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Kategorie: Mitsubishi L300

Der Mitsubishi L300 ist ein Kleintransporter, der seit den frühen 1980er Jahren von Mitsubishi hergestellt wird. In Japan und Taiwan wurden bereits seit 1968 Vorgängermodelle unter dem Namen Mitsubishi Delica angeboten.

Mitsubishi L300, RTBF (SM-L), Modellauto, Fertigmodell, Rietze 1:87

Der damaligen Kleinbus-Bauweise entsprechend ist er auf einem robusten, aber dem Fahrkomfort nachteiligen Leiterrahmen aufgebaut. Der L300 wurde als Transporter, Bus und Fahrgestell mit Fahrerkabine für Sonderaufbauten (z. B. für Wohnmobile) angeboten.

Der L300 wird in Deutschland nicht mehr vertrieben, wohl aber auf anderen Märkten. In Neuseeland beispielsweise gibt es ihn mit kurzem oder langem Radstand, mit einem 2,4 l-Benzinmotor und einem 2,5-l-Dieselmotor. Im Laufe der langen Bauzeit wird der L300 vor allem in Form des Badge-Engineering weiterhin produziert, dabei teilweise an Front und Heck leicht modifiziert, um eine modernere Optik zu erhalten. In Albanien wird der Hyundai H100 angeboten, der auf dem L300 basiert. Als Soueast Delica werden modifizierte L300 von Soueast produziert. In Mexiko verkaufte Daimler-Chrysler-Dodge den L300 bzw. in Taiwan produzierten CMC Delica von 1989 bis Dezember 2009, als Dodge 1000.

Auf allen Märkten der ersten Welt wurde das Modell Mitte der 1990er Jahre vom Mitsubishi L400 abgelöst.

Die Gebrauchtfahrzeugpreise sind in Deutschland niedrig, da die damals gefragten Dieselmotorvarianten wegen der teuren Kfz-Steuern, den hohen Versicherungstypklassen und den hohen Ersatzteilpreisen im Unterhalt verhältnismäßig teuer sind.

Geschichte

1980 wurde der L300 in Deutschland vorgestellt. Mit dem 48-kW-Motor verbraucht er unter 10 l/100 km. Im Gegensatz zu dem damaligen Marktführer VW Bus T3 war er als Kleinbus zwei Schiebetüren und einen für damalige Verhältnisse modernen, wassergekühlten Motor in der Mittelmotor-Bauweise erhältlich.

Ab 1983 bot Mitsubishi eine allradgetriebene Version an, dessen Chassis vom Mitsubishi Pajero stammt.

1984 gab es den L300 mit einem 1600-cm³-Benzinmotor und einer Dieselvariante.

 

 

Seit 1986 hat der L300 nur einen Generationswechsel erfahren. Dabei blieb das Design von kleineren Änderungen im Innenraum und an der Fahrzeugvorderseite sowie technischen Neuerungen abgesehen, weitgehend unverändert. Auch die Motorvarianten blieben nahezu gleich. Die Dieselmodelle waren dabei immer die weitaus gefragteren.

Als Standardversion verfügt er über neun Sitzplätze über drei Sitzreihen aufgeteilt, wobei nur der Fahrersitz als Einzelsitz gestaltet ist. Später wurden mehrere Ausstattungsmöglichkeiten angeboten, um der wachsenden Ansprüchen als Familienwagen gerecht zu werden. In der Allradvariante hat er acht, in der Ausstattungsvariante „Luxus“ sieben und in der Kombiversion sechs Sitzplätze.

Wegen der einfachen und robusten Leiterrahmenkonstruktion, dem geländegängigen Allradantrieb und dem vergleichbar günstigen Preis, wurde der Bus in den 80ern vor allem in bergigen Gegenden als Einsatzleitwagen und Mannschaftstransporter von der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk (THW) benutzt. Obwohl zu der Zeit der Einsatz von Kleinbussen als Leichenwagen in Deutschland noch nicht sehr verbreitet war, wurde das Modell von einschlägigen Karosseriebauern wie Rappold oder Stolle oft als Basis für die 2-Sarg-Ausführung genommen.

Rückruf

Im Februar 2006 rief Mitsubishi in den Baujahren 1995 und 1996 hergestellte L300 2,5-l-Dieselmotor zurück, da dort der Endschalldämpfer brechen kann. Damit reagierte man auf die bereits im Jahre 2004 veröffentlichten, erneut vertuschten Rückrufe, die Mitsubishis Krise verstärkte.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Mitsubishi L300 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Auf dieser Seite sind auch Versionen und Autorenangaben verzeichnet.