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Kategorie: Dacia Logan

Dacia Logan (LS_) (2004-) / Logan Express (FS_) (2009-) / Logan MCV (KS_) (2007-) / Logan PickUp (US_) (2008-)

 

Der Dacia Logan (in Russland, Iran und Südamerika Renault Logan, in Südafrika Nissan NP200, in Mittelamerika Nissan Aprio) ist ein Modell der unteren Mittelklasse von Dacia.

Mittelarmlehne - Armauflage Dacia Logan + MCV PASSGENAU

 

Der fünfsitzige Pkw wurde zunächst seit September 2004 als „5000-Euro-Auto“ in Afrika, Südamerika und den osteuropäischen Ländern als Nachfolger des Dacia Solenza angeboten. In Deutschland wird er seit 2005, mit angepasster Sicherheitsausstattung (zwei Airbags, ABS), ab etwa 7200 Euro angeboten. Der Logan zählt damit zu den preisgünstigsten Neuwagen seiner Klasse in Deutschland. In Österreich wird er ab 7960 € inkl. USt angeboten.

 

 

Der Dacia Logan wird bei der Renault-Tochter Dacia in Rumänien produziert. Seit 2005 läuft er in Russland, Marokko und Kolumbien vom Band, seit 2007 als Nissan Aprio in Brasilien, seit 2008 als Nissan NP200 Pickup in Südafrika. Er wird auch im Iran (bei Iran Khodro unter dem Namen Tondar 90), in Indien und in der Volksrepublik China produziert. Bis 2010 plant Renault, jährlich 900.000 Exemplare des Logan herzustellen.

 

Bei der Entwicklung des Dacia Logan setzte Renault auf Schlichtheit. Durch den Verzicht auf kostspielige Ausstattungselemente und durch den Einsatz bereits vorhandener Renault-Technik kann das Fahrzeug zu einem für den westeuropäischen Markt ungewöhnlich niedrigen Preis angeboten werden. Mit einem Kofferraumvolumen von 510 Litern, vier Türen und einer 90er-Jahre-ähnlichen Ausstattung ist das Fahrzeug auf Basis des neu erschienenen Clio mit einem moderaten Platzangebot besonders für kostenbewusste Autofahrer attraktiv.

Wiederholt wurde Kritik an der unterdurchschnittlichen Sicherheitstechnik des Logan laut. So schnitt er beim Euro NCAP-Crashtest im Vergleich mit anderen Konkurrenten deutlich schlechter ab, da die Belastungswerte am Kopf bei Fahrer und Beifahrer (so genannte HIC-Werte) über denen vergleichbarer modernerer Fahrzeuge liegen. Ein modifizierter Elchtest des ADAC, bei dem sich der Logan überschlug, stellte sich im Nachhinein als fehlerhaft heraus; bei dem betreffenden Fahrzeug waren die Reifen durch vorherige Tests beschädigt worden. Mittlerweile sind auch Seitenairbags für den Dacia Logan optional erhältlich.

 

 

 

 

Das „Billig-Auto“ Logan – seit Juli 2005 auf dem Markt – erfüllte am deutschen Markt zunächst nicht die bei Renault gehegten Erwartungen. Bis Ende Oktober 2005 wurden dort nur 1478 Stück verkauft. Bis Oktober 2006 waren es 6300 Fahrzeuge. In Österreich sind die Verkaufserwartungen im Jahr 2006 weit übertroffen worden, es gab sogar Lieferengpässe. In Deutschland betrug 2008 die Wartezeit für einen neuen Logan MCV bis zu zwölf Wochen. In Frankreich wurden gebrauchte Fahrzeuge kurz nach der Markteinführung 2005 wegen der hohen Nachfrage gelegentlich teurer gehandelt als Neufahrzeuge. Seit der Einführung der Umweltprämie in Deutschland stieg die Nachfrage nach Neufahrzeugen an, es ist zur Zeit mit einer Lieferzeit von bis zu fünf Monaten zu rechnen. Laut KBA wurden bis Ende August 2009 23.764 Fahrzeuge zugelassen.

