Der Maserati A6 war ein italienisches Automobil von Maserati. Der Maserati A6SSG war mit 2-Liter Hubraum 160 km/h schnell. Das Chassis bestand aus einem komplexen Stahlrohrrahmen, die klassische Karosserie kam von Pininfarina.

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Entstehungsgeschichte des Maserati A6

1947–1950

Maserati hatte zwar in den 30er-Jahren ein paar Zweisitzer für den normalen Straßenverkehr gebaut, aber das waren Sonderanfertigungen auf Basis der Rennwagen für wohlhabende Privatpersonen gewesen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg begann man mit dem Bau von Straßenfahrzeugen, denn Rennsport gab es kaum und Maserati musste sich neu orientieren, um im Geschäft zu bleiben.

1941 begann die Arbeit an dem Projekt, 1943 hatte man einen Sechszylinder-Motor entwickelt - deutlich vor Ende des Krieges, das erste Exemplar wurde aber erst 1946 auf der Straße getestet. Maserati konnte so wenig wie der berühmte Konkurrent Ferrari Karosserien selbst bauen und konzentrierte sich daher auf die Entwicklung des neuen Fahrwerks. Der erste „echte“ Maserati hatte nicht nur einen komplizierten, neuen Motor, sondern auch eine starre Antriebsachse und einen robusten Rohrrahmen. Maserati stellte so viel wie möglich selbst her, auch das brandneue Getriebe und die Hinterachse. Als der A6 1947 in Serie ging, leistete er dennoch nur 48 kW aus 1,5-Liter-Hubraum. Nach kurzer Zeit wurde deutlich, dass mehr Leistung notwendig war, um das Auto zu einem so hohen Preis verkaufen zu können. Pininfarina produzierte die Karosserien, hauptsächlich Coupés, aber mit der Zeit auch Cabrios. Gerade 61 Exemplare waren gebaut worden, bevor der Motor 1951 auf 2-Liter Hubraum vergrößert wurde. Mit nun 74 kW und mehr Drehmoment war das Auto viel attraktiver geworden, wurde jedoch von einem anderen Maserati überschattet: dem A6G54, der auf demselben Chassis basierte, aber 110 kW leistete und eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h erreichte.

 

 

Versionen des Maserati A6

Maserati A6G

1951 folgte dem Original der A6G. Er hatte das gleiche Chassis, aber Blattfedern hinten, ein überarbeitetes Styling mit Karosserien von Pininfarina, Frua und Vignale und einen größeren Motor, der aus 1954 ccm und mit drei Weber-Vergasern bestückt 74 kW schöpfte. Das G in der Typenbezeichnung stand für den Motorblock aus Grauguss (ital. ghisa). Bis 1953/54 entstanden insgesamt 16 Exemplare des A6G.

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