Honda 1300 (H1300/H1300C) (1969-1972) / 145/145 Coupe (1972-1974)

1968 präsentierte Sōichirō Honda eine Mittelklasse-Limousine mit luftgekühltem 4-Zylinder-Motor. Die erste Präsentation fand am 21. Oktober 1968, wenige Tage vor der Tokio Motor Show in einem Hotel statt, die öffentliche an der Tokio Motor Show. Honda siedelte die 1300/145-Modellreihe in der unteren Mittelklasse an. Trotz Leichtmetall- und Frontmotor wollte er beweisen, dass die Luftkühlung der Wasserkühlung ohne Komforteinbußen überlegen ist, weil sie mit weniger Teilen und weniger Gewicht auskommt. Der Honda 1300 wurde zweifellos ein Höhepunkt der technischen Entwicklung von Serien-Automobilen mit luftgekühlten Motoren. Für diese Modell wurden 203 Patente angemeldet.

Honda Civic 1300 and 1500 CVCC Manual No. 633: '80-'83 (Owners Workshop Manual)

Trotz leisem Motor – dank DDAC (Duo Dyna Air Cooling) – und guter Fahrleistungen blieb dem Modell der wirtschaftliche Erfolg versagt. Deshalb lief die Produktion nach 106.491 gefertigten Einheiten (Limousine und Coupé) aus. Der Nachfolger namens 145 besaß zwar noch die Karosserie des 1300, aber einen wassergekühlten Motor.

Modell- und Motorenübersicht

1300 Limousine/Coupé (1969 – 1972)

Die Limousine wurde ab Mai 1969 in Japan verkauft, das Coupé ab März 1970. Den Wagen gab es 1969 in vier Ausstattungen (Standard/Deluxe/Custom/S) und zwei Leistungsstufen (100 PS/115 PS). Es wurde in zwei Varianten und anderen Leistungsstufen bis 1972 gebaut. Hauptsächliches äußeres Unterscheidungsmerkmal der beiden Varianten sind die Frontscheinwerfer. Die erste Variante hatte Rechteckscheinwerfer, die spätere Rundscheinwerfer. Seit 1970 gab es das Fahrzeug mit automatischem Getriebe. Später im selben Jahr wurde die Limousine überarbeitet und die leistungsstärkere Variante eingestellt.

Wie bei der Limousine gab es vom Coupé ebenfalls zwei Varianten, die sich äußerlich aber nur wenig unterscheiden. Der Unterschied besteht vor allem in der Leistung: der 1,3 Liter große luftgekühlte Motor mit DDAC verfügt im Coupé 7 über einen Vergaser, während im stärkeren Coupé 9 vier Vergaser zum Einsatz kommen. Automatik-Versionen wurden ebenfalls angeboten.

Bereits 1971 wurde das Coupe überarbeitet. Der Nachfolger des Coupe 7 erhielt im Zuge der Veränderungen die Front der ebenfalls überarbeiteten Limousine.

 

 

Typ Typcode Modell Aufbau Hubraum kW (PS) Bauzeit
H1300 579+590 77 Limousine 1.298 cm3 71 (96) 1969 – 1972
H1300 590+591 99 Limousine 1.298 cm3 81 (110) 1969 – 1970
H1300C 590+624 Coupé 7 Coupé 1.298 cm3 70 (95) 1970 – 1972
H1300C 594+624 Coupé 9 Coupé 1.298 cm3 81 (110) 1970 – 1972

145 Limousine/Coupé (1972 – 1974)

Die Nachfolger des zwar technisch interessanten, aber wahrscheinlich wegen des luftgekühlten Motors weniger erfolgreichen Typs 1300 wurden unter dem Namen 145 von 1972 bis 1974 gebaut. Der 145 erschien den Japanern aber wohl als Abgesang auf eine vergangene Zeit, weil sich der modernere Civic bereits den Markt eroberte. Deshalb wurden nur 9.736 Einheiten (Limousinen und Coupés) gebaut.

Der neue, flüssigkeitsgekühlte 1,45 l Motor, der auf den ersten Blick wie ein Civic-Motor aussieht, wurde in die praktisch unveränderte Karosserie des Vorgängers 1300 verbaut. Allerdings erhielt das 145 Coupé Rechteckscheinwerfer wie die Limousine der Ur-Version des Modells 77. Selbst das Fahrwerk wurde nicht geändert.

Erwähnenswert ist, dass das Modell FI des 145 Coupé zwecks Leistungssteigerung Hondas erstes Serien-Fahrzeug mit einer (indirekten, mechanisch gesteuerten) Benzineinspritzung wurde.

Im Jahre 1973 – ein Jahr vor Einstellung der Produktion – brachte Honda das 145 Coupé noch mit einem automatischen Getriebe auf den Markt. Aber auch diese Maßnahme belebte den Absatz nicht.

Typ Typcode Modell Aufbau Hubraum kW (PS) Bauzeit
SD 642 Standard, DeLuxe, Custom Limousine 1.433 cm3 59 (80) 1972 – 1974
CD 643 SL, GT, GL Coupé 1.433 cm3 59 (80) 1972 – 1974
CD 643 FI (Fuel-Injection) Coupé 1.433 cm3 66 (90) 1972 – 1974

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