Mini (Auto)

Mini ist die Bezeichnung eines Pkw-Modells, das ursprünglich von 1959 bis 2000 von der Austin Motor Company sowie der Morris Motor Company, später von British Motor Corporation (BMC), British Leyland undRover beziehungsweise Lizenzpartnern (wie zum Beispiel Innocenti) gebaut wurde.

Den Namen und stilistische Merkmale dieses Wagens tragen seit 2001 die Fahrzeuge der Marke MINI von BMW.

Entwicklung

Die Besonderheit der Mini-Konstruktion bestand in erster Linie im Quereinbau des Frontmotors, dessen Getriebe unterhalb des Motors angeflanscht war und mit dem Motorblock eine Einheit bildete (das Getriebe teilte sich den Schmierstoff mit dem Motor). Dadurch und wegen der kleinen Räder (10 Zoll, 1959–1984) mit kurzem Karosserieüberhang ließ sich die Fahrzeuglänge auf nur wenig über drei Meter bringen.

Anstoß für die Entwicklung des kleinen und sparsamen Automobils war die Suezkrise von 1956 − die erste Energiekrise mit deutlich spürbaren Auswirkungen für die westliche Welt. Die ersten in Birminghamhergestellten Fahrzeuge kamen am 18. August 1959 auf den Markt.

Am 4. Oktober 2000 lief der letzte, während des 41-jährigen Produktionszeitraums technisch nur in Details veränderte Ursprungs-Mini vom Band. Damit hatte das meistverkaufte britische Auto eine Gesamtzahl von 5.387.862 produzierten Fahrzeugen erreicht.

Ursprünglich wurde der Wagen als Austin Seven (auch Austin Se7en) und Morris Mini Minor vermarktet, da der neue Wagen die Nachfolge des Austin 7 angetreten hatte und die BMC 1952 aus den HerstellernAustin Motor Company und Morris Motor Company entstanden war.

Der dauerhafte Erfolg des Mini, der sogar seinen Nachfolger Mini Metro überlebte und dessen modifizierte Antriebstechnik erbte, war nicht abzusehen, als Alec Issigonis seine ersten Skizzen auf eine Serviette oder Tischdecke zeichnete.

John Cooper wandte seine Erfahrungen mit dem A-Serien-Motor auch im Mini an und wurde zum Haustuner des Werks. In der Öffentlichkeit wird ein Mini immer mit einem Mini Cooper gleichgestellt − dabei ist es egal, ob es sich wirklich um einen Cooper handelt, der optisch (zumindest in den letzten Baujahren) durch weiße Streifen auf der Motorhaube und auch häufig durch ein andersfarbiges Dach zu erkennen ist und gegenüber den Standard-Modellen eine zum Teil deutliche Mehrleistung und eine andere Endübersetzung (wie etwa beim SPi-Modell) hat.

Technische Daten (1963/64)

Fahrzeugtyp:

Mini

Mini Cooper

Mini Cooper S

Motor: 

4-Zylinder- Reihenmotor (vorn quer)

Hubraum: 

848 cm³

997 cm³

1071 cm³

Bohrung x Hub: 

62,9 x 68,3 mm

62,4 x 81,3 mm

70,6 x 68,3 mm

Leistung bei 1/min: 

25 kW (34 PS) bei 5500

40 kW (55 PS) bei 6000

51 kW (70 PS) bei 6000

Max. Drehmoment bei 1/min: 

60 Nm (6,1 mkp) bei 2900

72 Nm (7,3 mkp) bei 3600

83 Nm (8,5 mkp) bei 4500

Verdichtung: 

8,3: 1

9,0: 1

9,0: 1

Ventilsteuerung: 

Stoßstangen und Kipphebel, seitliche Nockenwelle

Vergaser: 

1 SU

2 SU

2 SU

Kühlung: 

Wasserkühlung mit Pumpe und Thermostat

Getriebe: 

4-Gang-Getriebe mit Knüppelschaltung (2. bis 4. Gang synchronisiert), Antrieb auf die Vorderräder

Radaufhängung vorn: 

doppelte Dreiecksquerlenker

Radaufhängung hinten: 

Schwinge (Längslenker)

Federung: 

Gummifederung und Teleskopstoßdämpfer vorn und hinten

Karosserie: 

Selbsttragende Ganzstahlkarosserie mit Hilfsrahmen vorn und hinten

Spurweite vorn/hinten: 