 

Den Logan gibt es bislang mit drei Renault-Ottomotoren: 1,4 Liter (55 kW/75 PS), 1,6 Liter (64 kW/87 PS) und 1,6 Liter 16V (77 kW/105 PS). Sie verbrauchen nach Herstellerangaben zwischen 7,5 und 7,6 Liter Super-Benzin auf 100 km. Höchstgeschwindigkeit: 155, 167, 174 km/h. Zudem wird ein Modell mit 1,5-Liter-Common-Rail-Dieselmotor von Renault angeboten, der selbst in der gehobenen Lauréate-Ausstattung für 10.100 € (in Österreich 11.090 €) zu den günstigsten Dieselfahrzeugen zählt und einen Kraftstoffverbrauch von 5,2 Liter Diesel pro 100 km besitzt. Im Herbst 2006 ist außerdem eine Kombiversion (MCV) mit 2.350 l Ladevolumen bzw. 7 Sitzen auf den Markt gekommen. Vervollständigt wurde die Modellpalette in Osteuropa mittlerweile durch einen verkleideten Kastenwagen (Logan Express) und einen Pick-Up (Logan Pick-Up), die ab März 2009 auch in Deutschland erhältlich sind.

 

Seit dem Jahr 2006 richtet der ADAC eine Tourenwagen-Rennserie mit dem Dacia Logan aus – den ADAC Dacia Logan Cup. Dabei werden an die Bestimmungen des Motorsports angepasste Logan-Modelle eingesetzt, die auch im Straßenverkehr zulässig sind.

 

Auf der von Michelin ausgerichteten Challenge Bibendum präsentierte Renault im Jahr 2007 den „Logan Renault eco2“ ein kraftstoffsparendes Konzeptfahrzeug, das nach Herstellerangaben nur 2,72 l Diesel pro 100 km verbraucht und 71 g CO2 pro Kilometer ausstößt.

 

Im Juli 2008 kam eine modellgepflegte Version der Dacia Logan Limousine auf den Markt. Das am Dacia Sandero orientierte Facelift umfasst ausschließlich optische Retuschen, die Technik bleibt unverändert. Die Front erhielt größere Scheinwerfer und einen breiteren Kühlergrill mit neuem Dacia-Logo, der in den zwei teureren Varianten eine verchromte Zierleiste enthält. Außerdem gibt es einen neuen Stoßfänger und einen breiteren Lufteinlass in der neuen Frontschürze. Der Kofferraumdeckel wurde verändert und um eine Abrisskante ergänzt. Auch die Rückleuchten und der Stoßfänger wurden modifiziert. Bei der höchsten Ausstattungslinie befindet sich außerdem eine Chromleiste am Heck.

 

Vom Kombi MCV, der im Oktober 2008 ebenfalls überarbeitet wird, erhielt die Limousine zudem die größeren Außenspiegel. Insgesamt wuchs die Länge des Stufenheckmodells um etwa vier Zentimeter auf 4,29 Meter. Im Innenraum wurde das Cockpit vom Sandero übernommen und ein Bremsassistent ergänzt serienmäßig das ABS. Der Grundpreis der Basisversion Logan bleibt mit 7200 Euro unverändert, die höherwertigen Ausstattungen Ambiance und Lauréate werden jedoch um 150 bis 450 Euro teurer. Die bisher hochwertigste Ausstattungslinie namens Prestige entfällt.

 

Bekannte Schwachstellen des Logans sind:

  • Ungenaue Tankanzeige (Zeigt oft zu wenig an)

  • Mangelnder Rostschutz bei Fahrzeugen bis Ende 2006 (Durch eine Serviceaktion wird inzwischen der Rostschutz vervollständigt).

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Dacia Logan aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Auf dieser Seite sind auch Versionen und Autorenangaben verzeichnet.