Ford Fiesta II (FBD) (1983-1989) / Fiesta Van (FVD) (1983-1995)

Der Ford Fiesta ist ein weltweit vertriebenes Pkw-Modell des Automobilherstellers Ford. Der Kleinwagen wird seit Mai 1976 gebaut, bisher wurden weltweit mehr als 15 Millionen Fahrzeuge produziert.[1] Im Laufe der Zeit wurde der Fiesta immer wieder technisch verbessert und neu gestaltet, allerdings handelt es sich nicht bei jeder Modifizierungsmaßnahme zwangsläufig um ein neues Modell.

Seit Oktober 2008 ist der Fiesta in der siebten Modellgeneration erhältlich. Aufgrund einer anderen Zählweise bei den Überarbeitungen spricht man teilweise, unter anderem in Großbritannien, von der sechsten Generation.[2]

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Fiesta ’76/’82 (1976–1983)

Modellgeschichte

Da die Verantwortlichen bei Ford Ende der 1960er-Jahre eine Lücke in der bestehenden Modellpalette sahen, begannen sie mit der Entwicklung eines modernen Kleinwagens unter dem Projektnamen Bobcat. Bis zur Markteinführung verschlang diese Entwicklung die für damalige Verhältnisse extrem hohe Summe von 112 Millionen DM.[3] Nach heutiger Kaufkraft und inflationsbereinigt entspricht dies 135,9 Millionen Euro.[4]

Zur Produktion des Kleinwagens begann Ford 1974 in Almussafes bei Valencia (Spanien) mit dem Bau einer neuen Produktionsstätte auf rund 2,7 Millionen Quadratmetern, die am 18. Oktober 1975 von Henry Ford II und König Juan Carlos offiziell eröffnet wurde. 1975 wählte Henry Ford II persönlich den Namen Fiesta wegen der Alliteration mit dem Firmennamen Ford und der neuen Verbindung zu Spanien.[1]

Der Fiesta konkurrierte am Markt mit dem Audi 50 (1974–1978), dessen fast baugleichem Konzernbruder VW Polo I (1975–1981), dem Fiat 127 (1971–1987), dem Renault 5 (1972–1996) und anderen Kleinwagen. Opel baute zu dieser Zeit kein so kleines Fahrzeug. Das kleinste Modell war die vom Opel Kadett C (1973–1979) abgeleitete Schräghecklimousine Kadett City, denn der Opel Corsa kam erst Ende 1982 auf den Markt. Die erste Ölkrise (1973/74) hatte zu deutlich gestiegenen Kraftstoffpreisen geführt; die Nachfrage nach Kleinwagen war in den 1970er Jahren hoch.

Der Fiesta wurde ab Mai 1976 mit drei Türen und Schrägheck als fünfsitzige Limousine oder als Kleinlieferwagen angeboten. Die verschiedenen Varianten waren mit 1,0-, 1,1-, 1,3- und 1,6-Liter-Ottomotoren und Vierganggetriebe erhältlich. Auf der Antriebsachse verfügte der Fiesta über eine MacPherson-Radaufhängung, an der Hinterachse kam eine Starrachse mit Längslenkern und Panhardstab zum Einsatz. Als Vorläufer zum späteren XR2 mit 1,6 Litern und 62 kW, gilt der Fiesta Super S mit wahlweise 1,1- oder 1,3-Liter-Motor. Er nahm auch das Design der Seitenstreifen vorweg (Baujahre 1980 bis 1981). Aus der Motorsportabteilung gab es überdies noch im gleichen Zeitraum den Fiesta X mit 1,1-Liter-Motor und 51,5 kW, die Basis war der Fiesta Ghia. Der Fiesta X hatte die spätere Karosseriezeichnung des XR2, nur ohne Seitendekor.

Der Fiesta war auch als Kleinlieferwagen erhältlich. Der Zweisitzer war ohne Rücksitzbank ausgeführt, hatte eine ebene Ladefläche mit 1,12 m² Grundfläche und eine maximale Zuladung von 310 kg. Anstatt der hinteren Seitenscheiben hatte der Fiesta Bleche, die eine weitere Voraussetzung für die steuerlich günstige LKW-Zulassung waren. Eine Abtrennung des Laderaums zu den Insassen mit einem Gitter oder einem Netz fehlte allerdings.

Von 1977 bis 1980 wurde der Fiesta ’76 auch auf dem US-amerikanischen Markt angeboten. Die US-Version, die in Köln gebaut wurde, unterschied sich durch Energie absorbierende Stoßfänger, seitliche Begrenzungsleuchten, runde Scheinwerfer und einer in Europa nicht erhältlichen optionalen Klimaanlage. Alle US-Modelle hatten den stärkeren 1,6-Liter-Kent-Vierzylinder-Reihenmotor (ausgestattet mit einem Katalysator und Sekundärluftpumpe für niedrigere Emissionen). Auf dem US-Markt ersetzte der Ford Escort im Jahr 1981 den Fiesta.

Modellpflege

Im August 1981 wurde eine Modellpflege vorgenommen, bei der zahlreiche technische Details geändert wurden. Äußerliches Unterscheidungsmerkmal waren die neuen, größeren Stoßfängern mit Kunststoffecken. Das Modell wurde auch als Fiesta ’82 bezeichnet.

Ausstattungslinien

·        Grundmodell

·        Fiesta L

·        Fiesta GL

·        Fiesta Ghia

·        Fiesta S

·        Fiesta XR2

Sondermodelle

·        Fiesta Avus

·        Fiesta Bravo

·        Fiesta Festival I & II

Außenfarben

Uni-Lacktöne:

Diamant-Weiß

Schwarz

1982-1983

Riviera-Blau

1976-1978

Nordic-Blau

1978-1981

Baltik-Blau

1982

Mittel-Blau

1983

Mitternachts-Blau

1976-1981

Hell-Grau

1983

Eis-Grau

1982-1983

Tauben-Grau

1979-1981

Hell-Grau/Grün

1983

Calypso-Grün

1976-1978

Java-Grün

1978-1979

Pinien-Grün

1982-1983

Jasmin-Gelb

1982

Prärie-Gelb

1979-81

Sonnen-Rot

1979-1983

Venezia-Rot

1976-1979

Kardinal-Rot

1982-1983

Sienna-Braun

1982

Terracotta-Braun

1978-1981

Rio-Braun

1982-1983

Dunkel-Braun

1983

Sierra-Beige

1976-1978

Cordoba-Beige

1978-1979

Sand-Beige

1982-1983

Toscana-Beige

1976-1978

 

Signalfarben:

Signal-Gelb

1976-1979

Signal-Orange

1976-1978

Signal-Rot

1978-1979

Intensiv-Metallic-Farben:

Strato-Silber

Graphit-Grau

1981-1982

Inka-Gold

1976-1978

Solar-Gold

1979-1981

Champagner-Gold

1981-1983

Antik-Bronze

1979-1981

Jupiter-Rot

1976-1978

Imperial-Rot

1981-1983

Gletscher-Blau

1981-1982

Arctic-Blau

1979-1981

Cosmos-Blau

1976-1979

See-Blau

1981-1983

Kristall-Grün

1979-1982

Nova-Grün

1979-1981

Tannen-Grün

1979-1981

Jade-Grün

1981-1982

Umbauten

Ford bot selbst über das hauseigene RS-Teileprogramm (Rallyesport) sowohl für den öffentlichen Straßenverkehr als auch für den Motorsport umfangreiches Zubehör an. Beim Fiesta der ersten Baureihe waren dies u.a. Leichtmetallräder, Stoßdämpfer, Fahrwerkssätze, Änderungen an Bremsen und dem Antrieb, sowie unterschiedlichste Motortuningstufen, die unter anderem auch eine Doppelvergaseranlage enthielten. Sportgetriebe gehörten ebenso zum Angebot wie Kotflügelverbreiterungen, Spoiler, Sport- und Schalensitze. Abgerundet wurde das Angebot durch ausschließlich für den Motorsport entwickelte Teile wie Unterfahrschutz und Überrollbügel.

Auch andere Anbieter nahmen sich des Fiestas an, das Angebot an Rädern, Fahrwerksteilen, Motortuning und optischem Tuning war groß. Selbst Turboumbauten wurden für den Fiesta angeboten.

Ford Berkenkamp aus Worms bot noch vor der Markteinführung des Fiesta XR2 ein eigenes, Fiesta RS 1600 (auch Fiesta RS 1,6) genanntes Modell an. Der 1,6-Liter-Kent-Motorblock, der später die Basis für den Fiesta XR2 war, wurde mit dem Zylinderkopf desFiesta 1300S versehen und leistete mit dessen Serienvergaser und einer Verdichtung von 9,8 : 1 64 kW (87 PS) bei 5800 min-1. Mit einem anderen Vergaser und einer geänderten Ansaugbrücke leistete der Motor sogar 69 kW (94 PS) bei 6000 min-1. Der Wagen beschleunigte in 9,5 Sekunden von null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 183 km/h.

Der Motorumbausatz kostete für den Fiesta 1300S damals 3.600 DM (ca. 1.850 EUR). Für andere Fahrzeugmodelle lagen die Kosten etwas höher, da auch Änderungen am Fahrwerk durchgeführt werden mussten. Vorgestellt wurde der RS 1600 von Berkenkamp mit Ford-RS-Aluminiumrädern in der Größe 6x13, Sportsitzen von ASS, Heckscheibenwischer, Halogen-H4-Hauptscheinwerfer und Front- und Heckspoiler aus dem Ford-RS-Zubehörprogramm. Berkenkamp bot das Komplettfahrzeug für 21.900 DM an (ca. 11.200 EUR). Eine günstigere Variante auf Basis des Fiesta 1300S mit dem großen Motorumbausatz und einigen Kleinteilen kostete 17.900 DM (ca. 9.150 EUR).

Studien

Auf dem Genfer Auto-Salon 1979 stellte Ford die von der Carrozzeria Ghia und der Stylingabteilung in Dearborn gemeinsam entwickelte Studie Ford Ghia Tuareg vor. Der Tuareg war die Studie eines SUV auf Basis des Fiesta mit 1,1-Liter-Motor. Er war ausgestattet mit den großen, grobstolligen Terra-Reifen der Marke Goodyear in der Dimension 26x12.00-12 auf 7 Zoll breiten Stahlfelgen. Zusätzlich wurden ein Rammbügel, ein fest installierter Dachträger mit Zusatzscheinwerfern und weit ausladende Kotflügelverbreiterungen eingebaut. Das Steilheck dieses Fahrzeugs erinnerte an die Form des VW Polo der zweiten Baureihe, hatte aber eine waagerecht geteilte Heckklappe. Das Aussehen des in beige mit sogenannten „Rallye-Streifen“ lackierten Tuaregs war angelehnt an Fahrzeuge der Rallye Paris-Dakar. Über den Verbleib gibt es keine Informationen, der japanische Spielwarenhersteller Imai Kagaku Co., Ltd. bot Ende der 1970er Jahre das Fahrzeug als Plastikmodellbausatz der Reihe Imai Super Car Peanut Series an.

1982 folgte die Designstudie Shuttler von Ghia. Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um ein zweitüriges Coupé, bei dem die Plattform des Fiesta mit dem 1,3-Liter-Motor als Grundlage diente. Die Karosserie und der Innenraum erinnerten kaum noch an den Fiesta.[5]

Der Fiesta Fantasy wurde von der Designabteilung von Ford in Detroit entworfen. Das Grundmodell dieser Studie war ein Pickup mit offener Ladefläche. Das Fahrzeug konnte relativ einfach in einen 2+2-Sitzer mit Stoffverdeck oder Hardtop oder in einen Sportwagen mit zwei Sitzen und auswechselbarem GFK–Dach umgebaut werden. [6]

Keines der Fahrzeuge ging in Serie.

Sonstiges

Die britische Firma Quantum Sports Cars produzierte das Modell MK1 Coupé, für das die Technik, die Bodengruppe und die Innenausstattung des Fiestas nahezu unverändert übernommen wurde. Die Karosserie jedoch wurde in einer sehr abgerundeten Form komplett neu gestaltet und bestand größtenteils aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Von diesem Fahrzeug wurden 17 Stück gebaut. Ab 1991 wurde eine optisch überarbeitete Version auf Basis der zweiten Baureihe des Fiestas angeboten.

