Der Mazda3 (als Mazda Axela in Japan und Amerika) ist ein Pkw-Modell der Kompaktklasse des japanischen Automobilherstellers Mazda. Als Nachfolger des Mazda 323 ist der seit 2003 gebaute Wagen zwischen dem Mazda2 und dem Mazda5 angesiedelt. Technische Bauteile und die Bodengruppe nutzt der Mazda3 gemeinsam mit dem Ford Focus II und dem Volvo S40/V50.

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Erste Generation (BK, 2003–2009)

Die erste Generation des Mazda3 wurde im September 2003 auf der IAA in Frankfurt am Main zunächst als fünftüriges Schrägheckmodell mit der Bezeichnung Mazda3 Sport präsentiert. Im Februar 2004 folgte die viertürige Stufenhecklimousine. Beide basieren auf Fords C1-Plattform und wurden ab Juni 2003 im Mazda-Werk Hōfu in Japan gefertigt.

Namensgebung

Nachdem 2002 mit dem Nachfolger des 626 in Form des Mazda6 die dreistellige Modellbezeichnung der Mazda-Modelle aufgegeben wurde und einstellige Zahlen die Fahrzeuge kennzeichnen, erhielt auch der Nachfolger des Mazda 323 die einfachere Benennung Mazda3. Auch in Japan wurde die bisherige Bezeichnung Familia und in Amerika der Name Protégé durch Axela ersetzt.

Karosserievarianten

Wie der Vorgänger 323 wird der Mazda3 als viertüriges Stufenheck Mazda3 und als fünftüriges Schrägheck Mazda3 Sport angeboten. Beide unterscheiden sich an der Front durch einen veränderten Verlauf der Motorhaube, durch andere Leuchten und Nebelscheinwerfer.

Europaweit fallen etwa 80 % der Verkäufe auf das Schrägheck, allein in Deutschland sind es sogar 84 %.

Ausstattungen

Für beide Karosserieversionen stehen in Deutschland die Basis Comfort, die komfortable Exclusive-Ausstattung und die gehobene Top-Version zur Verfügung. Die Preise beginnen bei 15.800 Euro (Mazda3 Sport 1,4 l MZR Comfort) und enden bei 24.800 Euro für den Mazda3 Sport 2,0 l MZR-CD Top.

Seit Juni 2005 ist das Sondermodell Active im Handel, welches zusätzlich zu Exclusive Metallic-Lackierung, Klimaautomatik, Nebelleuchten, Touring-Computer und 16-Zoll-Leichtmetallfelgen serienmäßig beinhaltet.

Im Oktober 2007 wurden die Preise und die Ausstattung der Modelle leicht geändert. Beim Sondermodell Active gibt es nun auch Xenon-Scheinwerfer und eine Sitzheizung, dafür ist die Metallic-Lackierung nicht mehr Serie. Zudem gibt es das Sondermodell Active Plus mit allen Ausstattungen der Active-Version und zudem Ledersitzen, einem mobilen Navigationsgerät mit Freisprecheinrichtung und einem Bose-Soundsystem mit CD-Wechsler. Das andere neue Sondermodell heißt Kintaro und verfügt über ein Spoilerpaket mit geändertem Kühlergrill und Sportfahrwerk, 17-Zoll-Leichtmetallräder, Klavierlack-Applikationen und Aluminium-Pedale im Innenraum sowie eine Edelstahl-Auspuffblende. Kombinierbar ist dieses Paket nur mit den beiden 2,0-Liter-Motoren.

Modellpflege 2006

Ab Juli 2006 wurde der überarbeitete Mazda3 angeboten. Optimierte Drehmomentverläufe und ein neues manuelles Sechsgang-Getriebe im 2,0 l Benziner zeichnen den überarbeiteten Mazda3 aus. Weitere Neuheiten sind eine verbesserte Geräuschdämmung, neue Reifen und betont vibrationsarm gelagerte Aufhängungen. Für verbesserten Komfort sorgen das schlüsselloses Zugangssystem LogIn und die Audio-Anlage HDD-Music-Box mit 20-GB-Festplatte. Äußerlich fällt das Facelift durch geänderte Front- und Heckschürzen, Rückleuchten und Leichtmetallfelgen auf. Weitere Merkmale sind ein anderer Schaltknauf, eine Gurtanzeige für die Beifahrer, höherwertige Interieureinsätze, Materialien und Stoffe sowie neue Außenlackierungen, ein optionales Bose-Soundsystem und Ledersitze oder Tempomat. Alle Motoren und die drei Ausstattungsversionen sowie das Sondermodell Active bleiben erhalten.

