Cadillac Allante Cabrio (1988-1993) / Allante Coupe (1991-1993)

 

Der Cadillac Allanté ist der erste von Cadillac lancierte Oberklasse-Roadster und wurde von 1987 bis 1993 angeboten.

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Mit dem ursprünglich unter dem Codenamen „Callisto“ entwickelten Allanté trat Cadillac in direkte Konkurrenz zum Mercedes-Benz SL. Fahrwerk und Motor stammten anfangs direkt aus dem Cadillac Eldorado, andere Komponenten teilte sich der Allanté mit dem Buick Reatta, dem Buick Riviera und dem Oldsmobile Toronado.

Bodenwanne und Fahrwerk entstanden im Cadillac-Werk in Detroit und gingen per Luftfracht zu Pininfarina nach Turin, wo die Karosserie montiert wurde; die halbfertigen Autos wurden dann von Lufthansa Cargo wieder in die USA verfrachtet, wo die Endmontage erfolgte. Die Presse sprach vom „längsten Fließband der Welt“.

Der Allanté kostete bei seiner Premiere 54.000 Dollar und war damit das mit Abstand teuerste Modell im Cadillac-Programm. Heute spielt der Cadillac XLR, ebenfalls ein Roadster, die Rolle des Cadillac-Spitzenmodells. Aufgrund des hohen Preises entstanden vom Allanté lediglich etwa 21.000 Exemplare.

Angetrieben wurde der Allanté anfangs vom hauseigenen 4,1-Liter-V8 (Typ HT-4100) mit elektronischer Benzineinspritzung, der 125 kW (170 PS) bei 4300/min leistete. Vorder- und Hinterräder wurden über Federbeinachsen geführt, Scheibenbremsen rundum zählten zur Serienausstattung.

 

 

Mit dem Modelljahr 1989 kam ein neuer 4,5-Liter-V8 zum Einsatz (Typ HT 4500), der 149 kW bei gleicher Drehzahl und 366 Nm bei 3200/min leistete. Dazu erhielt der Allanté eine geschwindigkeitsabhängig arbeitende Fahrwerkskontrolle, die auf den Namen „Speed Dependent Damping Control“ oder kurz SD²C hörte und das Fahrwerk ab einer Geschwindigkeit von 40 km/h und, in einer zweiten Stufe, ab 60 km/h härter machte. Die straffste Einstellung unterstützte auch das Anfahren bis zu einem Tempo von 8 km/h. Ebenfalls neu war die geschwindigkeitsabhängig operierende Servolenkung.

Darüber hinaus erfuhr der Allanté bis zu seinem Produktionsende 1993 nur wenige Änderungen. Allerdings erhielt der Roadster für das letzte Modelljahr 1993 (das bereits Anfang 1992 begann) den brandneuen Cadillac-Northstar-V8 mit zwei obenliegenden Nockenwellen und 4,6 Litern Hubraum. Diese Maschine leistete sonst 213 kW, für den Einsatz im Allanté gab Cadillac die Leistung mit 220 kW bei 5600/min und das Höchstdrehmoment mit 393 Nm bei 4400/min an. Zugleich verbaute man eine neue Mehrlenker-Hinterachse, die aus den Modellen Cadillac Seville und Eldorado stammte und die Straßenlage verbesserte. Eine weitere Neuerung bestand in der „Road Sensing Suspension“, einer elektronisch geregelten aktiven Stoßdämpfersteuerung. Neu waren ferner verbesserte Scheibenbremsen, ein tiefer gezogener Frontspoiler und der Entfall der Windabweiser hinter den A-Säulen.

Der Allanté mit Northstar-Motor gewann einen Vergleichstest der US-Zeitschrift „Car&Driver“ vor dem Mercedes-Benz 300 SL und dem Jaguar XJ-S V12 Cabriolet. Der Cadillac erhielt gute Noten für seinen Motor, aber Abzüge bei der Straßenlage, eine Folge der Frontantriebsauslegung. Zum Sieg verhalf dem Allanté schließlich sein mit knapp 65.000 Dollar relativ günstiger Preis - der Jaguar kostete gut 72.000, der Mercedes über 90.000 Dollar.

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