Jeep Cherokee (1997-2001)

Jeep Cherokee ist der Name mehrerer allradgetriebener Geländefahrzeuge, die ursprünglich von der Firma AMC hergestellt wurden und heute von Chrysler produziert werden. Ab dem Modell XJ wurde er auch in Europa angeboten. Seit der KJ-Generation wird das Modell auf dem Heimatmarkt unter der Bezeichnung Jeep Liberty angeboten. Im Iran dagegen ist das Modell bis 1967 von Jeep Trading als Jeep Simorgh montiert worden.

Chrysler Jeep Wrangler Serie YJ / Cherokee Serie XJ: 2,1-l-Renault-Turbodieselmotor. 2,5 l und 4,0 l Benzineinspritzmotoren. 2,5 l Turbodieselmotor. ... der genannten Motoren (Reparaturanleitungen)

SJ (1974–1983)

Der SJ-Cherokee wurde von 1974 bis 1983 von AMC als sogenannter Full-Size-SUV hergestellt. Konkurrenten waren der Ford Bronco und der Chevrolet Blazer. Eine gehobene Version wurde unter der Bezeichnung Wagoneer vertrieben.

XJ

Erste Generation (1984–1996)

1984 kam die Firma Jeep mit einer neuen Generation von Geländewagen auf den Markt. Das in seinen Dimensionen für amerikanische Verhältnisse eher klein geratene Fahrzeug passte perfekt nach Europa und profitierte von dem Boom der Geländewagen in den frühen 1990er Jahren. Zu Beginn mit einem 2,8-l-V6-Motor von AMC bzw. einem 2,5-l-Reihenvierzylinder ausgerüstet, wurde mit dem Einbau des 4,0-l-Sechszylinder-Motor, einer Eigenentwicklung von Jeep, der Cherokee zu einem Erfolgsmodell.

Die Leistung des 4,0-Liter-Motors betrug je nach Modelljahr zwischen 125 und 136 kW (170/185 PS) und sorgte in Verbindung mit zuschaltbarem Allradantrieb, Automatik und ca. 1600 kg Leergewicht für eine Beschleunigung von 0–100 km/h in knapp 9–10 s bei einen Durchschnittsverbrauch von 14 bis 17 l Normalbenzin auf 100 Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit des 4,0 Liter Modells war elektronisch auf 180 km/h begrenzt. Geringen Anteil an den Gesamtstückzahlen des Cherokee hatte die Dieselvariante, zuerst mit einem Motor von Renault mit 60 kW (82 PS), später mit einem 84 kW (115 PS) starken Motor des italienischen Herstellers VM Motori, der jedoch durch mangelnde Standfestigkeit auffiel. Die ursprüngliche Version des Jeep Cherokee war auch als Pickup mit Zweierkabine unter der Bezeichnung Comanche mit der gleichen Motorisierung erhältlich

Anfang der 1990er Jahre wurde mit dem Grand Cherokee ein größeres Modell mit V8-Motor angeboten, das über geringfügig bessere Fahrleistungen, aber auch wesentlich mehr Innenraum und Fahrkomfort verfügte.

Für den chinesischen Markt produzierte die Beijing Jeep Corporation zwischen 1985 bis 2005 den Cherokee unter den Namen Beijing-Jeep BJ 2021 und Beijing-Jeep BJ 2026.

Zweite Generation (1997–2001)

Ab Modell 1997 bot Jeep eine runderneuerte Variante des Cherokee an. Die Antriebstechnik wurde vom Vorgänger fast unverändert übernommen, allerdings überarbeitete Jeep das Design der Karosserie und vor allem den Innenraum. Auch Fahrkomfort und Geräuschkulisse wurden erheblich verbessert. Motorseitig wurden der bekannte Vierzylinder mit 2,5 Litern Hubraum mit 97 kW (131 PS) und der PowerTech-Sechszylinder weiterhin angeboten. Letzterer leistete aus 4 Litern Hubraum je nach Modelljahr von 124 kW bis 139 kW (169 PS bis 190 PS). In Europa war außerdem noch ein Turbodiesel von VM im Programm, der auch im damaligen Grand Cherokee eingesetzt wurde und wie dort 84 kW (115 PS) leistete. Zur Kraftübertragung kamen 5-Gang-Schaltgetriebe oder eine 4-Gang-Automatik von Aisin/Borg-Warner zum Einsatz.

