Cadillac DeVille (1990-1993) / DeVille (1999-2004)

Der Cadillac Deville, anfangs auch Cadillac Sedan DeVille, (bis 1993 lautete die Schreibweise offiziell DeVille) war jahrzehntelang das Volumenmodell der US-amerikanischen Automarke Cadillac und wurde von 1949 bis 2005 hergestellt.

General Motors Cadillac Deville (1994 Thru 2005) Cadillac Seville (1992 Thru 2004) Cadillac Dts (2006 Thru 2010) (Haynes Repair Manual)

Der Hauptkonkurrent des Deville war der Lincoln Town Car (vorher Lincoln Continental). Während der Town Car ein weicheres Fahrgefühl und einen erheblich größeren Innenraum bot, war der DeVille eine etwas sportlichere Version der traditionellen amerikanischen Luxuslimousine.

Bekannt wurde das Fahrzeug auch durch die Nutzung als gepanzerte Limousine des US-Präsidenten.

Angeboten wurden viertürige Limousinen (Sedan DeVille), zweitürige Coupés (Coupe DeVille, lange Zeit der meistverkaufte US-Luxuswagen überhaupt) und zeitweise auch ein Cabriolet.

Die Bezeichnungen leiten sich von den klassischen Coupé-de-Ville- und Sedanca-de-Ville-Karosserieversionen der zwanziger und dreißiger Jahre ab, bei denen der Fahrer im Freien saß und sich nur über die Passagiere ein Dach spannte; die Bezeichnung des Lincoln Town Car geht auf dieselbe Bedeutung zurück.

In der jahrzehntelang bis Ende der siebziger Jahre üblichen Cadillac-Modellhierarchie rangierte der DeVille zumeist als mittleres Modell über der Series 62 (später Calais) und unter den exklusiven Fleetwood-Modellen. Nach Einführung der ersten, im Gefolge der Ölkrise von 1973, in den Abmessungen reduzierten Modellgeneration 1976 (Downsizing), erfolgte im Frühjahr 1984 der Wechsel zum Frontantrieb in einer nochmals kleineren Karosserie. Beim neuerlichen Modellwechsel 1993 entfiel das einst so populäre Coupe deVille mangels Nachfrage. 1996 wurde der DeVille zum Topmodell von Cadillac.

 

 

Für das Modelljahr 1994 wurde der DeVille überarbeitet und bekam die gleiche GM-K-Plattform wie der Seville. Die Karosserie bekam ein Facelift, aber der Radstand blieb mit 2.891 mm gleich – im Unterschied zu den 2.819 mm des Seville. Die Produktion wurde nach Hamtramck (Michigan) verlegt. Diese Generation war insbesondere bei älteren Kunden sehr beliebt.

Den DeVille Concours gab es mit dem neuen Northstar-V8-Motor mit 270 hp (199 kW), während die einfacher ausgestatteten Modelle bis 1996 weiterhin den bekannten 4,9 l-V8 besaßen. In diesem Jahr wurde das Basismodell mit dem Northstar-Motor mit geringerer Leistung ausgestattet, während der Concours den Hochleistungsmotor mit 300 hp (221 kW) erhielt. Der DeVille Concours löste den nur 1993 hergestellten Sixty Special ab.

1997 erhielt der DeVille ein kleines Facelift und die vom Coupe DeVille bekannte Ausstattungslinie d'Elegance, um den bisherigen Fleetwood zu ersetzen. Es gab neue Scheinwerfer und einen neuen Kühlergrill, die Hinterradabdeckungen verschwanden, die Türinnengriffe wurden neu gestaltet und die verchromten / schwarzen Zierleisten wurden durch doppelte verchromte Zierleisten beim Basismodell, verchromte / goldfarbige Zierleisten beim d’Elegance-Modell und solche in Wagenfarbe beim Concours-Modell ersetzt. Der Sedan DeVille hieß nun nur mehr „Deville“. Innen wurde ein neues Armaturenbrett, bei dem die Kanten des Beifahrerairbags nicht mehr sichtbar waren, und neue Türinnenverkleidungen mit Seitenairbags, sowie das OnStar-System

Im Modelljahr 2000 wurde der Deville erstmals seit 1994 grundlegend überarbeitet, was zur letzten Generation des Modells führte. Außen zeigte der Wagen ein sportlicheres, elegantes und aerodynamischeres Design. Innen gab es neue Türverkleidungen und Sitze, während Armaturenbrett und Radiobedienteil nur leicht geändert wurden. Der Deville des Jahres 2000 hatte als erstes Serienmodell LED-Rückleuchten, ein Detail das heute immer üblicher bei Luxus- und Familienwagen wird. Die d’Elegance-Ausstattung wurde durch die DHS-(Deville High Luxury)-Ausstattung ersetzt, die etliche zusätzliche Ausstattungsdetails, wie elektrisch betätigter Sonnenschutz für das Rückfenster und heizbare Rücksitze mit Massagefunktion, umfasste. Der Deville für Leistungshungrige, der Concours, wurde in Deville DTS (Deville Touring Sedan) umbenannt und wurde mit Stabilitätskontrolle, aktivem Fahrwerk, eingebautem Navigationsgerät und magnetischer Lenkunterstützung geliefert. Der Luftwiderstandsbeiwert liegt bei 0,30.

Diese letzte Generation des Deville wurde bis 2005 unverändert gebaut. 2006 beerbte ihn der DTS, das erste Modell mit Nur-LED-Rücklichtern und Nachsichtgerät.

Für das Modelljahr 2006 wurde der Deville vom Cadillac DTS als Cadillac-Vorzeigemodell ersetzt. Der Name DTS steht für Deville Touring Sedan, so wurde schon vorher die höchste Ausstattungstufe des DeVille genannt.

Der DTS hat sehr viele Gemeinsamkeiten mit dem Deville, er hat jedoch einen anderen Frontgrill, Scheinwerfer, und Heck. Der Innenraum wurde ebenfalls komplett umgestaltet mit anderen Sitzen, Armaturenbrett, und Innenverkleidung.

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