Isuzu

Isuzu (jap. いすゞ自動車株式会社Isuzu Jidōsha Kabushiki-gaisha, engl. Isuzu Motors Limited) gelistet im Nikkei 225, ist ein japanischer Fahrzeughersteller. Benannt ist das Unternehmen nach dem gleichnamigen Fluss.

Das Unternehmen entstand 1916 als Kooperation der Werft Ishikawajima mit den Tokioter Gas- and Electrizitätswerken. Zunächst wurden Autos für die britische Marke Wolseley produziert. Später wurde ein Lkw entwickelt. 1934 gewährte man den in Hsing-king gegründeten Dōwa Jidōsha Kōgyō K.K. (同和自動車工業株式会社), die seit 1938 Teil der Manshū Jūkōgyō Kaihatsu waren, technische Aufbauhilfe. Produktionsziel waren jährlich 5000 Fahrzeuge, besonders auch Panzerwagen deren ursprüngliches Design man von den britischen Crossley Motors lizenziert hatte.

Das erste eigene Automodell war 1953 der Isuzu Minx, ein in Lizenz hergestellter Hillman Minx. Die ersten Eigenentwicklungen des japanischen Unternehmens nach der Trennung von der britischen Rootes-Gruppewaren in den 1960er Jahren die Modelle BellelBellett117 Coupé und Florian. Im Jahre 1971 beteiligte sich General Motors (GM) an dem Unternehmen. Dies führte dazu, dass sich Isuzu auch an dem Weltauto-Projekt von GM beteiligte, aus welchem der Isuzu Gemini hervorging. In den 1980er Jahren erschienen außerdem die Modelle Aska und Piazza. Seit Anfang der 1990er Jahre produziert das Unternehmen nur noch Geländewagen, LKWs und Omnibusse. Zeitweise verkauften Honda sowie die GM-Töchter Holden, Opel und Vauxhall Isuzu-Geländewagen unter ihrem Namen.

General Motors verkaufte im April 2006 seine Anteile an Isuzu für ca. 300 Millionen Dollar, behielt aber vorerst die Motorenwerke unter dem Namen Isuzu Motors mit Fabriken u.a. im polnischen Tychy und Ginsheim-Gustavsburg in Deutschland. 2007 kaufte dann Isuzu Motors Ltd. die Isuzu Motors Germany GmbH wieder zurück.[1]

Auch die Entwicklungsabteilungen in Japan sind im GM-Konzern als GMIDEL integriert. Somit ist Isuzu derzeit eine eigenständige Marke. Bestehende Kooperationen mit GM sollen aber weitergeführt werden. Die Isuzu Sales Deutschland GmbH, in Flörsheim am Main, ist seit August 2006 der deutsche Importeur für Isuzu Nutzfahrzeuge und Pkw und baut z.Zt. das Händlernetz neu auf.

Toyota kaufte im November 2006 5,9 % der Anteile und ist seither der drittgrößte Anteilseigner hinter ITOCHU und Mitsubishi.

Identität

Im Vergleich zu anderen japanischen Herstellern ist die Liste eigenständig entwickelter PKW-Modelle eher kurz. Vor allem die enge Zusammenarbeit mit General Motors hat dazu geführt, dass Isuzu Fremdentwicklungen wie denIsuzu Gemini in sein Programm aufgenommen hat. Außerdem verwehrten es die GM-Töchter Isuzu lange Zeit, konkurrierende Fahrzeuge auf deren Heimatmärkten anzubieten oder Fahrzeuge auf diesen Märkten unter eigenem Namen zu verkaufen (z. B. in Australien). Dies hat dazu geführt, dass Isuzu im Ausland eher als Hersteller von Nischenfahrzeugen wie Geländewagen oder Pick-ups bekannt geworden ist.

Modelle

PKW, Van, SUV, Geländewagen, Pickups

Zeitleiste der Isuzu-Modelle seit 1960

Typ

 

1971 bis 2006 Beteiligung von General Motors

 

1960er

1970er

1980er

1990er

2000er

2010er

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

0

1

Kompaktwagen

Minx

Bellett

(Bellett) Gemini / I-Mark[1]
General Motors.svg GMDaewoo-Logo.png

Gemini / I-Mark[2]
General Motors.svg

Gemini / Stylus[2] General Motors.svg

Gemini

Gemini / Vertex

 

 

Mittelklasse

 

 

 

Optima[2]General Motors.svgGMDaewoo-Logo.png Nigeria

 

 

 

 

 

 

Geminett

Geminett II

 

 

 

 

Bellel

Florian

(Florian) Aska / JJ[3] General Motors.svg

Aska (CX)

Aska

Aska

 

 

Oberklasse

 

 

Statesman DeVille

 

 

 

 

 

Coupé

 

Bellett GT

 

 

PA Nero General Motors.svg

 

 

 

 

117 Coupé

Piazza / Impulse[1] General Motors.svg

Piazza / Impulse[2] General Motors.svg

 

