Der Nissan Cedric ist ein von 1960 bis 2004 produziertes Modell der oberen Mittelklasse des japanischen Automobilherstellers Nissan mit Hinterradantrieb.

NISSAN CEDRIC LIMOUSINE GRÜN 2000GL-E 1977 1/43 DISM MODELLAUTO MODELL AUTO SONDERANGEBOT

Der Cedric wurde von Nissan als Konkurrent zu den Prince-Modellen Skyline und Gloria lanciert; nachdem Prince 1967 in Nissan-Besitz gelangt war, wurden alle drei Modelle jahrzehntelang parallel gebaut, wobei sie sich in späterer Zeit die Plattform teilten. Seit den 1980er-Jahren wurden Cedric und Gloria sich immer ähnlicher und unterschieden sich zumeist nur in Details wie Kühlergrill, Heckleuchten und Modellstaffelung. Im Oktober 2004 wurden Cedric/Gloria durch den Nissan Fuga ersetzt; ein preiswertes Cedric-Modell für Flottenkunden, das auf der Modellgeneration Y31 der späten 1980er-Jahre basiert, befindet sich nach wie vor im Angebot. In Deutschland wurden weder Cedric noch Gloria verkauft.

In Taiwan wurde die Modellserie des Cedric 1964 von der Yulon Motor Company aufgelegt. Für den hießigen Markt erhielt die Modellserie den Namen Yue Loong Victory und blieb bis 1987 in Produktion. Abgelöst wurde die Modellserie dann von dem mit wenig Erfolg gekrönten Yue Loong Feeling des Typs YLN-102.

Cedric (30/31), 1960–1965

1960 debütierte zur Abrundung des Firmenprogramms nach oben hin der erste Cedric, eine konventionelle Limousine mit 1,9-Liter-Vierzylindermotor, selbsttragender Karosserie, Hinterradantrieb, Trommelbremsen und hinterer Starrachse; später wurde auch eine Kombi-Variante und eine 1,5-Liter-Version der Limousine vorgestellt. Ab 1962 ergänzte die Cedric Custom-Limousine, eine besser ausgestattete Variante auf 6 cm längerem Radstand das Angebot, 1963 erschien zudem der Cedric Special auf nochmals um 14 cm gestrecktem Radstand und mit 2,8-Liter-Reihensechszylinder ausgerüstet.

Cedric (P130), 1965–1971

Der Cedric der zweiten Generation, erschienen im Oktober 1965, erhielt eine vollständig neue Karosserie und wurde teils von neuen Motoren angetrieben. Zur Wahl standen ein Zweiliter-Vierzylinder, verschiedene Sechszylinder gleichen Hubraums oder mit 2,3, später 2,4 Litern und ein 2,2-Liter-Dieselmotor. Bezeichnung im Export Datsun 2000/2200/2300/2400.

Der Cedric Special wurde durch den neuen Nissan President ersetzt.

Cedric (230), 1971–1975

Im Februar 1971 lancierte Nissan erneut einen komplett neuen Cedric mit Karosserie im amerikanischen Stil. Ab dieser Serie waren Cedric und Gloria weitgehend identische Schwestermodelle mit kleineren stilistischen Unterschieden. Angeboten wurden zweitürige Hardtop-Coupés, viertürige Limousinen mit und ohne B-Säulen und Kombiausführungen, angetrieben von Zweiliter-Vier- oder Sechszylindern, einem 2,4-, einem 2,6-Liter-Sechszylinder oder einem Dieselmotor. Dieses Modell wurde, unter den Bezeichnungen Datsun 220C/240C/260C auch in einige europäische Länder exportiert, nicht aber nach Deutschland.

Cedric (330), 1975–1979

Im Juni 1975 erhielt der Cedric neue Karosserien von weiterhin amerikanischem Zuschnitt. Der 2,6-Liter wurde durch einen 2,8 Liter großen Reihensechszylinder ergänzt. Die Exportbezeichnung lautete, je nach Motorisierung, Datsun 220C/260C/280C.

Cedric (430), 1979–1983

Beim nächsten Modellwechsel im Juni 1979 erhielt der Cedric wiederum neue Karosserien im zeitgenössischen kantigen Stil. Das Coupé entfiel. Diese Bauserie erhielt erstmals Zweiliter-Turbomotoren, der Dieselmotor wurde auf 2,8 Liter (Reihensechszylinder) vergrößert. Name im Export Datsun 280C.

Cedric (Y30), 1983–1987

Facelift-Ausführung des Typs 430, angeboten mit Reihensechszylinder- oder V6-Motoren von zwei bis drei Litern Hubraum, Export in manche europäischen Länder unter der Bezeichnung Nissan 300C. Der Kombi dieser Generation blieb bis 1999 in Produktion, da die nachfolgenden Modellgenerationen nicht mehr als Kombi gebaut wurden.
 

Cedric (Y31), 1987–1991

Mit dem im Juni 1987 eingeführten Y31 nahm der Cedric eine sportlichere Richtung ein. Angetrieben wurden die viertürigen Hardtop- oder B-Säulen-Limousinen von Zwei- oder Dreiliter-V6-Maschinen mit oder ohne Turbolader oder dem 2,8-Liter-Diesel. Für den japanischen Flottenmarkt standen zudem Zweiliter-Vierzylinder für den Flüssiggasbetrieb zur Verfügung. Innovativ war die sehr moderne, 1989 eingeführte Fünfgangautomatik. Ab dem Y31 wurde der Cedric nicht mehr nach Europa exportiert.

Cedric (Y32), 1991–1995

Der Modellwechsel im Juni 1991 brachte neue Karosserien und den Entfall sämtlicher Versionen mit Schaltgetriebe; es standen nur noch Vier- und Fünfgangautomatikgetriebe zur Verfügung. Die Motorenpalette blieb unverändert.
 

Cedric (Y33), 1995–1998

Der im Juni 1995 vorgestellte Y33 erhielt Änderungen an der Karosserie, konnte auch mit einem neuen 2,5-Liter-V6 und mit Allradantrieb ausgestattet werden. Die Fünfgangautomatik war nicht mehr lieferbar.

Cedric (Y34), 1998–2004

Im Juni 1998 erschien der letzte, komplett neue Cedric. Zur Wahl standen V6-Motoren von 2,5 oder 3 Litern Hubraum und ein 2,5-Liter-Reihensechszylinder mit Turbolader (nur mit Allradantrieb). Im Oktober 2004 wurde die Cedric-Produktion, mit Ausnahme des Y31-Flottenkundenmodells, eingestellt.

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