Technische Daten

Technische Daten Ford Fiesta (1976–1983)

 

1,0 (LC)

1,0 (HC)

1,1

1,3

XR 2
(ab 1981)

Motor: 

4-Zylinder-Reihenmotor (Viertakt)

Motortyp:

Valencia

Kent

Motorkennbuchstabe:

TKA, TKW

TLA

GLA, GLW

J3E

L3E

Hubraum: 

957 cm³

1117 cm³

1297 cm³

1596 cm³

Bohrung x Hub: 

74 x 55,7 mm

74 x 65 mm

81 x 63 mm

81 x 77,6 mm

Leistung
bei 1/min: 

29-33 kW
(40-45 PS)
5500

33 kW
(45 PS)
6000

37-39 kW
(50-53 PS)
5700

49 kW
(66 PS)
5600

62 kW
(84 PS)
5500

Max. Drehmoment
bei 1/min: 

64 Nm
2700

65 Nm
3300

80 Nm
3000

94 Nm
3250

124 Nm
2800

Verdichtung: 

8,3 : 1

9,0 : 1

9,2 : 1

9,0 : 1

Gemischaufbereitung: 

1 Ford VV-Fallstromvergaser

1 Weber Register-Fallstromvergaser

Ventilsteuerung: 

OHV
(Steuerkette, Nockenwelle im Motorblock, mechanische Ventilstößel, Stoßstangen, Kipphebel, hängende Ventile)

Kühlung: 

Wasserkühlung

Getriebe: 

4-Gang-Getriebe

Radaufhängung vorn: 

MacPherson-Federbeine, Zugstreben, Schraubenfedern

Radaufhängung hinten: 

Starrachse, Längslenker, Dämpferbeine, Panhardstab, Schraubenfedern

Karosserie: 

Stahlblech, selbsttragend

Spurweite vorn/hinten: 

1334/1320 mm
XR2: 1350/1337 mm

Radstand: 

2288 mm

Länge: 

3565-3718 mm

Leergewicht: 

730-865 kg

Höchstgeschwindigkeit: 

132 km/h

139 km/h

147 km/h

158 km/h

170 km/h

Beschleunigung
0-100 km/h: 

21,5 s

19 s

17 s

13,5 s

10,1 s

Verbrauch in
Liter/100 Kilometer: 

5,2-7,1 N

5,2-7,1 S

4,8-6,8 S

5,8-8,5 S

6,5-10,0 S

 

Fiesta ’84 (1983–1989)

Modellgeschichte

Im August 1983 wurde die zweite Generation des Kleinwagens (Typ FBD) eingeführt. Obwohl beim Fiesta ’84 sehr viele Teile des Vorgängermodells verwendet wurden, gilt er - nicht zuletzt wegen der eigenen Typbezeichnung - nicht als Facelift. Außer dem Innenraum wurde vor allem der Vorderwagen des Fiesta aus aerodynamischen Gründen völlig neu gestaltet, ab der A-Säule blieb das neue Modell jedoch nahezu unverändert.

Mit der zweiten Modellgeneration des Fiesta waren auch die damals neuen CVH-Motoren erhältlich, die Ford im Herbst 1980 mit der dritten Baureihe des Escort eingeführt hatte. Im Fiesta waren sie mit 1,3 bis 1,6 Litern Hubraum erhältlich. Wegen des breiteren Motorraums war es möglich geworden, ein Fünfganggetriebe unterzubringen und bei diesen Motoren serienmäßig und beim 1,1-Liter-Motor als Sonderausstattung anzubieten.

Im Februar 1984 lief der dreimillionste Fiesta vom Band, außerdem wurden der neue Fiesta XR2 und der Fiesta Diesel vorgestellt. Der Diesel war mit seinem 1,6-Liter-Motor mit 40 kW (54 PS), der von Klöckner-Humboldt-Deutz entwickelt und produziert wurde, der erste schadstoffarme PKW in dieser Klasse.

Im Februar 1986 wurde der 1,3-Liter-CVH-Motor durch einen neuen 1,4-Liter-CVH-Motor mit 52-55 kW (71-75 PS) ersetzt. Dieser Motor war mit Vergaser oder ab März 1987 mit Zentraleinspritzung und G-Katerhältlich.

Modellpflege

Während der Werkferien im Sommer 1986 wurde eine dezente Modellpflege durchgeführt. Optisch unterscheiden sich diese Modelle lediglich durch die Stoßstangen der Basismodelle, da ab diesem Zeitpunkt einfache, in Wagenfarbe lackierte Blechstoßstangen mit Kunststoffecken zum Einsatz kamen. Die wichtigsten Änderungen betrafen Kleinigkeiten bei den Anbauteilen. Die größte Veränderung erfuhr der XR2, vor allem an der Innenausstattung und am Motor.

Ab November 1986 war der 1,1-Liter-Motor mit ungeregeltem Katalysator und serienmäßigem 5-Gang-Getriebe erhältlich.

Ab Mai 1987 konnten die Kunden für Fahrzeuge mit dem 1,1-Liter-Motor die in PKWs damals ungewöhnliche stufenlose CTX-Getriebeautomatik bestellen.

Ausstattungslinien

·        Das Grundmodell war der am geringsten ausgestattete Fiesta. Er war anfangs nur mit dem 1,0-Liter-Motor verfügbar. Wie Fiesta L und Fiesta Fashion hatte das Grundmodell nur das „kleine“ Armaturenbrett. Dieses verfügt über ein Handschuhfach ohne Deckel, seitlich am Instrumententräger angebrachte Heizungsregler und ein schmaleres Kombiinstrument ohne zusätzliche Uhr oder Drehzahlmesser. Das Grundmodell kostete zur Einführung des Fiesta mit 1,0 Litern Hubraum 11.985 DM, bzw. 14.345 DM als Diesel, der L kostete mit 1,0 Litern Hubraum 12.995 DM bzw. 15.355 DM als Diesel. Der Fashion wurde ab Modellpflege eingeführt und kostete ab Anfang 1988 mit dem 1,1-Liter-Motor 14.115 DM; mit dem 1,4-Liter-Motor 16.170 DM und mit dem 1,6-Liter-Dieselmotor 16.350 DM.

·        Der Fiesta S war mit 1,1 oder 1,3 Litern Hubraum erhältlich. Zur Serienausstattung gehörten ein 5-Gang-Getriebe, Reifen in der Dimension 155/70R13, Stoßstangenhörner vorne, zusätzliche Halogen-Fernscheinwerfer und das höherwertige Armaturenbrett mit geschlossenem Handschuhfach, dreistufigem Gebläse, zusätzlichen Frischluftdüsen in der Mitte des Armaturenbretts und einem Drehzahlmesser. Bei Einführung des Fiesta kostete das Fahrzeug 13.285 DM mit dem 1,1-Liter-Motor, der 1,3-Liter-Motor kostete 425 DM Aufpreis und war ab Anfang 1984 lieferbar.

·        Der Fiesta Festival war ab Modellpflege 1986 verfügbar und ersetzte den Fiesta Fashion. Wie der Fiesta S war der Festival mit dem höherwertigen Armaturenbrett ausgestattet, hatte jedoch anstelle eines Drehzahlmessers eine analoge Uhr im Kombiinstrument. Der Festival kostete ab Anfang 1988 mit dem 1,1-Liter-Motor 15.180 DM, mit dem 1,4-Liter-Motor 16.235 DM bzw. als Einspritzer mit G-Kat 17.235 DM und als 1,6-Liter Diesel 17.415 DM.

·        Der Fiesta Ghia war, wie bei den anderen Ford-Modellreihen auch, das am besten ausgestattete Fahrzeug. Zusätzlich zur Ausstattung des Festival gehörten u.a. höherwertige Kunststoffstoßstangen mit Hörnern und Chromeinlagen, große Seitenschutzleisten aus Kunststoff, zusätzliche Geräuschdämmung, ein Drehzahlmesser, eine Digitaluhr mit Stoppfunktion, schwenkbare Sonnenblenden mit Make-up-Spiegel auf der Beifahrerseite, eine Heckklappenfernentriegelung, eine Intervallwischfunktion, eine geteilt umklappbare Rücksitzlehne, höherwertige Türverkleidungen, Chromleisten in den Fenstergummis und viele weitere Extras zur Serienausstattung. Während der Ghia im August 1983 noch 14.517 DM mit 1,0 Litern Hubraum und 16.877 DM als Diesel kostete, schlug das Fahrzeug Anfang 1988 mit dem 1,1-Liter-Motor mit 16.065 DM und mit dem 1,4-Liter-Motor mit 17.700 DM zu Buche.

·        Der Fiesta Super war als sportliches Einstiegsmodell unterhalb des XR2 platziert. Ergänzend zur Serienausstattung des Festival bot der Super einen Drehzahlmesser, breitere Reifen in der Dimension 165/65R13, ein verbessertes Fahrwerk mit einem Stabilisator an der Hinterachse, die höherwertigen Stoßstangen des Ghia mit rotem Zierstreifen, spezielle Radabdeckungen und ein Sportlenkrad. Der Listenpreis des Super betrug Anfang 1988 mit dem 1,1-Liter-Motor 16.065 DM und mit dem 1,4-Liter-Motor 17.120 DM.

·        Der Fiesta XR2 war wie schon beim Vorgänger das Topmodell der Baureihe. Der Kent-Motor des Vorgängers wurde durch den neuen 1,6-Liter-CVH-Motor mit Doppelvergaser und Fünfganggetriebe aus dem Escort XR3 ersetzt und leistete 71 kW (97 PS). Der XR2 war komplett verspoilert und bot außer einer umfangreichen Serienausstattung ähnlich der des Ghia zusätzliche Extras wie Niederquerschnittreifen in der Dimension 185/60R13, ein überarbeitetes und verbreitertes Fahrwerk, Sportsitze, eine exklusive Polsterfarbe, innenbelüftete Scheibenbremsen und eine schwarze Fenstereinfassung. Im Gegensatz zum Vorgängermodell wurde dieser XR2 serienmäßig auf Stahlrädern in der Dimension 6x13" ausgeliefert, die Leichtmetallräder kosteten 800 DM Aufpreis. Der Neupreis des Fahrzeugs ohne Extras betrug Anfang 1988 19.350 DM.

Im Rahmen der Modellpflege des Fiestas im Sommer 1986 wurde auch der XR2 zusätzlich in einigen Details überarbeitet. Die Farbe des Instrumententrägers und der Bedieneinheit der Heizung wurde von dunkelgrau in schwarz geändert, die Innenausstattung von dunkel- in hellgrau. Der Motor wurde mit einem „lean-burn“-Zylinderkopf ausgerüstet, die Gemischaufbereitung übernahm anstelle des 32/34 DFT-Vergasers ein 28/32 TLDM-Vergaser, die ESC-II-Zündung wurde durch einen einfachen Zündverteiler mit einer Unterdruckdose ersetzt. Die herzförmigen Brennräume des Zylinderkopfs sollten für einen geringeren Schadstoffausstoß und in Verbindung mit dem geänderten Vergaser für einen niedrigeren Verbrauch sorgen. Die Motorleistung blieb mit 70 kW (95 PS) trotz des deutlich kleineren Vergasers nahezu identisch.

Für bestimmte Märkte wie z.B. die Schweiz wurde der XR2 mit einem geänderten Motor ausgeliefert. Der 1,6-Liter-Motor leistete mit einem Ford VV-Vergaser 58 kW (79 PS). Die Ausstattung unterschied sich nicht von den „normalen“ XR2, die Fahrleistungen blieben mit einer Beschleunigung von 11,8 Sekunden (0–100 km/h) und einer Höchstgeschwindigkeit von 166 km/h jedoch deutlich hinter der Standardversion zurück.

Der XR2 war nicht in allen für den Fiesta angebotenen Farben erhältlich. Diamant-Weiß, Sonnen-Rot (bzw. Spanisch-Rot ab 1986), Gletscher-Blau (bzw. Cosmos-Blau ab 1986), Strato-Silber, Titan-Grau (ab 1986) und schwarz standen zur Auswahl. Die Verbreiterungen, die Zierleisten und die Umrandung der Seitenfenster waren unabhängig von der Lackfarbe immer gleich ausgeführt.

·        Der Kleinlieferwagen Fiesta Express war ausschließlich mit dem 1,0-Liter-Motor und ab 1986 nur mit dem 1,1-Liter-Motor verfügbar. Die Ausstattung basierte auf dem Grundmodell. Es war keine Rücksitzbank verbaut und die hinteren Seitenscheiben wurden durch Bleche ersetzt. Durch einen speziellen Ausbau wurde eine ebene Ladefläche mit 1,12 m² Grundfläche geschaffen. Im August 1983 kostete das Fahrzeug 11.960 DM.

Ein Radio war bei allen Modellen aufpreispflichtig. Für das Sound 2002 mit einem Lautsprecher verlangte Ford 460 DM (ab August 1986 400 DM), das Sound 2004 war nur für Festival, Ghia und XR2 erhältlich und kostete mit vier Lautsprechern, digitaler Senderanzeige und Überblendregler 1.370 DM (ab August 1986 850 DM). Weitere aufpreispflichtige Extras waren eine Anhängervorrichtung inklusive TÜV-Abnahme (491 DM, ab August 1986 600 DM), getönte Scheiben (400 DM), Metallic-Lackierung (450 DM) und ein Panoramadach (650 DM). Einzelne Teile der Serienausstattung aus den besseren Ausstattungslinien konnten bei den billigeren Modellen in der Regel nicht einzeln dazu bestellt werden.

Beim Kauf des Fiestas konnte bereits damals die auch heute noch vertriebene "A-1-Garantie" zusätzlich abgeschlossen werden. Im August 1983 verlangte Ford für das zweite und dritte Jahr 295 DM bis 50.000 km Gesamtfahrleistung bzw. 480 DM bis 100.000 km.

Außenfarben

Zur Modellpflege im Sommer 1986 wurden auch die verfügbaren Lackfarben geändert. Sofern nicht anders angegeben, waren die Lackierungen für den gesamten Bauzeitraum von 1983 bis 1989 verfügbar.

