Drucken
Kategorie: Chevrolet Volt

Chevrolet Volt (2011-)

Der Chevrolet Volt war ursprünglich ein Plug-in-Hybrid-Konzeptfahrzeug von General Motors. GM betont jedoch, dass es nicht mehr ein Concept Car, sondern ein für die Serienproduktion bestimmtes Fahrzeug sei. Daneben vermeidet GM die Bezeichnung Hybridfahrzeug und bezeichnet das Fahrzeug aufgrund seiner Auslegung als Elektrofahrzeug mit „Reichweitenverlängerung“. Das Fahrzeug ist für einen reinen Elektroantrieb ausgelegt, der von On-Board-Batterien gespeist wird, um damit bis zu 64 km bzw. die halbe Reichweite des GM EV1 zu erreichen; dies reicht aus, um die übliche von amerikanischen Pendlern zurückgelegte Strecke zu bewältigen (ca. 53 km). Durch die Nutzung eines kleinen internen Verbrennungsmotors, der einen Generator antreibt, der die Akkus lädt, kann die Reichweite des Fahrzeugs auf 1000 km auf Landstraßen vergrößert werden. General Motors Corp. plante ursprünglich, im Jahr der Produktvorstellung 60.000 Fahrzeuge zu produzieren, jedoch wurde der Produktionsplan nun auf 10.000 Einheiten reduziert.

Chevrolet Volt: Charging Into the Future

Das Concept Car Chevrolet Volt wurde offiziell bei der North American International Auto Show im Januar 2007 in Detroit, Michigan vorgestellt. Eine überarbeitete Version wurde bei der Shanghai Autoshow im April 2007 in Shanghai, China gezeigt.

Bei der Detroit Auto Show wurde ein Concept Car gezeigt, mit dem die GM E-Flex-Plattform vorgestellt wurde; hiermit wurde versucht, Komponenten künftig elektrisch angetriebener Fahrzeuge zu standardisieren, um mehrere austauschbare Stromerzeugungssysteme zu ermöglichen. Im Ursprungsdesign des Chevrolet Volt wird ein Elektromotor mit einem 16-kWh-Lithium-Ionen-Akkusystem kombiniert; ein kleiner Verbrennungsmotor mit 1000 cm³ Hubraum treibt einen 53-kW-Generator an. Das Fahrzeug wird von einem Elektromotor mit einer Spitzenleistung von 120 kW angetrieben.

Normalerweise wird der Akku über Nacht geladen. Aus Komfortgründen sind auf jeder Seite des Fahrzeugs hierfür Elektroanschlüsse vorhanden. Eine vollständige Ladung dauert an einem normalen nordamerikanischen Hausanschluss (120 Volt, 15 Ampere) etwa 10 Stunden.

Da der Elektroantrieb vom Konzept der Ladung unabhängig ist, gibt es verschiedene Optionen für die Realisierung des Verbrennungsmotors. In den Werbeunterlagen wird eine Konfiguration beschrieben, bei der ein 1-Liter-3-Zylinder-Motor mit Turboaufladung verwendet wird. Dies kann ein Flex-Fuel-Aggregat sein, das mit Benzin oder Ethanol-Kraftstoff (E85: 85 % Ethanol, 15 % Benzin) betrieben wird. Der Treibstoff wird von einem 45-Liter-Satteltank bereitgestellt. Andere Optionen sind reine Ethanolmotoren, ein biodiesel-kompatibler Dieselmotor oder aber eine Wasserstoff-Brennstoffzelle, sobald diese Technologie wirtschaftlich einsetzbar ist.

Eine Variante des Chevrolet Volt als Brennstoffzellenfahrzeug wurde 2007 auf der Shanghai Autoshow gezeigt. Durch die im Vergleich zu neuen, preiswerten Lithium-Ionen-Akkus höheren Kosten für Brennstoffzellen sei, so der Hersteller, beim Chevrolet Volt deren Einsatz zumindest für die ersten Serien aber nicht geplant.

 

 

Das Ford-Airstream-Konzept, das bei derselben Show vorgestellt wurde, basiert auf einem Plug-In-Brennstoffzellenkonzept.

Das dem Volt zugrundeliegende Design wird als serieller Hybridantrieb bezeichnet, da der Verbrennungsmotor direkt den Generator antreibt, der wiederum den Akkusatz lädt. Energie für den Antrieb der Elektromotoren wird direkt von den Akkus bezogen. Die interne Verbrennungskraftmaschine hat keine mechanische Verbindung zu den Rädern - im Unterschied etwa zum Toyota Prius - und kann für optimale Effizienz und einfachsten mechanischen Aufbau mit konstanter Drehzahl betrieben werden. So kann auf aufwendige Konstruktionen wie Mehrventiltechnik oder variable Ventilsteuerung verzichtet werden.

GM plant, den Lithium-Ionen-Akku in einem Ladungszustand zu halten, der zwischen 30 % und 80 % liegt, wobei der On-Board-Generator bei einem Ladungsniveau von 30 % mit der Ladung beginnt.

Der Hersteller hat diesem Konzept eine neue Bezeichnung gegeben - statt „Hybridantrieb“ führt GM für den Volt das Kürzel E-REV ein, was für „extended-range electric vehicle“ steht.

General Motors möchte den Chevrolet Volt 2010 auf den Markt bringen. Um die Entwicklung im Bereich der Akkutechnik voranzutreiben, wählte GM zwei Firmen, die fortschrittliche Lithium-Ionen-Akkumulatoren herstellen: Compact Power, die manganoxid-basierte Zellen ihrer Muttergesellschaft LG Chemical verwendet, und die Continental AG, die zylindrische Nanophosphat-Zellen von A123Systems verwendet. Am 9. August 2007 kam es jedoch zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen GM und A123Systems, wodurch diese Firmen nun in Kooperation einen volt-spezifischen Akkusatz entwickeln. Diese Zellen wurden bei der EVS23-Industrieausstellung in Anaheim vorgestellt. Die Entwicklung schritt in großem Tempo voran, und Ende 2007 stellte LG Chemical den GM-Testern zwei voll funktionstüchtige Akkupacks zur Verfügung. Am 31. Januar 2008 lieferten A123Systems und Continental ihre ersten Prototypen an die europäischen Testcenter aus.

GM-Manager teilten mit, dass die Akku-Technologie entscheidend für den Erfolg dieses Fahrzeugs sei.

GM legt die Lebensdauer des Akkusatzes für einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren aus. Man begann mit intensiven Tests, wobei man erwartet, in zwei Jahren die Ergebnisse für die 10-Jahres-Simulation vorliegen zu haben.

Im September 2008 wurde der von GM angepeilte Marktpreis des Chevrolet Volt in Europa mit 39.000 Euro beziffert.

Der in Europa vermutlich ab 2011 erhältliche Opel Ampera ist mit den Chevrolet Volt technisch identisch. Der Preis steht noch nicht fest. Die geplante Auslegung des Opel Ampera würde in Deutschland zu einem KfZ-Jahressteuersatz von 28 Euro führen. Opel entwickelt in Mainz-Kastel die Steuerung für die Batterie von LG. GM hat jedoch angekündigt, den Chevrolet Volt ab 2011 parallel zum Opel Ampera in Deutschland anbieten zu wollen.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Chevrolet Volt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Auf dieser Seite sind auch Versionen und Autorenangaben verzeichnet.