Lancia 2000 (1970-1974)

Der Lancia 2000 ist ein Mittelklassefahrzeug von Lancia, das von 1970 bis 1974 produziert wurde. Lancia gehörte nach der Übernahme 1969 zum Zeitpunkt des Produktionsbeginns zu Fiat. Der Lancia 2000 basierte auf dem seit 1960 gebauten Lancia Flavia.

Lancia 2000 Coupe HF, dkl.-rot, 1971, Modellauto, Fertigmodell, Starline 1:43

Das Design der Limousine setzte die Linie der Flavia fort und betonte mit seinem Kühlergrill die Lancia-Tradition seit der Aurelia. Es entstand in der Lancia Stylingabteilung unter Leitung von Pietro Castagnero, der auch die Fulvia entwarf. Das Interieur war luxuriös mit Veloursstoffen und Holzeinlagen im Armaturenbrett.

Ein serienmäßiger, horizontal verschiebbarer Vorhang im Heck symbolisierte Diskretion, eine Klimaanlage war optional erhältlich. Der 2000 hatte jetzt serienmäßig eine Servolenkung und den 2-Liter-Motor.

Die Qualität der Verarbeitung und die Ausarbeitung vieler Details entsprach noch ebenso dem Lancia-Standard wie das Fahrwerk. Der Lancia-typische Boxermotor mit zwei zentralen Nockenwellen galt als langlebig; Laufleistungen über 300.000 km waren normal.

Ab 1972 wurde der Vergasermotor mit einer D-Jetronic von Bosch versehen und leistete 125 PS. Trotz ihrer nominell geringen Motorleistung bot die Limousine gute Fahrleistungen, nicht zuletzt wegen der eingesetzten Getriebeübersetzung. Der Lancia 2000 hat Frontantrieb und wurde in 14.500 Exemplaren gebaut, davon 5500 mit der Bosch-D-Jetronic.

 

 

Zwei Jahre nach der Produktionseinstellung 1974 wurde das Nachfolgemodell Lancia Gamma präsentiert.

Das Lancia 2000 Coupé wurde von Pininfarina entworfen und 1971 vorgestellt. Gegenüber dem Flavia Coupé wurden die Front, das Heck und der Innenraum geändert. Besonders markant war der Heckabschluss im sogenannten Schwalbenschwanzdesign, das später auch das Coupé des Lancia Gamma auszeichnete. Der Motor hatte erst einen Vergaser, dann eine mechanische Einspritzanlage von Kugelfischer.

1972 stellte Lancia in Genf eine HF-Version des Coupés vor mit den Instrumenten des Ferrari Daytona, einem Motor mit der Bosch-D-Jetronic und Super-Duplex-Bremsen von Girling/Lucas. Dieses nur 1200-mal gebaute Coupé gilt heute unter Lancia-Kennern als eines der schönsten und am besten verarbeiteten Modelle von Lancia.

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