Ford Escort III (GAA) (1980-1986) / Escort Express (AVA) (1981-1986) / Escort III Turnier (AWA) (1980-1985) / Escort III Cabrio (ALD) (1983-1985)

Ford Escort ist der Name mehrerer von 1968 bis 2000 in Europa produzierter Pkw-Modelle der Kompaktklasse bzw. der unteren Mittelklasse des Automobilherstellers Ford. Auf der Plattform des Escort wurde von 1983 bis 1993 das Stufenheckmodell Ford Orion hergestellt. Der Escort war gemessen an den Zulassungsstatistiken im europäischen Vergleich eines der meistverkauften Autos. Nachfolger wurde 1998 der Ford Focus.

Radio Blende Rahmen Ford Focus Fiesta Escort Mondeo Transit Galaxy 1995-2005

Daneben gab es von 1981 bis 2002 auch einen amerikanischen Escort, der anfangs zwar mit dem europäischen Modell verwandt war, später aber auf der Plattform des Mazda 323 basierte.

Modellpalette

Der Escort war das erste Auto, das die deutschen und die britischen Ford-Werke gemeinsam auf beide Märkte brachten. Hauptkonkurrenten des Escorts waren der VW Golf (ab 1974) und der Opel Kadett bzw. der Vauxhall Viva in Großbritannien.

Ford Escort ’68 (Mk I)

Der von den britischen Ford-Werken entwickelte erste Escort mit seinem charakteristischen Kühlergrill (auch „Hundeknochen“ genannt) wurde ab dem 17. November 1967 im britischen Halewood produziert. Anfang Januar 1968 wurde der Escort in Marokko der Presse vorgestellt. Wenige Tage später fand die offizielle Präsentation anlässlich des Brüsseler Autosalons statt. Die Verkaufszahlen übertrafen die optimistischen Erwartungen des Herstellers bereits nach zwei Monaten um 30 %. Nach weniger als fünf Monaten seit der Vorstellung lief am 4. Juni 1968 bereits der 100.000 Escort in Halewood vom Band. In Deutschland verließ der erste Wagen am 16. Januar 1970 in Saarlouis das Fließband.

Die Technik orientierte sich am Vorgängermodell Ford Anglia. Als Kombi-Variante „Turnier“ konnte sich der Mk I mit einer an den Nachfolger Mk II angelehnten Frontpartie bis 1980 im Verkaufsprogramm halten. Der als „Käfer-Killer“ konzipierte Escort blieb in Deutschland hinter den erwarteten Stückzahlen zurück, war aber insbesondere in Großbritannien sehr populär.

1973 kam in Westdeutschland der RS2000 als Topmodell hinzu. Erkennbar war der RS2000 an der auffälligen zweifarbigen Lackierung und den verbreiterten Radläufen vorn. Mit 100 PS war der leichte Escort mehr als ausreichend motorisiert, daraus resultierten viele Erfolge im Motorsport. Weit erfolgreicher im internationalen Autosport-Geschehen waren allerdings der britische Escort TwinCam und sein Nachfolger, der RS1600 mit Cosworth BDA-16V-Motor. Mit dieser Motorisierung konnte der RS1600 neben der Rallycross-Europameisterschaft 1973 im selben Jahr auch den Finnland-Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft und einige Läufe zur Deutschen Rennsport-Meisterschaft gewinnen.

 

 

Karosserie

Der Escort wurde von seinen Entwicklern als erwachsener Kleinwagen mit selbsttragender Ganzstahl-Karosserie konzipiert. Neben der Limousine (zwei- und viertürig) gab es eine Kombiversion und einen Kastenwagen. Das Volumen des Kofferraumes beträgt 270 Liter. Der Kombi (bei Ford „Turnier“) hat ein Ladevolumen von maximal 1,53 m³.

Fahrwerk

Das Fahrwerk des Escort ist denkbar einfach gehalten. Die Vorderräder sind an McPherson-Federbeinen und Querlenkern aufgehängt - längs wurden die Vorderräder bei der ersten englischen Escort-Baureihe von Schubstreben geführt. Bei Fahrzeugen aus deutscher Produktion wurde dafür ein Querstabilisator verwendet. Diese Radführung wurde später auch für die englischen Modelle übernommen.

Die starre Hinterachse wurde anfangs ausschließlich an Halbelliptikfedern geführt und mit schräg stehenden Stoßdämpfern versehen. Im Laufe der Modellpflege erhielt die Hinterachse später zusätzliche Längslenker.