1206/1164 mm

1206/1164 mm

1233/1193 mm

Radstand: 

2032 mm

Reifengröße: 

5.20–10

5.20–10

5.50–10

Maße L x B x H: 

3060 x 1410 x 1350 mm

3060 x 1410 x 1350 mm

3060 x 1410 x 1355 mm

Leergewicht (ohne Fahrer): 

620 kg

645 kg

670 kg

Höchstgeschwindigkeit: 

115 km/h

138 km/h

148 km/h

Preis (Austin Mini): 
(→ Wert inflationsbereinigt)

5.780 DM
(→ heute 11.821 €)

7.410 DM
(→ heute 15.154 €)

10.525 DM (1967)
(→ heute 19.143 €)

Varianten

Antrieb (Serie)

Motoren mit 848 cm³, 998 cm³, 1098 cm³ und 1275 cm³ wurden in den normalen Modellen montiert. Die Cooper-S-Versionen gab es mit 970 cm³, 1071 cm³ und 1275 cm³ (immer mit zwei SU-Einfachvergasern). Der „normale“ 1275-cm³-Motor und der Cooper-S-1275-cm³-Motor haben bis auf den gleichen Hubraum nicht viel gemeinsam. Übereinstimmend bei allen Minis aber ist, dass der Motor keine richtige Ölwanne hat, denn an deren Stelle befindet sich das Getriebe, das sich mit dem Motor das Öl teilt. Diese Entwicklung galt damals (1959) als revolutionär und sorgte zusammen mit dem quer montierten Frontmotor dafür, dass so viel Auto auf so wenig Grundfläche möglich war. Das Konzept machte den Mini zum Urahn aller Kompaktwagen, wenn auch das System des gemeinsamen Ölkreislaufs sich nicht weiter durchsetzte und der quer eingebaute Motor schon seit den dreißiger Jahren in verschiedenen Modellen (DKW F1, Saab 92, Gutbrod Superior) verwendet wurde.

Fahrwerk

Anders als andere Fahrzeuge hat der Mini eine Federung mit konischen Gummiblöcken anstelle von Stahlfedern, die Alex Moulton, der spätere Konstrukteur der Moulton Bikes, entwickelt hatte. Sie war sehr hart, aber der Mini hatte eine damals kaum zu übertreffende Straßenlage. Wegen der leicht gebauten Karosserie waren vorne und hinten je ein Hilfsrahmen eingebaut, die Radaufhängungen und Motor trugen. Die Räder waren vorn an doppeltenDreieckslenkern und hinten an Längsschwingen aufgehängt

Die kurzen Karosserievarianten gab es von 1964 bis 1971 auch mit der Hydrolastic, einer Gummifederung, bei der Stoßdämpfer und ein gewisser Niveauausgleich mit einer Wasserhydraulik realisiert war, bei der die Räder einer Seite miteinander verbunden waren. Wegen des als Frostschutz beigemischten Alkohols bekam sie den Spottnamen „Whisky-Soda-Federung“.

Die Versionen mit langem Radstand (Van bzw. Estate) wurden nur mit der Gummifederung ausgerüstet.

Karosserie

Der Mini wurde als Limousine mit kurzem Radstand, als Kombi/Van und als Pickup mit langem Radstand gebaut. Als längere Limousinen mit Stufenheck, geänderter Front und höherem Grill wurden der Wolseley Hornet und derRiley Elf verkauft. Des Weiteren wurde ein Geländewagen/Fun-Mobil unter dem Namen Moke hergestellt. Ab 1969 gab es den Mini Clubman mit längerem Motorraum und „eckiger“ Front, der die teureren Rileys und Wolseleys ablöste und 1980 durch den Mini Metro ersetzt wurde. Die neue Form stammte von Roy Haynes. Den Clubman gab es nur als Limousine mit kurzem Radstand und Kombi mit langem Radstand.

Die Versionen mit langem Radstand (der Kombi mit hinterer Sitzbank und Seitenscheiben, die zweisitzigen Mini Van ohne hintere Seitenfenster und der Pickup) wurden bis 1981 produziert und hatten immer die außenliegenden Türscharniere der MK I-/MK II-Reihe. Der Clubman Estate hingegen (Kombi mit hinteren Seitenfenstern und eckiger Front) hatte innenliegende Türscharniere und Kurbelfenster, wie sie gleichzeitig für die Limousinen der MK III Reihe eingeführt wurden.