Uni-Lacktöne:

Diamant-Weiß

Delta-Beige

[2, 4, 6]

Sand-Beige

[1, 6]

Sonnen-Rot

[1]

Spanisch-Rot

[2]

Kardinal-Rot

[1, 6]

 

Wein-Rot

[2, 4, 6]

Maritim-Blau

[2, 6]

Keramik-Blau

[1, 5, 6]

Galaxi-Blau

[1, 6]

Ozean-Blau

[1, 5, 6]

Rio-Braun

[1, 6]

Schwarz

Intensiv-Metallic-Farben:

Imperial-Rot

[1, 6]

Gletscher-Blau

[1]

See-Blau

[1, 6]

Jade-Grün

[1, 6]

Champagner-Gold

[1, 6]

Strato-Silber

Titan-Grau

[2]

Nimbus-Grau

[1, 6]

Magenta-Rot

[2, 6]

Rosewood

[2, 3, 6]

Silikat-Gold

[2, 4, 6]

Antik-Bronze

[2, 4, 6]

Cosmos-Blau

[2]

Aqua-Grün

[2, 4, 6]

[1] nur 1983-1986; [2] nur 1986-1988; [3] nur für Fiesta Festival (betrifft nur Farben ab 1986); [4] nicht für Fiesta Festival (betrifft nur Farben ab 1986); [5] nicht für Fiesta S (betrifft nur Farben bis 1986); [6] nicht für Fiesta Super/XR2;

Umbauten

Für den Fiesta gab es viele Umbausätze. Das Angebot reichte von einfachem Motortuning mit anderen Nockenwellen über Zylinderkopfbearbeitung, Doppelvergaseranlagen, Auspuffanlagen, Hubraumerhöhung bis hin zum Turboumbau für den 1,6-Liter-Dieselmotor. Auch Breitbau-Kits aus GFK waren vereinzelt erhältlich, die bekanntesten Anbieter waren Richter-Motorsport, Suhe, Wolf, Stoffler, Mohag und Schult.

Der XR2 Injection wurde von der Eichberg GmbH aus Hasbergen-Gaste damals auf Basis des Fiesta XR2 angeboten. Eichberg rüstete den vorhandenen 1,6-Liter-CVH-Motor mit der Bosch K-Jetronic-Einspritzanlage des Escort XR3i bzw. RS1600i und einer Sport-Auspuffanlage aus. Das Fahrzeug leistete 85 kW (115 PS) bei 6000 min-1 und 144 Nm bei 5250 min-1. Die neue Höchstgeschwindigkeit lag bei 195 km/h, die Beschleunigung 0–100 km/h verbesserte sich auf 8,9 Sekunden. Die Kosten lagen damals mit Montage bei 5.250 DM (ca. 2.700 EUR), was gut 25 Prozent des Grundpreises des XR2 entsprach. Zusätzlich bot Eichberg eine weitere Leistungssteigerung auf 94 kW (128 PS) durch einen überarbeiteten Zylinderkopf mit einer geänderten Nockenwelle und einen Austausch gegen ein kürzer übersetztes Getriebe an.

Die Firma Turbotechnics aus dem englischen Northampton bot ab 1986 - ebenfalls auf Basis des XR2 - einen Umbausatz auf Turbolader an. Der Umbausatz beinhaltete einen wassergekühlten Garrett-T25-Turbolader, einen Luftsammler für den Serienvergaser, eine geänderte Unterdruckverstellung, Benzinpumpe und Benzindruckregler, alle benötigten Rohre und Leitungen samt Ladeluftkühler. Der Motor leistete mit diesen Änderungen 93 kW (127 PS) bei 5500 min-1 und 183 Nm bei 3800 min-1. Die Fahrleistungen verbesserten sich ebenfalls deutlich, 7,9 Sekunden wurden für die Beschleunigung von 0–60 mph angegeben, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 196 km/h. Dieser Umbausatz wurde für den britischen Markt und ohne TÜV-Gutachten angeboten. Ford war von der Qualität des Umbaus so überzeugt, dass Fahrzeuge, die in bestimmten Werkstätten umgerüstet wurden, weiterhin die volle Werksgarantie erhielten.

Auf Basis des Fiesta wurden von einigen Firmen auch Cabrioumbauten angeboten, die bekannteste war die der Firma Bieber aus Borken.

Studien

Wie schon bei der ersten Baureihe veröffentlichte Ghia auch von diesem Modell eine Studie mit dem Namen Urby. Hierbei handelte es sich um ein geräumiges Fahrzeug, bei dem die Front, das Heck und vor allem die Dachlinie stark verändert wurden.

Sonstiges

Auch auf Basis der zweiten Modellgeneration baute die britische Firma Quantum Sports Cars das Modell Quantum, das sowohl als MK1 Coupé als auch als 2+2 Convertible (2+2-Sitzer Cabriolet) erhältlich war. Die Technik und der Innenraum wurden nahezu unverändert von Ford übernommen, die neuen Karosserieteile für Front und Heck wurden aus GFK gefertigt. Nach 215 Exemplaren wurde die Fertigung des Coupé eingestellt, vom Cabriolet wurden bis heute 431 Stück gebaut. Eine Besonderheit bei diesen Fahrzeugen ist die sogenannte Clamshell-Hood, bei der die Motorhaube inklusive Front und Kotflügeln nach vorne zu öffnen ist.

Technische Daten

Technische Daten Ford Fiesta (1983–1989)

 

1,0 (LC)

1,1

1,3
(1983–1986)

1,4
(1986–1989)

1,4i
(1987–1989)

XR 2
(1984–1989)

1,6 Diesel
(1984–1989)

Motor: 

4-Zylinder-Reihenmotor (Viertakt)

Motortyp: 

Valencia (OHV)

CVH

OHC Diesel

Motorkennbuchstabe: 

TKB

GSF, GSH

JPC

FUA, FUC

F6B

LUB, LUD

LTB

Hubraum: 

957 cm³

1117 cm³

1296 cm³

1392 cm³

1597 cm³

1608 cm³

Bohrung x Hub: 

74 x 55,7 mm

74 x 65 mm

80 x 64,5 mm

77,2 x 74,3 mm

80 x 79,5 mm

80 x 80 mm

Leistung
bei 1/min: 

33 kW
(45 PS)
5500

36–37 kW
(49–50 PS)
5000

51 kW
(69 PS)
6000

54–55 kW
(73–75 PS)
5500

52 kW
(71 PS)
5500

71 kW
(97 PS)
6000

40 kW
(54 PS)
4800

Max. Drehmoment
bei 1/min: 

68 Nm
3700

82-83 Nm
2700

100 Nm
4000

108-109 Nm
4000

103 Nm
4000

132 Nm
4000

95 Nm
3000

Verdichtung: 

8,5 : 1

9,5 : 1

8,5-9,5 : 1

9,5 : 1

21,5 : 1

Gemischaufbereitung: 

1 Fallstromvergaser

1 Gleichdruckvergaser

1 Register-Fallstromvergaser

Weber Zentraleinspritzung

1 Register-Fallstromvergaser

Diesel-Einspritzpumpe

Ventilsteuerung: 

OHV
(Steuerkette, Nockenwelle im Motorblock, mechanische Ventilstößel, Stoßstangen, Kipphebel,hängende Ventile, )

OHC
( Zahnriemen, obenliegende Nockenwelle, Hydrostößel, Kipphebel, hängende Ventile)

OHC
(hängende Ventile, obenliegende Nockenwelle, Zahnriemen)

Kühlung: 

Wasserkühlung

Getriebe: 

4-Gang-Getriebe

4-Gang, 5-Gang oder Automatik[1]

5-Gang-Getriebe

Radaufhängung vorn: 

MacPherson-Federbeine, Zugstreben, Schraubenfedern

Radaufhängung hinten: 

Starrachse, Längslenker, Dämpferbeine, Panhardstab, Schraubenfedern; stärkere Motorisierungen zusätzlich mit Stabilisator

Karosserie: 

Stahlblech, selbsttragend

 

Spurweite vorn/hinten: 

1370/1320 mm; XR2: 1380/1340 mm

 

Radstand: 

2290 mm

 

Länge: 

3565–3718 mm

 

Leergewicht: 

730–840 kg

 

Höchstgeschwindigkeit: 

137 km/h

145 km/h

163 km/h

161 km/h

180 km/h

150 km/h

 

Beschleunigung
0-100 km/h: 

19,8 s

16,5 s

12,2 s

13,0 s

9,9 s

18,5 s

 

Verbrauch in
Liter/100 Kilometer: 

5,2–7,1 N

4,8–6,8 S

5,8–8,5 S

5,4–8,6 S

5,8–9,3 S

5,7–9,1 S

3,8–5,6 D

 
 

[1]4-Gang-Getriebe war Standard, 5-Gang-Getriebe Sonderausstattung und ab 09/86 i.V.m. U-Kat Serie, ab 05/87 auf Wunsch mit stufenloser CTX-Automatik

 

Fiesta ’89 (1989–1996)

Modellgeschichte

Der Fiesta ’89 (Typ GFJ) war eine völlige Neuentwicklung und der erste Fiesta, der auch mit fünf Türen erhältlich war. Das neue Modell brachte viele technische Neuerungen mit sich, die beim Vorgänger noch nicht verfügbar waren. Vor allem das Fahrwerk wurde mit Dreiecksquerlenkern vorn und einer Verbundlenkerachse hinten deutlich verbessert. Auch dem Insassenschutz wurde mit einer stabileren Sicherheitszelle und Seitenaufprallschutz Rechnung getragen. Zudem waren ABS, Airbag, Klimaanlage und eine heizbare Frontscheibe erhältlich. In diesem Modell waren auch erstmalig die neuen Zetec-Motoren mit 1,6 und 1,8 Litern Hubraum verfügbar. Der neue 1,8-Liter-Dieselmotor war außerhalb Deutschlands auch mit Turbolader erhältlich.

Modellpflege

Anfang 1994 wurde eine Modellpflege durchgeführt. Neben optischen Detailveränderungen (äußerlich die Seitenspiegel und Seitenblinker) wurden hauptsächlich technische und sicherheitsrelevante Bauteile wie Fahrer-/Beifahrer-Airbag, Seitenaufprallschutz und Gurtstopper überarbeitet oder zusätzlich angeboten.

Nach dem Produktionsstart des Nachfolgemodells im August 1995 wurde der Fiesta ’89 noch bis Juli 1996 als „Fiesta Classic“ angeboten. Diese Modelle kamen ausschließlich aus dem spanischen Ford-Werk Almussafes bei Valencia und waren bis zur Einführung des Ford Ka als preisgünstiges Einstiegsmodell unterhalb des Fiesta ’96 positioniert.

Ausstattungslinien

·        Fiesta C

·        Fiesta L

·        Fiesta LX

·        Fiesta CLX

·        Fiesta Fun

·        Fiesta Family

·        Der Fiesta Futura war ein sportliches Modell des Fiesta, das ausschließlich als Dreitürer und wahlweise mit dem 1,4-Liter-Motor mit 54 kW (73 PS) oder dem neuen 1,6-Liter-Zetec-16V-Motor mit 65 kW (88 PS) verfügbar war. Äußerlich unterschied sich derFutura durch eine in Wagenfarbe lackierte Frontstoßstange in speziellem Design mit integrierten Nebelscheinwerfern und einem Spoiler über der Heckscheibe. Breitere Reifen in der Dimension 185/55R14 gehörten ebenso zum serienmäßigen Lieferumfang wie eine Servolenkung, ein Sportfahrwerk, Metallic-Lackierung, Wärmeschutzverglasung, eine asymmetrisch teilbare Rücksitzlehne, Sportsitze vorn (bei der 1,6-Liter-Variante in hochwertigerer Ausführung), ein Drehzahlmesser und ein Leder-Sportlenkrad. Der Basispreis für den Futura betrug 1995 23.400 DM (ca. 12.000 EUR) mit 1,4-Liter-Motor bzw. 24.900 DM (ca. 12.700 EUR) mit 1,6-Liter-Motor.

·        Der Fiesta XR2i war als Topmodell in Deutschland der direkte Nachfolger des im Frühjahr 1984 erschienenen Fiesta XR2 und bereits ab August 1989 verfügbar. Das neue Modell war wieder komplett verspoilert, diesmal wurden die Kunststoffteile jedoch in Wagenfarbe lackiert. In der wuchtigen vorderen Stoßstange waren vier rechteckige Zusatzscheinwerfer (zwei Nebelscheinwerfer und zwei Fernscheinwerfer) untergebracht. Der CVH-Motor mit 1,6 Liter Hubraum wurde mit einer elektronischen Multi-Point-Einspritzanlage von Ford (EFI = electronic fuel injection) und geregeltem Katalysator ausgerüstet und leistete 76 kW (103 PS). In anderen Märkten war das Fahrzeug auch ohne Katalysator verfügbar, der Motor leistete dann 81 kW (110 PS). Um dieses Fahrzeug von der späteren Variante mit 16 Ventilen zu unterscheiden, wird es oft als XR2i 8V bezeichnet.