 

 

Van

 

 

 

 

Oasis

 

AUV Russland

 

 

 

 

Panther / Crosswind / HiLander Indonesien

Panther General Motors.svg Indonesien

SUV

 

 

 

 

VehiCROSS

Axiom GWM-Logo bis 2007.png

 

 

 

 

 

 

 

MU-7 Thailand

 

 

 

 

 

Ascender[4]

 

 

Geländewagen

 

Unicab

 

 

Mu / Amigo General Motors.svg Honda.svg

Mu / Amigo / Rodeo Sport General Motors.svg

 

 

 

 

 

Wizard / Rodeo General Motors.svg Honda.svg

Wizard / Rodeo General Motors.svg Honda.svg

 

 

 

 

 

Bighorn / Trooper General Motors.svg Subaru Logo.svg

Bighorn / Trooper General Motors.svg Subaru Logo.svg Honda.svg

 

 

Pick-Up

 

Wasp

Faster / P'UP General Motors.svg

KB / Pickup General Motors.svg

TF / Rodeo / Fuego General Motors.svg JinBei-Logo.JPG

D-Max[6] General Motors.svg

 

 

 

 

Hombre[5] General Motors.svg

 

i-Serie[6] General Motors.svg Pyeonghwa-Logo.png

 

 

·                     Lizenznachbau eines Hillman

·                     Rebadged Statesman

·                     Rebadged Suzuki

·                     Rebadged Subaru

·                     Lizenznachbau eines Toyota

·                     Rebadged Honda

Auf GM-Plattform: [1] T-Plattform, wie auch Opel Kadett C, [2] R-Plattform, [3] J-Plattform, wie auch Opel Ascona C, [4] GMT360-Plattform, [5] GMT325-Plattform, [6] GMT355-Plattform
General Motors.svg: Modell wurde auch für/von GM angeboten unter den Marken Asüna, Buick, Chevrolet, Geo, Holden, Opel, Passport, Pontiac, und/oder Vauxhall
GMDaewoo-Logo.png: Modell wurde auch als Saehan oder Daewoo gebaut
Subaru Logo.svg: Modell wurde modifiziert auch als Subaru gebaut
Honda.svg: Modell wurde auch als Honda oder Acura gebaut
GWM-Logo bis 2007.png: Modell diente als Grundlage für einen Great Wall
JinBei-Logo.JPG: Modell diente als Grundlage für einen Brilliance
Pyeonghwa-Logo.png: Modell diente als Grundlage für einen Pyeonghwa
Indonesien: Modell wird hauptsächlich in Indonesien produziert
Nigeria: Modell wurde nur in Nigeria produziert
Russland: Modell wurde nur in Russland produziert
Thailand: Modell wird nur in Thailand produziert

                                                                                                         

·                    117 Coupé

·                    Ascender

·                    Aska

·                    Axiom

·                    Bellel

·                    Bellett

·                    D-Max (Pick Up, aktuelles Modell)

·                    Florian

·                    Geminett

·                    Geminett II

·                    Gemini

·                    I-Mark

·                    Minx

·                    MU/Amigo/Rodeo Sport (in Deutschland als Opel Frontera Sport verkauft)

·                    MU-7 (geschlossene Version des D-Max, aktuelles Modell)

·                    PA Nero

·                    Panther

·                    Piazza

·                    TF (in Deutschland als Opel Campo verkauft)

·                    Trooper/Bighorn (in Deutschland auch als Opel Monterey verkauft)

·                    VehiCross

·                    Wizard/Rodeo (in Deutschland als Opel Frontera verkauft)

 

Kleintransporter, Minibusse, Omnibusse, LKW, Panzer

Zeitleiste der Isuzu-Modelle (Kleintransporter, Minibusse, Omnibusse und LKW) seit 1960

Typ

1960er

1970er

1980er

1990er

2000er

2010er

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

0

1

Minibus / Kleintransporter

 

 

 

 

Filly

 

 

 

 

Fargo / Midi / WFR General Motors.svg

Fargo

Como

 

 

 

 

Elf UT

Begin

 

 

Omnibus

Journey S

Journey M (BL) / L (BE)

Journey (W40)

Journey (W41)

 

 

Journey Q

Journey Q / Grand Royale

 

 

Journey J

Journey J

BX

BK30

CCM / CDM

Journey-K

Erga Mio

Erga Mio

Erga Mio

Gala Mio

Gala Mio

BB / BS

ECM / EDM

Cubic LT

Erga LT

Erga J

 

 

 

BU

C

Cubic

Erga

 

 

CRA / CSA

LV219

Super Cruiser

Gala

Gala

LKW

 

 

 

 

Elf 100 (F23)

Elf 100 (F24)

Elf

Elf

Elf

Elf

Elf

Elf / N-Serie

 

Forward S

Forward Juston / N-Serie

 

 

