Der Porsche 993 ist eine Automobilbaureihe der Porsche AG und der Nachfolger des Porsche 964. Als letztes Modell des Porsche-Klassikers 911 besitzt er einen Boxermotor mit Luftkühlung.

Youngtimer-Pflege Porsche 911: Alle Modelle von 1977 bis 1997 (K-Serie bis 993) Profitipps für Pflege und Werterhaltung

Die Motorenpalette des 1993 eingeführten 993 reicht von 200 kW (272 PS) bzw. 210 kW (286 PS) bei den Carrera- und Targa-Modellen, bis hin zum Turbo-Topmodell mit 300 kW (408 PS). Daneben wurden auch leistungsgestärkte Fahrzeuge für den Motorsport hergestellt, deren Motorenleistungen von 221 kW (300 PS) bis zu 316 kW (430 PS) reichen.

Der Porsche 993 wurde in den Versionen Carrera, Targa und Turbo angeboten. Beim Carrera gab es als Alternative zum Heckantrieb den Allradantrieb in den Modellen Carrera 4 und Carrera 4S. Der Turbo (ab 1995) verfügte serienmäßig über Allradantrieb.

Entwicklung

Neben einem überarbeiteten Fahrwerk mit 20 mm breiteren hinteren Reifen, einer verstärkten Bremsanlage mit perforierten Scheiben und dem verbesserten ABS 5 wurde der Antrieb weiterentwickelt. Insbesondere die mit Hydrostößeln nun wartungsfreie Ventilsteuerung des Motors sorgte dafür, dass der Instandhaltungsaufwand deutlich geringer wurde. Neben der Zentralverriegelung war serienmäßig auch eine Wegfahrsperre mit Alarmanlage an Bord.

Die Wartungskosten für den 993 sind geringer als die seiner Vorgänger, was ihm einen Ruf als besonders zuverlässigen 911 einbrachte. Der Verkaufsname Porsche 911 blieb wie beim 964 erhalten. Auch beim generellen Motorprinzip behielt Porsche die bewährte Technik bei und setzte weiterhin auf die Luftkühlung. Bei denjenigen Kunden, die sich als sogenannte „Gusseiserne“ bezeichnen, stellt er somit den letzten „echten“ 911 dar, da mit dem Nachfolgemodell Porsche 996 auch ein völlig neu konstruierter Motor mit Wasserkühlung eingeführt wurde.

Technisch und auch optisch wird der 993 oft als ausgereifter und bester 911 mit einem luftgekühlten Boxermotor angesehen. Da er der letzte Porsche 911 mit einem luftgekühlten Motor ist, kommt ihm in Fan-Kreisen eine besondere Stellung zu. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt werden für 993er inzwischen Liebhaberpreise gezahlt. Die Preise für 993er liegen bei vergleichbarer Kilometerleistung fast immer über denen seines Nachfolgemodells 996.

Fahrzeugcharakteristika

Karosserie

Das Design des Porsche 964 stieß seit dessen Einführung nicht bei allen Porsche-Freunden auf Gegenliebe. Viele empfanden die Stoßstangen als zu klobig, obwohl die Grundzüge des klassischen Porsche 911 trotz der Neuerungen nie angetastet wurden. Die stärker in die Karosserieform integrierten Stoßstangen des 993 sollten die Silhouette eleganter erscheinen lassen. Chefdesigner Harm Lagaay, der maßgeblich mit seinem Team dafür verantwortlich war, orientierte sich stark an dem Urmodell, bei dem Karosserie und Stoßstangen optisch eine Einheit bildeten.

Insgesamt wirkte der 993 sehr harmonisch, da neben den neuen Stoßstangen auch die Scheinwerfer stärker in die Karosserie einbezogen wurden, sodass diese nicht mehr wie die sogenannten „Torpedorohre“ der Vorgängermodelle aus der Wagenfront herausstachen. Das durchgehende Leuchtenband am Heck wurde weiter abgeschrägt und bildete zusammen mit den stark betonten hinteren Kotflügeln einen gelungenen Abschluss. Problematisch ist, dass die Hinterräder von den beiden unmittelbar dahinter liegenden Auspuff-Endtöpfen so stark erwärmt werden, dass ein erhöhter Reifenverschleiß auftreten kann. In Einzelfällen müssen die hinteren Reifen bereits bei Laufleistungen von weniger als 10.000 km erneuert werden.

Trotz der tiefgreifenden Designänderungen blieb die unverwechselbare Grundform des Porsche 911 entsprechend der Vorgabe erhalten.

