De Tomaso Guara (1993-2004)

Der De Tomaso Guarà ist das letzte Projekt, welches der Firmengründer und Besitzer Alejandro de Tomaso zur Marktreife geführt hat. Der Guarà wurde 1993 am Genfer Auto-Salon als Coupé und - viel mehr beachtet - als Barchetta vorgestellt. Der Barchetta entspricht dem Coupé, ist aber als kompromisslos offenes Fahrzeug konzipiert: er verfügt über keinerlei Dach, auch die Frontscheibe ist eigentlich nur ein Windabweiser und gefahren wird mit Helm. Der Guarà basiert auf dem 1991 nur als Prototyp vorgestellten Maserati Barchetta Stradale, von dessen Rennversion einige wenige Modelle als Umbauten auf die Straße gekommen sind. Daneben gab es noch den Guarà Spider, der mit seinem Verdeck weniger kompromisslos als der Barchetta ausfällt. Der De Tomaso Guarà hat Klappscheinwerfer.

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Die ersten Fahrzeuge - vor allem Coupés - kamen 1994 in den Verkauf und nach einigen Unterbrechungen kann das Auto gegen Vorauszahlung wieder bestellt werden. 2005 bietet De Tomaso den Guarà offiziell in Italien sowie über Importeure in der Schweiz und Österreich an. Die Lieferfrist von über einem Jahr sowie trotz Anzahlung nicht gelieferte Fahrzeuge legen den Schluss nah, dass seit Ende 2004 keine De Tomaso Guarà die Werkshallen mehr verlassen haben.

Das Konzept des Guarà lässt viele Einflüsse aus dem Rennsport erkennen: Fiberglas, Kevlar und weitere Verbundmaterialien bilden die Aussenhaut, welche sich über einen Rohrrahmen spannen. Das Fahrwerk ist reine Formel 1- und Champ Car-Technologie mit innen liegenden Feder-Dämpfer-Elementen. Dem Guarà wird dem entsprechend ein sehr agiles, direktes und für den normalen Fahrer auch nervöses Fahrverhalten nachgesagt.

 

 

Zur Markteinführung wurde der Guarà im Innen- und Motorraum mit BMW-Technologie ausgerüstet, später stellte De Tomaso auf Ford-Motoren um. Dem fiel dann auch das Zwischengetriebe zum Opfer, das den BMW angetrieben Guaràs wesentlich bessere Fahreigenschaften bescherte. Bei den mit BMW-Motor angetriebenen Wagen war der Motor aus Gründen der besseren Gewichtsverteilung tiefer als das Getriebe angeordnet. Die mit Ford-Motor angetriebenen Guaràs waren deshalb auch 150 Kilo schwerer. Der hohe Schwerpunkt des Motors führte zum schlechteren Handling des Autos.

Insgesamt wurden 34 Fahrzeuge gebaut. 19 mit BMW-Motor und 15 mit Ford-Motor, wobei der 15. die Werkshallen nie mehr verlassen hat. Von den neunzehn mit BMW-Motor angetriebenen Guaràs waren es sieben Barchettas und vier Spider. Heute befinden sich nur noch der Barchetta und das Coupé im Programm, denn der Verdeckkasten des Spider hat wegen des im Vergleich mit dem BMW-Motor merklich größeren Ford-V8 keinen Platz mehr. Ein Export in die USA hat offiziell nie stattgefunden. Der US-Importeur von De Tomaso bekam ein Fahrzeug ohne Motor und ohne Fahrgestellnummer geliefert.

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