Kia Motors

Kia Motors ist ein Autohersteller aus Südkorea, der seit 1998 zur Hyundai Kia Automotive Group gehört. Mit 7,9 Millionen verkaufter Fahrzeuge ist Hyundai/Kia nach Toyota (9,98 Mio.),[1] Volkswagen (9,73 Mio.)[1] undGeneral Motors (9,71 Mio.)[2]der viertgrößte Fahrzeughersteller der Welt (Stand 2013). Der Name Kia basiert auf Hanja: „ki“ (起, Hangeul: 기) steht für aufsteigen und „a“ (亞, Hangeul: 아) für Asien.

Geschichte des Unternehmens

Im Jahre 1944 wurde die „Kyongseong Precision Industry“ gegründet, die ab 1952 in Korea unter dem neuen Namen „Kia Industry Company“ Fahrräder herstellte. 1961/62 begründete Kia die koreanische Fahrzeugindustrie mit dem Bau eines Motorrads und eines dreirädrigen Minilasters. Knapp zehn Jahre später wurde dann der erste vierrädrige Lkw, der Kia Titan, produziert, der in Korea noch heute als Synonym des Lasters gilt. Zwei Jahre später, 1973, ging das Unternehmen an die Börse. Im selben Jahre baute Kia den ersten Ottomotor Koreas. Wiederum ein Jahr später lief dann der erste Kia-Pkw, der Kia Brisa, vom Band, dessen Pick-Up-Version das erste koreanische Exportauto war.

1976 übernahm Kia den Konkurrenten Asia Motors. Zwei Jahre später baute Kia auch den ersten koreanischen Dieselmotor. Von 1979 bis 1981 wurden in Lizenz die Modelle Peugeot 604 und Fiat 132 für den koreanischen Markt gebaut.

Im Jahr 1981 wurde mit einem neuen Management der Grundstein für ein weiteres Wachstum zu einem globalen Automobilhersteller gemacht. Der Fokus wurde zunächst auf die Nutzfahrzeuge gelegt – speziell auf den Kia Bongo. Investitionen und ein Lizenzvertrag mit Mazda im Jahr 1983 ermöglichte auch wieder die Produktion von PKW. Zusammen mit Mazda und Ford wurde ab 1986 der Topseller hergestellt: Der Kia Pride, welcher über zwei Millionen Mal verkauft wurde. 1992 folgt die Expansion nach Amerika, ein Jahr später auch nach Deutschland. Für Europa wurde der Kia Sportage zwischen 1995 und 1998 von Karmann in Osnabrück gebaut.

1998 gerät Kia wegen der asiatischen Finanzkrise unter Insolvenzverwaltung und wird wenig später von der Hyundai Group übernommen. 2000 entwickelte sich daraus die Hyundai Motor Group, die seit 2003 den NamenHyundai Kia Automotive Group trägt. Seit 1999 schreibt Kia wieder schwarze Zahlen. Gemeinsam mit Hyundai stieg man 2004 zum siebtgrößten Automobilhersteller der Welt auf.

Seit September 2007 befindet sich die Europazentrale des Unternehmens an der Theodor-Heuss-Allee in Frankfurt am Main in unmittelbarer Nähe zum Messegelände. Entwickelt werden die Fahrzeuge für den europäischen Markt im Entwicklungszentrum in Rüsselsheim (gemeinsames Entwicklungszentrum von KIA und Hyundai). Produziert werden Kia-Fahrzeuge in 15 Werken in 10 Ländern (Stand: 31. Dezember 2011).

Marktstellung

Riesige Auswahl an gebrauchten Kia

Kia Motors verkauft ungefähr je ein Drittel aller seiner Fahrzeuge in Korea und in den USA. Drittgrößter Abnahmemarkt für Kia-Fahrzeuge ist Europa, in dem im Jahr 2008 insgesamt 12,3 % aller Verkäufe vonstattengingen.[3]

Zulassungen in Deutschland

Jahr

Anzahl
der Zulassungen

Prozent der
Gesamtzulassungen

2012

54.798

1,80 %

2011

42.065

1,30 %

2010

36.624

1,26 %

2009

55.379

1,46 %

2008

34.322

1,11 %

2007

40.381

1,28 %

2006

46.184

1,33 %

2005

49.820

1,49 %

2004

34.103

1,04 %

2003

26.386

0,82 %

 

Zulassungen in Österreich
(2010 bis einschl. Oktober)

