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Kategorie: Hyundai Getz

Hyundai Getz (TB) (2002-2009)

Der Hyundai Getz ist ein Kleinwagen des südkoreanischen Fahrzeugherstellers Hyundai. Er kam im September 2002 als drei- und fünftüriges Schrägheck mit drei Motorisierungen (zunächst nur Benzinmotoren) und ebenfalls drei Ausstattungsvarianten auf den deutschen Markt. Im Frühjahr 2003 kam ein von Kia bekannter 1,5-l-Dieselmotor hinzu.

Scheibenwischer SuperFlat Hyundai Getz (TB) 08.02- (560-330)

Der Getz wurde im November 2005 einem Facelift unterzogen, bei dem die Optik in Form von neuen Leuchteinheiten vorne und hinten sowie einem leicht überarbeiteten Armaturenbrett modernisiert und die Motoren verbessert wurden.

2006 folgte der Getz Cross. Dieser ausschließlich als Fünftürer verfügbare Wagen unterscheidet sich vom normalen Modell durch geländetaugliches Aussehen, das durch eine leichte Vergrößerung der Bodenfreiheit und durch Kunststoffbeplankungen rundum erreicht wurde. Trotz dieser Optik verfügt auch der Cross wie alle Getz nur über Frontantrieb. Bis September 2006 wurden in Deutschland insgesamt zirka 47.000 Einheiten neu zugelassen. Mit diesen Verkaufszahlen war der Getz lange Zeit der Bestseller im Modellprogramm der Hyundai Deutschland GmbH, bis ihn das Kompakt-SUV Hyundai Tucson zwischenzeitlich ablöste.

In Südkorea und einigen wenigen Ländern wurde der Getz unter dem Namen Hyundai Click (현대 클릭) vertrieben. 2006 bis 2009 gab es auch ein venezuelanisches Schwestermodell namens Dodge Brisa. In Japan war das Modell auch als Hyundai TB, was für Think Basic stand, bekannt.

Der Vertrieb des Getz in Europa wurde Anfang 2009 eingestellt. Auf anderen Märkten wird das Modell noch, darunter auch auf dem südkoreanischen Heimatmarkt, weiterhin produziert und vertrieben.

Einordnung in der Modellhierarchie des Herstellers

In der Modellpalette des Herstellers wurde der kleine Hyundai zur Markteinführung als Ersatz für den 25 Zentimeter kürzeren Microvan Atos lanciert und unter dem Hyundai Accent - einem Wagen der Kompaktklasse - positioniert.

Im Juli 2007 wurde dem Accent seinerseits der größere Hyundai i30 zur Seite gestellt. Angesichts der Abmessungen mancher Konkurrenten wie dem Opel Corsa oder dem Fiat Grande Punto (beide messen in der Länge rund vier Meter) muss der neue Hyundai Accent, der in der neuen Generation kürzer geworden ist und eine Länge von 4,04 Metern aufweist, den "großen" und der Getz den kleineren Kleinwagen zugerechnet werden.

Nachdem der Atos (seit März 2008 durch den Hyundai i10 abgelöst) von 2002 bis 2004 nicht mehr erhältlich war, führte ihn Hyundai nach dieser zweijährigen Abwesenheit in einer leicht überarbeiteten Form wieder auf dem europäischen Markt ein, da es viele Interessenten gab, die nach einem noch kleineren Modell als dem Getz nachfragten.

Ende 2008 präsentierte Hyundai die Serienversion des Getz-Nachfolgers Hyundai i20.

 

 

Namensherkunft

Der Name Getz setzt sich aus der englischen Wortgruppe get that zusammen, wobei that durch ein einfaches Z ersetzt wurde. Die beiden Worte sollen also so viel wie „kauf den“ bedeuten. Durch dieses Marketing versucht Hyundai eine junge Käuferschicht anzusprechen.