Der Mini Clubman Estate hat nicht nur eine andere Frontmaske als der Kombi, er unterscheidet sich noch in anderen Punkten vom Van/Pickup.

Die Kombis Countryman und Traveller mit zwei Hecktüren wurden baugleich von Austin und Morris (GB) hergestellt. Bei BL Cars MINI IMA (Portugal) wurde er mit einer einteiligen, nach oben öffnenden Heckklappe produziert.

Der Austin Countryman und der Morris Traveller wurden beide mit oder ohne Holzbeplankung an den Seiten und Hecktüren geliefert. Mit Holzbeplankung sind sie auch als „Woody“ bekannt.

Der Mini Moke war ursprünglich als Armeefahrzeug konzipiert worden, wurde jedoch mangels Bodenfreiheit, Zuladung und Leistung dann doch nicht fürs Militär gebaut. Er entwickelte sich dann allerdings zu einem Kultmobil der 1960er Jahre, was auch daran lag, dass der Moke im James-Bond-Film Man lebt nur zweimal und in einigen Folgen der Fernsehserie Nummer 6 zu sehen war.

Prototypen

Ein reger Wettstreit zwischen Alec Issigonis und John Cooper entbrannte, um herauszufinden, welches Team zuerst die Idee des Bimotor-Minis umsetzen konnte, nachdem der erste Doppelmotor-Moke entstanden war und der britischen Armee als Allradgeländewagen angepriesen wurde. Einer dieser Twini (für Twinengine Mini) fuhr bei der Targa Florio mit. Er war sehr schnell, verbrauchte jedoch mehr Kühlwasser für den Heckmotor als Benzin.

Aufgrund der Bauweise mit den beiden Hilfsrahmen, der Motor/Getriebeeinheit und preiswerten Spenderfahrzeugen entstanden in England viele Kitcars mit Minitechnik − wie beispielsweise der Mini Marcos, der GTM und der Yak.

Sondermodelle

Schon früh gab es den Mini Cooper, den Mini Cooper S, sowie die italienischen und spanischen Innocenti- und Authi-Varianten. Aufgrund eines Vertrages war Austin/Morris verpflichtet, an John Cooper für jeden verkauften Mini Cooper einen Betrag von 2 £ zu zahlen. 1969 wurde der Bau des Mini Cooper (998 cm³) und der des Mini Cooper S 1972 wieder eingestellt, stattdessen gab es als stärkstes Modell nur noch den Clubman 1275 GT mit deutlich weniger Leistung.

Ein Cooper-Modell wurde noch bis 1975 von Innocenti in Mailand gebaut und als Innocenti Cooper 1300 mit 64 PS ab 1972 auch exportiert. In Deutschland war er ab 1974 in den Farben Weiß, Blau, Rot und Grün für knapp 8000 DM zu erwerben. Charakteristisch waren, neben dem weißen oder schwarzen Dach, besonders seine Kotflügelverbreiterungen aus schwarzem Kunststoff, mit denen später auch andere Mini-Ausführungen ausgeliefert wurden. Zudem hatten die Innocenti-Modelle Dreiecksfenster in den Türen. Außerdem bot Innocenti den Mini 1001 mit einem 48-PS-Motor an, der allerdings keine sportliche Cooper-Version war.

Später kam das Werks-Mini-Cabrio dazu, dessen erste Exemplare in Deutschland gefertigt wurden.

Im ERA Mini Turbo wurden Motor und Betriebe vom MG Metro Turbo verwendet. Die Leistung betrug 94 PS. Dafür waren umfangreiche Änderungen an der Karosserie, am Schmier- und Kühlsystem und natürlich auch an Federung und Bremsanlage erforderlich. Vom Hersteller wurde eine Beschleunigung von 0 auf 100km/h in knapp acht Sekunden angegeben.

Eine große Anzahl an Sondermodellen wie beispielsweise den Mini Monte Carlo und Special und den Jubliläumsminis von 1979 (Mini 20), 1984 (Mini 25 und Mini Mayfair Sport), 1989 (Mini 30), 1994 (Mini 35) und 1999 (Mini 40) erweiterten die Modellpalette.