Auch in China hielt die neue Version Einzug und trug fortan die lokale Marktbezeichnung Beijing-Jeep BJ 7250. Eine eigenständig von der Beijing Jeep Corporation entwickelte Version des Cherokee ist der Jeep 2500.
 

KJ (2001–2008)

Ab 2002 wurde in den USA der Jeep Liberty angeboten, der nur noch in Europa und im nördlichen Afrika Jeep Cherokee heißt. Bei diesem Modell handelt es sich in technischer Hinsicht aber nicht um einen Nachfolger des Jeep Cherokee, sondern es repräsentiert eine neue Modellreihe. Die Modellreihe Jeep Grand Cherokee als Nachfolger des Wagoneer wird bis heute weitergeführt. Der ursprüngliche Jeep Cherokee wurde eingestellt und nur der Name wiederbelebt.

Angeboten wurde der Cherokee in Europa anfangs als Modell mit zuschaltbarem Allradantrieb. In Amerika werden auch reine Hecktriebler angeboten. Bis 2006 war auch ein Vierzylinder-Benziner mit 108 kW (146 PS) erhältlich. Ansonsten wurde neben dem 3,7-Liter-V6-Benziner vor allem für Europa auch ein 2,5-Liter-Diesel von VM angeboten. Ab 2004 wurde zusätzlich eine 2,8-Liter-Version mit einer Fünfgangautomatik und permanentem Allradantrieb angeboten und der kleinere Dieselmotor aus dem Programm genommen.

Motoren für Europa
  • 2002–2006: R4, 2.429 cm³, 108 kW (146 PS), 215 Nm
  • 2002–2008: V6, 3.700 cm³, 155 kW (211 PS), 312 Nm
  • 2002–2004: R4 TD, 2.499 cm³, 105 kW (143 PS), 343 Nm
  • 2004–2005: R4 TD, 2.776 cm³, 110 kW (150 PS), 360 Nm
  • 2005-2007: R4 TD, 2.776 cm³, 120 kW (163 PS), 400 Nm


 

KK (seit 2008)

Für das Modelljahr 2008 stellte Chrysler ein auf dem Dodge Nitro basierendes, in den Dimensionen geringfügig größeres Modell vor. In Amerika war dies seit Anfang 2008 zu bestellen, in Europa war die Markteinführung im Herbst desselben Jahres.

Antriebsseitig ist der Jeep-Liberty-Nachfolger mit dem bekannten 3,7-Liter-V6-Benziner ausgestattet, der 157 kW (213 PS) und 319 Nm Drehmoment leistet. Dieses Modell ist auf dem US-Markt in den Ausstattungsvarianten Jeep Liberty Sport und Jeep Liberty Limited erhältlich. Wahlweise kann zwischen einer Sechsgangschaltung und einer Vierstufenautomatik gewählt werden.

Für Europa ist der ebenfalls aus dem Vorgänger bekannte VM-Turbodiesel mit Common-Rail-Einspritzung mit der Modellbezeichnung 2.8 CRD im Programm. Er leistet 130 kW (177 PS). In der mit der Sechsgangschaltung ausgestatteten Sport-Version erreicht er 410 Nm, in der Automatikversion sogar 460 Nm. Die Automatik ist in den Ausstattungsvarianten Limited und Limited Exclusive serienmäßig und beinhaltet zusätzlich eine Bergabfahrhilfe. Das Allradsystem bietet die Möglichkeit, sowohl automatisch als auch manuell vom Heck- in den Allradantrieb zu schalten.

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