Bremsen

Bei Modelleinführung wurden die 1.100er-Modelle mit Trommelbremsen an allen vier Rädern ausgerüstet. Die 1.300er-Modelle hatten vorne Scheibenbremsen, Trommelbremsen an den Hinterrädern und einen Bremskraftverstärker.

Motoren

Die Escort-Motoren wurden aus den englischen Anglias und Cortinas übernommen. Es sind Vierzylinder-Viertakt-Motoren mit fünffach gelagerter Kurbelwelle. Die hängenden Ventile werden über Stößelstangen und Kipphebel betätigt. Alle Motoren haben die gleiche Bohrung von 80,98 mm. Verschieden große Hubräume werden durch den Einbau verschiedener Kurbelwellen erreicht.

Kraftübertragung

Alle Escort I waren serienmäßig mit einem exakt schaltbaren, vollsynchronisiertem Vierganggetriebe ausgerüstet. Gegen Aufpreis (Anfangs 799,20 DM) war ein Dreigang-Automatikgetriebe erhältlich.

Die Kraft vom Getriebe zur Hinterachse wurde bei allen Modellen der ersten Baureihe durch eine einteilige Kardanwelle übertragen, erst der Nachfolger MK2 hatte eine zweiteilige.

Ford Escort ’75 (Mk II)

Die unter dem Codenamen „Brenda" entwickelte zweite Escort-Generation übernahm im Wesentlichen Design und Technik des Vorgängers mit Stufenheck und Heckantrieb. Die Karosserie des Kombis „Turnier“ entsprach dem alten Modell; lediglich die Frontpartie wurde dem neuen Design angepasst.

Der Escort II hatte weiterhin eine blattgefederte Hinterachse, die aber zu Zeiten seiner Einführung (1974) insbesondere bei den japanischen Herstellern noch üblich war. Auch der Heckantrieb war seinerzeit noch bei vielen anderen Fahrzeugen üblich. So hatte auch beispielsweise der bis 1979 produzierte Hauptkonkurrent Opel Kadett C ebenfalls eine Starrachse mit angetriebenen Hinterrädern.

Der Escort erhielt gegen Ende der 1970er Jahre von der deutschen Motorpresse nicht immer positive Kritiken, zumal die Grundkonzeption mit Heckantrieb doch deutlich in die Jahre gekommen war. Trotzdem verkaufte sich das Fahrzeug beispielsweise in England gut.

Das in Deutschland erhältliche Topmodell war der RS2000 (in Großbritannien dagegen war es der RS1800 mit BDA-Motor), der schon aus dem Escort ’68 bekannte 2,0-Liter-OHC-Motor mit 100 PS erhielt noch einmal 10 PS mehr, die durch einen geänderten Auspuffkrümmer erreicht wurden.

Die neue Motorisierung war alles andere als müde und verlieh dem Escort beachtliche Fahrleistungen. Das markanteste Erkennungszeichen des RS2000 war die Kunststofffront aus Polyurethan mit integrierten Doppelscheinwerfern.

1976 legte Ford vom RS2000 Spezial 400 Einheiten als Gruppe-1b-Homologationsversion für den Rallye-/Rennsport auf. Diese Modellvariante war mit Kotflügelverbreiterungen aus GFK und tief geschüsselten 7,5Jx13-Felgen im typischen RS-Kreuz-Design mit 235/60x13-Reifen versehen. Weitere besondere Merkmale waren eine in der Breite verkürzte mittlere „Köln“-Achse mit 75-%-Sperrdifferenzial, die bereits im Capri Verwendung gefunden hat, ein dreifach gelagerter Stabilisator an der Vorderachse und Bilstein-Gasdruckfahrwerk. Hervorzuheben ist außerdem der 60 Liter fassende Kunststofftank, um den während einer Rallye relativ hohen Kraftstoffbedarf aufzunehmen.

Der 2,0-Liter-OHC-Motor erhielt eine weitere Leistungssteigerung auf 132 PS, die mit einer anderen Nockenwelle, größeren Ventilen, zwei Doppelvergasern des italienischen Herstellers Weber vom Typ 44 IDF sowie einem größeren Hosenrohr-Auspuffkrümmer erreicht wurden.
 

