Chrysler Conquest (1982-1990)

Der Mitsubishi Starion ist ein Sportwagen der japanischen Mitsubishi Motors Corporation. Er wurde zwischen 1982 und 1990 an verschieden Produktionsstandorten hergestellt. In Nordamerika wurde er auch als Conquest von den Marken Chrysler, Dodge und Plymouth vermarktet. Der Starion gilt als Begründer der japanischen Turbolader-Ära, obwohl er nicht das erste Turbolader-Fahrzeug auf dem Markt war.

Chrysler: Colt/Challenger/Conquest/Vista 1971-89 (Chilton's Total Car Care Repair Manuals)

Bei seiner Markteinführung in Deutschland hatte der Starion eine Motorleistung von 170 PS aus einem 2-Litermotor mit 4 Zylindern und Abgasturbolader Diese frühen Modelle haben die Modellreihenbezeichnung A170 (Motor 4GT63) sowie A180 und A183 (Motor G54A). Später wurde dem Starion ein Ladeluftkühler spendiert, die Leistung stieg auf 180 PS. Im Zuge der Modellpflege wurde etwa ab 1987 ein 2,6-Litermotor (ebenfalls 4 Zylinder mit Turbolader und Ladeluftkühler (Motorkennung: G54B)) eingebaut, sowie die Karosserie noch dynamischer gestaltet. Es entstand der sogenannte "Widebody" mit aggressiv ausgestellten Radhäusern und dreiteiligen Spoilern vorn und hinten. Das "große" Modell hat die Bezeichnung A187 und war serienmäßig mit zwei Abgaskatalysatoren und einem recht komplizierten Abgasaufbereitungssystem ausgerüstet. (Die 2.0er Modelle wurden nur selten mit Kat ausgerüstet.) Die Fz-Ident-Nummern beginnen bei Mitsubishi mit JMBA, gefolgt vom Modell (also z. B. 187), Baureihe (z. B. AMLK, worin auch das Baujahr verschlüsselt ist) und der laufenden Produktionsnummer (6-stellig) und befinden sich an der Spritzwand hinterm vorderen Katalysator. Bei Chrysler & Co. heißen sie anders, z. B. JACC... und sind durch die Frontscheibe hinterm Armaturenbrett abzulesen. Manchmal auch am B-Holm der Fahrertür.

Die 4-Zylindermotoren verfügen über „silent shafts“ - Schwingungsausgleichswellen. Diese von Mitsubishi patentierte Technik wurde auch von Porsche für 4-Zylindermotoren verwendet. Es handelt sich um zwei Wellen im Motorblock, an denen Unwuchtgewichte angebracht sind und die sich mit dreifacher Kurbelwellendrehzahl drehen und somit der Maschine einen ruhigen Lauf geben, sodass man ihn für einen 6-Zylinder halten könnte.

Alle Motorisierungen haben eine 2-Punkt-Einspritzanlage, welche durch eine sogenannte ECU auf Basis eines Einchipmikrorechners 8049 gesteuert wird. Der ECU werden Daten einer Vielzahl Sensoren geliefert (wie man es aus modernen Autos kennt). Fehler in diesem System werden über ein einfachen Serviceport ausgegeben.

 

 

Der Starion verfügt über eine sehr wirksame standfeste Scheibenbremsanlage. Schon die 1982er Modelle hatten vorn und hinten belüftete Scheiben.

Die Starionmodelle verfügen über eine technisch interessante Lösung für die Bremskraftregelung der Hinterachse. Dieses System nennt sich ASBS und kann als Vorgänger des bekannten ABS betrachtet werden. Im Kofferraumboden ist ein G-Sensor eingebaut. Mit Hilfe dieses Sensors, welcher die Fahrzeugbewegung (G-Kräfte) ermittelt, wird microcomputergesteuert der Bremsdruck der Hinterräder geregelt.

Auch im Alter ist dieser Wagen sehr zuverlässig, sportlich und robust. Schwachstellen: Rostanfälligkeit der hinteren Radläufe und der Seitenschweller (besonders A180). Der G54B Motor reißt häufig zwischen Kupplungsglocke und Froststopfen oder komplett. Vermutliche Ursache: Dauerschwingbeanspruchung und eine Konstruktionsschwäche. Häufig werden die Motoren durch die robusteren G54A ersetzt, was bei einer Mitsubishi-Werkstatt problemlos machbar ist.

Bei Puristen und Tuningfreunden in der deutschen Youngtimer- und Fanszene ist dieser Wagen äußerst beliebt. Von diesem Fahrzeug existieren in Deutschland lt. KBA Flensburg (Stand 04/2007) noch ca. 200 Exemplare (incl. vorübergehend stillgelegter Fahrzeuge) von allen Motor-Varianten.

Im Jahr 1990 wurde der Starion vom Eclipse abgelöst. Parallel wurde kurz versucht, einen "neuen" Starion zu entwickeln. Man findet dazu Bilder und Informationen im www. Das Fahrzeug war von der Länge etwa wie der Starion und das Design erinnert stark an eine Mischung aus Ford Probe 1 und BMW 850.

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