Lamborghini 350 GT (1963-)

Der Lamborghini 350 GT war das erste von Lamborghini produzierte Auto und wurde erstmals auf dem Turiner Autosalon im Jahre 1963 präsentiert.

softgarage beige LAMBORGHINI 350 GT Faltgarage Carcover

Motor

Der 350 GT besaß einen 3,5 Liter großen Zwölfzylinder mit vier obenliegenden Nockenwellen, der 206 kW (280 PS) leistete. Dies ermöglicht eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,4 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 239 bis 260 km/h, je nach Übersetzung.

Technische Daten

Die bei der Carrozzeria Touring gebaute Karosserie, die auf einen Entwurf von Franco Scaglione zurückging, war selbsttragend ausgelegt und bot in der Regel zwei Sitzplätze; gegen Aufpreis gab es im Fond einen zusätzlichen Notsitz. Anders als bei den zeitgenössischen Ferrari-Modellen waren Vorder- wie Hinterräder unabhängig aufgehängt und an Trapezlenkern geführt. Für die Verzögerung dienten Vierrad-Scheibenbremsen von Girling.

Stückzahl

Bis 1967 wurden 120 Exemplare produziert.

 

 

Prototypen und Sondermodelle

350 GTV

Vorläufer für den 350 GT war der 1963 auf dem Turiner Salon vorgestellte 350 GTV (Gran Turismo Veloce). Er hatte im Gegensatz zum 350 GT Klappscheinwerfer, und nicht feststehende Scheinwerfer. Der 350 GTV bekam seinen Motor erst, als ihn der bologneser Lamborghini-Händler Romano Bernardoni kaufte und vollkommen restaurierte. Im Jahr 1990 konnte der 350 GTV erstmals gefahren werden, 27 Jahre nach seinem Erstauftritt.

3500 GTZ

Der Lamborghini 3500 GTZ Zagato wurde 1965 auf der London Motor Show präsentiert. Er basierte technisch auf dem Lamborghini 350 GT, allerdings wurde der Radstand gegenüber dem Basismodell um zehn Zentimeter verkürzt. Das Design des 350 GT wurde für den 3500 GTZ vom damaligen Zagato-Chefdesigner Ercole Spada erheblich modifiziert. Spadas Aluminiumkarosserie erinnert mit den verdeckten Scheinwerfern und dem Abrissheck an den Alfa Romeo TZ2 und an den Ferrari 250 GTO. Die Initiative zu diesem Projekt ging auf einen Mailänder Lamborghini-Händler zurück; Ferruccio Lamborghini dagegen hielt von Zagatos Version seines Autos nichts und lehnte eine Serienproduktion schon deshalb ab, weil er das Auto als hässlich empfand. Durch seine aerodynamisch günstigere Karosserie und das deutlich geringere Gewicht war der GTZ spürbar schneller als das Basismodell; Zagato sprach von 280 km/h Höchstgeschwindigkeit, ein Wert, der allerdings nie in einem Test überprüft wurde. Insgesamt entstanden zwei GTZ. Das zuerst hergestellte Ausstellungsstück (Fahrgestellnummer 0310) existiert noch; es stand zuletzt im Ruhrgebiet. Ein zweites Exemplar (Fahrgestellnummer 0322) wurde zunächst von Lamborghinis Chefingenieur Paolo Stanzani genutzt, bevor es nach Hongkong verkauft und dort bei einem Unfall zerstört wurde.

350 GTS

Der Lamborghini 350 GTS wurde 1965 auf dem Pariser Salon vorgestellt. Beim 350 GTS handelte es sich um einen zum Cabriolet umgebauten 350 GT. Es wurden vom 350 GTS nur 2 Exemplare gebaut, weil Ferruccio Lamborghini der Ansicht war, dass ein perfekter Hochleistungssportwagen möglichst leise und komfortabel sein sollte, welchem Ideal ein Cabriolet nur eingeschränkt entsprach.
 

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