Mini als Kultobjekt

Filme

Jahr

Hauptdarsteller

Titel

1964

Peter Sellers

Ein Schuß im Dunkeln

1967

The Beatles

Magical Mystery Tour

1969

Michael Caine

Charlie staubt Millionen ab

1978

Bud Spencer

Plattfuß in Afrika

1981

Tony Barry

Mach’s gut, Pork Pie

1989

Rowan Atkinson

Mr. Bean

1996

Gruschenka Stevens

Der kalte Finger

1997

Bill Murray

Agent Null Null Nix

2001

Samuel L. Jackson

The 51st State

2002

Mike Myers

Austin Powers in Goldständer

2002

Matt Damon

Die Bourne Identität

2003

Charlize Theron

The Italian Job – Jagd auf Millionen

2007

Rowan Atkinson

Mr. Bean macht Ferien

2007

Ben Stiller

Nach 7 Tagen ausgeflittert

2010

Anis Mohamed Youssef Ferchichi

Zeiten ändern dich

Prominente Besitzer

Viele Prominente der 1960er-Jahre besaßen einen oder mehrere Minis. Ob Twiggy, Mary Quant, Peter Sellers (der seiner Frau Britt Ekland einen der ersten Hatchback Minis schenkte) oder die Beatles − jeder hatte einen. Ringo Starr hatte „natürlich“ einen Hatchback (mit großer Heckklappe), um sein Schlagzeug transportieren zu können. Marc Bolan von T. Rex starb bei einem Unfall in seinem Clubman 1275 GT. Marius Müller-Westernhagen hatte einen grünen Mini 35, eine Spezialversion zum 35-jährigen Jubiläum. Selbst dieQueen ließ sich öfters in einem Mini chauffieren. Bekannt wurde auch Rowan Atkinson in seiner Rolle als Mr Bean, der einen grünlich-gelb-schwarzen Mini fährt.

Enzo Ferrari besaß drei Minis und soll den Spruch geprägt haben: „Wenn er nicht so hässlich wäre − könnte ich mich in den Mini verlieben.“ Ähnlich habe sich Ferrari-Motorenkonstrukteur Aurelio Lampredi nach einer Probefahrt mit dem Mini in Monza geäußert.

Rennsport

Der spätere dreifache Formel-1-Weltmeister Niki Lauda erntete 1968 als 18-Jähriger in einem 1300er Mini Cooper S seine ersten Motorsport-Lorbeeren bei diversen Bergrennen. Der Mini war auch für viele andere Rennsportgrößen der Eintritt in die Rennszene.

Der Mini Cooper S hatte (bis auf wenige ganz frühen Modelle) immer zwei separate Benzintanks im Wagenheck − es gab ihn als 970-cm³-, 1.071-cm³- und 1.275-cm³-Variante, um die damals geltenden Hubraumklassen auszuschöpfen.

Der Mini gewann viermal in Folge (1964−1967) die legendäre Rallye Monte Carlo, jedoch wurde er 1966 wegen falscher Glühlampen in den Scheinwerfern höchst umstritten zugunsten der französischen Citroën ID disqualifiziert − was jedoch die Verkaufszahlen in genau diesem Jahr nicht nur in Frankreich in die Höhe schnellen ließ.

Anfang 1971 sorgte ein gewisser Brian Culcheth auf der Rallycross-Strecke Lydden Circuit (zwischen Dover und Canterbury) für Aufsehen. Er fuhr einen Mini, der sich nicht gerade wie ein Mini verhielt. Bei genauerer Inaugenscheinnahme stellte sich heraus, dass derClubman mit Allradantrieb aufgepeppt worden war. Das Special Tuning Department von BMC hatte vom normalen Differenzial nach hinten weg eine Kardanwelle geführt, die dazu diente, ein im Kofferraum montiertes zusätzliches Differenzial eines Austin Healey Spriteanzutreiben. Von diesem ging der Kraftfluss über Antriebswellen vom Cooper S zu den Hinterrädern. Mit einem 1300er-Motor, der mit Querstrom-Zylinderkopf und Weber-Doppelvergasern bestückt war und rund 120 PS leistete, war der 4x4- bzw. 4WD-Mini zwar die Sensation des Tages, tauchte in Folge aber nur noch selten bei Rallycross-Rennen auf. Der Engländer David Angel brachte den Clubman 4WD ab August 1972 für die letzten Läufe zur Internationalen Rallycross-Meisterschaft der Niederlande nach Valkenswaard (beiEindhoven) und wurde am Ende der Saison Meister seiner Klasse. Weil für die spätere „Adoption“ durch die FIA (im Jahre 1976) der Rallycross-Sport bereits ab 1973 nur noch Autos nach deren Gruppe-5-Reglement erlaubte, verschwand Ende 1972 die erste Generation der Allradfahrzeuge wieder aus dieser Autosport-Disziplin und somit auch der einzige offiziell vom BMC-Werk eingesetzte Rennsport-Mini mit Einzelmotor und Vierradantrieb.

