Mercedes-Benz

Mercedes-Benz ist eine eingetragene Handelsmarke für Fahrzeuge der Daimler AG. Der Name entstand 1926 nach dem Zusammenschluss der Daimler-Motoren-Gesellschaft (Marke Mercedes) mit Benz & Cie. zurDaimler-Benz AG.

Begriffsabgrenzungen

Riesige Auswahl an gebrauchten Mercedes

Die Marke Mercedes-Benz ist von dem Geschäftsbereich Mercedes-Benz Cars (MBC) zu unterscheiden, der neben der PKW-Marke Mercedes-Benz auch die Marke smart führt. Die Nutzfahrzeuge der Marke Mercedes-Benz gehören zu anderen Geschäftsbereichen der Daimler AG.

Der manchmal verwendete Name „Daimler“ für einen Mercedes-Benz ist nicht korrekt, da Gottlieb Daimler die Rechte an dem Namen „Daimler“ in Bezug auf Autos „für alle Zeiten“ verkaufte. Ab 1907 fertigte in Coventry die Daimler Motor Company Kraftfahrzeuge unter dieser Marke. Nach Übernahmen von Jaguar Cars und später Ford wurden die Namensrechte an der Marke Daimler 2008 von den indischen Tata Motors übernommen.

Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz

Unter der Marke Mercedes-Benz werden nahezu alle Arten von Kraftfahrzeugen vertrieben:

Fahrzeugtyp

Geschäftsbereich der Daimler AG

Artikel

Pkw

Mercedes-Benz Cars

Mercedes-Benz-Pkw

Vans

Mercedes-Benz Vans

Transporter

Daimler Trucks

Mercedes-Benz-Transporter

Lkw

Mercedes-Benz-Lkw

Nutzfahrzeuge

Mercedes-Benz Unimog

Busse

Daimler Buses

Mercedes-Benz-Bus

Des Weiteren werden unter der Marke Mercedes-Benz folgende Fahrzeuge auf Basis der oben genannten Modellgruppen angeboten, die zum Teil auch von Fremdunternehmen gefertigt werden:

 

Fahrzeugtyp

allgemeiner Artikel

Freizeit- und Reisemobile

Reisemobil

Sonderfahrzeuge

Einsatzfahrzeuge
Sonderschutzfahrzeuge
Taxis
Rettungswagen
Krankentransportwagen
spezielle Nutzfahrzeuge

Darüber hinaus wurden, bis 1991 unter dem Namen MB Trac, Traktoren produziert.

Die Daimler AG produziert mit einer hohen Fertigungstiefe, da sie z. B. Lenk- sowie manuelle und automatische Schaltgetriebe selbst entwickelt und herstellt. Im Motorenbau gibt es eine Vielzahl von Baureihen, die in den verschiedenen Modellgruppen zum Einsatz kommen. So ist es nicht ungewöhnlich, dass derselbe Motor in PKW, Geländewagen und Transportern eingesetzt wird, siehe Liste der Motoren von Mercedes-Benz.

Geschichte

Ursprünglich verkaufte die 1891 gegründete Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) ihre Fahrzeuge noch nicht unter dem Namen Mercedes. Die Marke entstand erst um die Jahrhundertwende, inspiriert durch den Geschäftsmann Emil Jellinek, der ab 1898 mit Daimler-Fahrzeugen handelte. Ab 1899 nahm Jellinek unter dem Pseudonym Mercedes (angelehnt an den Namen seiner Tochter Mercédès Jellinek) unter anderem an der Rennwoche von Nizza teil. Obwohl „Mercedes“ zu dieser Zeit nur als Fahrername verwendet wurde und noch nicht als Automobilbezeichnung, wurde der Name so in Zusammenhang mit der DMG bekannt. 1900 vereinbarte Jellinek die Fertigung des neuen, leistungsstarken Motorenmodells „Daimler-Mercedes“, wodurch der Name Mercedes erstmals als Produktbezeichnung genutzt wurde. Zur gleichen Zeit wurde er Vertriebspartner für Daimler-Wagen und -Motoren und orderte 36 Fahrzeuge zum Gesamtpreis von 550.001 Mark (nach heutigem Wert etwa 3,53 Millionen Euro), sowie wenige Wochen später weitere 36 Daimler-Wagen mit 8-PS-Motor.