·        Der Fiesta S war ein sportliches Einstiegsmodell ohne die Optik des XR2i. Anfangs war das Fahrzeug noch mit einem CVH-Motor mit 1,4 Liter Hubraum ausgerüstet und leistete 52 kW (71 PS) mit bzw. 54 kW (73 PS) ohne geregelten Katalysator. Mit Einführung des neuen Zetec-16V erhielt der Fiesta S diesen Motor mit 1,8 Liter Hubraum, der 77 kW (105 PS) leistete und bei ähnlicher Höchstgeschwindigkeit dank dem höheren Drehmoment und einer kürzeren Getriebeübersetzung über eine bessere Beschleunigung als der XR2i verfügte. Im Vereinigten Königreich wurde der Fiesta S mit dem Zetec-Motor als XR2i 16V vermarktet. Dieses Fahrzeug ersetzte dort den XR2i mit dem CVH-Motor und verfügte deshalb wieder über dessen Optikpaket.

·        Der Fiesta XR2i 16V wurde mit dem stärksten Serienmotor dieser Baureihe in Deutschland ausgeliefert. Der Zetec-Motor verfügte wie im Fiesta S über 1,8 Liter Hubraum, dank anderer Nockenwellen, einer größeren Drosselklappe und einem anderen Motorsteuergerät leistete das Fahrzeug 96 kW (130 PS). Die Innenausstattung des XR2i 16V unterschied sich in geringen Details wie den Sitzen und der Polsterfarbe von der des ersten XR2i. Da der Fiesta S im Vereinigten Königreich bereits den Platz des XR2i 16V belegte, wurde das Fahrzeug mit 96 kW dort ab 1992 als RS1800 vertrieben. Der RS1800 hatte einen in Wagenfarbe lackierten Heckspoiler, 14-Zoll-Aluminiumräder im Doppelspeichen-Design und Recaro-Sitze serienmäßig.

·        Der Fiesta RS Turbo wurde bis Mai 1992 in einigen europäischen Ländern (hauptsächlich Vereinigtes Königreich, Benelux, Italien und Frankreich) angeboten. Dieser war mit dem aus dem Ford Escort bekannten, 1,6-Liter-Turbomotor ohne Katalysator mit 98 kW ausgestattet. Für den Einsatz im Fiesta wurde der Motor mit dem kleineren T2-Turbolader von Garrett und einer elektronischen Einspritzanlage ausgerüstet. Die Frontstoßstange ist gegenüber der des XR2i leicht verändert, sie hat keinen Kühlergrill, um den Luftfluss zu verbessern und einen Ausschnitt für den Kühlerlüfter. Das Fahrzeug hat grüne statt blaue Zierstreifen und eine Tachoanzeige bis 240 km/h statt 220 km/h. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde das Modell jedoch nie angeboten, da dort zu dieser Zeit Katalysatoren bei Neuwagen zwingend vorgeschrieben waren oder diese Vorschrift bald eingeführt werden sollte.[7][8]

·        Der Fiesta Kleinlieferwagen verfügte wie seine Vorgänger über eine ebene Ladefläche und undurchsichtige hintere Seitenscheiben, eine Rücksitzbank fehlte.

·        Der Fiesta Courier war ein Hochdach-Lieferwagen und rundete das Angebot des Kleinlieferwagen für Handwerksbetriebe und Dienstleister ab. Das Fahrzeug wurde als Lastkraftwagen oder als Personenkraftwagen mit hinterer Sitzbank angeboten.

·        Der Fiesta Calypso verfügte über ein Faltdach, womit fast die komplette Fläche des Daches geöffnet werden konnte. Das Dach wurde manuell und elektrisch angeboten.

Sondermodelle

·        Fiesta Champ

·        Fiesta Chianti

·        Fiesta Magic

·        Fiesta Fancy

Studien

Erwähnenswert sind zwei Studien: der viertürige Fiesta Urba und der Fiesta Bebop, eine Pickup-Version.

Der Urba war als Stadtauto konzipiert und wurde auf dem Genfer Automobilsalon 1989 vorgestellt. Er hatte auf der Beifahrerseite zwei Türen, auf der Fahrerseite nur eine. Dies sollte verhindern, dass auf der Rückbank sitzende Kinder beim Parken am Straßenrand zur Straße hin aussteigen. Dazu sollte eine auffallende gelbe Lackierung dafür sorgen, dass das Fahrzeug besser gesehen wird. Damals schon vorhanden: elektronische Einparkhilfe, integrierter Garagentoröffner und ein Minikühlschrank.

Sonstiges

Die dritte Baureihe des Ford Fiesta war die Vorlage für das Flügelauto, das sich auf dem Dach des Kölner Stadtmuseums befindet.

Dieses Kunstwerk von HA Schult entstand 1991 im Rahmen der Aktion „Fetisch Auto“ in Köln. Der frühere Kölner Regierungspräsident Franz-Josef Antwerpes verlangte unter Hinweis auf den Denkmalschutz die Entfernung des Autos, aber das zuständige Ministerium duldete einen (bis heute andauernden) „vorübergehenden“ Verbleib des Gegenstandes.

Technische Daten

Technische Daten Ford Fiesta (1989–1996), OHV- und CVH-Motoren

 

1,1

1,1i

1,3i

1,4

1,4i

1,4i

XR2i[1]

RS Turbo[2]

Bauzeitraum:

1989–1990

1989–1996

1991–1996

1989–1990

1989–1992

1994–1995

1989–1993

1989–1992

Motor: 

4-Zylinder-Reihenmotor (Viertakt)

Hubraum: 

1119 cm³

1299 cm³

1392 cm³

1596 cm³[3]

Bohrung × Hub: 

68,7 × 75,5 mm

74 × 75,5 mm

77,2 × 74,3 mm

80 × 79,5 mm

Leistung
bei 1/min: 

40 kW
(54 PS)
5200

37 kW
(50 PS)
5200

44 kW
(60 PS)
5000

52 kW
(71 PS)
5500

54 kW
(73 PS)
5500

54 kW
(73 PS)
5100

76 kW
(103 PS)
6000

97 kW
(132 PS)
5500

Max. Drehmoment
bei 1/min: 

86 Nm
2700

83 Nm
3000

101 Nm
2500

103 Nm
4000

108 Nm
4000

106 Nm
2750

135 Nm
2800

180 Nm
2400

Gemischaufbereitung: 

Einfachvergaser

Elektronische Zentraleinspritzung

Registervergaser

Zentraleinspritzung

Multi-Point-Einspritzung

Multi-Point-Einspritzung,Garrett T2 Turbolader

Ventilsteuerung: 

OHV
(Nockenwelle im Motorblock, Stoßstangen, mechanische Ventilstößel, hängende Ventile, Steuerkette)

CVH
(obenliegende Nockenwelle, Kipphebel, Hydrostößel, hängende Ventile, Zahnriemen)

Kühlung: 

Wasserkühlung

Getriebe: 

4-Gang-Getriebe

5-Gang-Getriebe
(1,1i und 1,3i wahlweise mit stufenloser CTX-Automatik)

Radaufhängung vorn: 

MacPherson-Federbeine, Dreieckslenker, Schraubenfedern

Radaufhängung hinten: 

Verbundlenkerachse, Schraubenfedern

Karosserie: 

Stahlblech, selbsttragend

Spurweite vorn/hinten: 

1392–1406/1376–1385 mm

Radstand: 

2446 mm

Länge: 

3743–3801 mm

Leergewicht: 

825–995 kg

Höchstgeschwindigkeit: 

149 km/h

143 km/h

153 km/h

164 km/h

162 km/h

167 km/h

187 km/h

205 km/h

Beschleunigung
0-100 km/h: 

16,7 s

18,1 s

14,7 s

12,2 s

12,8 s

12,2

10,1 s

8,2 s

Verbrauch (Liter/100 Kilometer): 

6,1–6,2 S

6,4 S

6,9 S

8,1 S

8,6 S

 

[1]in anderen Märkten auch ohne Katalysator und 81 kW (110 PS) verfügbar

[2]kein Verkauf in Deutschland, Österreich, Schweiz etc.

[3]auch mit Registervergaser und 66 kW (90 PS), nicht in Deutschland

Technische Daten Ford Fiesta (1989–1996), 16V- und Diesel-Motoren

Ford Fiesta:

1,6 i 16V

1,8 i 16V S

XR2i 16V

1,8 D

1,8 TD[1]

Bauzeitraum:

1994–1995

1991–1994

1991–1994

1989–1995

1994–1995

Motor: 

4-Zylinder-Reihenmotor (Viertakt)

Hubraum: 

1597 cm³

1796 cm³

1753 cm³

Bohrung × Hub: 

76 × 88 mm

80,6 × 88 mm

82,5 × 82 mm

Leistung
bei 1/min: 

65 kW
(88 PS)
5250

77 kW
(105 PS)
5500

96 kW
(130 PS)
6250

44 kW
(60 PS)
4800

57 kW
(77 PS)
4800

Max. Drehmoment
bei 1/min: 

130 Nm
3000

153 Nm
4000

162 Nm
4500

110 Nm
2500

133 Nm
2500

Gemischaufbereitung: 

Multi-Point-Einspritzung

Diesel-Einspritzpumpe
(57 kW mit Turbolader)

Ventilsteuerung: 

Zetec-E
(zwei obenliegende Nockenwellen, hydr. Tassenstößel, hängende Ventile, Zahnriemen)

OHC Diesel
(hängende Ventile, obenliegende Nockenwelle, Zahnriemen)

Kühlung: 

Wasserkühlung

Getriebe: 

5-Gang-Getriebe

Radaufhängung vorn: 

MacPherson-Federbeine, Dreieckslenker, Schraubenfedern

Radaufhängung hinten: 

Verbundlenkerachse, Schraubenfedern

Karosserie: 

Stahlblech, selbsttragend

Spurweite vorn/hinten: 

1392–1406/1376–1385 mm

Radstand: 

2446 mm

Länge: 

3743–3801 mm

Leergewicht: 

825–995 kg

Höchstgeschwindigkeit: 

177 km/h

182

200 km/h

152 km/h

168 km/h

Beschleunigung
0-100 km/h: 

11,1 s

9,5

8,5 s

16 s

11,6 s

Verbrauch (Liter/100 Kilometer): 

7,8 S

7,7–8,0 S

5,4 D

5,9 D

 

[1]nicht für den deutschen Markt

Fiesta ’96 (1995–1999)

Modellgeschichte

Nach sieben Jahren ersetzte der Fiesta ’96 seinen Vorgänger. Die Bodengruppe wurde nahezu unverändert vom Fiesta ’89 übernommen, doch das neue Modell erhielt ein rundum neues Design und brachte auch viele technische Verbesserungen mit sich. Die Modellbezeichnung für den Dreitürer lautete JBS, die für den Fünftürer JAS.

Die Basismotorisierung war der aus dem Vorgängermodell stammende 1,3-Liter-Ottomotor mit 37 kW oder 44 kW und elektronischer Einspritzung, der als „Kent“-Motor (mit Vergaser) erstmals 1959 im Ford Angliaverwendet wurde. Die beiden Varianten waren bis auf die Drosselklappe identisch, weshalb diese häufig als „Tuningmaßnahme“ ausgetauscht wurde. Neu im Fiesta war der Zetec-SE-Motor, wahlweise mit 1,25 Liter Hubraum und 55 kW (75 PS) oder mit 1,4 Liter Hubraum und 66 kW (90 PS). Bei diesem leichten und kompakten Motor bestanden Kurbelgehäuse und Zylinderkopf aus Aluminium, der Ventildeckel aus Magnesium. Der einzige Dieselmotor war der bereits beim Escort und Mondeo verwendete Motor mit 1,8 Litern Hubraum. Er leistete im Fiesta ohne Turbolader nur 44 kW.

Wie beim Vorgänger wurde der Fiesta bis zum Bauende als Courier mit Lastkraftwagen- und Personenkraftwagen-Zulassung angeboten. 1996/97 gab es eine europaweite Rückrufaktion von 315.000 Fiesta und Fiesta Courier wegen Fehlern am Bremssystem.

Die dritte Generation des Mazda 121 war ein in den Ford-Werken in Köln gebauter Fiesta ’96 mit einigen Mazda-spezifischen Modifikationen.

Auf der Basis des Fiesta ’96 wurden ab Herbst 1996 der Kleinstwagen Ford Ka und ab Mitte 1997 das Sportcoupé Ford Puma angeboten.

Modellpflege

Ab dem Herbst 1999 wurde eine stark überarbeitete Version des Fiesta '96 vorgestellt. Geändert wurde vor allem die Fahrzeugfront mit neuen Scheinwerfern, neuen Stoßstangen (auch hinten), einem neuen Kühlergrill und einer neuen Motorhaube. Obwohl der Typcode (JAS/JBS) der gleiche blieb, gilt das „Facelift“ als eigenständiges, fünftes Modell. In anderen Märkten, wie z.B. dem Vereinigten Königreich werden die Fahrzeuge als ein Modell angesehen.

