Cadillac CTS (2002-) / CTS (2008-) / Coupe (2008-) / Sport Wagon (2008-)

Der Cadillac CTS ist ein der oberen Mittelklasse zugehöriges Fahrzeug der US-amerikanischen Marke Cadillac.

Cadillac CTS-V, schwarz, Blackout Edition, 2009, Modellauto, Fertigmodell, Luxury Die-Cast 1:43

Ursprünglich stand die Bezeichnung CTS für C-Class Touring Sedan. Später verlor sie diese Bedeutung: Seit es den CTS auch als Kombi gibt, trägt die Limousine im Ursprungsland die Bezeichnung CTS Sedan.

Der CTS wurde erstmals 2002 vorgestellt (2003 in Europa). Er basiert auf der General-Motors-Sigma-Plattform und hat Heckantrieb. Dadurch liegt die Gewichtsverteilung des Fahrzeugs bei 53:47, was für ausgewogene Fahreigenschaften sorgen soll. Alle CTS-Modelle verfügen über V-Motoren und Einzelradaufhängung; das Fahrwerk wurde unter anderem in Deutschland, auf dem Nürburgring abgestimmt. Der Wendekreis beträgt 10,80 m. Gebaut wird der Cadillac CTS im GM-Montagewerk Grand River in Lansing (Michigan/USA).

Der Wagen war in Europa zunächst mit den aus dem Opel Omega bekannten Sechszylindermotoren mit 2,6 Litern (133 kW/181 PS - Code LY9) und 3,2 Litern (160 kW/218 PS - Code LA3) Hubraum erhältlich. Als Getriebe wurde ein Schaltgetriebe von Getrag oder ein Automatikgetriebe vom Typ Hydra-Matic 5L40-E verbaut, beide mit fünf Gängen. Ab 2005 wurden die Motoren durch Aggregate mit 2,8 Litern (158 kW/215 PS - Code LP1) beziehungsweise 3,6 Litern (189 kW/257 PS - Code LY7) Hubraum und das bisherige Schaltgetriebe durch das Aisin AY6 mit sechs Gängen ersetzt.

Auf dem Heimatmarkt wurde unter der Bezeichnung CTS-V auch eine Sportversion verkauft, die mit Achtzylindermotoren ausgestattet war, die 294 kW (400 PS) leisteten. Ihr Hubraum betrug zunächst 5,7 Liter, seit 2006 6,0 Liter. Die Kraftübertragung beim CTS-V erfolgte ausschließlich über ein manuelles Sechsganggetriebe vom Typ Tremec T56.

Im September 2007 erfolgte die Markteinführung der zweiten Generation auf dem US-Markt. Ihr cw-Wert beträgt 0,33.

 

 

Bei der zweiten Generation wurde der 2,8er Motor nur noch auf Exportmärkten angeboten. Als neue Top-Motorisierung dient jetzt ein 3,6-l-V6 Motor mit Direkteinspritzung, welcher eine Leistungsausbeute von 229 kW (311 PS) zu verzeichnen hat. Ein zuerst angekündigter 2,9-l-V6-Turbodiesel, welcher 184 kW leisten sollte, wird nicht erscheinen, stattdessen wird an der Einführung eines Bi-Fuel Modells gearbeitet.

Die Kraftübertragung erfolgt wahlweise über das bekannte Sechsganggetriebe oder das neue sechsstufige Automatikgetriebe Hydra-Matic 6L50. In Verbindung mit letzterem ist der CTS erstmals auch mit Allradantrieb erhältlich.

Der Allradantrieb ist elektronisch geregelt und arbeitet normalerweise mit einer Kraftverteilung von 2:3 zwischen Vorderachse und Hinterachse. Wenn Schlupf an einem Rad auftritt, wird dem automatisch entgegengewirkt, indem bis zu 75 % der Antriebskraft an die Hinterachse oder alle Antriebskraft an die Vorderachse geleitet wird. Die Hinterachse verfügt über ein mechanisch geregeltes Sperrdifferential, das dem Rad mit der besseren Traktion automatisch bis zu 80 % der Antriebskraft zuführt.

Zur optionalen Ausstattung des CTS gehört ebenfalls ein CD/DVD/HDD/MP3/Satelliten-Navigationsradio mit einer 40 Gigabyte-Festplatte und einem 8-Zoll-TFT-Bildschirm mit Touch-Screen-Funktion.

CTS-V

Der Verkauf der Hochleistungsvariante CTS-V begann im Herbst 2008. Als Motor eingesetzt ist ein 6,2-Liter-V8 mit Kompressoraufladung. Dieser LSA genannte Motor ist eine Variante des LS9, der in der neuen Corvette ZR1 zum Einsatz kommt. Die Motorleistung beträgt 415 kW (564 PS). Die Kraftübertragung erfolgt über eine Automatik oder ein neues Tremec TR 6060 Getriebe mit sechs Gängen und Zwei-Scheiben-Kupplung. Der Wendekreis dieser Version misst 11,55 m, und ihr cw-Wert beträgt 0,355. Ihr Fahrwerk ist mit der elektromagnetischen Stoßdämpfer-Regelung Magnetic-Ride ausgestattet. Aus dem Stand beschleunigt, erreicht das Fahrzeug nach weniger als 5 Sekunden die Geschwindigkeit von 100 km/h, nach knapp 10 weiteren Sekunden 200 km/h und letztlich über 300 km/h.

CTS Sport Wagon

Diese Kombiversion wurde erstmals auf dem Pariser Autosalon im Oktober 2008 gezeigt. Im August 2009 wurde sie auf den Markt gebracht. Das Heck dominieren große senkrechte Rückleuchten, die bis zur Dachkante reichen. Für ein Kombimodell ist die C-Säule sehr breit und das Ladevolumen eher klein. Als Antrieb dienen V6-Motoren mit 3,0 oder 3,6 Litern Hubraum.

CTS Coupé

Auf der North American International Auto Show in Detroit wurde im Januar 2008 erstmals eine Coupé-Variante des CTS vorgestellt. Obwohl als Concept Car vorgestellt, wirkte der Wagen bereits seriennah. Das Coupe hat denselben Radstand wie andere CTS, ist aber einige Zentimeter kürzer und natürlich flacher. Im Heckbereich baut es breiter als andere CTS.

Im Film Matrix Reloaded benutzen die Hauptcharaktere Morpheus, Trinity und der Schlüsselmacher während einer Verfolgungsjagd einen silbernen Cadillac CTS. Am Ende der Jagd ist der CTS allerdings nur noch Schrott. Beinahe das gleiche Schicksal erlitt ein CTS „auf Probefahrt“ im Film Bad Boys II, dort steht er am Ende demoliert und zerschossen in der Schalterhalle einer Bank.

Vom Cadillac CTS konnten in Deutschland in den ersten elf Monaten des Jahres 2009 lediglich 32 Exemplare abgesetzt werden.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Cadillac CTS aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Auf dieser Seite sind auch Versionen und Autorenangaben verzeichnet.