TX

Forward

Forward

Forward / 840

Forward

Forward/ F-Serie

 

 

 

 

 

H-Serie

 

 

 

 

 

810

Giga / C- & E-Serie

·                     Rebadged Nissan

·                     Baugleich, bzw. in Zusammenarbeit mit Hino

·                     Rebadged GMC

 

                                                                                                           

Kleintransporter und Minibusse

·                    Como (Mini-Bus oder Transporter)

·                    Isuzu Fargo (Mini-Bus oder Transporter)

·                    Midi (Mini-Bus, Leichter LKW und Transporter)

Omnibusse

·                    Erga / Erga Mio (Linienbus)

·                    Gala / Gala Mio (Reisebus)

·                    Journey / Journey J (Kleinbus)

LKW

·                    Elf / N-Series (Leichter LKW)

·                    Forward / F-Series (mittlerer LKW)

·                    Giga / C- & E-Series (schwerer LKW)

Dieselmotoren

Moderne Dieselmotoren-Entwicklungen bei Opel stammten in Opel-Fahrzeugserien zum Teil von Isuzu (1.5 D (Corsa A), 1.5 TD (Corsa A, Kadett E (Export)), 1.7 D (Combo A, Corsa B), 1.7 TDS (Astra F, Vectra A), 1.7 DTI (Astra G, Corsa C, Combo B, Meriva A), 1.7 CDTI (Astra G, H, J, Corsa C, D, Meriva A, B sowie Zafira B) und 3.0 CDTI (Signum/Vectra C). Die Aussage von Opel hierzu war zuvor stets, Isuzu stelle innerhalb des GM-Konzerns die Diesel-Kompetenz dar.

Besonders die 1,7-l-Motoren wurde über Jahre weiterentwickelt und an die geltenden Abgasvorschriften in der EU angepasst. So arbeiteten die in den 1990er Jahren des letzten Jahrhunderts eingesetzten 1,7-l-Dieselmotoren noch mit indirekter Einspritzung, mit und ohne Turbolader sowie einem Intercooler. Ab Februar 2000 wurde dieser Motor für den Opel Astra G auf direkte Einspritzung umgestellt und mit einem 16-Ventile-Kopf mit zwei obenliegenden Nockenwellen ausgestattet. Es gab ihn in zwei Leistungsstufen mit 55 KW als y17dt und mit 50 KW als y17dtl nur im Corsa C, Combo B und Meriva A). Im Astra G wurde dieser Motor ab 2001 in der Ausstattungsvariante ECO 4 angeboten und war damit das erste "bezahlbare" 4-Liter-Auto der Kompaktklasse. Ab 2004 erhielt dieser Motor dann die Commonrail-Einspritzung und leistet im Astra J und Zafira B (2011) 81 und 92 KW, im Corsa D sowie Meriva B (2011) 96 KW jeweils nach „Euro 5“-Abgasnorm. Allgemein ist dieser Motor sehr sparsam und haltbar.

Auch Honda hat den 1,7-l-ISUZU-Motor in unterschiedlichen Leistungsstufen in den 2000er Jahren im Civic angeboten. Daneben existierte eine Marineversion des Motors.

Parallel dazu werden von Opel die "1.3 CDTI"- und "1.9 CDTI"-Motoren angeboten, die eine Gemeinschaftsentwicklung von GM Powertrain sind und ursprünglich vom Fiat-Konzern stammen. Diese Motoren sind leistungs- und verbrauchstechnisch an der Spitze ihres Segments.

Es gab jedoch von ISUZU auch noch die 3,0-l-V6-CDTI-Motoren (Isuzu 6DE1), die der Euro 3 (Opel Y30DT, 177 PS 370 Nm, 330 Nm mit Automatikgetriebe) bzw. Euro 4 (Opel Z30DT, 184 PS 400 Nm) Abgasnorm entsprechen und im Opel Vectra/ Opel Signum/Opel Vectra Caravan eingesetzt wurden.

Der Euro-4-Motor war serienmäßig mit einem wartungsfreien Rußpartikelfilter erhältlich.

Der gleiche Motor wurde auch von Renault verwendet, und zwar in den Oberklasse-Modellen Renault Vel Satis und Renault Espace 3.0 dCi in Kombination mit einem 5-Gang-Automatikgetriebe. Des Weiteren wurde der Motor noch im Saab 9-5 als 3,0 TiD verwendet. Der 6DE1 als 3.0TiD und 3.0dCi nur 177 PS und 350 Nm hat. Der Nachfolger des Euro3 Renault Motors hat 181 PS.

Besonders das angenehme Geräuschverhalten und das gleichmäßige maximale Motordrehmoment von 400 Nm über einen weiten Drehzahlbereich überzeugten. Die Motoren galten jedoch bis Baujahr 2004 als unzuverlässig, es traten thermische Probleme auf, Saab und Opel (Z30DT 2009) bieten diese Motoren seit 2005 nicht mehr an.