chassis", das heißt, das Fahrgestell mit allen Komponenten samt Motor und Kühlergrill. Ettore Bugatti behielt jedoch die Kontrolle über sein Projekt indem er die Lieferung des Chassis von seiner Zustimmung zum ausgewählten Karosseriebauer und zum Karosserie-Entwurf abhängig machte: Nur die angesehensten Firmen und die geschmackvollsten Aufbauten sollten für den "Royale" gut genug sein. Jean Bugatti zeichnete einige dieser Entwürfe.

Ein kommerzieller Erfolg blieb wegen der ab Ende 1929 einsetzenden Weltwirtschaftskrise aus. Ettore Bugatti war sehr wählerisch darin, wem er überhaupt einen Type 41 verkaufte. Weitere Gründe waren der sehr hohe Preis und potentielle Kunden, die davor zurückschreckten in dieser schwierigen Zeit ein so exklusives Fahrzeug zu erwerben.

So wurden nur sechs Fahrzeuge gebaut. Der erste Kunde war 1931 der französische Industrielle Armand Esders. Ein weiterer Kunde war 1932 der deutsche Arzt Dr. Josef Fuchs aus Nürnberg, der 1934 in die USA auswanderte und seinen Royale dorthin mitnahm.

Die Fahrzeuglänge variiert je nach kurzem oder langem Chassis zwischen 6,0 und 6,35 m. Der Antrieb erfolgt durch einen 8-Zylinder-24-Ventil-Reihenmotor von zunächst 14,7 l Hubraum, später 12,7 l mit einer Leistung von etwa 220 kW. Dieser Motor war anderthalb Meter lang, wurde mit 14 Litern Öl geschmiert, mit 48 Litern Wasser gekühlt und aus einem Benzintank versorgt, der 190 Liter fasste. Das Gesamtgewicht des Fahrzeugs beträgt etwa 3200 kg. Als Kühlerfigur dient ein aufgerichteter Elefant, den Ettores Bruder Rembrandt Bugatti als ironisch-stolze Persiflage auf die geflügelte Kühlerfigur Spirit of Ecstasy von Rolls-Royce entworfen hatte.

Aufgrund seines Preises, seiner Exklusivität, seiner Technik und der geringen gebauten Stückzahl ist das Fahrzeug heute eine Legende. Alle sechs Fahrzeuge existieren noch (der Prototyp wurde 1931 bei einem Unfall zerstört) und befinden sich entweder in Museen oder in Privatbesitz, davon zwei im Automobilmuseum von Mülhausen, und eines im Besitz von Volkswagen. Bei einer Auktion eines Typ 41 „Royale“ 1991 in Atlanta (USA) überschritten die Bietersummen die Marke von 8 Millionen US-Dollar, als ein nicht genannter Japaner den Zuschlag erhielt.

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