Lexus GS II (UZS161, JZS160) (1997-2005)

Lexus GS bezeichnet eine Baureihe der oberen Mittelklasse des japanischen Herstellers Lexus. Eingeführt wurde sie im Herbst 1991 zunächst in Japan, im Frühjahr 1993 dann auch in den USA und Europa. Der GS soll die Lücke zwischen den Lexus-Baureihen IS und LS schließen.

Pedalbox Lexus GS - 3.0L 249 HP - 183 kW / 249 PS

GS (JZS147, 1991–1997)

Die Karosserie der ersten Generation war von Italdesign Giugiaro designt und wurde als Toyota Aristo im Oktober 1991 in den japanischen Markt eingeführt.

Es wurden zwei unterschiedliche 3,0-Liter-Reihen-6-Zylinder-Motoren, eine mit einem Twin Turbo, angeboten. Ab 1992 gab es auch einen V8-Motor mit Luftfederung und Allradantrieb.[1] Es gab auch einen Allradantrieb als Option. Für die Export-Märkte war nur der normale 3,0-Liter-Motor verfügbar.[2]

Der GS sollte die Lücke füllen, die der LS hinterlassen hatte, nachdem dieser für die Oberklasse konzipiert war.

GS (JZS160, 1997–2005)

Die zweite Generation des GS erschien im Sommer 1997 wieder als Toyota Aristo in Japan. Die internen Codes für diese Modelle sind JZS160 und JZS161. Als Motoren wurden wieder zwei 3,0-Liter-Reihen-6-Zylinder angeboten. Für die Twin-Turbo-Version wurde eine elektronische Vierradlenkung und ein Automatikgetriebe mit manueller Eingriffsmöglichkeit angeboten. Allradantrieb wurde nicht angeboten. Das Design wurde von Toyota selbst entwickelt.

Für den US-Markt wurde die leistungsstärkere Variante GS 400 mit einem V8-Motor und 224 kW (305 PS) Leistung angeboten.[2]

Ende 2000 wurde der GS einem Facelift unterzogen. Dabei bekam er neue Rückleuchten, einen neuen Kühlergrill und neue Scheinwerfer. Ebenso wurden Scheinwerfer mit Xenonlicht eingeführt. Der Innenraum wurde überarbeitet und erhielt ein Navigationsgerät mit Touchscreen. Das Automatikgetriebe mit der manuellen Eingriffsmöglichkeit war nun auch im GS 300 erhältlich. Der GS 430, ein überarbeiteter 400er, wurde seitdem auch in Deutschland angeboten.

Der GS wurde in den USA mit den Preisen Motor Trends: Import Car of the Year for 1998 und Car and Driver Magazine’s Car and Driver Ten Best von 1998 bis 2000 ausgezeichnet.

GS (GRS/GWS/UZS, 2005–2011)

Die dritte Generation des GS wurde Anfang 2005 auf der North American International Auto Show vorgestellt. Eingeführt wurde sie im April 2005 mit den Modellen GS 300, (Code: GRS190) mit einem 3,0-Liter-Motor und Benzin-Direkteinspritzung, und GS 430, (Code: UZS190) mit dem bekannten 4,3-Liter-V8. Diese Generation wurde in Japan nicht als Toyota Aristo eingeführt, sondern ebenfalls als Lexus GS. Toyota wollte das Modell weltweit unter dem gleichen Namen anbieten.

Auf der New York International Auto Show 2005 wurde die Variante GS 450h (Code: GWS191) mit Hybridantrieb vorgestellt. Dieses Modell wurde 2006 auf den Markt gebracht. Der Antrieb setzt sich zusammen aus einem 3,5-Liter-V6-Ottomotor mit kombinierter Direkt- und Saugrohreinspritzung und einem Elektromotor. Verbunden werden beide über ein stufenloses Getriebe. Es wird Toyotas Hybrid-Synergy-Drive-Technik verwendet. Durch die größeren Batterien geht ein Teil des Kofferraums verloren.