Ausstattungslinien

·        Fiesta Focus

·        Fiesta Flair

·        Fiesta Fun

·        Fiesta Ghia

Sondermodelle

·        Fiesta GT

·        Fiesta Style „Kool“

·        Fiesta Style „Family“

·        Fiesta Style „Sport“

Fiesta ’99 (1999–2001)

Modellgeschichte

Der Fiesta ’99 war eine überarbeitete Version mit neu gestalteter Frontpartie und modifizierten Stoßfängern vorne und hinten. Trotz des gleichen Typencodes JAS bzw. JBS gilt das Modell als fünfte Baureihe in Deutschland und einigen anderen Ländern, während es auf anderen Märkten als Facelift der vierten Modellgeneration bezeichnet wird. Der Fiesta war von jetzt an serienmäßig mit 14 Zoll-Rädern, innenbelüfteten Scheibenbremsen vorn, Seitenairbags und einer dritten Bremsleuchte ausgestattet. Ab Frühjahr 2000 war zusätzlich der Fiesta Sport mit einem 1,6-Liter-Benzinmotor und 76 kW, 15 Zoll-Leichtmetallrädern, Schwellerpaket, Gittergrill, runden Nebelscheinwerfern, Sonderfarbe "Racingblue" und spezieller Innenausstattung verfügbar.

Die Motorvarianten wurden um den 1,8-Liter-Dieselmotor mit Turbolader und Direkteinspritzung erweitert, der 1,4-Liter-Benzinmotor wurde nicht länger angeboten. Der 1,6-Liter Zetec-SE war ab Frühjahr 2000 ausschließlich im Fiesta Sport erhältlich.

Die dritte Generation des Mazda 121 erhielt die gleichen Modifikationen, der 1,6-Liter-Benzinmotor wurde für diesen jedoch nicht angeboten.

Ausstattungslinien

·        Fiesta

·        Fiesta Trend

·        Fiesta Ghia

·        Fiesta Sport

Sondermodelle

·        Fiesta Florida

·        Fiesta Futura2

Ford Ikon

In Indien wurde gemeinsam mit Mahindra & Mahindra Limited in einem Joint Venture der Ford Ikon entwickelt und von Anfang 2000 bis Frühjahr 2011 für einige asiatische Länder hergestellt. Es handelt sich dabei um eine Stufenhecklimousine auf Basis des Fiesta ’99, die auch in Brasilien, Südafrika, Argentinien, Mexiko und China angeboten wurde. Für Südamerika wurde der Ikon neben dem Fiesta Courier in Brasilien gebaut.

Vom Ikon abgeleitet wurde der Fiesta Van bis 2006 produziert - ein Dreitürer ohne hintere Seitenfenster und Rückbank, der in Europa nicht erhältlich war. Auf Basis des Fiesta Courier wurde ein zweitüriger Pickup in Brasilien gebaut. In Südafrika wurde neben dem Ikon ein viertüriger Pickup des Ikon hergestellt, ähnlich dem Škoda Felicia Vanplus.

 

Technische Daten

Technische Daten Ford Fiesta (1995–2001)

 

Benziner

Diesel

 

1.3 i
(1995–2001)

1.25 i 16V
(1995–2001)

1.4 i 16V
(1996–99)

1.6 i 16V
(1999–2001)

1.8 D
(1995-2000)

1.8 Di
(2000–2001)

Motor:

4-Zylinder-Reihenmotor (Viertakt)

Motortyp:

Endura-E

Zetec-SE

Endura-DE

Endura-DI

Hubraum:

1299 cm³

1242 cm³

1388 cm³

1596 cm³

1753 cm³

Bohrung × Hub:

74 × 75,5 mm

71,9 × 76,5 mm

76 × 76,5 mm

70 × 81,4 mm

82,5 × 82 mm

Leistung
bei 1/min:

37 kW
(50 PS)
4500

44 kW
(60 PS)
5000

55 kW
(75 PS)
5200

66 kW
(90 PS)
6000

76 kW
(103 PS)
6000

44 kW
(60 PS)
4800

55 kW
(75 PS)
4000

Max. Drehmoment
bei 1/min:

94 Nm
2500

103 Nm
2500

110 Nm
4000

125 Nm
4000

145 Nm
4000

105 Nm
2500

140 Nm
1900

Gemischaufbereitung:

Elektronische Einspritzung

Diesel-Einspritzpumpe

Diesel-Einspritzpumpe
Garrett Turbolader

Ventilsteuerung:

OHV
(Nockenwelle im Motorblock, Stoßstangen, mechanische Ventilstößel, hängende Ventile, Steuerkette)

DOHC
(Zahnriemen, zwei obenliegende Nockenwellen, Tassenstößel, hängende Ventile)

OHC, Zahnriemen

Kühlung:

Wasserkühlung

Getriebe:

5-Gang-Getriebe
(1,25i a.W. mit stufenloser CTX-Automatik)

Radaufhängung vorn:

MacPherson-Federbeine, Dreieckslenker, Schraubenfedern

Radaufhängung hinten:

Verbundlenkerachse, Schraubenfedern

Karosserie:

Stahlblech, selbsttragend

Spurweite vorn/hinten:

1429/1373 mm

Radstand:

2445 mm

Länge:

3828 mm

Leergewicht:

930–1015 kg

Höchstgeschwindigkeit:

143–153 km/h

170 km/h

182 km/h

187 km/h

155 km/h

168 km/h

Beschleunigung
0-100 km/h:

15,9–19,5 s

12,7 s

10,8 s

10,2 s

17,4 s

14,3 s

Verbrauch (Liter/100 Kilometer):

6,4 S

6,4–6,7 S

6,5 S

7,8 S

5,7 D

5,0 D

 

Fiesta ’02/’06 (2001–2008)

Modellgeschichte

Die sechste Fiesta-Generation (Typ JH1/JD3) basierte auf einer komplett neuen Plattform, im Vergleich zu den bisherigen Modellen wuchs er deutlich in Länge und Breite. Die Zeitung Bild am Sonntag verlieh dem Fiesta im Jahr 2002 das Goldene Lenkrad.[1] Alle Fahrzeuge waren mit Gurtstraffer, Seitenaufprallschutz, Antiblockiersystem (ABS), elektronischer Bremskraftverteilung und vier Airbags ausgestattet; gegen Aufpreis auch mit Kopf-Schulterairbags.

Zunächst gab es den Fiesta ’02 nur als Fünftürer. Die dreitürige Variante folgte Mitte 2002.

Der kleinste verfügbare Motor war der als Duratec bezeichnete Zetec-Rocam mit 1,3 Liter Hubraum, der die in die Jahre gekommene Endura-E-Motoren mit seitlicher Nockenwelle ersetzte. Die Zetec-16V-Motoren waren nun als Duratec mit 1,4 und 1,6 Liter Hubraum verfügbar, die Variante mit 1,25 Litern Hubraum wurde in Deutschland nicht mehr angeboten. Stärkste Motorisierung war der Duratec-HE mit 2 Liter Hubraum, der unter anderem in den Modellen Focus, Mondeo und C-Max verwendet wurde. Dank kleinerer Veränderungen leistete der Duratec-ST 110 kW (150 PS) anstatt 107 kW (145 PS). Die Duratorq-TDCi-Dieselmotoren mit 1,4 und 1,6 Liter Hubraum wurden in Zusammenarbeit mit dem PSA-Konzern entwickelt. Für die beiden 1,4-Liter-Motoren (Benziner und Diesel) war auch das automatisierte Fünf-Gang-Schaltgetriebe Durashift-EST erhältlich, das automatisches oder manuelles Schalten ohne Kupplungsbetätigung erlaubte. Der 1,6-Liter-Benzinmotor konnte statt des Fünf-Gang-Schaltgetriebes auch mit einer Vier-Gang-Vollautomatik bestellt werden. Ein ESP mit Antriebsschlupfregelung (ASR) und Bremsassistent war anfangs nur mit bestimmten Motorisierungen und immer nur ohne Durashift/Automatik erhältlich. Die Fahrzeuge erreichten die Abgasnorm Euro 4, der 1,4-Liter-Dieselmotor hatte nur die Einstufung Euro 3.

Modellpflege

Im Oktober 2005 erfolgte eine Modellpflege zum Fiesta ’06. Die Änderungen beinhalteten unter anderem neu gestaltete Stoßstangen vorne und hinten, andere Scheinwerfer und einen hochwertiger anmutenden Innenraum mit eingelegten Hartgummi-Partien in unterschiedlich wählbaren Farben. Vier neue Metallic-Lackierungen („Exotic-Gelb“, „Manzana-Grün“, „Tango“ und „Viola“) sollten Käufer locken.

Weitere Neuheiten waren ein AUX-Eingang zum Anschluss eines MP3-Players, Bluetooth-/Voice-Control-Funktionen, Licht- und Scheibenwischerautomatik, Bordcomputer, eine automatische Klimaanlage und anklappbare Außenspiegel, die erhältlichen Motorvarianten wurden nicht verändert.

Ausstattungslinien

·        Basis

·        Ambiente

Der Fiesta Ambiente war die Grundausstattung nach der Modellpflege. Zum serienmäßigen Lieferumfang gehörten ABS mit EBD, ein Drehzahlmesser, das IPS (Intelligent Protection System, engl. für intelligentes Schutzsystem mit zwei Frontairbags, zwei Seitenairbags und Gurtstraffern mit Gurtkraftbegrenzung), Kopfstützen hinten, eine höhenverstellbare Lenksäule, eine asymmetrisch teilbare Rücksitzlehne und eine Servolenkung. Optisch war der Ambiente durch die nur teilweise lackierten Stoßfänger von den höherwertigen Ausstattungslinien abgesetzt. Das Fahrzeug war mit Ausnahme von Indianapolis-Blau in allen Außenfarben verfügbar, der Armaturenträger war in schwarz/grau ausgeführt und die Stoffbezüge der Sitze ausschließlich im Design Obsidianverfügbar. Der Einstiegspreis für den Fiesta Ambiente lag 2007 bei 10.990 EUR. Der Ambiente war nur in Verbindung mit Motoren der unteren Leistungsklassen lieferbar, ein Automatikgetriebe wurde nicht angeboten.

·        Style

Das „attraktive Evolutionsmodell“ Style verfügte über eine höherwertige Ausstattung als der Fiesta Ambiente und war ebenfalls nach der Modellpflege verfügbar. Zusätzlich zur Serienausstattung des Ambiente waren beim Style das Audiosystem 5000C (Kassettenradio mit vier Lautsprechern), ein höhenverstellbarer Fahrersitz, eine Klimaanlage mit Umluftschaltung, ein Lederlenkrad und in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger, Zierleisten und Türgriffe im Basispreis inbegriffen. Der Fiesta Style konnte mit allen ab Werk verfügbaren Motor- und Getriebekombinationen (mit Ausnahme des 2,0-Liter-Motors des Fiesta ST) bestellt werden. Der Kunde konnte zwischen vier verschiedenen Mustern für die Stoffbezüge wählen, je nach Muster war der Armaturenträger in grau, rot oder blau gehalten und auch bei der Außenfarbe gab es Einschränkungen in Abhängigkeit vom Bezugsstoff. Manche Lackierungen waren für den Style nicht verfügbar.

·        Trend

Der Fiesta Trend stellt das dynamische Modell dar und hat zusätzlich zur Ausstattung Ambiente: elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel, Nebelscheinwerfer, Sitzbezüge und Türverkleidung farblich auf die Außenlackierung abgestimmt, Stoßfänger in Wagenfarbe lackiert und eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung.

·        Ghia

Nach der Modellpflege bot der Fiesta Ghia die vollwertigste Ausstattung der Fiesta-Modelle. Der Ghia war preislich deutlich über dem Fiesta Style angesiedelt und verfügte serienmäßig zusätzlich über, in Wagenfarbe lackierte Außenspiegel, die elektrisch beheiz-, und einstell-, und anklappbar waren; einen Bordcomputer, elektrische Fensterheber vorn, Kühlergrill mit Chrom-Dekor, Lederschaltknauf, Nebelscheinwerfer, Scheibenwischer mit Regensensor, Scheinwerfer-Assistent mit Tag- und Nachtschaltung, Zentralverriegelung mit Fernbedienung und 15-Zoll-Stahlräder. Ein Audio-System war ab Werk nicht vorgesehen und konnte gegen Aufpreis zusätzlich mitbestellt werden. Die Sitzbezüge des Ghia waren sowohl in Stoff als auch in Teilleder in vier verschiedenen Designs erhältlich. Der Armaturenträger wurde ausschließlich in grau ausgeliefert, die Außenfarben waren – wie schon beim Style – abhängig vom Stoffdesign, jedoch waren mit Ausnahme von Indianapolis-Blau alle Außenfarben verfügbar. Abgesehen vom 1,3-Liter-Duratec-Motor mit 44 kW und dem 2,0-Liter-Motor waren alle Motoren für den Ghia vorgesehen.

·        Fun

Der Fiesta Fun war ein Editionsmodell das ab 2005 angeboten wurde. Zum serienmäßigen Lieferumfang gehörten zusätzlich zu Ambiente Ausstattung Audiosystem 5000C, Fahrersitz höhenverstellbar und eine Klimaanlage.

