Chevrolet Monza (1974-1980)

Beim Chevrolet Monza handelte es sich um ein von 1974 bis 1980 produziertes Sportcoupé der unteren Mittelklasse der amerikanischen Automarke Chevrolet.

Chevrolet Corvair Monza Convertible, schwarz, 1969, Modellauto, Fertigmodell, Yat Ming 1:18

Ferner hießen die in Brasilien produzierten Varianten des Opel Ascona C ebenfalls Chevrolet Monza.

Die Bezeichnung Monza griff auf den Chevrolet Corvair Monza zurück, der in den frühen sechziger Jahren das Konzept des sportlichen Kompaktwagens in den USA popularisiert hatte und als Vorläufer des Pony Car gelten kann, einer Fahrzeugklasse von kompakten Sportcoupés, deren erster und lange führender Vertreter der Ford Mustang war.

Schwestermodelle des Chevrolet Monza waren der Buick Skyhawk (1974-1980), der Oldsmobile Starfire (1974-1980) und der Pontiac Sunbird (1974-1980).

Modelljahr 1975: Einführung des Monza als dreitüriges Heckklappen-Sportcoupé (Monza 2+2) mit Hinterradantrieb. Die Dachlinie der gefälligen Karosserie erinnerte an den Ferrari 365 GTC4, insgesamt gab sich die Linienführung recht europäisch, bis hin zur angeschrägten Front (aus Polyurethan) nach Art des gleichzeitigen Opel Manta B. Den Antrieb übernahmen zunächst wahlweise ein 2,3-Liter-Vierzylinder mit Doppelvergaser (70 PS) oder V8-Aggregate mit 4,3 Litern (110 PS) oder 5,7 Litern Hubraum. Vier- oder Fünfgangschongetriebe oder Dreigangautomatik. Frühjahr 1975: Einführung eines zusätzlichen Stufenheck-Coupés (Modellbezeichnung Towne (sic!) Coupe) mit konventioneller Frontpartie.

1976: Towne Coupe auf Wunsch auch mit der Frontpartie des 2+2 lieferbar, ferner als Luxusausführung mit "Cabriolet"-Paket, das Vinyldach, Chromzierrat und derlei umfasste. Einführung des Monza Spyder als Sportversion von Fließ- und Stufenheckmodell mit Sportfahrwerk und gehobener Ausstattung mit allen Motorisierungen. Fünfliter-V8 (140 PS) ersetzt den 5,7-Liter.

1977: Entfall des 4,3-Liter-Motors. Zwei neue Spyder-Pakete standen (nur mehr für den 2+2) im Angebot, einmal ein reines Optik-Paket mit Zierstreifen und Spoilern, zum anderen als Performance-Paket, in dem Sportfahrwerk u.a. enthalten waren. Im Frühjahr 1977 debütierte das limitierte Sondermodell Monza Mirage, ebenfalls mit sportiver Aufmachung und Ausstattung.

1978: Neuordnung des Modellprogramms: Monza S als Basismodell mit konventioneller Frontpartie als Fließheckcoupé sowie als Stufenheck- und Heckklappencoupé und Kombi (Übernahme der entsprechenden Varianten des eingestellten Chevrolet Vega), dazu Monza Sport (mit Kunststoffschnauze) als Stufen- und 2+2-Fließheckcoupé. Geändert zeigte sich auch die Motorenpalette; den anfälligen Aluminium-2,3-Liter ersetzte ein gusseiserner 2,5-Liter-Vierzylinder (85 PS), ferner gab es einen neuen 3,2-Liter-V6 mit Doppelvergaser (90 PS) und den bekannten, auf 145 PS erstarkten Fünfliter.

1979: Änderungen an Zylinderkopf und Vergasern des Basis-Vierzylinders ergeben eine höhere Leistung von 90 PS, als neues Triebwerk kommt ein 3,8-Liter-V6 mit 115 PS ins Programm, der 3,2-Liter leistet jetzt 105 PS, der Fünfliter fällt auf 130 PS zurück.

 

 

1980: Entfall des 3,2-Liters und des Achtzylinders. Monza Spyder mit geänderten, aber weiterhin sehr auffälligen Zierstreifen. Der Vierzylinder leistet jetzt 86, der V6 110 PS.

Insgesamt entstanden vom Chevrolet Monza rund 700.000 Exemplare; ironischerweise fiel das Modell nach seinem erfolgreichsten Jahr (mit 169.000 Stück) aus dem Programm, um dem Chevrolet Cavalier Platz zu machen, der sich in seinem ersten, überlangen Modelljahr gerade einmal 190.000 Mal verkaufte, obwohl es ihn als komplette Modellfamilie (Limousine, Coupé, Kombi) gab.
 

Der Name Chevrolet Monza wurde in Brasilien ab 1982 für die dortige Variante des Opel Ascona C benutzt, die nichts mit dem US Monza gemein hat.

Im März 1982 präsentierte General Motors Brasilien den dortigen Monza, eine vom Ascona C abgeleitete dreitürige Schräghecklimousine mit 73 PS (54 kW) starkem 1,6-Liter-Vierzylindermotor. Das Getriebe stammte von Isuzu, die Vorderachse von Holden und die Hinterachse wurde aus Deutschland zugeliefert. 1983 kam ein 86 PS (63 kW) starker 1,8-Liter hinzu, 1984 auch als 96 PS (71 kW) starke Alkohol-Version. Im Mai 1983 wurde zum Dreitürer die viertürige Stufenheckversion in die Produktion genommen, bald darauf folgte der Zweitürer.

Ab September 1985 wurde auf Basis des Dreitürers die Sportversion Monza S/R angeboten, die einen auf 106 PS (78 kW) leistungsgesteigerten 1,8-Liter mit Doppelvergaser, Frontspoiler, schwarze Stoßstangen und seitliche Prallschilde, Breitreifen und Recaro-Sitze aufwies. Der S/R blieb zwei Jahre in Produktion.

Der Monza des Jahrgangs 1987 war auf Wunsch auch mit einem 110 PS (81 kW) starken Zweilitermotor erhältlich. Für 1988 erhielt der Monza ein leichtes Facelift mit geänderten Stoßfängern, Frontspoiler und breiten seitlichen Stoßleisten; der Dreitürer entfiel.

1991 folgte eine große Modellpflege; die Frontpartie wurde um knapp 10 cm verlängert und tief nach unten gezogen, das höhere Heck wurde ebenfalls verlängert. Dadurch sank der Cw-Wert laut Werk von 0,39 auf 0,34. Zugleich erhielt der Zweilitermotor eine elektronische Einspritzung und leistete wahlweise 110 oder 121 PS (81/89 kW). 1995 wurde die Fertigung des Zweitürers eingestellt.

Ab März 1996 wurde der Monza vom Chevrolet Vectra der zweiten Generation abgelöst und kurz darauf aus der Produktion genommen.

In den Jahren 1984 bis 1986 war der Monza das meistverkaufte Auto Brasiliens.

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