Technik

Hyundai nutzt beim Getz das Baukasten-Prinzip, indem viele technische Komponenten von mehreren Konzernbaureihen (also auch von Modellen der Schwestermarke Kia Motors) genutzt werden. So finden sich zum Beispiel alle Motoren entweder im Hyundai Atos/i10 (1,1-l-Benziner), im Hyundai Accent (1,4-l-Benziner und 1,5-l-Diesel) oder dem Hyundai i30 (1,6-l-Benziner) wieder.

Sicherheit

Der Hyundai Getz war vom Marktstart weg serienmäßig in ganz Europa mit vier Airbags (zwei Frontairbags sowie zwei kombinierte Seiten-/Kopfairbags für Fahrer und Beifahrer) und einem ABS ausgestattet. Nach dem Facelift ist zudem gegen Aufpreis ein ESP erhältlich.

Im Euro NCAP-Crashtest erhielt der Hyundai Getz im Insassenschutz 25 Punkte und damit vier von fünf möglichen Sternen. Damit liegt er gleich auf mit Konkurrenten wie dem Peugeot 206 oder dem Opel Corsa C. Ein ebenso beachtliches Ergebnis erzielte der Kleinwagen im Kinderschutz, der mit 37 Punkten und vier von fünf Sternen bewertet wurde. Weit schlechter sieht es dagegen im Fussgängerschutz aus, der mit fünf Punkten und einem von vier Sternen deutlich Raum für Verbesserungen lässt. Der Test wurde im Jahr 2004 durchgeführt. Da aber im Zuge des Facelifts weder die Karosseriestruktur noch andere sicherheitsrelevante Teile verändert worden sind, kann dieses Ergebnis auch auf das Modell ab 2005 übertragen werden.

Technische Daten

Benziner
Modell Zylinder/
Ventile
Hubraum
cm³
Max. Leistung Max. Drehmoment Vmax Bauzeitraum
1.1 4/12 1086 cm³ 46 kW (62 PS) bei 5500 min-1 94 Nm bei 3250 min-1 148 km/h 09/2002–09/2005
1.1 4/12 1086 cm³ 49 kW (67 PS) bei 5500 min-1 99 Nm bei 3200 min-1 150 km/h 09/2005–06/2009
1.3 4/12 1341 cm³ 60 kW (82 PS) bei 5800 min-1 117 Nm bei 3200 min-1 163 km/h 09/2002–03/2004
1.3 4/12 1341 cm³ 63 kW (85 PS) bei 5800 min-1 119 Nm bei 3200 min-1 164 km/h 03/2004–09/2005
1.4 4/16 1399 cm³ 71 kW (97 PS) bei 6000 min-1 126 Nm bei 3200 min-1 170 km/h 09/2005–06/2009
1.6 4/16 1599 cm³ 77 kW (105 PS) bei 5800 min-1 143 Nm bei 4500 min-1 190 km/h 09/2002–09/2005
1.6 4/16 1599 cm³ 78 kW (106 PS) bei 5800 min-1 144 Nm bei 3200 min-1 180 km/h 09/2005–06/2009
Diesel
Modell Zylinder/
Ventile
Hubraum
cm³
Max. Leistung Max. Drehmoment Vmax Bauzeitraum
1.5 CRDi 3/12 1493 cm³ 60 kW (82 PS) bei 4000 min-1 191 Nm bei 1900 min-1 170 km/h 08/2003–09/2005
1.5 CRDi 4/16 1493 cm³ 65 kW (88 PS) bei 4000 min-1 215 Nm bei 1900–2500 min-1 173 km/h 09/2005–06/2009
1.5 CRDi 4/16 1493 cm³ 81 kW (110 PS) bei 4000 min-1 235 Nm bei 1900–2750 min-1 180 km/h 09/2005–06/2009
  1. Nicht auf dem deutschen Markt.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hyundai i10 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Auf dieser Seite sind auch Versionen und Autorenangaben verzeichnet.