Jahr

Anzahl
der Zulassungen

Prozent der
Gesamtzulassungen

2010

8.118

2,90 %

2009

8.954

2,80 %

2008

6.946

2,37 %

2007

5.168

1,73 %

2006

5.874

1,90 %

2005

5.588

1,81 %

2004

4.368

1,40 %

2003

2.400

-

Zeitleiste

Zeitleiste der Kia- und Asia-Modelle von 1970 bis heute

Kia

 

„Kia Industry Company“ ab 1974 mit PKW-Bau

„Kia Motors“

ab 1998 Teil von Hyundai

Asia

Asia Motors

Teil von Kia Industry Company bzw. Kia Motors

1999 komplett in Kia integriert

Typ

70er

80er

90er

2000er

2010er

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

0

1

2

3

4

Kleinstwagen

 

 

Pride [2]

 

 

 

 

 

 

Visto [6]

Picanto [6]

Picanto [6]

Kleinwagen

 

 

 

Avella/Delta [4]

Rio I

Rio II [6]

Rio III [6]

Kompaktklasse

 

Brisa [2]

 

 

Shuma

Cerato [6]

Forte / Cerato [6]

 

 

 

 

cee’d [6]

cee’d [6]

Untere Mittelklasse

 

K303 [2]

 

Capital [2]

Sephia/Mentor [2]

 

 

Mittelklasse

Asia-FIAT 124 [1]

 

Fiat 132 [1]

 

Concord [2]

Clarus/Credos [2]

Magentis/ Optima I [6]

Magentis/ Optima II [6]

Optima III / K5 [6]

Obere Mittelklasse

 

Peugeot 604 [3]

 

 

Enterprise [2]

Opirus [6]

Cadenza / K7

Oberklasse

 

 

 

Potentia [2]

 

 

K9 / Quoris / K900

Roadster

 

 

 

Elan [5]

 

 

 

Geländewagen

 

 

Rocsta

Rocsta

Retona

 

 

SUV

 

 

 

Sportage

 

Sportage II

Sportage III

 

 

 

 

Sorento I

Sorento II

 

 

 

 

Borrego

 

Minivan

 

 

 

 

Venga

 

 

 

 

Soul

Van

 

 

 

Carens I

Carens II

Carens III / Rondo

Carens IV

 

 

 

Joice [7]

 

 

 

 

 

Carnival / Sedona I

Carnival / Sedona II

 

Kleintransporter

 

 

 

Towner [8]

Towner [8]

 

 

 

 

Besta [2]

Besta

Besta

 

 

 

 

Bongo [2]

Bongo Frontier / Pregio

Bongo III/ Pregio/ K-Serie

                                                                                           

[1] für Fiat unter Lizenz produziert
[2] baugleich oder basierend auf Mazda
[3] für Peugeot unter Lizenz produziert
[4] in USA, Japan und Australien als Ford verkauft
[5] baugleich mit Lotus Elan
[6] baugleich oder basierend auf Hyundai
[7] in Zusammenarbeit mit Mitsubishi
[8] basiert auf Suzuki bzw. Daihatsu

Modelle

Bauzeit

Baureihe

Anmerkung

Bild

Kleinstwagen

seit 2004

Kia Picanto/Morning

Der Picanto hat laut Herstellerangabe den größten Innenraum seiner Klasse.

Kia Picanto 20090906 front.JPG

Kleinwagen

1986–2000

Kia Pride

Baugleich mit dem Mazda 121/Ford Festiva

Kia Pride silver vl.jpg

1994–1998

Kia Avella

Baugleich mit dem Ford Aspire in Nordamerika

MHV Kia Avella 01.jpg

seit 2000

Kia Rio

Die erste Generation gehörte zum Segment der Kompaktklasse. Im Herbst 2005 wurde sie abgelöst, jedoch durch Downsizing zum Kleinwagen umplatziert. Im Herbst 2011 erschien die nunmehr dritte Generation. In den USA gibt es ihn auch als Stufenhecklimousine.

 

Kompaktklasse

1974–1981

Kia Brisa

Basiert auf dem Mazda 1000, ab 1976 als Brisa II bzw. K303 basierend auf Mazda 818.

Mazda 1000 4 door.jpg

1992–1999

Kia Sephia/Mentor

Erstes Modell von Kia auf dem deutschen Markt. Anfangs nur als Stufenheck, später auch als Schrägheck erhältlich. Basierte auf dem Mazda 323.