Bis zum heutigen Tag wird der Mini häufig im Motorsport eingesetzt. Sowohl in den historischen Serien wie der „FIA European Challenge for Historic Touring Cars (FIA-TC’65)“, des Weltmotorsport-Verbands Fédération Internationale de l’Automobile als auch der „Historischen Tourenwagen- und GT-Trophy“, die der Automobilclub von Deutschland e.V. (AvD) ausschreibt, werden viele Minis eingesetzt. Daneben stehen viele Minis wegen ihres günstigen Leistungsgewichts bei Bergrennen am Start. Zudem gibt es auch heute noch in Deutschland mit der „British Car Trophy“ und in England mit der „Mini 7“ bzw. der „Mini Miglia“ spezielle Serien für den Mini.

Minifahrer unter sich

Alljährlich wird ein internationales Minitreffen, das International Mini Meeting (IMM), veranstaltet, das jeweils von einem anderen Miniclub in einem anderen Land organisiert wird und alle fünf Jahre anlässlich des Jubiläums des Minis in Großbritannien stattfindet.

Modelle, technische Veränderungen

Typenbezeichnung

In den Fahrzeugpapieren wird nur zwischen MK I und MK II unterschieden, das liegt daran, dass die Modelle immer nur nachgepflegt und keiner neuen Typprüfung unterzogen wurden.

Typ

Zeitraum

Merkmal

MK I

1959 − 1967

Außenliegende Türscharniere, kleines Heckfenster, kleinere Rücklichter, „Schnurrbart-Grill“

MK II

1967 − 1969

größeres Heckfenster, größere Rücklichter, eckiger Kühlergrill mit oberer Leiste an der Motorhaube

MK III

1969 − 1976

innenliegende Türscharniere mit Kurbelfenstern anstatt der Schiebefenster

MK IV

1976 − 08/1984

gummigelagerter vorderer Hilfsrahmen, (der letzte mit 10"-Reifen)

MK V

08/1984 - 92

Instrumente vor dem Fahrer (wie beim Clubman), ab jetzt 12"-Reifen und Scheibenbremsen vorne (Start Sondermodell Mini 25)

MK VI

1992 − 10/1996

(SPi = TBi) Single Point Injection, geregelter Katalysator, Mini (53 PS), Mini-Cooper (63 PS)

MK VII

10/1996 − 4. Oktober 2000

(MPi = XN) Multi Point Injection, mit Fahrerairbag, Gurtstraffern, Seitenaufprallschutz in den Türen, Frontkühler, alle Modelle mit 63 PS

Zeitlinie

Jahr

Merkmal

1959

Der Mini mit 848 cm³ wird im April vorgestellt.

1960

Die Varianten Countryman, Traveller, Van, Pick Up und Moke werden vorgestellt.

1961

Der erste Mini Cooper mit 997 cm³ sowie der Cooper S mit 1071 cm³ erscheinen auf dem englischen Markt. Die Modelle Wolseley Hornet und Riley Elf erscheinen.

1964

Weitere Varianten des Cooper S mit 970 bzw. 1275 cm³ erscheinen, der 997-cm³-Cooper wird vom 998-cm³-Cooper ersetzt.

1965

In Italien wird der Mini Minor Mk I mit 950 cm³ aufgelegt.

1966

Die Moke-Produktion in Sydney, Australien und die Produktion des 998-cm³-Cooper in Italien wird gestartet.

1967

Wechsel von MK I zu MK II.

1968

Ein überarbeitetes und damit vollsynchronisiertes Getriebe wird bei allen Modellen montiert. Die Moke-Produktion in England wird eingestellt.

1969

Der 1275 Clubman GT (54 PS) mit 12"-Dunlop-Sicherheitsrädern erscheint, der 998 cm³ Cooper wird - wie auch die Modelle Wolseley Hornet, Riley Elf und Traveller/Countryman - eingestellt.

1970

Wechsel von MK II zu MK III.

