Chevrolet C-K

Die Chevrolet C-Serie oder GMC C-Serie ist eine Reihe von großen Pickups, die General Motors in den Jahren 1960 bis 1998 anbot. Die jeweiligen Allradversionen heißen Chevrolet K-Serie oder GMC K-Serie. Der erste Chevrolet-Pickup erschien 1924; seit 1930 werden die Fahrzeuge im eigenen Haus entworfen. 1988 wurde die Serie bei GMC vom GMC Sierra abgelöst und 1999 bei Chevrolet vom Chevrolet Silverado. Die schwereren Versionen Chevrolet Silverado HD und GMC Sierra HD folgten 2001.

Chevrolet and GMC Pick-Ups (1988-2000): All Models (88-98), C/K Classic - 2WD and 4WD (99-00) (Haynes Repair Manual)

Mit dem 1960er-Modell des leichten Pickup wurde ein neuer Karosseriestil eingeführt, der viele Neuerungen zeigte. Zu den wichtigsten zählten der neue, in der Mitte abgesenkte Leiterrahmen, der ein niedriger sitzendes Führerhaus ermöglichte, und die Einzelradaufhängung vorne, die dem Pickup ein fast Pkw-ähnliches Fahrverhalten verlieh. Ebenfalls neu war 1960 die Bezeichnung der GM-Pickups. Die alten Bezeichnungen für den Halbtonner mit kurzem Fahrgestell, den Halbtonner mit langem Fahrgestell und den Dreivierteltonner – 3100, 3200 und 3600 – wurden durch die Bezeichnungen 10, 20 und 30 für Halbtonner, Dreivierteltonner und Eintonner ersetzt.

Seit 1957 gab es werksgefertigte Pickups mit Allradantrieb – auch an den neuen Bezeichnungen erkennbar. Die heckgetriebenen Fahrzeuge hießen C (für Conventional), die allradgetriebenen K. Die auf den Wagen sichtbaren Bezeichnungen waren die schon zuvor verwendeten Namen: Die Serien 10, 20 und 30 (C oder K) wurden z.B. als Apache 10 bezeichnet, die Serien 40, 50 und 60 hießen z.B. Viking 40 und die großen Serien 70, 80 und 90 trugen z.B. die Bezeichnung Spartan 70. 1960 gab es die Chevrolet C/K-Pickups als Fleetside oder Stepside, bei GMC hießen die Modelle Wideside und Fenderside. Die Halbtonner mit kurzem Fahrgestell waren C10/K10, die Halbtonner mit langem Fahrgestell C15/K15, die Dreivierteltonner C20/K20 und die Eintonner C30.

Bei GMC gab es nur allradgetriebene Versionen mit der Bezeichnung K. 1962 erhielten die Wagen einen Torsionsstab an der Vorderachse und gezogene Längslenker an der Hinterachse. Es gab eine Standardausstattung und eine gehobene Custom-Ausstattung. Als Antrieb stand bei GMC ein 5,0 l-V6 zur Verfügung, sonst Reihensechszylinder mit 3,9 oder 4,3 l Hubraum und Leistungen von 99 und 110 kW, sowie ein 4,6 l-V8 mit 136 kW.

Ab 1963 erhielten die Vorderachsen Schraubenfedern, und ein neuer Standardmotor fand Verwendung, ein Reihensechszylinder mit 3,8 l Hubraum und 103 kW Leistung. Auf Wunsch gab es auch einen 4,8 l-R6 mit 121 kW. 1964 wurde das Führerhaus verändert, wobei die Panorama-Windschutzscheibe wegfiel, aber ein neuer Kühlergrill, sowie verschiedene Änderungen im Innenraum realisiert wurden. Eine Klimaanlage und einen 5,4 l-V8-Motor mit 162 kW Leistung gab es 1965. 1966 wurde nochmals ein neuer 4,1 l-R6 mit 114 kW eingeführt.
 

Im April 1987 wurden die 1988er-Modelle (bekannt als GMT400-Plattform) in acht verschiedenen Versionen eingeführt: als Fleetside, Fleetside mit verlängertem Führerhaus, Fleetside Doppelkabine und Stepside - jede Version als Heckantriebsmodell (C) und Allradantriebsmodell (K). Alle diese Modelle verfügten über Einzelradaufhängung vorne. Es gab die drei Ausstattungslinien: Cheyenne, Scottsdale und Silverado. Für den Antrieb standen folgende Motoren zur Verfügung: 4,3 l-V6 mit 118 kW, 5,0 l-V8 mit 129 kW, 5,7 l-V8 mit 154 kW und 6,2 l-V8-Diesel. Für Dreivierteltonner und Eintonner gab es zusätzlich einen 7,4 l-V8 mit 169 kW.

