Landrover Discovery (TAA) (2004-2009)

Der Land Rover Discovery ist ein Automobilmodell von Land Rover.

The Little Book of Land Rover

Seit 1970 wird das Luxusmodell Range Rover, ein mit Schraubenfedern ausgerüsteter, luxuriös ausgestatteter Geländewagen mit permanentem Allradantrieb verkauft. Dieser Wagen sollte das Image der Marke verbessern und den Einstieg in die Oberklasse ermöglichen. 1989 stellte Land Rover den ersten Discovery vor. Er sollte die Lücke schließen, die im mittleren Preissegment zwischen dem rustikalen Defender und dem luxuriösen Range Rover bestand. Im Laufe der Jahre wurde der Discovery jedoch verändert und verbessert, unter anderem mit ABS, Airbags, Automatikgetriebe, Luftfedern hinten sowie verschiedenen elektronischen Fahrhilfen ausgestattet, sodass der Preis auch für dieses Modell beträchtlich stieg.

Discovery Series I (1989–1999)

Schon 1986 entschied sich Land Rover, ein relativ preisgünstiges Modell zwischen Defender und Range Rover anzusiedeln und begann mit der Entwicklung eines Autos, das sich in der Preisklasse zwischen 35.000 DM und 50.000 DM bewegen sollte. Hinzu kam, dass japanische Geländewagenhersteller massiv auf den europäischen Markt drängten und ein schnelles Handeln erforderlich machten. In nur drei Jahren entwickelte Mike Donovan mit seinem Team den Discovery, der mit einem Einführungspreis von 45.350 DM auf den Markt kam. 2006 kostete der Wagen rund 40.000 Euro.

Bis 1997 wurden 353.843 Discovery der ersten Serie verkauft. Der Discovery war zu dieser Zeit der meistverkaufte Land Rover und übertraf sogar den Defender. Der Discovery richtete sich aber auch an eine ganz andere Zielgruppe, da er sehr gute Straßen- und Geländeeigenschaften vereinigte.

Karosserie und Fahrwerk orientierten sich am damaligen Range Rover mit seinem 100-Inch-Fahrwerk. Einen Teil des Erfolges verdankte der Discovery seinem neuen Dieselmotor (Tdi), der 83 kW (113 PS) bei 4000/min leistete. Der Hubraum von 2496 cm³ entsprach dem zuvor verwendeten Dieselmotor. Mit dem alten Motorblock als Grundlage war zusammen mit dem österreichischen Hersteller AVL List ein völlig neuer Motor entwickelt worden. Auf verschiedenen Welt-Märkten war auch ein 3,5-l-V8 mit 113 kW (155 PS) und später mit 3,9-Liter-V8 134 kW (184 PS) im Angebot. Im Laufe der Zeit wurde der Tdi weiterentwickelt und der 200 vom 300 Tdi abgelöst. Die Motoren erhielten immer mehr elektronische Steuereinheiten und mehr Drehmoment.

 

 

Discovery Series II (1999–2004)

Der Discovery der zweiten Generation wurde von einem Leichtmetall 4,0-Liter-V8 mit 136 kW (185 PS) oder einen 2,5-Liter Td5 Dieselmotor mit 102 kW (139 PS) angetrieben, beide hatten einen serienmäßigen Allradantrieb. Ab dem Jahr 2003 gab es einen 4,6-Liter-V8 Motor mit 162 kW (220 PS), jedoch nicht auf dem deutschen Markt. Gegen einen Aufpreis von damals 4000 DM gab es ein 4-Gang Automatikgetriebe. Ein Antiblockiersystem (ABS), mit einem damals neuen Bremssystem, war serienmäßig. Ein weiteres technisches Merkmal war das Active Cornering Enhancement (ACE). Es ünterdrückt die Seitenneigung der Karosserie für ein ein sicheres Fahrgefühl, die Gefahr des Kippens bei einem abrupten Ausweichmanöver wird gebannt. Zudem gab es das sogenannte Self Levelling Suspension (SLS), ein Assistenzsystem, das eine automatische Niveauregulierung an der Hinterachse bewerkstelligt. Die Traktionskontrolle Electronic Traction Control (ETC) sorgte wenn an einem Rad Schlupf auftritt, dafür, dass die Antriebskraft an die Räder geleitet wird, die Grip vorfinden. In der Länge wuchs der 2. Discovery um 6,5 cm. Der Radstand blieb jedoch gleich. Optional gab es eine dritte Sitzreihe, sodass sieben Sitze verfügbar waren. Diese hatten entweder eine serienmäßige Stoffpolsterung oder eine optional erhältliche Lederausstattung. Ab dem Jahr 2000 war ein Harman Kardon Audiosystem serienmäßig.