Mazda3 MPS

Zu den bisherigen Motorisierungen gesellte sich im Dezember 2006 der Mazda3 MPS (Mazda Perfomance Series) mit 191 kW (260PS) und 380 Nm Drehmoment (Präsentation fand auf der AMI 2006 statt). Er erhält den vom Mazda6 MPS bekannten 2,3-l-MZR-DISI-Turbo-Motor, damit beschleunigt er in 6,1 Sekunden von 0 bis 100 km/h und erreicht eine elektronisch begrenzte Spitzengeschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde. Neue Schürzen rundum, ein Sperrdifferenzial, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, rote Ziernähte im Innenraum und Alupedale sind weitere Merkmale des Mazda3 MPS. Der Mazda 3 MPS gehört somit zu den stärksten Serienfahrzeugen mit Frontantrieb weltweit.

Auf den nichteuropäischen Märkten, werden die MPS-Modelle unter der Marke Mazdaspeed verkauft.

Technik

Die technische Basis teilt sich der Wagen mit dem Ford Focus und dem Volvo S40/V50.

Einige technische Daten im Überblick:

  • Sicherheitsfahrgastzelle
  • Multipoint-Kraftstoffeinspritzung mit Lambda-Regelung
  • Überdruck-Flüssigkeitskühlung als Kühlsystem
  • Frontantrieb über Ausgleichsgetriebe und Doppelgelenkwellen
  • Hydraulisches Zweikreis-Bremssystem mit Bremskraftverstärker
  • Innenbelüftete Scheibenbremsen vorn und Scheibenbremsen hinten
  • Elektronische Bremskraftverteilung (EBD)
  • Antiblockiersystem (ABS) mit Bremsassistent
  • Dynamische Stabilitätskontrolle (DSC) mit Traktionskontrolle TCS
  • Servolenkung, entweder hydraulisch oder elektrohydraulisch (bei 2,0 l MZR)
  • Crashoptimiertes Sicherheitsbremspedal und -lenksäule
  • Mischluftheizung mit Radialgebläße

Motoren

Zur Markteinführung am 25. Oktober 2003 standen zwei Benziner zur Verfügung, später kamen der Basisbenziner und der moderne Common-Rail-Diesel von PSA (Peugeot/Citroën) mit 80 kW (109 PS) hinzu. Bei den Motoren entscheiden sich sieben von zehn Käufern für einen Benziner, dabei liegt der Marktanteil des 1,6 l MZR mit 77 kW (105 PS) bei 71% (Stand August 2006).

Details
  • Aluminiumzylinderblock
  • Querstromzylinderkopf aus Leichtmetall
  • zwei obenliegende Nockenwellen, angetrieben von einer Leichtlaufsteuerkette
  • fünffach gelagerte Kurbelwelle
  • Motoren quer vor der Vorderachse montiert
  • vier hängende Ventile pro Zylinder bei allen Motoren
  • variable Kennfeldzündung
  • variable Nockenwellenverstellung einlasseitig und variables Saugrohr

Seit Juni 2005 werden die Diesel-Modelle serienmäßig mit Rußpartikelfilter ausgestattet. Davon ausgeschlossen ist die 90 PS-Variante in Österreich.

Ottomotoren
  • 1,4 l MZR Reihenvierzylinder mit 1349 cm³ Hubraum und 62 kW (84 PS)
  • 1,6 l MZR Reihenvierzylinder mit 1598 cm³ Hubraum und 77 kW (105 PS)
  • 2,0 l MZR Reihenvierzylinder mit 1999 cm³ Hubraum und 110kW (150 PS)
  • 2,3 l MZR DISI Reihenvierzylinder mit 2261 cm³ Hubraum und Turboaufladung mit 191 kW (260 PS)
Dieselmotoren
  • 1,6 l MZ-CD Reihenvierzylinder-Common-Rail mit 1560 cm³ Hubraum und 66 kW (90 PS)
  • 1,6 l MZ-CD Reihenvierzylinder-Common-Rail mit 1560 cm³ Hubraum und 80 kW (109 PS)
  • 2,0 l MZR-CD Reihenvierzylinder-Common-Rail mit 1998 cm³ Hubraum und 105 kW (143 PS)
  1. nur im Mazda3 Sport Comfort
  2. nur als Active/Exclusive
  3. nur für die Ausstattungsversionen Top und das Sondermodell Active erhältlich
  4. nur im Mazda3 MPS
  5. nur in Österreich erhältlich
  6. nicht als Top
  7. nur als Active/Top
Getriebe
  • Fünfgang-Schaltgetriebe
  • Sechsgang-Schaltgetriebe
  • Vierstufen-Automatikgetriebe Activematic