Der 993 wurde zunächst als Carrera mit Heckantrieb und als Carrera 4 mit Allradantrieb gebaut. Den später folgenden Targa gab es nur mit Heckantrieb und den Turbo serienmäßig mit Allradantrieb. Mit dem 993 belebte Porsche die Tradition, besonders reichhaltig ausgestattete Versionen des Carrera mit dem Zusatz S bzw. 4S zu kennzeichnen. Nach dem Turbo-911 lagen die „S"-Modelle preislich an zweiter Stelle.

Neben den Großserienfahrzeugen wurden auch Fahrzeuge wie Carrera RS und GT2 in Kleinserien gefertigt. Während die Carrera-Modelle und der Turbo durchaus für Alltagsfahrten gekauft und benutzt wurden, waren die Carrera RS und vor allem die GT-Modelle noch sportlicher ausgelegt und fanden sich entsprechend oft auf den Rennstrecken wieder.

Motor

Die Serienfahrzeuge der Carrera-Reihe haben einen luftgekühlten Sechszylinder-Boxermotor mit einem Hubraum von 3600 cm³ (3,6 Liter). Die Leistung dieses Motors beträgt 200 kW (272 PS) bei 6100 1/min und wurde ab dem Modelljahr 1996 auf 210 kW (286 PS) angehoben. Es war auch möglich, bereits ab Werk leistungsgesteigerte Fahrzeuge zu bestellen, was dann bei den Carrera-Modellen mit 210 kW (286 PS) bzw. 221 kW (300 PS) zu Buche schlug.

Der Turbo, das traditionell stärkste Modell einer Baureihe, holt seine Leistung von 300 kW (408 PS) aus einem 3600 cm³ (3,6 Liter) Sechszylinder-Boxermotor, der mit zwei Turboladern und Ladeluftkühler ausgestattet ist.

Beim Turbo gab es ebenfalls ab Werk die sogenannten WLS 1 und WLS 2, also die Werksleistungssteigerung 1 bzw. 2, welche aus den ursprünglich 300 kW (408 PS) des 911 Turbo dann 316 kW (430 PS) bzw. 331 kW (450 PS) mobilisierten. Diese leistungsgesteigerten Motoren waren auch die Basis für den GT2, der die Rennsportversion des Turbos darstellt.

Mit dieser Generation der luftgekühlten Motoren hatte Porsche die Grenze des wirtschaftlich und ökologisch sinnvollen Entwicklungsstands erreicht. Da die stetig verschärften Umweltschutzvorschriften bei der Abgasreinigung und dem Lärmpegel jede Weiterentwicklung zu kostenaufwändig werden ließ, wurde seitens Porsche das Prinzip der Motorkühlung mittels Luft nicht mehr weiter verfolgt.

Bereits bei dem Nachfolger, dem Porsche 996, wurde der 911 mit einem wassergekühlten Sechszylinder-Boxermotor vorgestellt.

Innenraum

Im Innenraum hatte sich der 993 gegenüber dem Vorgänger nicht sehr verändert. Wie bisher waren in der klassischen Anordnung fünf Rundinstrumente mit Durchlichttechnik eingebaut. Die Bestuhlung und die Mittelkonsole gleichen dem 964. Ebenfalls wurde weiterhin das Viergang-Automatikgetriebe Tiptronic angeboten. Bei den letzten Modellen wurde diese durch die Tiptronic "S" verbessert, die man mittels zweier Wipptasten im Lenkrad bedienen konnte.

Die augenfälligsten Unterschiede zwischen 964 und 993 sind das neu gestaltete Lenkrad, das trotz des serienmäßig enthaltenen Airbags eleganter wirkt als beim 964. Die Türgriffe wurden ebenfalls überarbeitet und dem „fließenden“ Karosseriedesign des 993ers angepasst.

Insgesamt wurde der Wagen weitaus komfortabler ausgelegt, was ihn im Vergleich zu seinen Vorgängern weiter an Gewicht zulegen ließ. Die vielen elektrischen Geräte wie der Servolenkung, Servobremsen, elektr. Fensterheber, ABS und Klimaanlage lassen das Gewicht des Wagens deutlich steigen, das einen Teil des Mehrleistungsvorteils wieder aufhebt.

