Hyundai Grandeur (HG) (2011-)

Der Hyundai Grandeur ist ein Pkw-Modell der oberen Mittelklasse und damit das größte Modell, welches derzeit von Hyundai nach Deutschland exportiert wird.

Automobili Hyundai: Hyundai Elantra, Hyundai Sonica, Hyundai I20, Hyundai I10, Hyundai Grandeur, Hyundai Ix35, Hyundai Equus, Hyundai H-1

Erste Generation

Die erste Generation des Hyundai Grandeur basierte auf dem seinerzeit angebotenen Mitsubishi Debonair. Anfangs war der Wagen mit einem 2,0 oder wahlweise mit einem 2,4 Liter großen Vierzylindermotor erhältlich, später wurde das Motorenangebot durch einen V6-Motor mit 3,0 Liter Hubraum ergänzt.
 

Zweite Generation

Auch die zweite Generation basierte auf dem gleichzeitig erneuerten Mitsubishi Debonair. Es waren nur noch V6-Motoren erhältlich mit einem Hubraum bis zu 3,5 Liter.
 

Dritte Generation

Die dritte Generation kam im Dezember 1998 in den Handel, auf den US-Markt allerdings erst 2001. In Europa und Nordamerika wurde diese Generation als Hyundai XG verkauft. Man konnte zuerst den XG 30 (in Nordamerika als XG 300) mit einem 3,0L Motor erwerben, später den überarbeiteten XG 350 mit einem 3,5L Motor. Beide Modelle verfügten über die gleiche Plattform und das gleiche Motorenangebot wie beim Kia Opirus.

 

 

Motorisierung

Anfangs wurde ein 3,0-Liter-V6 mit 138 kW (188 PS) angeboten, in einigen Ländern konnte auch der 2,5-Liter-V6 aus dem Sonata geordert werden.

Anfang 2003 folgte ein Facelift und eine Umbenennung in XG350 (nun mit ein 3,5-Liter-V6 mit 145 kW/197 PS). Für den Antrieb sorgte ein elektronisch gesteuertes 5-Gang-Automatikgetriebe, welches sich u. a. an den Fahrstil des Fahrers anpasste und außerdem über eine Tiptronic (H-Matic) verfügte.

Technische Daten

3.0L Sigma V6:

  • Zylinderanzahl/Ventile: 6/24
  • Motortyp: V-Typ, DOHC
  • Bohrung: 91,1 mm
  • Hub: 76,0 mm
  • Hubraum: 2972 cm³
  • Kompressionsverhältnis: 10,0
  • Zündfolge: 1-2-3-4-5-6
  • Antriebsmechanismus: Zahnriemen
  • Leistung: 138 kW (188 PS) bei 6.000 min-1
  • Maximales Drehmoment: 255 Nm bei 4.000 min-1
  • Höchstgeschwindigkeit: 225 km/h
  • Beschleunigung von 0-100 km/h: 8,9 s
  • Kraftstoffverbrauch (kombiniert): 10,7 l/100 km

Getriebe:

  • Bezeichnung: F5A51-2
  • Drehmomentwandlertyp: 3 Elemente, 1 Stufe, 2 Phasen
  • Getriebetyp: 5 Vorwärtsgänge, 1 Rückwärtsgang
  • Übersetzung
    1. Gang: 3,789
    2. Gang: 2,057
    3. Gang: 1,421
    4. Gang: 1,000
    5. Gang: 0,731
    Rückwärtsgang: 3,865
    Endübersetzung: 3,333
  • Schmiermittelfüllmenge: 8,5 Liter

Design

Mit einer Außenlänge von fast 4,90 Metern und einer Breite von über 1,80 Metern bewegte sich der Hyundai XG im oberen Mittelklasseformat. An der Karosserie fanden viele Chromelemente Verwendung. An der Frontpartie fehlte jeglicher Hinweis auf die Markenidentität, am Heck befand sich das Hyundai-Logo. Erwähnenswert waren rahmenlose Seitenfenster, welche dem Fahrzeug zu Anklängen an ein Coupé verhalfen. Des Weiteren verfügte der Hyundai XG über eine in die Heckscheibe integrierte Antenne.

Der XG wurde lediglich als viertürige Stufenhecklimousine angeboten.

Ausstattung

Der Hyundai XG verfügte über eine umfangreiche Serienausstattung, u.a. mit Ledersitzen mit elektrischer Einstellung und Memoryfunktion, Sitzheizung, elektrischen Fensterhebern vorne und hinten, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Alarmanlage, Klimaautomatik mit Luftgütesensor, Tempomat, Leichtmetallfelgen, automatisch abblendenden Innenspiegel, Lichtautomatik etc. Zur Sicherheit trugen Front- und Seitenairbags, ABS, Traktionskontrolle, elektronischer Bremskraftverstärker bei.