2002 wurde der Discovery einer umfangreichen Modellpflege unterzogen. Es gab einige Neuerungen wie z.B. an den Scheinwerfern, die eine verlängerter Reichweite bekamen. Ledersitze, Klimaautomatik oder elektrisch verstellbare Vordersitze gab es gegen Aufpreis. Ein Ziel, dass Land Rover mit dem überarbeiteten Discovery verfolgte, war die Verkaufszahlen anzukurbeln, da diese durch Vorgänger um 63 Prozent abstürzten. Zu den Motoren gehörten der von Land Rover selbst entwickelte 2,5 Liter Direkteinspritzer mit Pumpe-Düse-Technik mit einer Leistung von 137 PS. Der 4,0 Liter V8 leistete 188 PS.
 

Discovery 3 (2004–2009)

Für den Discovery der dritten Generation gab es bei Produktionsstart einen 140 kW (190 PS) starken 2,7-Liter-Sechszylinder Common-Rail-Diesel (TDV6) und einen 4,4-Liter-V8 mit 220 kW (299 PS). Der Dieselmotor stammt von Ford und der Benziner aus dem Hause Jaguar. Für den Nordamerikanischen und australischen Markt gab es 2005 auch ein 4,0 Liter V6 mit 158 kW (215 PS). Optional gibt es ein Automatikgetriebe mit Tiptronic und Sportmodus. In der Länge legte der Discovery um 130 Millimeter auf 4835 mm zu, in der Breite um 35 Millimeter auf 1885 mm. Der Radstand wuchs um 345 mm auf 2885 mm. Er besitzt sechs Airbags, Klimaanlage, ESP, CD-Radio, Fensterheber und Zentralverriegelung. Weitere Ausstattungsmerkmale sind Xenonlicht, Luftfederung/Terrain Response, PDC, Sichtpaket, größere Räder, elektrisch verstellbare Ledersitze, Tempomat und ein anderes Soundsystem.
 

Discovery 4 (seit 2009)

Der Discovery 4 stellt im eigentlichen Sinne nicht die vierte Generation der Discovery-Serie dar, wird aber von Land Rover offiziell so bezeichnet. Viel mehr ist der Discovery 4 eine modellgepflegte Version des seit 2005 produzierten Modells. Vor allem optisch wurde der Discovery nun an die größeren Range Rover-Fahrzeuge angepasst und erhielt auch technische Verbesserungen.[10] Für den Discovery der vierten Generation gibt es nur noch Dieselmotoren, einen 140 kW (190 PS) starken 2,7-Liter-Sechszylinder Common-Rail-Diesel (TDV6) und einen 3,0-Liter-V6 mit 180 kW (245 PS). Beide Dieselmotoren stammen aus dem Hause Ford.
 

Discovery im Film

Wie auch seine anderen Mitglieder der Land-Rover-Familie war auch der Discovery oft in James-Bond-Filmen zu sehen. Darüber hinaus benutzte das Spionage Team von Ethan Hunt alias Tom Cruise in Mission: Impossible III Discovery III während der Verfolgungsjagd in den Straßen von Shanghai.

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