Ford Escort ’81 (Mk III) & ’86 (Mk IV, Facelift)

Bereits im Winter 1975, also rund zwei Jahre nach der ersten Ölkrise, begannen die Entwicklungsarbeiten für einen Nachfolger für das seit 1968 lediglich mit geringen Modifikationen gebaute Modell. Ziel der Entwickler war es, endlich konkurrenzfähig gegenüber dem sehr erfolgreichen VW Golf zu werden.

Die dritte Escort-Generation (Codename: Erika), die ab dem 26. September 1980 in Deutschland zu Preisen zwischen 11.000 und 17.000 DM erhältlich war, bedeutete so eine radikale Abkehr von den beiden vorhergehenden Modellreihen. Das Modell '81 (oder auch Mk III) war der erste Escort mit Schrägheck (genannt Aeroheck), Quermotor mit Frontantrieb und hinterer Einzelradaufhängung an Trapezquerlenkern und Dämpferbeinen. Neu waren zudem die eigens für dieses Modell entwickelten CVH-Motoren. Zu Verkaufsbeginn des Car of the Year 1981 standen neben fünf verschiedenen Ausstattungslinien fünf Motorisierungen zur Wahl:

  • 1,1-Liter-CVH-Motor mit 55 oder 59 PS
  • 1,3-Liter-CVH-Motor mit 69 PS
  • 1,6-Liter-CVH-Motor mit 79 oder 96 PS

Bei letztgenannter Version handelt es sich ausschließlich um den betont sportlich gehaltenen XR3, der mit einer Webervergaser-Anlage anstelle des herkömmlichen Ford-VV-Vergasers ausgerüstet war.

 

 

Berücksichtigt man neben den reinen Entwicklungskosten für das Fahrzeug auch die Investitionen in die Produktionsanlagen, so summierten sich die Gesamtkosten für die Entwicklung des Mk III zum damaligen Zeitpunkt auf rund 2,5 Milliarden Mark.

Im Frühjahr 1983 wurde der Turnier genannte Kombi auch als Fünftürer angeboten. Ebenso war ab Sommer desselben Jahres das bei Karmann im Werk Rheine gefertigte Cabriolet erhältlich. Mit Stufenheck wurde er, ebenfalls ab 1983, als Ford Orion verkauft und war ursprünglich als eigene Modellreihe ähnlich dem VW Golf/Jetta-Gespann positioniert. Ergänzt wurde die Modellreihe durch einen Kastenwagen, genannt Express. Zudem gab es mit dem Modelljahr '83 umfangreiche Änderungen an Fahrwerk und Motorpalette des Escort. So wurde das als unkomfortabel kritisierte Fahrwerk verbessert und der 1,1-Liter-CVH-Motor aufgrund unbefriedigender Verbrauchswerte durch den bewährten 1,1-Liter-Kent-Motor aus dem Ford Fiesta ersetzt.

Anfang 1986 erhielt der Escort ein umfassendes Facelift und wird fortan als Baureihe Mk IV kategorisiert. Viele Karosserieteile wurden verändert, die passive Sicherheit erhöht, die Rostvorsorge, das Fahrwerk sowie die Motoren verbessert. Einige Motorvarianten waren nun auch mit einem G-Kat erhältlich. Der Innenraum wurde überarbeitet und dem des Ford Sierra und des Ford Scorpio angeglichen. Die Palette der für den Escort erhältlichen Motoren reichte nun von einem 1,3-Liter-Kent-Motor mit 60 PS bis zum bereits bekannten 1,6-Liter-CVH-Turbomotor mit 132 PS. Ab 9/1988 wurde der 1,3-Liter-Kent-Motor durch einen 1,3-Liter-HCS-Motor ersetzt, dieser bot gleiche Leistung aus ähnlicher Motorenbauart, aber die Reihenfolge von Einlass- und Auslassventilen im Zylinderkopf sowie andere kleine technische Details (Kurbelwellenlager etc) waren deutlich verändert. Dieser HCS-Motor wurde danach auch in anderen Ford-Modellen wie Fiesta und Ka verbaut.

Vor allem in Großbritannien erfreute sich der neue Ford Escort großer Beliebtheit und war bereits 1982 der meistverkaufte PKW auf der Insel.

In Brasilien liefen die auf dem Orion basierenden zweitürigen Ford Verona und VW Apollo vom Band.