·        Connection

·        Sport

Der Fiesta Sport bot die sportliche Optik der Fahrzeuge aus dem „Ford-Fiesta-ST-Cup“. Zum serienmäßigen Lieferumfang gehörten ABS mit EBD, in Wagenfarbe lackierte Außenspiegel, die elektrisch einstell- und beheizbar waren, ein höhenverstellbarer Fahrersitz, elektrische Fensterheber vorn, ein Lederlenkrad, eine asymmetrisch teilbare Rücksitzlehne, Nebelscheinwerfer, eine sportlich abgestimmte Schaltung, ein Sportfahrwerk, Sportsitze vorn, Stoßfänger in speziellem Design, Zentralverriegelung mit Fernbedienung und 16-Zoll-Leichtmetallräder. Der Fiesta Sport konnte wahlweise mit dem 1,4-Liter-Motor mit 59 kW (80 PS), dem 1,6-Liter-Motor mit 74 kW (100 PS) oder dem 1,6-Liter-TDCi-Dieselmotor mit 66 kW (90 PS) ausgestattet werden.

·        Fiesta ST

Der Fiesta ST war das Topmodell dieser Baureihe und wurde ab 2005 verkauft. Das ST steht dabei für Sport Technologie. Im Gegensatz zum Tourenwagen aus dem Fiesta-ST-Cup, dessen 1,6-Liter-Zetec-SE 118 kW (160 PS) leistete, wurde die Straßenversion mit dem 2,0-Liter-Duratec-HE ausgestattet, der als Duratec ST 110 kW (150 PS) leistete. Mit einer sportlicheren Getriebeübersetzung und einer Schaltwegsverkürzung erreichte der ST damit eine Höchstgeschwindigkeit von 208 km/h, die Beschleunigung von 0-100 km/h erfolgte in 8,4 Sekunden. Auch die Optik des Tourenwagens mit geänderten Stoßstangen, Seitenschwellern, einem geänderten Kühlergrill und einem größeren Lufteinlass in der vorderen Stoßstange wurde in die Serie übernommen und der ST damit optisch deutlich von den anderen Ausstattungen abgesetzt. Die äußere Optik blieb auch nach der Modellpflege - abgesehen von den Scheinwerfern und den Rückleuchten - unverändert, das Kühlergrilldesign des ST wurde in der Modellpflege für alle anderen Modelle übernommen. Im Innenraum gab es in Deutschland serienmäßig vier Airbags, Teilleder-Sportsitze, Lederlenkrad und Lederschaltknauf, ein CD-Radio, Klimaanlage, Bordcomputer sowie Pedalauflagen und Türgriffe aus Edelstahl. Der Innenraum wurde im Rahmen der Modellpflege ebenfalls überarbeitet. Zur weiteren Serienausstattung gehörten 16-Zoll-Leichtmetallräder, ein sportlich abgestimmtes Fahrwerk, in Wagenfarbe lackierte Außenspiegel, Türgriffe und Seitenzierleisten, eine verchromte Auspuffblende, Nebelscheinwerfer, Wärmeschutzverglasung und Aluminium-Einstiegsleisten, . Nach der Modellpflege war das bis dahin als Wunschausstattung erhältliche ESP in Deutschland ebenfalls serienmäßig. Die Wunschausstattung enthielt u.a. 17-Zoll-Leichtmetallräder, einen Dachspoiler, Volllederausstattung, Klimaautomatik, Alarmanlage, ein besseres Radio, Sitzheizung sowie Rennstreifen auf Haube, Dach, Heckklappe und Türen. Das Modell war nur in bestimmten Farben lieferbar, in Deutschland waren dies weiß, rot, blau, royalgrau und schwarz. Je nach Außenfarbe variierte die Polsterfarbe zwischen rot und blau. Der ST war der erste Fiesta, der auch auf der Hinterachse mit Scheibenbremsen ausgestattet war. Die Bremsanlage an der Vorderachse wurde im Vergleich zu den anderen Modellen deutlich vergrößert, an der Hinterachse kam eine straffer abgestimmte Verbundlenkerachse zum Einsatz. In anderen Märkten gab es diverse Unterschiede in der Ausstattung. So war das Modell im Vereinigten Königreich ausschließlich mit den 17-Zoll-Leichtmetallrädern verfügbar, die Farbe royalgrau war dort nicht für den ST vorgesehen. ESP gehörte auch nach der Modellpflege nicht in allen Märkten zur Serienausstattung und musste dort als aufpreispflichtiges Extra mitbestellt werden. Der Basispreis des Fiesta ST lag 2007 bei 18.600 EUR.

·        VAN (ab 2007)

Sondermodelle

·        1st-Edition

·        Viva

·        Viva X

·        Futura

·        Blues

·        Finesse 100

·        We will Rock you

·        Die Fiesta Magic-Sondermodelle waren als Black-Magic in Pantherschwarzmetallic, Silver-Magic in Polarsilber und White-Magic in Frostweiß gegen Ende der Bauzeit erhältlich. Diese Sondermodelle wurden vom Fiesta Sport abgeleitet, von dem auch das Design der Stoßfänger übernommen wurde. Zum serienmäßigen Lieferumfang gehörten zusätzlich ein in Wagenfarbe lackierter Heckspoiler, in Wagenfarbe lackierte 16"-Leichtmetallräder, eine Klimaanlage, in Wagenfarbe lackierte Außenspiegel, Türgriffe und Seitenzierleisten, Aluminium-Look-Dekor im Innenraum und das Audiosystem 6000 CD mit vier Lautsprechern. Im Gegensatz zum Fiesta Sport waren für den Fiesta Magic nur der 1,3-Liter-Motor mit 51 kW (70 PS) und der 1,4-Liter-Motor mit 59 kW (80 PS) vorgesehen.

Weitere Varianten

In Indien wird das Modell als Ford Figo seit 2010 produziert. Parallel wird seit April 2011 der Fiesta ’08 und als Nachfolger des Ford Ikon der Fiesta Classic auf dem heimischen Markt und anderen asiatischen Ländern angeboten.

In Brasilien wird der Fiesta ’06 seit 2007 für den südamerikanischen Markt und Afrika produziert. Außer den drei- und fünftürigen Schrägheckvarianten ist auch der Ford Fiesta VAN genannte Dreitürer ohne hintere Seitenfenster und Rückbank im Angebot. Seit 2008 wird auch die Stufenhecklimousine Fiesta Sedan produziert, die aber außerhalb Südamerikas weiterhin als Ford Ikon vertrieben wird, sowie das SUV-Modell Fiesta Cross. Zur Wahl stehen zwei Motoren mit 1,0 oder 1,6 Liter Hubraum, die beliebig mit Ethanol und Benzin gemischt betrieben werden können.

Im Frühjahr 2010 wurde der Fiesta ’06 mit neuen Scheinwerfern und Kühlergrill ähnlich dem Fiesta ’08 überarbeitet und wird nun unter den Namen Fiesta One in Argentinien, Fiesta Move in Venezuela und Fiesta Rocam in Brasilien angeboten.

Technische Daten

Technische Daten Ford Fiesta (2001–2008)

 

Benziner

Diesel

 

1,3 l

1,3 l

1,4 l

1,6 l

ST

1,4 l TDCi

1,6 l TDCi

Motor: 

4-Zylinder-Reihenmotor (Viertakt)

Motortyp: 

Duratec (Zetec-Rocam)

Duratec (Sigma)

Duratec-HE

Duratorq-TDCi

Hubraum: 

1299 cm³

1388 cm³

1596 cm³

1999 cm³

1399 cm³

1560 cm³

Leistung
bei 1/min: 

44 kW
(60 PS)
6000

51 kW
(70 PS)
5800

59 kW
(80 PS)
5750

74 kW
(100 PS)
6000

110 kW
(150 PS)
6000

50 kW
(68 PS)
4000

66 kW
(90 PS)
4000

Max. Drehmoment
bei 1/min: 

99 Nm
2500

106 Nm
2600

124 Nm
2500

146 Nm
4000

190 Nm
4500

160 Nm
2000

204 Nm
1750

Ventilsteuerung: 

OHC
obenliegende Nockenwelle, Steuerkette, 8 hängende Ventile „rollerfinger”-Kipphebel

DOHC
zwei obenliegende Nockenwellen, Zahnriemen, Tassenstößel, 16 hängende Ventile

DOHC
zwei obenliegende Nockenwellen, Steuerkette, Tassenstößel, 16 hängende Ventile

OHC
obenliegende Nockenwelle, 8 hängende Ventile

DOHC
zwei obenliegende Nockenwellen, 16 hängende Ventile

Getriebe: 

5-Gang

5-Gang oder
Durashift-EST

5-Gang oder
4-Gang-Automatik

5-Gang

5-Gang oder
Durashift-EST

5-Gang

Radaufhängung vorn: 

MacPherson-Federbeine, Dreieckslenker, Schraubenfedern

Radaufhängung hinten: 

Verbundlenkerachse, Schraubenfedern; Fiesta ST mit verstärkter Achse

Karosserie: 

Stahlblech, selbsttragend

Spurweite vorn/hinten: 

1464/1477 mm

Radstand: 

2486 mm

Länge: 

3918-3924 mm

Breite
(mit Außenspiegeln) 

1907-1912 mm

Leergewicht: 

1095-1165 kg

Höchstgeschwindigkeit
in km/h:

151

160

166
Durashift: 166

184
Automatik: 179

208

163
Durashift: 163

180

Beschleunigung
0-100 km/h: 

18,5 s

17,3 s

13,2 s
Durashift: 14,6 s

11,0 s
Automatik: 11,9 s

8,4 s

15,5 s
Durashift: 16,9 s

11,9 s

Verbrauch in
Liter/100 km

5,9 S

6,2 S

6,5 S
Durashift: 6,4 S

6,6 S
Automatik: 7,5 S

7,4 S

4,6 D
Durashift: 4,4 D

4,5 D

CO2-Ausstoß
in g/km

140

147

154
Durashift: 152

156
Automatik: 179

179

122
Durashift: 116

119

 

Fiesta ’09/’12 (seit 2008)

Modellgeschichte

Am 14. August 2008 hat bei den Ford-Werken in Köln-Niehl die Serienproduktion der siebten Modellgeneration des Fiesta (Typ JA8) begonnen. Ende 2008 startete sie auch in Nanjing (China). In Almussafes bei Valencia Spanien wurde Anfang 2009 mit der Herstellung begonnen. In Rayong (Thailand) und Cuautitlán Izcalli Mexiko lief die Produktion im Jahr 2010 an, im Jahr 2011 auch in Chennai (Indien).

Einen Vorgeschmack auf das neue Modell gab bereits die Design-Studie Ford Verve die 2007 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) vorgestellt wurde. Im März 2008 wurde auf dem Genfer Auto-Salon das Serienmodell vorgestellt. Alle Fiesta haben eine elektrische Servolenkung (EPAS), Antiblockiersystem, innenbelüftete Scheibenbremsen vorn, Trommelbremsen hinten, ESP mit Bremsassistent, vier Airbags, Knieairbag für den Fahrer, elektrisch verstellbare Spiegel mit integrierten Blinkleuchten, eine in Höhe und Reichweite einstellbare Lenksäule, Pollenfilter, Drehzahlmesser, eine 40/60 geteilte Rücksitzlehne und Zentralverriegelung (ab Trend mit Funkbedienung). Alle Modelle können gegen Aufpreis mit zusätzlichen Kopf-Schulter-Airbags ausgestattet werden.

Zur Markteinführung im Oktober 2008 gab es vier Benzin-Motoren mit 44 bis 88 kW sowie einen Dieselmotor mit 66 kW, die alle die Euro-4-Norm erfüllen. Das automatisierte Fünf-Gang-Schaltgetriebe Durashift-ESTdes Vorgängermodells ist nicht mehr im Programm; eine Vier-Gang-Automatik ist nur mit dem 71-kW-Benzinmotor erhältlich. Seit Januar 2009 ist zusätzlich ein 55-kW-Dieselmotor lieferbar. Beide Common-Rail-Dieselmotoren haben Turbolader und Partikelfilter (DPF). Seit Anfang 2010 erfüllen die beiden 1,25-Liter-Benzinmotoren die Euro-5-Norm.

Bei der Wahl zum Auto des Jahres 2009 erreichte der Fiesta Platz 2 und wurde nur um einen einzigen Punkt vom Opel Insignia geschlagen.[14] Es war das knappste Ergebnis in der Geschichte dieser Auszeichnung.

Seit Herbst 2010 wird der Fiesta auch in Nordamerika als fünftüriges Schrägheck und als viertüriges Stufenheck Fiesta Sedan verkauft, für diesen Markt wurde die Frontpartie des Fahrzeugs leicht umgestaltet. Die einzig verfügbare Motorisierung ist der 1,6-Liter-Motor mit 88 kW, wahlweise ist der Fiesta mit einem 5-Gang-Schaltgetriebe oder einer 6-Gang-Powershift-Automatik erhältlich. Wie bereits im Jahr 1976 machen die gestiegenen Ölpreise Kleinwagen dort wieder deutlich populärer.

Für verschiedene Märkte in Asien wird der Fiesta seit 2011 in Indien ebenfalls als Schrägheck und Stufenheck produziert, hier löste er den Ford Ikon ab.

Am 6. Mai 2011 lief der einmillionste Fiesta der siebten Generation vom Band.[15]

Modellpflege

Im September 2012 präsentierte Ford auf der Mondial de l’Automobile in Paris eine umfangreiche Modellpflege (Fiesta ’12), die in Europa am 26. Januar 2013 eingeführt wurde.