Nachdem 1901 mehrere dieser Mercedes-Fahrzeuge (der Name wurde nun auch für die Wagen genutzt) erfolgreich bei der Rennwoche von Nizza antraten, steigerte sich der Bekanntheitsgrad von Mercedes enorm; so dass 1902 der Name „Mercedes“ für die DMG gesetzlich geschützt wurde. Der für die Marke bekannte Mercedes-Stern wurde 1909 alsWarenzeichen eingetragen und wird seit 1910 auch als Kühlersymbol verwendet. Der Mercedes-Stern ist Überlieferungen zufolge durch die Kennzeichnung des Arbeitsplatzes von Gottlieb Daimler in Köln-Deutz auf einer Postkarte an seine Familie entstanden. Anderen Überlieferungen zufolge kennzeichnet der Stern die Produkte in der Frühzeit des Unternehmens: Motoren zu Lande, zu Wasser und in der Luft auf der ganzen Welt.

Die Daimler-Motoren-Gesellschaft schloss sich 1926 unter Federführung der Deutschen Bank mit dem Konkurrenten Benz & Co. zusammen und bildete die Daimler-Benz AG. Daraus ergab sich der neue MarkennameMercedes-Benz, der im gleichen Jahr mit dem Logo Mercedes-Stern geschützt wurde.[2]

In den 1930er Jahren prägten die legendären Silberpfeile im Wettstreit mit der Auto-Union das Markenbild. Mercedes-Benz fertigte im PKW-Sektor Modelle der Ober- und Luxusklasse und konnte hier eine Spitzenstellung einnehmen. In den Nachkriegsjahren wurde die Fertigung von PKWs erst im Jahre 1947 wieder aufgenommen. Schnell erreichte man wieder die früheren Stückzahlen. Auch ermöglicht durch weitere Fertigungsstätten im Ausland wurden die Produkte weltweit erfolgreich. Hier kam besonders dem US-Markt besondere Bedeutung zu, der seit Anfang der 60er Jahre zu Mercedes-Benz größten Auslandsmarkt heranreifte. Erst Ende der 80er Jahre bekam Mercedes-Benz in Europa mit BMW und später Audi, sowie auf dem US-Markt mit Lexus ernsthafte Konkurrenz. Trotzdem behauptet sich Mercedes-Benz erfolgreich am Weltmarkt und kann 2012 erneut einen Rekordabsatz verbuchen.

Motorsport

Siehe auch den Hauptartikel Mercedes-Benz (Motorsport).

Seit langem ist Mercedes-Benz im Motorsport tätig, darunter auch in der Formel 1. In den 1930er Jahren erzielte Mercedes mit den „Silberpfeilen“ unter Alfred Neubauer große Erfolge.

1955 beendete man das Engagement zunächst, nachdem es beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans zum bis heute schwersten Unfall (84 Tote) in der Automobilrennsportgeschichte kam. Erst 1988 stieg das Unternehmen wieder werksmäßig in den Rennsport ein. In der Formel 1 bildete Mercedes-Benz zusammen mit McLaren seit 1995 das Team McLaren-Mercedes, die Motoren wurden von Ilmor, respektive dem Mercedes-Tochterunternehmen Mercedes-Benz HighPerformanceEngines hergestellt. Seit 2010 hat Mercedes wieder ein eigenes Team in der Formel 1.

Am 16. November 2009 gab die Daimler AG bekannt, dass sie 75,1 % der Teamanteile von Brawn GP übernehme, das im selben Jahr erstmals angetreten war und mit Mercedes-Motoren die Fahrer- und Konstrukteurs-Weltmeisterschaft gewonnen hatte. Der Rennstall tritt seitdem unter dem Namen Mercedes Grand Prix als Mercedes-Werksteam unter deutscher Flagge an. Offizieller Sitz des Teams ist die Daimler-Zentrale in Stuttgart, operieren wird das Team aber wie sein Vorgänger Brawn GP aus dem englischen Brackley. Damit war die Marke Mercedes-Benz erstmals seit 1955 nicht nur als Motorenlieferant, sondern als Werksteam in der Formel 1 vertreten.

Im Zuge dieser Änderungen beendete Mercedes-Benz die exklusive Partnerschaft mit der britischen McLaren Group und verkaufte seinen 40-prozentigen Anteil an dieser. Das McLaren-Formel-1-Team erhält vertragsgemäß bis mindestens Ende 2015 weiterhin Motoren von Mercedes.