Zweite Generation (BL, seit 2009)

Nach mehr als 1,5 Millionen produzierten Fahrzeugen des Vorgängermodells wurde die zweite Generation des Mazda3 Ende November 2008 auf der Los Angeles Auto Show zunächst als viertüriges Stufenheckmodell vorgestellt. Die fünftürige Schrägheckversion folgte auf der Bologna Motor Show Anfang Dezember 2008. Beide Varianten werden seit April 2009 mit teilweise neuen Motoren und einem überarbeiteten Design verkauft.

Die Optik lehnt sich an den Mazda6 GH an, ohne dabei die Grundform der ersten Baureihe des Mazda3 zu verlieren. Bei gleichbleibendem Radstand von 2,64 Metern, werden die Abmessungen nur geringfügig wachsen. Die wesentlichen Unterschiede zur ersten Generation liegen in den neuen Lichtkanten auf der Motorhaube, im Seitenschwellerbereich und dem Kofferraumdeckel, dem nun einteiligen und tieferliegenden Kühlergrill im Stil des 2009er Mazda RX-8 sowie den größer und dreidimensionaler gestalteten Leuchten an Front und Heck. Weitere Merkmale des neuen Mazda3 sind die ausgestellten vorderen Radhäuser und die Spoilerkante am Heck beim Viertürer.

Für Amerika gibt es weiterhin zwei Ottomotorisierungen: zum Einen den 2,0-l-Vierzylinder mit 110 kW (150 PS) und zum Anderen einen neuen 2,5-l-Motor, der den bisherigen 2,3-l-Vierzylinder ablöst. Letzterer stammt aus dem Mazda6, leistet 125 kW (170 PS) und ist mit einem Doppelauspuffendrohr ausgestattet. Für den europäischen Markt wird der 2,0-l-Ottomotor auf Direkteinspritzung DISI („Direct Injection Spark Ignition“) umgestellt und leistet weiterhin 110 kW (150 PS). Dadurch soll der Verbrauch um bis zu 20 % gesenkt und gleichzeitig die Leistung gesteigert werden. Weiterhin wurde eine neue Zündungsregelung sowie eine variable Ventilsteuerung und ein neuer Katalysator entwickelt.

Die höchste Ausstattungsvariante neben Sports-Line des Mazda3 stellt der Mazda3 MPS (Mazda Performance Series) dar. In ihm arbeitet der vom Vorgänger bekannte 2,3 l Reihenvierzylinder, welcher 191 kW mit einem Drehmoment von 380 Nm leistet. Durch die Gewichtsoptimierung des Fahrzeuges hat sich der Kraftstoffverbrauch um ca. 8% verringert.

Ottomotoren
  • 1,6 l MZR, Reihenvierzylinder mit 1598 cm³ Hubraum und 77 kW (105 PS)
  • 2,0 l MZR DISI, Reihenvierzylinder mit 1999 cm³ Hubraum und 110 kW (150 PS)
  • 2,3 l MZR DISI, Turbo-Reihenvierzylinder mit 2261 cm³ und 191 kW (260 PS)
  • 2,5 l MZR, Reihenvierzylinder mit 2489 cm³ Hubraum und 125 kW (170 PS) nur für Nord-Amerika
Dieselmotoren
  • 1,6 l MZR-CD, Reihenvierzylinder mit 1560 cm³ Hubraum und 81 kW (109 PS)
  • 2,2 l MZR-CD, Reihenvierzylinder mit 2184 cm³ Hubraum und 110 kW (150 PS)
  • 2,2 l MZR-CD, Reihenvierzylinder mit 2184 cm³ Hubraum und 136 kW (185 PS)

Weitere Besonderheiten sind ein Spurwechselassistent und ein neues Start-Stopp-System, dessen Anlassvorgang etwa doppelt so schnell ablaufen soll, wie bei anderen derartigen Systemen.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Mazda 3 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Auf dieser Seite sind auch Versionen und Autorenangaben verzeichnet.