Außer dem Karosserie- und Innenraumdesign wird auch die Motorenpalette stark überarbeitet. Während die 1,25-Liter-Motoren unverändert übernommen wurden, gibt es den Motor mit 1,4 Litern Hubraum nun nur noch im Fiesta LPG für Autogas und Superkraftstoff mit 68 kW (92 PS), der 1,6-Liter-Ti-VCT ist nur noch mit 77 kW (105 PS) und Power-Shift-Automatik verfügbar. Die Benzinmotoren werden um den neuen 1,0-Liter-EcoBoost-Motor mit 74 kW (100 PS) oder 92 kW (125 PS) ergänzt. Zusätzlich ist dieser Motor auch ohne Turboaufladung mit 48 kW (65 PS) oder 59 kW (80 PS) verfügbar. Diese beiden Motoren verbrauchen rund einen Liter Kraftstoff weniger auf 100 km, haben jedoch einen deutlich höheren Anschaffungspreis als die 1,25-Liter-Motoren mit vergleichbarer Leistung. Neuer Basis-Dieselmotor wird ein 1,5-Liter-Duratorq, der 55 kW (75 PS) leistet, und den 1,4-Liter-Duratorq-Motor ersetzt.

Statt bislang fünf werden sieben Airbags serienmäßig sein, zusätzlich zu den Front- und Seitenairbags und dem Knie-Airbag für den Fahrer sind das Kopf-Schulter-Airbags vorn und hinten. Auch das Fahrwerk ist mit neuen Aufhängungskomponenten versehen, darüber hinaus wird der Fiesta mit einer Reihe verschiedener Fahrer-Assistenzsysteme verfügbar sein.[16] Der Innenraum des Fahrzeugs wurde ebenfalls überarbeitet, neben anderen Bedienelementen und Anzeigen wird die Position der Fensterheber verändert, dazu werden hochwertigere Materialien verwendet. Außerdem gibt es serienmäßig die „MyKey“-Funktion – der Zweitschlüssel kann nach den Anforderungen des Fahrzeughalters programmiert werden. So kann beispielsweise die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs begrenzt, oder die Deaktivierung von Assistenzsystemen wie ESP verhindert werden.[17]

In den USA ist die Markteinführung des modifizierten Fiesta für Mitte 2013 geplant.[18]

Ausstattungslinien

In Deutschland angebotener Modelle:

·        Ambiente (bis 2009 und seit 2011, Grundmodell mit Benzinmotor (44 oder 60 kW) oder Dieselmotor 55 kW, Räder 175/65 R 14)

·        Trend (wie Ambiente – zusätzlich unter anderem elektrische Fensterheber vorn, Funk-Zentralverriegelung, höhenverstellbarer Fahrersitz, elektrische beheizbare Spiegel, Räder 195/50 R 15. Erweitertes Motorenangebot mit Benzinmotor 71 kW (auch mit Vier-Gang-Automatik) sowie Dieselmotor 66 kW)

·        Der Fiesta ECOnetic als Erweiterung der Ausstattung Trend und einem optimierten 1,6-Liter-Duratorq-Motor, der zur Markteinführung 66 kW (90 PS) lieferte, ist seit Januar 2009 im Angebot. Zur Verbesserung der Aerodynamik hat der Wagen ein zehn Millimeter tiefergelegtes Sportfahrwerk und Leichtlaufreifen. Der Fiesta ECOnetic mit den schmaleren 175/65-R-14-Rädern kostet 250 Euro mehr als der sonst identische Trend (mit 195/50-R-15-Rädern). In Verbindung mit der geänderten Achsübersetzung wird bei Beachtung der Schaltempfehlungsanzeige ein kombinierter Verbrauch von 3,7 Litern Dieselkraftstoff auf 100 Kilometer (entspricht einem CO2-Ausstoß von 98 Gramm pro Kilometer) erzielt. Ab Februar 2010 lieferte der Motor bei gleichen Verbrauchsdaten 70 kW (95 PS). Im Juni 2011 gab Ford bekannt, durch eine verlängerte Achsübersetzung den CO2-Ausstoß um weitere 3 Gramm pro Kilometer gesenkt zu haben, der kombinierte Verbrauch reduziert sich somit auf 3,6 Liter Dieselkraftstoff auf 100 Kilometer.[19] Im März 2012 wurde der Fiesta ECOnetic weiter überarbeitet und verfügt seitdem über ein Start-Stopp-System, der Verbrauch wurde auf 3,3 Liter Dieselkraftstoff auf 100 Kilometer gesenkt, die CO2-Emission liegt bei 87 Gramm pro Kilometer. Die Motorleistung liegt weiterhin bei 70 kW (95 PS).[20] Beim MPG Marathon 2012, einem von der britischen Fleet World Group ausgerichteten Spritsparwettbewerb mit serienmäßigen Straßenfahrzeugen über 624 km öffentliche Straßen in Wales, erreichte ein Ford Fiesta ECOnetic mit einem Verbrauch von 16,22 Liter Dieselkraftstoff, das entspricht einem Durchschnittsverbrauch von 2,6 Liter auf 100 Kilometern, den Sieg.[21]

·        Ghia (bis 2009, wie Trend – elegant/luxuriöses Design, zusätzlich unter anderem Bordcomputer, Klimaanlage, Lederlenkrad, Fahrersitz mit Lendenwirbelstütze, Acht-Speichen-Leichtmetallräder, Nebelscheinwerfer. Auch mit Benzinmotor 88 kW)

·        Titanium (wie Ghia – sportlich/luxuriöses Design unter anderem mit Vier-Speichen-Leichtmetallrädern, Scheinwerferassistent, Innenspiegel automatisch abblendend, Regensensor)

·        Der Fiesta Individual ist ab Frühjahr 2013 verfügbar und oberhalb des Titanium angesiedelt. Zur Serienausstattung gehören Einstiegsleisten im Edelstahl-Look, Ford Power-Startfunktion, Individual-Design für Lederlenkrad, Nebelscheinwerfer, Teppichfußmatten, Sicherheitsgurte etc., Klimaautomatik, Leder-Stoff-Polsterung mit dritter Kopfstütze hinten, individuell beheizbaren Sportsitzen vorn und 16"-Leichtmetallräder im 12-Speichen-Individualdesign. Lieferbare Motorisierungen sind der 1,0-Liter-EcoBoost mit 92 kW (125 PS) und Start-Stopp-System, der 1,6-Liter-Ti-VCT-Motor mit 77 kw (105 PS) und Power-Shift-Automatikgetriebe und der 1,6-Liter-TDCi-Motor mit 70 kW (95 PS).

·        Sport (März 2009 bis Januar 2011, auf 500 Fahrzeuge limitiert, in Großbritannien als Zetec S erhältlich)

·        Das Sondermodell Fiesta Sport S wurde als Fiesta S ab Juli 2011 mit kleinen Änderungen in die Serienproduktion übernommen. Außer dem Benzinmotor ist nun auch der bereits bekannte TDCI-Dieselmotor mit 1,6 Litern Hubraum erhältlich, der 70 kW (95 PS) leistet. Dieser verfügt jedoch nicht über den Doppelrohrauspuff des Benzin-Modells. Der Fiesta S ist nun in sieben verschiedenen Farben erhältlich, die Frontspoilerlippe ist immer in der Kontrastfarbe silber lackiert. Außerdem hat das Modell serienmäßig schwarze Ledersitze mit silbernen Ziernähten und schwarz lackierte Leichtmetallräder.[19]

·        Der Fiesta LPG (Liquified Petroleum Gas) für Flüssiggasbetrieb erweitert das Angebot mit alternativem Kraftstoff auf Basis des 1,4-Liter-Motors mit Fünfganggetriebe. Das Fahrzeug ist ab Werk mit einem zusätzlichen Tank in der Reserveradmulde und einem auf LPG-Betrieb ausgelegten Motor ausgestattet. Der Verbrauch im LPG-Betrieb liegt bei 7,2 l/100 km und erlauben eine maximale Reichweite von 450 km, was annähernd der Reichweite mit Benzin entspricht. Im gemischten Betrieb ist eine Reichweite von über 1000 km möglich. Der Verbrauch im LPG-Betrieb entspricht einem CO2-Ausstoß von 119 g/km, dies ist eine Verbesserung von mehr als 10 %.

·        Der Fiesta ST wurde auf der IAA 2011 in Frankfurt als ST Concept vorgestellt. Das Fahrzeug stellt den Nachfolger des Fiesta ST von 2005 dar. Mit Hilfe eines Turboladers leistet der 1,6-Liter-EcoBoost-Motor 134 kW (182 PS), und ist mit einem Kraftstoffverbrauch von 5,9 Liter Superbenzin auf 100 km[22] deutlich sparsamer als der Vorgänger mit 2,0-Liter-Duratec-Motor. Der Wagens ist im Vergleich zu den anderen Fiesta-Modellen um 15 Millimeter tiefergelegt, mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe ausgestattet, beschleunigt in 6,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h. Äußerlich unterscheidet er sich durch den großen, trapezförmigen Kühlergrill, die Heckschürze mit großem Diffusor-Einsatz und eine Doppelrohr-Auspuffanlage von den anderen Modellen. Der Wagen ist in zwei verschiedenen Ausstattungsvarianten erhältlich, einmal als Fiesta ST und einmal als Fiesta ST mit Leder-Sport-Paket. Auf Wunsch sind rot lackierte Bremssattel für die serienmäßigen Scheibenbremsen lieferbar.[22] Auf der Los Angeles Motorshow präsentierte Ford den Fiesta ST als Fünftürer.[23] Im Februar 2013 startete die Produktion des Fiesta ST.[22]

·        Der Fiesta Van wird seit 2011 auch wieder angeboten. Wie bei den anderen Modellreihen handelt es sich um einen Dreitürer ohne hintere Seitenfenster und Rückbank. Das Laderaumvolumen beträgt 1.000 Liter, bei einer maximalen Zuladung von bis zu 443 kg. Der Fahrerraum ist durch eine halbhohe Stahltrennwand mit aufgesetztem Gitter vom Laderaum abgeteilt. Zur Wahl stehen der 1,25-Liter-Benzinmotor mit 60 kW, der 1,4-Liter-Dieselmotor mit 51 kW und der 1,6-Liter-Dieselmotor mit 70 kW. Nur in der Top-Version sind von drei möglichen Ausstattungsversionen ESP sowie Seiten- und Beifahrer-Airbags serienmäßig. Kopfairbags sind für den Fiesta Van nicht erhältlich, ein CD-Radio ist in allen Versionen Standard. Der Fiesta Van ist auch als ECOnetic-Version erhältlich.[24] Im April 2012 stellte Ford den weiterentwickelten Ford Fiesta Van ECOnetic vor, der CO2-Ausstoß sank von 95 g/km auf 87 g/km, der Kraftstoffverbrauch lag nun bei 3,7 Liter auf 100 km. Er ist mit einem automatischen Start-Stopp-System ausgestattet, verfügt über eine optimierte Aerodynamik mit reduzierter Fahrzeughöhe, einer Unterbodenverkleidung, Windabweisern vor den Rädern, rollwiderstandsoptimierte Reifen und eine spezielle Getriebe-Übersetzung. Außerdem verfügt das Fahrzeug serienmäßig über eine Schaltempfehlungsanzeige und eine Lichtmaschine mit SRC (Smart Regenerative Charging), die die Fahrzeugbatterie bei Bremsvorgängen mehr und beim Beschleunigen weniger auflädt.[25]

Sondermodelle

·        Der Sport S wurde ab Mai 2011 als ein sportlicheres Editionsmodell angeboten. Der Fiesta Sport S war nur dreitürig und in den Farben Indianapolis-Blau Metallic oder Frost-Weiß erhältlich und durch Sportstreifen in der jeweils anderen Farbe zu erkennen. Des Weiteren verfügte er über einen großen Dachspoiler, eine integrierte Spoilerlippe sowie einen sportlich gestalteten Kühlergrill an der Front, Seitenschweller, einen Diffusor am Heck und zwei Endrohre. Im Innenraum waren beheizte Sportsitze und Velours-Teppichfußmatten vorhanden, dazu waren Lenkrad, Schaltknauf und Handbremsgriff aus Leder. Außerdem verfügten die Pedale über Aluminium-Auflagen. Auch technisch gab es einige Änderungen: Neben Scheinwerfern im Projektions-Linsen-Design verfügte der Wagen über ein Sportfahrwerk, Nebelscheinwerfer und einen 1,6-Liter-Ti-VCT-Motor, der 99 kW (134 PS) leistete.[26] Im Juli 2011 nahm Ford das nun nur noch Ford Fiesta S genannte Fahrzeug als separate Ausstattungsvariante ins reguläre Modellprogramm auf.

·        Seit Januar 2012 bietet Ford vom Fiesta die Champions Edition an. Hierbei handelt es sich um Fahrzeuge mit der Trend-Ausstattung, die zusätzlich über Klimaanlage, Nebelscheinwerfer, Bordcomputer, Lederlenkrad, ein erweitertes CD-Audiosystem sowie Velours-Teppichfußmatten und B-Säulenverkleidung mit dem Logo der UEFA Champions League verfügen.