In Südafrika gab es einen Pickup namens „Bantam“ auf Escort-Basis. Dieses Auto wurde dort von MMI (Mazda und Mitsubishi Montagewerk und Vertrieb) verkauft – zuerst als „MMI Rustler“, später als „Mazda Rustler“. Eine zweite Bantam/Rustler-Generation basierte dann auf dem Mazda 323, nachdem SAMCOR den Escort nach wenigen Jahren zugunsten des 323 einstellte.

In den USA wurde ein Schwestermodell des Escort '81 von 1981 bis 1990 angeboten. Siehe hierzu: Ford Escort (USA)

Motorisierungen

Benziner:

  • 1,1 l 37 kW (50 PS), Bauform/Ventilsteuerung: OHV-Motor mit untenliegender Nockenwelle
  • 1,1 l 40 kW (54 PS), OHV
  • 1,1 l 40 kW (55 PS), CVH-Motor mit obenliegender Nockenwelle und Zahnriemenantrieb
  • 1,1 l 43 kW (59 PS), CVH
  • 1,3 l 44 kW (60 PS), OHV HC - 8/88
  • 1,3 l 44 kW (60 PS), OHV HCS ab 9/88
  • 1,3 l 46 kW (63 PS), OHV
  • 1,3 l 51 kW (69 PS), OHV
  • 1,4 l 54 kW (73 PS), CVH
  • 1,4 l 55 kW (75 PS), CVH
  • 1,6 l 58 kW (79 PS), CVH
  • 1,6 l 65 kW (88 PS), CVH
  • 1,6 l 66 kW (90 PS), CVH
  • 1,6 l 70 kW (96 PS), CVH
  • 1,6 l 75 kW (102 PS), CVH
  • 1,6 l 77 kW (105 PS), CVH
  • 1,6 l 79 kW (108 PS), CVH
  • 1,6 l 85 kW (115 PS), CVH
  • 1,6 l 96 kW (132 PS), CVH, Turbo

Diesel:

  • 1,6 l 40 kW (54 PS), OHC
  • 1,8 l 44 kW (60 PS), OHC

Ford Escort ’90 (Mk5)

Im Spätsommer 1990 kam der neue Escort (genannt Escort ’90) heraus. Dieser wuchs gegenüber dem Vorgänger beträchtlich. Das Design entsprach dem damaligen Zeitgeist (Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre), besonders windschnittige Fahrzeuge zu bauen. Beispiele dieser Stilrichtung sind auch der im selben Jahr präsentierte Opel Calibra oder der ab 1991 verkaufte Opel Astra F. Die Motoren entsprachen anfangs dem Vorgängermodell mit 1,3 Liter und 44 kW (60 PS). Darüber gab es den 1,4 Liter mit 52 kW (71 PS) und den 1,6 Liter mit 77 kW (105 PS). Ebenso war das Fahrwerk zu unkomfortabel abgestimmt, sodass die Presse anfangs ein paar Defizite feststellen musste. Im Laufe seiner Bauzeit (1990 bis 2000) erhielt der Escort Mk5 drei größere Facelifts (siehe Mk6). Eineinhalb Jahre nach der Präsentation kamen die neuen konkurrenzfähigen 1,8 Liter Vier-Ventil-Zetec-Motoren mit 77 kW und 96 kW Leistung. 1993 war der Escort eines der ersten Fahrzeuge mit Frontairbags in der Kompaktklasse und konnte von nun an auch recht gute Crashtestergebnisse erzielen. Vom Escort gab es eine Cabrio-Variante, die wie das Vorgängermodell bei Karmann in Rheine hergestellt wurde. Motorisiert war dieses mit 1.4 Liter (52 kW) und 1.6 Liter Motoren (77 kW). Das Escort-Cabrio war 1995 eines der ersten, welches mit Dieselmotor zu haben war.

Auf der Plattform dieses Escort entstand in Brasilien der VW Pointer.

Sondermodelle waren der XR3i mit 1,8 Liter Hubraum und 96 kW (130 PS) sowie der RS2000 mit 2,0 Liter und 110 kW (150 PS), welche mit einer markanten Frontschürze und einem Heckspoiler versehen waren. Typisch für den RS2000 ist auch die Buckelmotorhaube. Beide Fahrzeuge waren mit einer Recaro-Innenausstattung ausgerüstet und hatten serienmäßig vier Scheibenbremsen. Den XR3i gab es wie den Escort 1.8 CL auch mit 77 kW (105 PS).

