Hyundai Atos (MX) (1998-) / Atos Prime (MX) (1999-)

Der Hyundai Atos ist ein Kleinstwagen des koreanischen Autoherstellers Hyundai Motor Company. Er wurde in den Jahren von 1998 bis 2002 sowie von 2004 bis 2008 in einer leicht überarbeiteten Version in Europa verkauft. Nachfolger ist der Hyundai i10. In Mexiko wird der Atos als Dodge Atos im Werk von Bering Motors hergestellt und vertrieben.

Radlager hinten HYUNDAI ATOS (MX) - 1.0 i

Atos

Der Hyundai Atos der ersten Generation wurde seit 1997 produziert und ab 1998 in Deutschland verkauft. Es war eine praktische und relativ große Minivan-Version, an der sich der Opel Agila weitgehend angelehnt hat.

Atos Prime (1999–2002)

Das Modell, das ab 1999 als Atos mit Facelift unter dem Namen "Hyundai Atos Prime" vermarktet wurde, hat eine schräge Heckklappe und ist nicht mehr so geräumig wie der ursprüngliche Atos (Minivan). Dieser "Ableger" kam auch nicht von Hyundai selbst, sondern von Kia, und wird normalerweise unter dem Namen "Visto" verkauft.

Hyundai besitzt die Aktienmajorität an KIA. Deshalb konnte der KIA Visto als Lückenbüßer für den nachgefragten Original-Atos und vornehmlich nur in Deutschland als eine Version des Hyundai Atos lanciert werden.

Der Verkauf des Atos (ca. 23.000 verkaufte Einheiten von Atos und Atos Prime in Deutschland binnen vier Jahren) in Europa wurde 2002 eingestellt, da in diesem Jahr sein eigentlicher Nachfolger, der Hyundai Getz, auf dem europäischen Markt eingeführt wurde.

Da letzterer aber in allen Außenmaßen kräftig zugelegt hatte (Länge 3,82 m; entspricht einer Zunahme von 25 cm) und somit eine andere Klientel ansprach, fragten viele Interessenten nach einem kleineren, unterhalb des Getz positionierten Kleinstwagen. Hyundai trug diesem Umstand zwei Jahre später (also 2004) in Form des Atos der dritten Generation Rechnung.

 

 

Atos Prime (2004–2008)

Seit März 2004 wurde der Atos der dritten Generation in Europa verkauft. Er wurde wie sein Vorgänger in Indien von der Hyundai Motor India Ltd. hergestellt und ist dort unter dem Namen Santro Xing bekannt. Der Hyundai Atos der dritten Generation unterscheidet sich sowohl technisch als auch optisch nur geringfügig von demjenigen der zweiten Generation. Vor allem die geänderten Leuchteinheiten an Front und Heck in Klarglasoptik weisen auf den Nachfolger hin. Dass es sich folglich eher um ein Facelift handelte, bei welchem ein neuer Motor (1,0l durch 1,1l ersetzt) Einzug hielt, ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass Hyundai die oben beschriebene Nachfrage möglichst kostengünstig befriedigen wollte.

Der Hyundai Atos verfügte nun in der Einstiegsvariante mit dem aus dem Picanto der Schwestermarke Kia Motors bekannten und ab dem Modelljahrgang 2006 46 kW (63 PS) (vorher 43 kW (59 PS)) starken 1,1-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor mit 12 Ventilen (also drei pro Zylinder) über einen im Vergleich zum Vorgänger deutlich moderneren Motor, über ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung, Fahrerairbag, Servolenkung, Wegfahrsperre sowie Zentralverriegelung. Die Comfort-Version enthält zusätzlich einen Beifahrer-Airbag, elektrische Fensterheber vorne, Lautsprecher in der Hutablage sowie in Wagenfarbe lackierte Außenspiegel und Türgriffe. Ein ESP wurde zu keinem Zeitpunkt angeboten. Der Kofferraum des Atos hat ein Volumen von 263 l. Der angegebene Durchschnitts- oder Normalverbrauch beträgt 5,5 l/100 km, der CO2-Ausstoß 131 g/km. Aufgrund seiner besonderen Form und der hohen Sitzposition wird der Hyundai Atos bisweilen auch als Micro-Van bezeichnet.

Anmerkungen

Trotz der recht dürftigen Sicherheitsausstattung, welche in der Basis nur einen Fahrerairbag und ein ABS umfasste, erreichte der Hyundai Atos der ersten Generation im renommierten Euro NCAP-Crashtest für die damalige Zeit - der Test erfolgte im Jahr 2000 - und für die Fahrzeugklasse beachtliche drei von fünf Sternen im Fahrzeuginsassenschutz. Konkurrenzmodelle, welche einige Zeit nach dem Atos entwickelt wurden (zum Beispiel Fiat Panda im Jahr 2004) erreichten kein besseres Resultat. Die Kindersicherheit wurde nicht getestet, im Fußgängerschutz erreichte der Atos nach damaligen Kriterien durchschnittliche zwei von vier Sternen.

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