Technische Daten

Technische Daten Ford Fiesta (seit 2008), Benzinmotoren

 

1,0 l

1,0 l EcoBoost

1,25 l

1,4 l

1,6 l Ti-VCT

Bauzeit:

seit 01/2013

seit 08/2008

08/2008–01/2013

04/2011–01/2013

Seit 01/2013

Motor: 

3-Zylinder-Reihenmotor

3-Zylinder-Turbo-Reihenmotor

4-Zylinder-Reihenmotor

Hubraum: 

998 cm³

1242 cm³

1388 cm³

1596 cm³

Leistung
bei 1/min: 

48 kW
(65 PS)
bei 6300

59 kW
(80 PS)
bei 6300

74 kW
(101 PS)
bei 6000

92 kW
(125 PS)
bei 6000

44 kW
(60 PS)
bei 6000

60 kW
(82 PS)
bei 5800

71 kW
(96 PS)
bei 5750

88 kW
(120 PS)
bei 6000

99 kW
(134 PS)
bei 6700

77 kW
(105 PS)
bei 6300

Max. Drehmoment
bei 1/min: 

105 Nm
4100

170 Nm
1400

200 Nm
1500

109 Nm
3600

114 Nm
4200

128 Nm
4200

152 Nm
4050

160 Nm
4250

150 Nm
4200–4500

Getriebe: 

5-Gang-Getriebe

5-Gang-Getriebe
4-Gang-Automatik

5-Gang-Getriebe

6-Gang-PowerShift-Automatikgetriebe

Radaufhängung vorn: 

MacPherson-Federbeine, Dreieckslenker, Schraubenfedern

Radaufhängung hinten: 

Verbundlenkerachse, Schraubenfedern

Karosserie: 

Stahlblech, selbsttragend

Spurweite vorn/hinten: 

1493/1481 mm

Radstand: 

2489 mm

Länge: 

08/2008–01/2013: 3950–3958 mm
seit 01/2013: 3969–3982 mm

Breite
(mit Außenspiegeln) 

08/2008–01/2013: 1973 mm
seit 01/2013: 1978 mm

Höchstgeschwindigkeit: [1]

155 km/h

165 km/h

180 km/h

196 km/h

152 km/h

168 km/h

175 km/h (166)

193 km/h

195 km/h

184 km/h

Beschleunigung
0-100 km/h: [1]

16,8 s

14,9 s

11,2 s

9,4 s

16,9 s

13,3 s

12,2 s (13,9)

9,9 s

8,7 s

10,5 s

Verbrauch in
Liter/100 km: [1]

4,6 S

4,6 S

4,5 S

4,3 S

5,4 S

5,4 S

5,7 S (6,4 S)

5,8 S

5,9 S

5,9 S

CO2-Ausstoß
in g/km: [1]

105

105

105

99

124

124

130 (149)

132

139

138

 

[1] Werte in Klammern mit Automatikgetriebe

 

Technische Daten Ford Fiesta (seit 2008), Dieselmotoren

 

1,4 l TDCi

1,5 l TDCi

1,6 l TDCi

Bauzeit:

07/2010–01/2013

seit 01/2013

10/2008–07/2010

10/2008–02/2010

02/2010–12/2012

seit 01/2013

 

Motor: 

4-Zylinder-Reihenmotor (Viertakt)

Hubraum: 

1399 cm³

1499 cm³

1560 cm³

Leistung
bei 1/min: 

51 kW
(70 PS)
bei 4000

55 kW
(75 PS)
bei 3750

55 kW
(75 PS)
bei 4000

66 kW
(90 PS)
bei 4000

70 kW
(95 PS)
bei 4000

 

Max. Drehmoment
bei 1/min: 

160 Nm
1750–2500

185 Nm
1750–2500

185 Nm
1750

212 Nm
2000

205 Nm
2000

200 Nm
1750

 

Getriebe: 

5-Gang-Getriebe

Radaufhängung vorn: 

MacPherson-Federbeine, Dreieckslenker, Schraubenfedern

Radaufhängung hinten: 

Verbundlenkerachse, Schraubenfedern

Karosserie: 

Stahlblech, selbsttragend

Spurweite vorn/hinten: 

1493/1481 mm

Radstand: 

2489 mm

Länge: 

08/2008–01/2013: 3950–3958 mm
seit 01/2013: 3969–3982 mm

Breite
(mit Außenspiegeln) 

08/2008–01/2013: 1973 mm
seit 01/2013: 1978 mm

Höchstgeschwindigkeit: 

162 km/h

167 km/h

167 km/h

175 (178) km/h

175 (178) km/h

181 (178) km/h

 

Beschleunigung
0-100 km/h: [1]

14,8 s

13,5 s

13,9 s

11,9 s (12,3 s)

11,8 s (12,2 s)

11,7 s (12,9 s)

 

Verbrauch in
Liter/100 km: [1]

4,1 D

3,7 D

4,2 D

4,2 D (3,7 D)

4,1 D (3,7–3,3 D)

3,6 D (3,3 D)

 

CO2-Ausstoß
in g/km: [1]

107

98

110

110 (98)

107 (98–87)

95 (87)

 
 

[1] Werte in Klammern für Fiesta ECOnetic

 

Motorsport

Ford Fiesta Ladies-Cup

Von 1982 bis 1986 veranstaltete die Ford-Motorsportabteilung unter Lothar Pinske einen Markenpokal, die erste deutsche Rennserie nur für Frauen.

Ziel war es, talentierten Rennfahrerinnen den Weg in den professionellen Motorsport zu erleichtern.[27] Die Rennen fanden im Rahmenprogramm der Deutschen Rennsport-Meisterschaft (DRM) und der Tourenwagen-Europameisterschaft statt. Die zwanzig Fahrerinnen mussten zwischen 18 und 29 Jahre alt und ledig sein und einen Führerschein der Klasse 3 besitzen.

Gefahren wurde mit identischen Ford Fiesta XR2, die dazu mit Überrollkäfig, Feuerlöscher, und Hosenträgergurten ausgestattet waren. Zwecks Chancengleichheit wurden die Fahrzeuge vor jedem Rennen per Losentscheid einer Fahrerin zugeteilt. Die Wagen wurden von der Motorsportabteilung von Ford umgebaut und betreut, der Motor leistete etwa 66 kW (90 PS), die Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge betrug rund 180 km/h. Sowohl die Fahrzeuge, als auch die Kosten für die erforderliche Ausrüstung, inklusive Hotel, Anreise, Verpflegung und Preisgeld, stellte Ford zur Verfügung. Die Gesamtsiegerin der insgesamt sechs Läufe durfte ihr Wettbewerbsfahrzeug behalten. Für die Plätze 2 bis 10 im Gesamtklassement waren Geldprämien in Höhe von 500 bis 5000 DM vorgesehen.

Ab 1984 wurde das Teilnehmerfeld auf 26 Fahrerinnen aufgestockt, die Teilnehmerinnen musste die Kosten jedoch selbst oder mit Hilfe von Sponsoren aufbringen.[27]

Fast 1400 Frauen hatten sich bei Ford für die Teilnahme am der Rennserie beworben,[28] davon wurden 120 zu einem dreitägigen Sichtungslehrgang an die Start-und-Ziel-Schleife des Nürburgrings eingeladen.[27]

Nach der Einführung der zweiten Fiesta-Generation und der Vorstellung des neuen XR2 wurden ab der Saison 1984 diese Fahrzeuge für den Ladies-Cup verwendet. Durch einen Fächerkrümmer und eine geänderte Auspuffanlage leistete der CVH-Motor rund 73 kW (100 PS).

Meister

Saison

Fahrer

1982

Deutschland Delia Stegemann

1983

Deutschland Claudia Ostlender[29]

1984

Deutschland Beate Nodes

1985

Deutschland Traudl Klink[30]

1986

Deutschland Marion Beule

1986 veranstaltete Ford auf dem Fliegerhorst Diepholz mit den Fahrzeugen des Ladies Cup das German Race of Champions, wo nach amerikanischem Vorbild Renn- und Rallye-Fahrerinnen aus der ganzen Welt gegeneinander antraten. Siegerin wurde die britische Rallye-Pilotin Louise Aitken-Walker.[27]

Ford Fiesta Mixed-Cup

1990 bis 1992 veranstaltete Ford im Rahmenprogramm der DTM einen Markenpokal mit dem Ford Fiesta XR2i, bei dem pro Fahrzeug ein weiblich/männliches Mixed-Team antrat. Beide Piloten zusammen durften nicht älter als 55 Jahre sein,[31] da Ford „den Nachwuchs bevorzugen und keine alten Hasen oder gar gestrandete Halbprofis in den Autos haben“ wollte.[32] Der Anschaffungspreis für das Fahrzeug lag mit 26.500 DM bewusst im untersten machbaren Bereich, die Einschreibungen mussten über die Ford RS-Händler vorgenommen werden. Ford stellte mehr als 500.000 DM Preisgeld pro Saison zur Verfügung, die Sieger der Jahreswertung erhielten darüber hinaus ein neues Ford Escort Cabrio.[32]

Der Austragungsmodus der einzelnen Rennen war unterschiedlich – entweder gab es zwei getrennte Wertungsläufe, deren Zeiten addiert wurden, oder einen Lauf mit einem Boxenstopp zu Rennmitte inklusive Fahrerwechsel. Mal starteten die männlichen Piloten zuerst, mal die weiblichen, und mal startete das Feld gemischt. Die Kriterien, nach denen die Zusammenstellung der Startgruppen vorgenommen wurde, unterschieden sich von Rennen zu Rennen und wurden vom Veranstalter geheim gehalten. Als Erkennungshilfe für die Zuschauer mussten die Fahrzeuge, in denen die weibliche Hälfte des Mixed-Teams fuhr, mit einem gelben Tennisball auf dem Dach gekennzeichnet werden. Das Starterfeld bestand aus bis zu 50 Autos, der Ford Fiesta Mixed-Cup war damit eine der bestbesetzten Rennserien überhaupt.[32]

Meister

Saison

Fahrer

1990

Deutschland Thomas Beyer / Deutschland Beate Nodes

1991

Deutschland Michael Funke / Deutschland Claudia Hürtgen

1992

Deutschland Thomas Marschall / Deutschland Sabine Schmitz

Ford Fiesta ST Cup

Von 2003 bis 2007 wurde mit dem Ford Fiesta ST Cup im Rahmen der Beru TOP 10 der dritte Markenpokal mit dem Fiesta veranstaltet. Er löste nach dem Produktionsende des Ford Puma den Ford Puma Cup ab. Der Rennwagen war mit einem 1,6-Liter-Zetec-SE mit 116 kW (160 PS) ausgerüstet, das später vorgestellte Serienfahrzeug erhielt allerdings den 2,0-Liter-Duratec-HE mit 110 kW (150 PS).

Meister

Saison

Fahrer

2003

Deutschland Ralf Martin

2004

Deutschland Carsten Seifert

2005

Deutschland Ralf Martin

2006

Deutschland Carsten Seifert

2007

Deutschland Ralf Martin

Ford Fiesta RS WRC

Seit 2011 tritt Ford in der WRC mit dem Ford Fiesta RS WRC an. Das Fahrzeug verfügt über einen 1,6-Liter-Turbomotor mit einem sequentiellen Sechsganggetriebe und Allradantrieb. Es ersetzt den bis dahin verwendeten Ford Focus RS WRC und erreichte bei seinem WRC-Debüt bei der Rallye Schweden 2011 einen Dreifachsieg durch die Fahrer Mikko Hirvonen, Mads Østberg und Jari-Matti Latvala. Hirvonen belegte in der Fahrerwertung mit nur 8 Punkten Rückstand auf Sébastien Loeb den zweiten Gesamtrang, das Ford Werksteam und das private Team M-Sport erreichten in der Herstellerwertung die Plätze zwei und drei.

Nachdem Hirvonen als neuer Teamkollege von Loeb zu Citroën gewechselt hat, starten in der Saison 2012 Jari-Matti Latvala und Petter Solberg für das Ford-Werksteam. Außerdem wird der Fiesta weiterhin von mehreren Privatfahrern und Kundenteams eingesetzt. Bei der Rallye Schweden konnte Latvala bereits seinen ersten Laufsieg in der neuen Saison feiern. Mit Ablauf der Saison 2012 beendete Ford sein Engagement in der Rallye-Weltmeisterschaft. Das bisherige Werksteam M-Sport geht aber weiterhin mit dem Fiesta als Privatteam an den Start.

Rallycross

Auf Basis der sechsten und später der siebten Baureihe wurde von Olsbergs in Schweden ein Fahrzeug für die Rallycross-Europameisterschaft aufgebaut. Das Fahrzeug hat bis auf die optische Erscheinung wenig mit dem Serien-Fiesta gemeinsam. Der Fiesta ist auf Allradantrieb umgebaut und der längs eingebaute 2,0-Liter-Duratec leistet mit Turbolader ca. 410 kW (550 PS) und entwickelt ein Drehmoment von 820 Nm. Das 1200 kg schwere Fahrzeug beschleunigt aus dem Stand auf 100 km/h in lediglich 2,8 Sekunden.

Für das Pikes Peak International Hill Climb 2009 wurde ein Fiesta der siebten Generation mit einer Leistung von rund 600 kW vorbereitet, der Fahrer war Marcus Grönholm aus Finnland. Aufgrund technischer Probleme war Grönholm jedoch nicht in der Lage, die Bestzeit zu unterbieten.

 

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