Das Topmodell des Escort Mk5 ist der „Ford Escort RS Cosworth“ mit 162 kW (220 PS), welcher als Rallyefahrzeug konzipiert wurde. Das Fahrzeug wurde bei der Firma Karmann in Rheine hergestellt. Markant für dieses Fahrzeug ist der sehr große Heckspoiler, der aerodynamisch von hohem Stellenwert ist. Das Fahrzeug war zuerst mit einem Garrett-T35-Lader ausgestattet, beim letzten Modell für den ’95er Mk7 wurde ein kleinerer Lader von Garrett, der T25, verbaut, wodurch das sogenannte Turboloch verringert werden sollte. Der Escort RS Cosworth nahm erfolgreich an mehreren Rallye-Wettbewerben teil. Der Escort Cosworth wurde - entgegen der Modellpflege beim Ford Escort - immer mit der gleichen Karosserieform (der des Escort ab 1990) gebaut, es gab ab Werk zwei verschiedene Versionen des Heckspoilers.

Eigentlich ist der Escort RS Cosworth kein Escort, sondern lediglich die Karosserieform des Escort, die auf einer Bodengruppe des Sierra sitzt. Ford unternahm diesen Schritt, um für die Rallye-Weltmeisterschaft ein konkurrenzfähiges kleineres Auto zu haben, aber den bekannt starken Motor und den Allradantrieb des Sierra nutzen zu können. Der zu große Sierra hatte sich als nicht konkurrenzfähig erwiesen.

Ford Escort ’93 (Mk6, Facelift)

Bei diesem überarbeiteten Escort ab September 1992 handelt es sich um eine Facelift-Version des Escort ’90. Neben einigen Änderungen an der Technik, wie zum Beispiel Verstärkungen an der Spritzwand und andere sicherheitsrelevante Änderungen, wurde sowohl die Front als auch das Heck (beim Fließheck) verändert.

Außerdem war ab 1993 der neue 1,6-Liter-Zetec-Motor mit 65 kW (88 PS) und ab 1995 der neue 1,8-Liter-Zetec-Motoren mit 85 kW (115 PS) im Escort erhältlich. Der etwas „lahme“ 1,4-Liter-Motor wurde überarbeitet, bis er 1995 durch ein komplett neues Aggregat ersetzt wurde. Der Kombi und der Express behielten die Heckform.

Ab 1994 – in Großbritannien wird dieses Modell als Mk5b, im deutschsprachigen Raum aber als Mk6 bezeichnet – wurde beim Escort die Karosserie verstärkt.

Motorisierungen

Benziner:

  • 1,3 l, 8V – 44 kW (60 PS), Bauform/ Ventilsteuerung: OHV-Motor mit untenliegender Nockenwelle, GG-Zylinderkopf und kurzer Einfachrollenkette
  • 1,4 l, 8V – 54 kW (73 PS), CVH-Motor mit obenliegender Nockenwelle, hydr. Kipphebeln und Zahnriemenantrieb
  • 1,6 l, 16V – 65 kW (88 PS), DOHC-Motor, hydr. Tassenstößeln und Zahnriemenantrieb
  • 1,6 l, 16V – 66 kW (90 PS), siehe 88-PS-Motor
  • 1,6 l, 8V – 77 kW (105 PS), siehe 73-PS-Motor
  • 1,8 l, 16V – 77 kW (105 PS), siehe 88-PS-Motor
  • 1,8 l, 16V – 96 kW (130 PS) – XR3i, siehe 88-PS-Motor
  • 2,0 l, 16V – 110 kW (150 PS) – RS2000, DOHC-Motor, hydr. Tassenstößeln und Kettenantrieb
  • 2,0 l, 16V – 162 kW (220 PS) – RS Cosworth, Cosworth-DOHC-Motor mit Garrett-T3-Turbolader

Diesel:

  • 1,8 l, D – 44 KW (60 PS), Bauform/ Ventilsteuerung: obenliegende Nockenwelle mit Tassenstößeln, GG-Zylinderkopf und zwei Zahnriemen
  • 1,8 l, TD – 66 kW (90 PS), siehe 60-PS-Motor, jedoch mit Turboaufladung und Ladeluftkühlung

Ford Escort ’95 (Mk7, Facelift)

Der Escort VII (oder Mk7; aber britische Ausführung: Mk6) ist ein deutlich überarbeitetes Nachfolgemodell, das dem Escort ’90 (Facelift) ähnlich ist. Von Januar 1995 bis Herbst 1998 wurde der Escort ’95 als letztes Escort-Modell gebaut. Die gesamte äußere Erscheinung des Autos wurde deutlich rundlicher gestaltet. Der Escort bekam abermals eine neue Front und einen komplett neuen, auch rundlicher gestalteten Innenraum. Bei eingefleischten Escort-Fans ist dieses Modell wegen seiner insgesamt runden Erscheinungsform jedoch bis heute unbeliebt.