Mercedes-Benz-Museum

Das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart-Untertürkheim zeigt historische Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz vom ersten Automobils mit Verbrennungsmotor über die Silberpfeile bis zur Gegenwart. Seit 2006 ist es in einem neuen, modernen Gebäude untergebracht. Gemeinsam mit der Mercedes-Benz-Niederlassung Stuttgart bildet das Museum die Mercedes-Benz Welt.

Sonstiges

·                    Wilhelm Friedle, Betriebsdirektor der Daimler-Benz AG im Werk Sindelfingen von 1927 bis 1935, führte erstmals in Deutschland das Fließband ein.

·                    Adolf Hitler ließ sich ab 1931 im Typ 770 fahren, von dem er 2 Stück zum Vorzugspreis erhielt. Die Kosten für den zweiten Typ 770 (Kennzeichen IIA 19357) wurden mit den Anzeigenkosten in der NSDAP-Zeitung Völkischer Beobachter verrechnet.[4]

·                    Die Sängerin Janis Joplin und der Poet und Dramaturg Michael McClure schrieben 1970 ein Lied mit dem Titel Mercedes Benz.

·                    2002 wurde der Silver Star im Europa-Park eröffnet. Eine Achterbahn, die „Mercedes-Benz“ als Sponsor zum kompletten Thema hat.

·                    Mercedes-Benz Veteranen Club von Deutschland

·                    Seit Februar 2007 kann man die Mercedes C-Klasse in der 3D-Welt Second Life virtuell Probe fahren.

Sponsoring

Sportteams

·                    Seit 1972 ist Mercedes-Benz Partner und seit 1990 Generalsponsor des Deutschen Fußball-Bunds und dabei Hauptsponsor der deutschen Fußballnationalmannschaft[5]

·                    Seit 2007 ist Mercedes-Benz Exklusiv-Partner des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart.[6]

Sportstätten

Mercedes hält die Namensrechte an insgesamt drei Sport- und Eventstätten.

·                    Am 30. Juli 2008 wurde das Gottlieb-Daimler-Stadion im Stuttgarter Neckarpark, an dem die Daimler AG die Namensrechte bereits seit 1993 hält,[7] in Mercedes-Benz Arena umbenannt.[8]

·                    Seit 2009 heißt außerdem die 2010 fertiggestellte Schanghai Arena in Shanghai, China ebenfalls Mercedes-Benz Arena.[9]

·                    Im Oktober 2011 wurde bekannt gegeben, dass der 1975 errichtete und 2005 nach dem Hurrikan Katrina renovierte Louisiana Superdome in New Orleans, USA bis 2021 den Namen Mercedes-Benz Superdome tragen wird.[10]

Sportveranstaltungen

·                    Beim ATP-Turnier in Stuttgart ist Mercedes-Benz seit 1979 Namenssponsor, welches seitdem MercedesCup heißt.[11]

·                    Seit 1991 ist Mercedes-Benz Namenssponsor des Mercedes-Benz Junior Cup.[12]

Testimonials

·                    Seit 2010 wirbt Franz Beckenbauer als Testimonial für Mercedes-Benz.[13]

·                    2012 wurde bekannt, dass Mercedes-Benz Testimonial-Verträge mit den beiden Nationalspielern Mario Götze und Benedikt Höwedes abgeschlossen hat.[14]

·                    Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff der deutschen Fußballnationalmannschaft haben ebenfalls Testimonial-Verträge mit Mercedes-Benz[14]

·                    2013 warben u. a. Willem Dafoe, Usher und Kate Upton für Mercedes-Benz.[15]

Literatur

·                    Jürgen Schlegelmilch: Mercedes-Benz: Ihr guter Stern auf allen Straßen. Vier Jahrzehnte Mercedes-Benz Werbung. Heel, Königswinter 2007. ISBN 978-3-89880-709-8.

·                    Arnd Zschiesche: Ein Positives Vorurteil Deutschland gegenüber – Mercedes-Benz als Gestaltsystem. LIT-Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-8258-0904-1.

·                    Weitere Literatur siehe auch Artikel Daimler-Benz und Daimler AG

·                    Auto-Tests von Mercedes-Benz in auto motor und sport

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