Der GS 450h wiegt 1940 kg. Er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h und beschleunigt in 5,9 s von 0 auf 100 km/h. Der Verbrauch wird von Lexus aktuell mit 7,7 Litern angegeben.[4] Anders als andere Hybridfahrzeuge wie der Toyota Prius hat der GS keinen geringeren Verbrauch in der Stadt (9,3 l/100km) als auf der Langstrecke (7,1 l/100km).

Seit Mai 2008 ist der neue 4,6 l-V8-DualVVT-ie mit 255 kW (347 PS), 460 Nm Drehmoment und 8-Stufen-Automatik im neuen GS 460 verfügbar. Der GS 460 erhielt Anfang 2009 außerdem ein dezentes Facelift(vergrößerte Ausschnitte an den Fernlichtscheinwerfern sowie veränderte Stege an den unteren Lufteinlässen) und ersetzte den GS 430.

Ende 2011 lief die Produktion dieser GS-Reihe aus.

Auszeichnungen

·        Das Lexus Hybrid Drive System des Lexus GS 450h hat den Paul Pietsch Prize for Advanced Technology in 2007 bekommen. Der Preis wird von Auto Motor und Sport vergeben.[5]

·        Der Lexus GS 450h bekam den IF product design award 2007.[6]

·        Er bekam den Auto 1 of Europe-Preis von Auto Bild als beste Limousine.[7]

GS (GRL1/GWL1, seit 2012)

Im August 2011 wurde in Kalifornien die vierte Generation des GS in der Version 350 mit Allradantrieb vorgestellt.

Auf der IAA 2011 folgte dann die Vorstellung der Hybrid-Motorvariante 450h. Als weitere Motorvariante wird außerdem ein GS 250 mit einem 2,5l V6-Motor angeboten. Ein zweiter Hybrid ist angekündigt.

Die Markteinführung in Europa erfolgte am 16. Juni 2012.

 

Technische Daten

Kenngrößen

GS 250

GS 350 (USA)

GS 450h

Bauzeitraum

seit 01/2012

Motorkenndaten

Motortyp

V6-Ottomotor

V6-Ottomotor + Elektromotor

Gemischaufbereitung

Direkteinspritzung

Motoraufladung

Hubraum

2500 cm³

3456 cm³

3456 cm³

max. Leistung

154 kW (209 PS)
bei 6400/min

225 kW (306 PS)
bei /min

252 kW (343 PS)
bei /min

max. Drehmoment

253 Nm
bei 4800/min

370 Nm
bei 4800/min

345 Nm
bei 4600/min

Kraftübertragung

Antrieb, serienmäßig

Hinterradantrieb

Getriebe, serienmäßig

6-Gang-Automatikgetriebe

Stufenlos E-CVT (HSD)

Messwerte

Höchstgeschwindigkeit

230 km/h

250 km/h

Beschleunigung,
0–100 km/h

8,6 s

ca. 6,2 s

5,9 s

Kraftstoffverbrauch
auf 100 km (kombiniert)

8,9 l Super

5,9 l Super

CO2-Emission
(kombiniert)

207 g/km

137 g/km

Abgasnorm nach
EU-Klassifikation

Euro 5

Rückruf- und Serviceaktionen

Im Oktober 2010 startete Toyota zwei Rückrufaktionen für den GS 300 der zweiten und dritten Generation. In Deutschland betraf dies 1.270 Fahrzeuge aus dem Bauzeitraum 28. September 2004 bis 28. Februar 2006, bei denen der interne elektrische Anschluss der Kraftstoffpumpe ersetzt werden muss.[8] Die zweite Rückrufaktion betrifft Fahrzeuge aus dem Bauzeitraum 28. September 2004 bis 9. Dezember 2005, bei denen die hintere Abdichtung des Hauptbremszylinders (Sekundärabdichtung) betroffen ist.[9]

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