 

 

Von diesem Modell gab es in Deutschland eine Sonderedition, die unter dem Namen „F1 Edition“ verkauft wurde. Es handelte sich dabei um eine Version mit 2.0-16V-Motor und 110 kW (150 PS). Da diese Edition auf 500 Exemplare limitiert war, gilt sie heute als Sammlerstück. In Österreich und in der Schweiz wurde ebenfalls eine 2,0-Liter-Version unter dem Namen „Sauber Edition“ angeboten.

Die Produktion der RS2000-Modelle wurde im Juni 1996 mit der F1-Edition eingestellt. Ein neuer Ghia-X-Modelltyp, der serienmäßig eine Klimaanlage und einen 6-fach-CD-Wechsler vorzuweisen hat, wurde zur selben Zeit eingeführt.

Escort Classic

Nach Erscheinen des Nachfolgers Ford Focus wurde der Escort als Escort Classic von Oktober 1998 bis Juli 2000 als fünftüriges Fließheck sowie als Kombi (Turnier) weiter gebaut. Ein Benzinmotor (1,6 Liter 16V mit 66 kW/90 PS) und ein Dieselmotor (1,8 Liter TD mit 66 kW/90 PS) waren erhältlich. Trotz guter Bewertungen der Fachpresse für den neuen Focus konnte sich der günstige Escort Classic weiterhin gut verkaufen.

Motorisierungen

Benziner:

  • 1,3 l, 8V – 44 kW (60 PS)
  • 1,4 l, 8V – 55 kW (75 PS)
  • 1,6 l, 16V - 65 kW (88 PS)
  • 1,6 l, 16V – 66 kW (90 PS)
  • 1,8 l, 16V – 75 kW (105 PS)
  • 1,8 l, 16V – 85 kW (115 PS)
  • 1,8 l, 16V – 96 kW (130 PS)
  • 2,0 l, 16V – 110 kW (150 PS) – RS2000
  • 2,0 l, 16V – 162 kW (220 PS) – RS Cosworth

Diesel:

  • 1,8 l, D – 44 kW (60 PS)
  • 1,8 l, TD – 51 kW (70 PS)
  • 1,8 l, TD – 66 kW (90 PS)

Ford Escort Stufenheck (Orion)

Der Ford Orion wurde Anfang 1994 in Escort umbenannt und als viertüriges Stufenheckmodell (STH) bis 1998 gebaut. Bis auf das Stufenheck ist dieser identisch mit dem mit Fließheck ausgestatteten Escort ’95. So gab es dann den Ford Escort wahlweise in zwei Karosseriebauformen.

Mk, Facelift und Modellbezeichnung

Die unter Ford-Fabrikaten übliche Abkürzung Mk (oder MK) steht für Mark, zu deutsch Modell (Modellgeneration). Ein Escort Mk3 – korrekt Mk III – bedeutet, dass es die „3. Generation“ ist. Die Motorisierung, Ausstattung und Karosserieform bleiben hierbei unberücksichtigt.

In Deutschland werden umfangreichere Facelifts (Modellüberarbeitungen) als neue Modellgeneration gesehen, in Großbritannien hingegen zählen Facelifts meist nur als geringfügige optische Veränderungen, weswegen die Modelle einzelner Baureihen dortzulande für gewöhnlich über die Bau- bzw. Modelljahre identifiziert werden. Ein Escort Mk6 ’95 britischer Ausführung entspricht somit in seinem deutschen Pendant dem Mk7 – oft wird die „Mark“-Bezeichnung auch weggelassen und das entsprechende Modell nur durch römische Ziffern festgelegt: Escort VII.

Auch wenn es nicht die offiziellen Bezeichnungen sind, so sind sie doch die allgemein gebräuchlichen. Zur einwandfreien Unterscheidung zieht man zusätzlich zu dem Modelljahr den Typ (Typencode) heran: Bei einem Escort VII (Bj. 1995) ist dies z. B. GAL.

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