 

 

1989 gab es ein Fleetside-Sportpaket, das Stoßfänger und Kühlergrill in Wagenfarbe, verchromte Räder und Nebelleuchten beinhaltete. Auch ein Z71-Geländepaket war erhältlich, mit Sandblechen und Bilstein-Stoßdämpfern. 1990 wurde der Work Truck (W/T) eingeführt, ein Cheyenne-Pickup mit Einzelkabine, einem neuen Kühlergrill und schwarzen Stoßfängern. Ebenfalls 1990 erschien der GMC 3500 EFI mit dem starken 7,4 l-V8. Er leistete 230 bhp (169 kW) und brachte es auf ein Drehmoment von 522 Nm. Ab 1991 gab es das GM 4L80-Automatikgetriebe für Dreiviertel- und Eintonner. 1992 entfiel das manuelle Vierganggetriebe und der Stepside war auch mit verlängertem Führerhaus zu bekommen. Den 6,5 l-V8-Diesel gab es auch mit Turbolader.

Ab 1993 gab es das Sportpaket auch für den Stepside; es beinhaltete Stoßfänger, Spiegel und Kühlergrill in Wagenfarbe und Aluminium-Gussfelgen. Das Getriebe 700R4 wurde 1993 durch die Automatik 4L60-E ersetzt, 1994 entfiel der Dieselmotor, und es gab einen neuen Kühlergrill. 1995 erhielten die Pickups ein neues Audiosystem und neue Instrumente, wobei ein Tageskilometerzähler in allen Versionen nun zur Serienausstattung gehörte. Ebenfalls ab 1995 zur Serienausstattung gehörte ein ABS und ein Beifahrer-Airbag bei den Halbtonnern. 1996 wurden die GM-Vortec-V8-Motoren eingeführt. Neue Zylinderköpfe und Nockenwellen, sowie Schlepphebel und eine höhere Kompression sorgten für erheblichen Leistungszuwachs. 1997 erhielten alle Pickups eine geschwindigkeitsabhängige Servolenkung und Seitenairbags auf der Beifahrerseite. 1998 wurden das Lenkrad und das Airbagsystem neu abgestimmt und eine PASSLOCK II – Diebstahlswarnanlage eingebaut.

Diese Modellreihe war eine der beiden, bei denen zuletzt der alte Chevrolet-5,7 l-V8 (Small Block) eingebaut wurde (die andere war die G-Serie bis 2002).

Die GMT800-Plattform wurde 1999 eingeführt, die GMT400-Plattform wurde aber noch bis ins Modelljahr 2000 für Flottenmodelle hergestellt. Zu dieser Zeit wurde diese Plattform nicht mehr in den USA, sondern in Brasilien hergestellt, wo die Fahrzeuge durch einen Chevrolet-Reihensechszylinder angetrieben werden.

1990 führte Chevrolet eine Hochleistungsvariante des GMT400 unter der Bezeichnung Super Sport ein und nannte sie SS 454. Es gab sie nur mit normalem Führerhaus als Halbtonner in Onyxschwarz. Der Wagen wurde von einem 7,4 l-V8-Motor mit 169 kW Leistung und einem Drehmoment von 522 Nm angetrieben. Ein dreistufiges Automatikgetriebe und ein Achsantrieb mit einem Zahnverhältnis von 3,73:1 leitete die Motorkraft an die Hinterachse weiter. Das Fahrwerk wurde durch 32 mm –Bilstein-Gasstoßdämpfer und einen 32 mm –Stabilistor an der Vorderachse aufgewertet. Die Lenkübersetzung betrug 12,7:1.

Bemerkenswert an der Außenausstattung war ein Frontträger mit Nebellampen, besondere Radläufe, Schilder mit der Aufschrift “SS 454“ an den Fahrzeugseiten, rote Embleme mit Bezeichnung der Ausstattungslinie und schwarze Stoßfänger, Spiegel und Kühlergrill. Im Innenraum gab es eine weiche Polsterung mit garnet-rotem Stoff und schwarzen Applikationen, umklappbare Sportsitze mit hohen Lehnen und eine Mittelkonsole.

Der Listenpreis des 1990er-Modells betrug US-$ 18.295,-- zuzüglich US-$ 550,-- Auslieferungspauschale. 16.953 Exemplare wurden vom SS 454 in über vier Jahren insgesamt verkauft; allein im ersten Jahr 1990 waren es 13.748 Einheiten. 1994 wurde der SS 454 nicht mehr angeboten.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Chevrolet C-K aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Auf dieser Seite sind auch Versionen und Autorenangaben verzeichnet.