Viele Kunden, die einen modernen 911er, jedoch mit dem Temperament des alten Modelle fahren wollten, wünschten sich solche speziellen Fahrzeuge. Diese Anregung hatte Porsche aufgenommen und gegen entsprechenden Preis sportlicher ausgelegte Kleinserien des 911 Carrera und 911 Turbo aufgelegt. Bei den Modellen 911 Carrera RS und 911 GT2 waren die gewichtssteigernden Komfort-Extras nicht enthalten. So kommt es, dass z. B. der 911 Carrera RS – obwohl mit weniger Ausstattung, dafür aber mit stärkerem Motor – wesentlich teurer ist als die komfortabler ausgestatteten 911 Carrera-Modelle.

 

 

Serienversionen

911 Carrera 4S und 911 Carrera S

Der ab 1995 (bis 1998) gebaute Carrera 4S ist eine Art „Kreuzung“ zwischen dem Carrera und dem Turbo.

Optisch sind sich der Carrera 4S und der Turbo sehr ähnlich. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal ist der große feststehende Heckspoiler, den einzig der Turbo besitzt. Neben diesem augenfälligen Unterscheidungsmerkmal weist auch die Typenbezeichnung „Turbo“ bzw. „Carrera 4S“ am Heck des Fahrzeugs auf die unterschiedlichen Typen hin. Abgesehen vom großen Heckspoiler stimmen die beiden Typen jedoch in vielen Punkten überein. Der Carrera 4S hat die Frontschürze des Turbo. Der Carrera 4S ist wie der Turbo an der Hinterachse 6 cm breiter als der Carrera, hat somit breitere hintere Kotflügel. Auch der Carrera 4S verfügt serienmäßig über 18-Zoll-Räder und über die roten Bremssättel des Turbo. Wie der Turbo (und auch der allradgetriebene Carrera 4) sind die Blinkergläser hinten rot und vorne weiß. Außerdem besitzt auch der Carrera 4S wuchtige Seitenschweller.

Die Technik des Carrera 4S ist grundsätzlich identisch mit derjenigen des Carrera. Auch im Carrera 4S arbeitet der 210 kW (286 PS) leistende Saugmotor. Doch auch in technischer Hinsicht wurde dem Carrera 4S von den Konstrukteuren ein Systemteil aus dem Turbo spendiert: Der Carrera 4S erhielt vom Turbo dessen stärkere Bremsanlage (einschließlich den dazugehörenden roten Bremssätteln). Zudem sind im Carrera 4S einige Ausstattungselemente serienmäßig, welche im Carrera nur gegen Aufpreis erhältlich sind: Klimaanlage, Bordcomputer, Volllederausstattung, vollelektrische Sitzverstellung, Heckscheibenwischer, Dachblende mit integrierter dritter Bremsleuchte und Klangpaket mit Kassettenradio. Schließlich sind beim Carrera 4S Sportsitze wahlweise ohne Aufpreis erhältlich.

Der Carrera 4S wurde im Vergleich zum Porsche 993 Carrera in verhältnismäßig geringer Stückzahl gebaut. Dies ist mit ein Grund dafür, weshalb für den Carrera 4S heute meist wesentlich mehr bezahlt werden muss als für einen Carrera oder Carrera 4. Im Modelljahr 1997 wurden 2752 Stück gebaut und im Modelljahr 1998 verließen 900 weitere Fahrzeuge die Produktionshallen.

Im Modelljahr 1997 wurde die 993-Modellpalette um den Carrera S ergänzt. Er wurde im Modelljahr 1997 und 1998 gebaut. Der Carrera S entspricht hinsichtlich Karosserie und Ausstattung dem Carrera 4S. Einzige technische Unterschiede: Der Carrera S verfügt über keinen Allradantrieb, kein Turbo Fahrwerk und auch über keine Turbo Bremsanlage. Äußerlich ist der Porsche 993 Carrera S von seinem Bruder Carrera 4S einmal anhand des auf dem Heckdeckel in stahlgrauer Farbe angebrachten Schriftzugs „Carrera S“ zu unterscheiden. Noch augenfälliger ist jedoch das beim Carrera S (im Gegensatz zum Carrera 4S) geteilte und in Wagenfarbe lackierte Spoilergitter. Durch einen mittleren Steg im Spoilergitter entsteht eine Doppelgitteroptik. Außerdem sind die Blinkleuchten vorn und hinten gelb und nicht weiß bzw. rot. Die Bremssättel sind schwarz und nicht rot. Standardmäßig wurde der Carrera S mit 17 Zoll Felgen ausgeliefert.

Der Carrera S wurde während seiner zweijährigen Bauzeit in folgenden Stückzahlen produziert: 3.370 im Modelljahr 1997, 1.123 im Modelljahr 1998 (davon 993 in die USA und Kanada).