Kia Sephia darkgreen vr.jpg

1997–2004

Kia Shuma/Cerato/Sephia

Es gab ihn sowohl in einer Schrägheck- wie auch in einer Stufenheckversion und in zwei Versionen: Shuma I (1997-2001) und Shuma II (2001-2004). Beide Generationen waren in unterschiedlichen Ausstattungs- und Motorisierungsvarianten erhältlich, jedoch gab es kaum technische Unterschiede. Optische Unterschiede bestanden in der Scheinwerferform und am Heck.

Kia Shuma.JPG

seit 2004

Kia Cerato/Spectra/Shuma/Forte

Der Cerato (Bild oben) wurde 2004 vorgestellt und wurde schon drei Jahre nach Produktionsbeginn vom moderneren Kia cee'd in Europa abgelöst. Außerhalb Europas wurde das Modell als Faceliftvariante unter der Modellbezeichnung Kia Shuma/Spectra bis 2009 weiterverkauft und dann vom Forte abgelöst, der in Costa Rica, Australien und Brasilien weiterhin Cerato heißt. Die zweitürige Variante des Forte trägt den Beinamen Koup (Bild unten).

Kia Cerato 2.0 EX Automatik Iceblau.JPG

2010 Kia Forte Koup 2 -- 11-25-2009.jpg

seit 2007

Kia cee'd

Seit dem 20. Januar 2007 ist der Nachfolger des nur mäßig erfolgreichen Cerato auf dem deutschen Markt erhältlich. Entwickelt, gebaut für und in Europa, stehen am Anfang fünf Motoren (drei Benziner, zwei Diesel,) und vier Ausstattungsversionen zur Verfügung. Es sind zurzeit drei Karosserieversionen erhältlich: Fünftürer, Dreitürer (procee´d) und Sporty Wagon (Kombi).

 

Mittelklasse

1987–1995

Kia Concord

Basierte auf dem Mazda 616

20100902 kia new concord 01.jpg

1989–1996

Kia Capital

Basierte auf dem Mazda 626

20110605 kia capital 1.jpg

1996–2001

Kia Clarus/Credos

Er stellte 1996 den Einstieg des Konzerns in die Mittelklasse dar. Vorbild dieses Modells war der Mazda 626, mit dem er sich optische und technische Merkmale teilte. Nachfolger wurde der Magentis.

Kia Clarus 2.0 GLX - BJ2001 - white.jpg

seit 2000

Kia Magentis/Optima/K5/Lotze

Bis 2010 basierte er auf der gleichen Plattform wie der Hyundai Sonata, hatte jedoch ein anderes Blechkleid als dieser. Die neueste Generation wurde vom deutschen Kia Designchef Peter Schreyer entworfen und ist auch mit Hybridantrieb erhältlich.

2011 Kia Optima EX -- 02-24-2011.jpg

Obere Mittelklasse

1992–1996

Kia Potentia

Basiert auf dem Mazda 929

20110131 kia new potentia 1.jpg

1997–2002

Kia Enterprise

Basiert auf dem Mazda 929

20100731 kia enterprise 01.jpg

2003–2010

Kia Opirus/Amanti

Der Kia Opirus ist eine Limousine, die der gehobenen Mittelklasse zugerechnet werden kann. Der Modellname leitet sich von der mesopotamischen Stadt Ophir ab und soll laut Kia Assoziationen zu Luxus und Stil vermitteln. In Nordamerika wird er jedoch unter dem Namen Amanti verkauft.

Kia Amanti 2005.jpg

seit 2009

Kia Cadenza/K7

Die neue Limousine ersetzte ab November 2009 den Opirus in Südkorea. Der Export begann im März 2010 nach Süd- und Mittelamerika, Asien (außer China), Ozeanien, dem Nahen Osten und Afrika. Seit Juni 2010 wird er auch in China angeboten wo er neben anderen asiatischen Märkten auch weiter im Angebot bleiben soll.

20100904 kia k7 1.jpg

seit 2012

Kia K9/Quoris

Die neue Limousine ergänzt seit Mai 2012 den K7 in Südkorea. Unter dem Namen Quoris soll der Export 2013 starten.

20120527 kia k9 1.JPG

SUV

seit 1994

Kia Sportage

Mit diesem Modell stieg Kia ab 1994 in den boomenden Geländewagenmarkt ein. Der Produktionsort lag zunächst nicht in Südkorea, sondern beim deutschen Fahrzeughersteller Karmann in Osnabrück. Jedoch entschieden sich die Koreaner aufgrund von Verarbeitungsmängeln für die Verlegung des Herstellungsortes. So wird der Sportage seit August 2007 für Europa im neuen Kia-Werk im slowakischen Zilina gefertigt. Im August 2010 erschien die dritte Generation.