1971

Die Cooper-S-Varianten mit 970 cm³ und 1071 cm³ werden eingestellt. In Italien wird die Lizenzproduktion von Innocenti gestartet.

1972

Ein überarbeitetes Getriebe [Rodchange] mit Schaltstangen ersetzt das Schalthalsgetriebe. Der Minimatic mit automatischem Getriebe kommt zur Produktpalette hinzu.

1973

Das [Rodchange]-Getriebe bekommt Stahlgelenke anstelle der Gummigelenke. Die spanischen Authi-Modelle erscheinen.

1974

Der Innocenti 90 (998 cm³) und 120 (1275 cm³) erscheinen auf dem italienischen Markt.

1975

Der Innocenti 90 und 120 wird eingestellt. Die Nachfolgemodelle erhalten einen Dreizylinder-Daihatsu-Motor.

1976

Der vordere Hilfsrahmen wird modifiziert. Dieser ist nun mit Gummilagern an der Karosserie befestigt.

1977

Leyland Innocenti 90L (998 cm³) und 120L (1275 cm³) erscheinen im Mai auf dem deutschen Markt.

1981

Der Metro-Motor [A+] wird auch in den Minimodellen eingeführt, die Moke-Produktion in Australien wird eingestellt.

1983

Die Varianten Van, Pick Up und Clubman werden eingestellt, die Moke-Produktion in Portugal wird gestartet.

1984

Der Wechsel von 10-Zoll- auf 12-Zoll-Rädern wird durch die Einführung der vorderen Scheibenbremse (vom Clubman GT) für alle Modelle notwendig.

1986

Der letzte Mini mit 850 cm³ wird produziert.

1989

Zum 30-jährigen Jubiläum erscheint ein Cooper-Sondermodell mit 998 cm³.

1990

Wiederaufleben der Cooper mit 1275 cm³.

1991

Die Moke-Produktion bei Cagiva in Italien wird gestartet.

1992

Der 1275-cm³-Motor wird mit Einspritzung anstelle der Vergaseranlage produziert (SPI).

1993

Der letzte Mini mit 998 cm³ wird produziert, die Moke-Produktion in Portugal und Italien wird eingestellt.

1996

Modellwechsel von MK VI zu MK VII (MPI).

2000

Der letzte Mini verlässt im Oktober das Montageband.

Verbrauch

·                    848-cm³-Minis 4,5 l/100km

·                    998-cm³-Minis bis Baujahr 1988 6,0 l/100km

·                    998-cm³-Minis ab Baujahr 1988 (lang übersetzter 4. Gang) 5,3 l/100km

·                    1275-cm³-Minis 7,3 l − 14,0 l/100 km je nach Vergaser und Auspuffanlage

Aufgrund des Katalysators dürfen alle Einspritzer (SPI und MPI) nur mit bleifreiem Benzin betrieben werden, bei den übrigen Varianten ist der Gebrauch von bleifreiem oder (wo erhältlich) verbleitem Kraftstoff fakultativ möglich.

MINI − der Nachfolger

2001 entstand unter dem Eigentümer BMW eine Neuauflage des Mini als MINI. Nach der Übernahme verschiedener englischer Marken (Rover, MG und Land Rover) inklusive das Modell Mini, von denen allerdings mittlerweile nur noch Mini zu BMW gehört, wurde im Rover-Werk Longbridge die Produktion des neuen Mini vorbereitet. Nachdem der neue Mini zu einem Großteil durch Rover entwickelt worden war, wurde kurz vor der Trennung von Rover die technische Entwicklung bei BMW in München angesiedelt. Die Produktionslinien des Rover 75 in Oxford im alten Morris-Werk Cowley mussten nach Longbridge umziehen, während die Mini-Produktion nach Cowley kam. Cowley wurde dann in BMW Works Oxford umbenannt und für die Produktion des aktuellen Mini modernisiert.

Literatur

·                    Hans J. Schneider: Mini Technik + Typen. Delius Klasing, Bielefeld 2004, 2005. ISBN 3-7688-5783-2

·                    Peter Russek: Reparaturanleitung Austin/Rover Mini. Bucheli, Zug 1995, 1996. ISBN 3-7168-1912-3

·                    David Vizard: Tuning the A-Series Engine. Haynes, Sparkford 2001. ISBN 1-85960-620-2

·                    John Brigden: Sportliche Minis. Heel, Königswinter 1991. ISBN 3-89365-224-8