Der MG T-Type mit den Modellen TA, TB, TC, TD und TF war ein einfacher Roadster mit separatem Rahmen, den MG von 1936 bis 1955 herstellte. Danach wurde er durch den MGA ersetzt.

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TA

Der MG TA ersetzte 1936 den PB Midget, dessen Weiterentwicklung er war. Er besaß mit 1143 mm eine um 76 mm weitere Spur und mit 2388 mm einen um 178 mm längeren Radstand als sein Vorgänger. Der fortschrittliche Motor mit obenliegender Nockenwelle (ohc) wurde nicht übernommen, da er sonst bei keinem anderen Serienfahrzeug zum Einsatz kam. Stattdessen griff man auf den üblicheren MPJG-Motor mit obenliegenden Ventilen (ohv) des Wolseley Ten zurück, stattete ihn aber mit zwei SU-Vergasern, einer veränderten Nockenwelle und besserer Gasführung aus. Der Hubraum betrug nur 1292 cm³ (Bohrung 63,5 mm × Hub 102 mm) und er leistete 50 bhp (37 kW) bei 4500/min. Die oberen Gänge des Vierganggetriebes waren synchronisiert. Wie beim PB wurden die meisten Fahrzeuge als offene Zweisitzer mit Stahlkarosserie auf einem Eschenholzrahmen gebaut. Außerdem gab es ab 1938 ein Cabriolet von Tickford mit Karosserien von Salmsons aus Newport Pagnell und ein „Airline“-Coupé, wie man es vom P-Type kannte, von dem aber nur ein Exemplar gefertigt worden sein soll. Es erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 125 km/h in Serienausstattung und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 23,1 Sekunden. Anders als der PB hatte der TA hydraulisch betätigte Bremsen. 1936 kostete das Fahrzeug in Großbritannien £ 222; etwas mehr als 3000 Exemplare wurden gebaut.
 

TB

Im Mai 1939 wurde der TA durch den MG TB ersetzt. Er erhielt den moderneren XPAG-Motor, wie er auch im Morris Ten eingebaut war, aber in getunter Form und – wie beim TA – mit zwei SU-Vergasern. Diese 1250-cm³-Maschine besaß 66,6 mm Bohrung und 90 mm Hub und entwickelte 54 bhp (39,7 kW) bei 5200/min. Es gab ihn als offenen Zweisitzer oder luxuriöseres Tickford-Cabriolet. Mit 379 gefertigten Exemplaren ist er der seltenste T-Type.

 


 

TC

Der MG TC war der erste Wagen, den MG nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 herausbrachte. Er sah dem Vorkriegs-TB sehr ähnlich und hatte fast den gleichen Motor. Dieser hatte eine geringfügig auf 7,4 : 1 erhöhte Kompression, leistete 54,5 bhp (40 kW) bei 5200/min und bot eine modernere Ausstattung im breiteren Innenraum. Er wurde auch in die USA exportiert, allerdings nur in rechtsgelenkter Ausführung. Die Exportversion hatte geringfügig kleinere „Sealed Beam“-Scheinwerfer nach US-Standard, größere, doppelte Rücklichter, eine Blinkanlage und verchromte Stoßfänger vorne und hinten. Es wurden über 10.000 Fahrzeuge gefertigt, für MG-Verhältnisse eine große Zahl. 1947 kostete das Fahrzeug in Großbritannien £ 527.
 

TD

Der MG TD von 1950 verband den Antrieb des TC – allerdings mit einem hypoidverzahnten Differenzial an der Hinterachse – mit dem Fahrgestell des MG Series Y und der von den früheren T-Type bekannten Karosserie. Neu waren die Einzelradaufhängung mit Schraubenfedern vorne – wie bei der Series Y –, Zahnstangenlenkung, kleinere 15“-Scheibenräder und die auf Wunsch lieferbare Linkslenkung. Stoßfänger mit Stoßfängerhörnern waren erstmals serienmäßig. Mit einer Spurweite von 1270 mm waren die Wagen um 127 mm breiter als vorher.

1950 wurde auch der TD Mk. II eingeführt, der zusammen mit dem Standard-TD hergestellt wurde. Er hatte einen mit 8,0 : 1 etwas höher verdichteten Motor, der 57 bhp (42 kW) bei 5500/min leistete. Er hatte zwei Kraftstoffpumpen, überarbeitete Stoßdämpfer und eine höhere Hinterachsübersetzung.

Insgesamt entstanden fast 30.000 TD, davon ca. 1700 Mk.-II–Modelle. 1953 wurde die Fertigung eingestellt. Nur 1656 Stück blieben in Großbritannien, 23.488 wurden in die USA exportiert.

Ein Wagen, der 1952 vom Magazin The Motor getestet wurde, erreichte eine Höchstgeschwinidigkeit von 123 km/h und beschleunigte von 0 auf 100 km/h in 18,2 Sekunden. Der Testverbrauch lag bei 10,6 l/100 km.

1998 kaufte das malaysische Unternehmen TD Cars Sdn Bhd die Namensrechte und Pläne zur Produktion des MG TD und stellt seitdem den TD 2000, eine Reproduktion des alten TD, her.

In Deutschland dagegen wird der MG TD vom bayerischen Unternehmen Automobilbau Scheib als Nachbau hergestellt. Ausgestattet wird dieser mit einem VW-Boxermotor aus dem früheren Volkswagen 1300. Dieser bietet eine Leistung von 44 PS. Die Karosserie der deutschen Replika besteht aus GFK-Fiberglas.
 

TF und TF 1500

Der MG TF war eigentlich ein Lückenbüßer, der dazu diente, die Produktion aufrechtzuerhalten, bis der neue MGA von der Geschäftsleitung der BMC, die keinen Konkurrenten zum Austin-Healey 100 wollte, zur Fertigung zugelassen wurde. Der 1953 herausgebrachte TF war im Grunde ein aufgewerteter TD mit einem nach hinten geneigten Kühlergrill und in die vorderen Kotflügel integrierten Scheinwerfern. Der Verschluss auf der Kühlermaske war nun eine Attrappe, da der Motor ein geschlossenes Kühlsystem hatte, das in heißen Klimata Vorteile bot.

1954 wurde der Motor überarbeitet und der Hubraum auf 1466 cm³ vergrößert, wobei die Bohrung auf 72 mm erweitert wurde. Er gab 63 bhp (46 kW) bei 5500/min ab. Das Modell wurde als TF 1500 angeboten.

1955 entstanden die letzten Autos dieses Baumusters, dann ersetzte der MGA den TF 1500. Insgesamt entstanden ca. 9600 TF, davon ca. 3400 TF 1500.

Der Name TF tauchte 2002 nochmals auf und bezeichnete einen Mittelmotorsportwagen der Marke, eine Version des MG F.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel MG T-Type aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Auf dieser Seite sind auch Versionen und Autorenangaben verzeichnet.