Kia Sportage III front 20100805.jpg

seit 2002

Kia Sorento

Der Kia Sorento wurde Mitte 2002 auf den Markt gebracht. Vom Äußeren her vermittelt er den Eindruck eines klassischen Sports Utility Vehicle (SUV), baut aber auf einem Leiterrahmen mit einer aufgeschraubten Karosserie mit hinterer Starrachse auf und entspricht von der Konstruktion her eher einem Geländewagen.

2011 Kia Sorento EX 1 -- 11-25-2009.jpg

seit 2008

Kia Borrego/Mohave

 

20100801 kia mohave 1.jpg

Geländewagen

1990–1997

Asia Rocsta

Zivile Version des Militärjeeps

MHV Asia Rocsta 01.jpg

1997–1999

Asia Rocsta R2

 

R2 1.jpg

1997–2001

Kia Retona

Es handelt sich beim Retona (= Return to nature) um die Zivilversion des koreanischen Militärfahrzeugs, der auf dem gleichen Chassis wie der Kia Sportage aufbaut.

Kia Retona green vr.jpg

Roadster/Cabriolet

1996–1997

Kia Elan/Vigato/Roadster

An Kia verkaufte Produktionsanlagen des Lotus Elan

Lotus Elan.jpg

Van

seit 1999

Kia Visto

Baugleich mit dem Hyundai Atos

20100731 kia visto 01.jpg

seit 1999

Kia Carens

Dieser Kompaktvan wird in Deutschland seit Ende 2000 angeboten und mittlerweile in vierter[4] Generation gefertigt.

Kia Carens front 20081009.jpg

1999–2003

Kia Joice/Carstar

 

Kia Joice front 20080123.jpg

1998–2011

Kia Carnival

Der Großraum-Van zählt zu den größten in Deutschland erhältlichen Vans und ist mit sieben Sitzen ausgestattet. Mitte 2010 wurde er aus dem deutschen Modellprogramm gestrichen, während die Fertigung im Herbst 2011 weltweit eingestellt wurde. In Großbritannien und Nordamerika wurde er unter dem Namen Kia Sedona verkauft.

Kia Carnival front - 2006.jpg

Nutzfahrzeuge

1986–1999

Kia/Asia Besta

Kleinbus auf Basis des Mazda Bongo

20110912 kia besta 1.jpg

1981

Kia/Asia Bongo/K-Serie

Basiert auf dem Mazda Bongo

Kia K2700.JPG

seit 1997

Kia Pregio

Basiert auf dem Mazda Bongo

MHV Kia Pregio 01.jpg

1983

Kia/Asia Seres

Allrad-Nutzfahrzeug

 

1971

Kia/Asia Titan

Ab 1971 Modell Titan E-2000

Kia-titan-04.jpg

1993–1999

Kia/Asia Topic/Hi-Topic

Basiert auf dem Mazda Bongo

 

1993–1999

Kia/Asia Towner

Basiert auf dem Daihatsu Hijet bzw. Suzuki Carry

20110618 kia towner 1.jpg

Studien

·                    Kia KEV-4 (1995)

·                    Kia KMS-2 (1996)

·                    Kia Elan.eks (1999)

·                    Kia KMS-4 (1999)

·                    Kia Genesis (1999)

·                    Kia KCV-1 (2001)

·                    Kia KCD-1 Slice (2003)

·                    Kia KCV-III (2003)

·                    Kia KCV-IV Mojave (2004)

·                    Kia KCD-II Mesa (2005)

·                    Kia Multi S (2005)

·                    Kia Soul (2006)

·                    Kia Kue (2007)

·                    Kia ex_cee'd (Genf 2007)

·                    Kia Kee (Frankfurt 2007)

·                    Kia Soul Burner/Diva/Searcher (Genf 2008)

·                    Kia N° 3 (Genf 2009)

·                    Kia Pop (Paris 2010)

·                    Kia GT (Frankfurt 2011)

·                    Kia Provo (Genf 2013)

·                    Kia Niro (Frankfurt 2013)

Sponsoring

Seit 2003 trägt Kia die Amateur Australian Open aus, außerdem ist Kia Hauptsponsor der Australian Open (Tennis). Kia ist zudem noch Sponsor der Fußballklubs Girondins Bordeaux und Atlético Madrid. Ab der Saison 2007/2008 wird Kia Hauptsponsor und Namensgeber aller Kreisligen des hessischen Fussballverbandes. 2007 war Kia Hauptsponsor der Handball WM in Deutschland, außerdem ein Sponsor der im Jahr 2008 stattfindenden UEFA EURO 2008.

kia preisliste