Aufpreispflichtig waren lediglich eine Metalliclackierung sowie ein Glasschiebedach. Hervorzuheben sind besonders die Decada-Sondermodelle, welche zusätzlich noch über eine Standheizung verfügten. Sie wurden In Verbindung mit schwarzem Leder und einem Holzlenkrad angeboten und ausschließlich mit einer Grünmetallic-Außenlackierung angeboten.

Verbreitung

In Deutschland hatte der Hyundai XG 30 nur die Bedeutung eines Nischenmodells. Trotz des damals vergleichsweise günstigen Preises bei sehr umfangreicher Ausstattung fand das Modell nur wenige Käufer, im Juni 2009 waren in Deutschland nur 1025 (Quelle: KBA) Fahrzeuge zugelassen. In anderen Ländern - insbesondere in den USA und in Südkorea - war das Modell von Hyundai weitaus erfolgreicher.

Vierte Generation

Da Hyundai sich als sportlich ausgelegte Marke präsentieren will, trägt der Grandeur in der vierten Generation wie auch andere aktuelle Hyundai-Modelle eine coupéhafte Linienführung. Bei einer Länge von knapp 4,90 Meter herrscht im Innenraum sowohl vorne als auch hinten ein üppiges Platzangebot.

Ausstattung

Der Grandeur verfügt über eine selbst in dieser Klasse außergewöhnliche Serienausstattung. So sind in der Grundausstattung bereits praktisch alle Extras enthalten. Die serienmäßige Ausstattung enthält unter anderem: Ledersitze, Sitzheizung, acht Airbags, Alarmanlage, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Klimaautomatik, Alufelgen, ESP, automatisch abblendender Innenspiegel, Einparkhilfe, Tempomat, und nicht zuletzt ein Navigationssystem.

Aufpreispflichtig werden lediglich ein Panorama-Glas-Schiebedach sowie Metallic-Lackierung angeboten.

Insgesamt werden vier Außenfarben (zwei Silbertöne, Schwarz und Dunkelrot) und zwei Innenfarben angeboten. Die Farbkombination der Außen- und Innenfarbe ist werksseitig vorgegeben.

Zur Sicherheit tragen neben ABS und ESP acht Airbags und aktive Kopfstützen für Fahrer und Beifahrer bei. Die Sicherheit des Stahlrahmens soll durch 300 mit Prototypen in der Entwicklungsphase vorgenommenen Crash-Tests garantiert werden.

Verbreitung

Der Grandeur wird vor allem in Japan, den USA (dort unter dem Namen "Azera") und am Heimatmarkt Korea angeboten. Diese Länder gelten als die drei größten Absatzmärkte für dieses Modell. In Deutschland rechnet Hyundai mit Verkaufszahlen von 2.000 Fahrzeugen pro Jahr.

Bei der FIFA WM 2006 wurde den Spielern und VIPs der Grandeur zur Verfügung gestellt.

 

 

Motorisierungen

Neben dem 3,3-l-V6-Ottomotor mit 173 kW (235 PS) und 5-Gang-Automatik-Getriebe gibt es seit Frühjahr 2007 auch einen 2,2-l-R4-Dieselmotor. In den USA ist der Grandeur zusätzlich mit einem 3,8-l-V6-Ottomotor mit 196 kW (266 PS) erhältlich.

Technische Daten

3.3 V6:

  • Zylinderanzahl/Ventile: 6/24
  • Hubraum: 3342 cm³
  • Leistung: 173 kW (235 PS) @ 6000 min-1
  • Maximales Drehmoment: 303,8 Nm @ 3500 min-1
  • Höchstgeschwindigkeit: 237 km/h
  • Beschleunigung von 0-100 km/h: 7,8 s
  • Kraftstoffverbrauch (innerstädtisch, außerstädtisch, kombiniert): 15,1/7,4/10,2 l/100 km
  • CO2-Emission: 245 g/km

2.2 CRDI:

  • Zylinderanzahl/Ventile: 4/16
  • Hubraum: 2188 cm³
  • Leistung: 114 kW (155 PS)
  • Maximales Drehmoment: 343 Nm @ 1800–2500 min-1
  • Höchstgeschwindigkeit: 202 km/h
  • Beschleunigung von 0-100 km/h: 11,4 s
  • Kraftstoffverbrauch (kombiniert): 7,9 l/100 km
  • CO2-Emission: 208 g/km

Facelift

Mitte Dezember 2009 wurde in Korea eine leicht überarbeitete Version vorgestellt. Das äußere Erscheinungsbild wurde nur leicht überarbeitet. Auffälligste äußere Änderungen sind der breitere Kühlergrill, neu gestaltete Scheinwerfer und Rückleuchten in LED-Technik. Ob die überarbeitete Version auch exportiert wird, ist nicht bekannt.

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