Der Kia Magentis (in den USA Optima und in China und Südkorea Lotze bzw. ab der dritten Generation K5) ist eine Stufenheck-Limousine des koreanischen Automobilherstellers Kia, die in der Mittelklasse angesiedelt ist. Er basiert auf der gleichen Plattform wie der Hyundai Sonata. Der Magentis ist das Nachfolgemodell des Kia Clarus.

Carbox Form 20-1527 Kia Magentis, ab Baujahr 03-06

Magentis GD (2001–2005)

2001 startete der Magentis als Nachfolger des Clarus. Er war mechanisch mit dem Schwestermodell Hyundai Sonata baugleich. Beide verfügten nur im Front- und Heckbereich über Unterschiede im Design, Seitenlinie und Interieur waren großteils identisch.

2003 erhielt das Modell im Zuge einer optischen Modellpflege die für damalige Kia-Modelle charakteristischen Doppelscheinwerfer (siehe Kia Shuma), die hier eine Ähnlichkeit mit Mercedes-Benz-Modellen betonten. 2004 wurde der vertikale „Wasserfallgrill“ gegen dezentere, horizontale Chromleisten getauscht, 2005 wurden wie beim Kia Rio die orangen Blinkereinsätze entfernt und dafür die Leuchtmittel selbst orange eingefärbt. Der Innenraum erhielt eine neue Mittelkonsole, die von einem Zierrahmen in nun dunklerer Wurzelholzoptik vertikal umlaufen wurde. Zuvor war dieses großflächig und ohne Umrahmung eingesetzt worden.

Aufgrund der Gußbauweise des Vier- und der Aluminiumbauweise des Sechszylindermotors wiegen beide fast gleich viel, Gewichtsunterschiede sind daher rein ausstattungsbegründet.

Die Einzelradaufhängung ist vorn mit beiderseits zwei Dreieckslenkern und hinten einem Querstabilisator und Mehrlenkerhinterachse sowie rundum Sachs-Gasdruckstoßdämpfern ausgeführt. Die Hinterachse verfügt zudem über eine im Prospekt des Faceliftmodells erwähnte dynamische Vorspursteuerung für bessere Kurvenstabilität. Die aktive Sicherheit umfaßt eine elektronische Bremskraftverteilung als Teil des 4-Kanal-ABS und eine Traktionskontrolle (letztere nicht in der Basisausstattung LX). Ein ESP fehlte. Für die passive Sicherheit sind zwei Front- und zwei Seitenairbags in allen Versionen enthalten. Komfortseitig sind als Besonderheiten die „Solar-Verglasung“ mit UV- und infrarotdämmender Wirkung, sowie die erstmals erhältliche Umluftautomatik AQS (nicht in der Basisversion LX) für zu hohe Abgasdichte in der Ansaugluft zu erwähnen. In der Faceliftversion wurde zudem der Fahrersitz angehoben.

Magentis MG (seit 2005)

Am 10. November 2005 startete die neue Generation des Magentis, die sich äußerlich stark von der vorherigen Modellgeneration unterschied. Auch die Unterschiede zum Parallelmodell Hyundai Sonata sind offensichtlicher und werden durch eine separate Plattform unterstrichen. Diese hat einen längeren Radstand und vorn eine MacPherson- anstelle der Doppelquerlenkerradaufhängung des Sonata.

Der Magentis wurde mit einem 2,0-l-Vierzylinder-Motor mit 106 kW (144 PS), einem 2,4 l mit 118 kW (160 PS, nicht in Europa) und einem 2,7 l V6 mit 138 kW (188 PS, nur mit Automatikgetriebe) und erstmals auch mit einem 2,0-l-Common-Rail-Dieselmotor mit 103 kW (140 PS) angeboten. Die Sicherheitsausstattung wurde auch verbessert, so dass der Magentis nun über sechs Airbags, ABS und ESP serienmäßig verfügt. Im EuroNCAP-Crashtest erhielt er vier von fünf möglichen Sternen.

Modellpflege

Das im Juni 2008 in Korea vorgestellte und seit Januar 2009 auch in Deutschland erhältliche Modell gewann im Rahmen einer Überarbeitung 8 cm an Außenlänge und erhielt eine neu gestaltete Front- und Heckpartie sowie den von Peter Schreyer entworfenen, markentypischen „Tiger Nose“-Kühlergrill. Ausstattungsseitig sind in manchen Märkten nun LED-Rückleuchten, Lenkrad-Schaltwippen und in der jeweiligen Topausstattung ein Smart Key zum schlüssellosen Einstieg in das Fahrzeug verfügbar. Das überarbeitete Modell wurde zunächst auf der New York International Auto Show im März 2008 gezeigt und verfügt über neue Optionen wie z.B. einen Startknopf. Die Leistung des 2,4-l-Vierzylinders wurde von 120 kW auf 129 kW bei gleichzeitig geringerem Verbrauch gesteigert. Auch der V6-Motor wurde leicht überarbeitet und seine Leistung auf 142 kW gesteigert. Bis auf Smart Key und Schaltwippen wurden die Neuerungen im koreanischen Markt bereits 2007 für das alte Außendesign eingeführt.

Optima TF (seit 2010)

Auf der New York Auto Show wurde im April 2010 die neue Generation vorgestellt.

Diese wird, wie schon die aktuelle Generation in Nordamerika, auch in Deutschland Kia Optima heißen. Nach Europa soll die neue Generation im Frühjahr 2011 kommen.

Ihr Design, dass sich mit markanteren Linien deutlich vom Vorgänger abhebt, stammt aus der Hand von Peter Schreyer. Technisch basiert der Optima auf der neuen Generation des Hyundai Sonata. Sein Vorgänger basierte noch auf der nur für Kia verwendeten "MG"-Plattform, auf welcher auch der Kia Carens III basiert (ihr Name hat nichts mit der Automarke MG zu tun).

Wie der Sonata wird das Fahrzeug auf verschiedenen Märkten mit Ottomotoren mit 2,0 L (164 PS) und 2,4 L (175 PS), sowie einer Direkteinspritzervariante des größeren Hubraums (201 PS) und schließlich einer Turbo-Direkteinspritzer-Variante des 2,0-l-Motors (278 PS) angeboten. Alle diese Motoren entstammen derselben Baureihe. Für Europa ist neben einem neuentwickelten 2,0-l-Ottomotor mit 170 PS auch ein 1,7-l- Dieselmotor mit 115 PS vorgesehen, beide mit sechsstufigen Schalt- oder Automatikgetrieben kombiniert. Aufgrund des Verzichts auf V6-Motoren konnte auch der vordere Hilfsrahmen vereinfacht werden, sodass das Fahrzeug durch Gewichtseinsparungen insgesamt deutlich weniger als sein Vorgänger wiegt.

Neben erstmalig für den Optima erhältlichen LED-Tagfahrlicht verfügen auch die Rückleuchten wieder über optionale LED-Beleuchtung. Diese war im Vorgänger nur in Südkorea erhältlich. Gegenüber dem Vorgänger kommen die Optionen für Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Berganfahrhilfe, Reifendruckkontrollsystem, klimatisierte Vorder- und beheizbare Fondsitze, ein beheizbares Lenkrad und ein Panoramadach hinzu. Das Design wurde in Frankfurt (Main) und Irvine (Kalifornien) zusammengestellt.

Für Europa wird zudem erstmals von einem Kia-Mittelklassewagen eine Kombiversion angeboten. Diese wird von einer möglichen Coupéversion für den nordamerikanischen Markt ergänzt.

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