911 Turbo

Der 993 Turbo als Topmodell der 993-Modellreihe kam 1995 auf den Markt (auch die 1995 produzierten Fahrzeuge wurden jedoch dem Modelljahr 1996 zugeordnet) und ist optisch am feststehenden großen Heckflügel zu erkennen.

Dieser hat zwei Aufgaben zu erfüllen: Erstens wird dadurch der Auftrieb an der Hinterachse verringert, was eine erhöhte Fahrstabilität bei hohen Geschwindigkeiten zur Folge hat. Zweitens verdeckt der Heckflügel die unmittelbar darunter liegenden beiden Ladeluftkühler. Da der Boxermotor mit den beiden Turboladern (Biturbo) bereits den ganzen Platz im Heck des Wagens beansprucht, wurden die Ladeluftkühler über dem Motor angeordnet.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger der Baureihe 964 verfügt der 993-Turbo über je zwei Turbolader mit Ladeluftkühler. Durch die Verwendung von zwei kleinen anstelle eines großen Turboladers konnte ein schnelleres Ansprechverhalten und ein gleichmäßigerer Leistungsverlauf erreicht werden. Durch diese Konstruktion wurde das bei Turbomotoren sonst übliche „Turboloch“ weitgehend eliminiert. Die Leistungsentfaltung erfolgt gleichmäßiger ohne den überraschenden Schub beim Ansprechen des Turboladers. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger hat der 993 Turbo einen permanenten Allradantrieb. Beim 993-Turbo wurde wie schon beim 964-Turbo auf die sonst verwendete Doppelzündung verzichtet.

Wegen des längeren Ansaugwegs über die beiden Turbolader und Ladeluftkühler unterscheidet sich der Klang des Turbomotors von demjenigen der Carrera-Saugmotoren: Der 993 Turbo ist leiser als die anderen Modelle.

Der Porsche 993 Turbo wurde in folgenden Stückzahlen produziert: 2.484 Stück im Modelljahr 1996, 1.775 Fahrzeuge (zuzüglich 182 Fahrzeuge des Typs Turbo S) im Modelljahr 1997, 556 Fahrzeuge (zuzüglich 160 Fahrzeuge des Typs Turbo S) im Modelljahr 1998.

Vom Turbo-Modell wurden 1995 14 Exemplare von der Porsche Exclusive Abteilung als Cabrio hergestellt und an ausgewählte Kunden verteilt. Die Cabrioversion wurde mit dem Turbomotor des Vorgängers 964 und mit Heckantrieb gebaut, sie wurde optisch dezent gehalten, so dass sie nur am Heckspoiler des Turbos zu erkennen ist, der Rest der Karosserie ist identisch zum Carrera 2.

Rennversionen

911 3.8 Cup

Der 993 3.8 Cup auf Basis des Porsche 993 debütierte 1994 im Porsche Supercup. Ein Jahr später wurde er auch im Carrera Cup eingesetzt.

Das Fahrzeug wurde wesentlich verbessert und war gleichermaßen schneller wie leichter kontrollierbar als sein Vorgänger. Dazu trug vor allem die neue Mehrlenker-Hinterachse bei. Die Kraft wurde nun über ein Sechsgang-Getriebe übertragen. Die Leistung des nun 3,8 Liter großen Boxermotors von 310 PS erlaubte eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 280 km/h.

Bereits 1995 folgte die erste Überarbeitung. Dabei erhielt das Fahrzeug eine neue Aerodynamik mit einem größerem und feststehenden Heckflügel sowie Seitenschwellern und Bugspoilern des Carrera RS. 1996 bewirkte eine modifizierte Ventilsteuerung eine Mehrleistung von fünf PS.

Technische Daten

Modell

Porsche 993 3.8 Cup

Baujahr

1994–1995

1996–1997

Motor

3,8-Liter-Sechszylinder-Boxermotor

Leistung

228 kW (310 PS) bei 6100/min

232 kW (315 PS) bei 6200/min

Drehmoment

360 Nm bei 5500/min

370 Nm bei 5500/min

Leergewicht

1100 kg

911 Cup 3.8 RSR

Als Nachfolger des 964 Carrera RSR 3.8 erschien 1997 der 993 Cup 3.8 RSR. Er war für den Renneinsatz in GT3-Klassen und nationalen Rennserien bestimmt.

Das Fahrzeug basierte nun auf dem Porsche 993 und erhielt die Kotflügelverbreiterungen und das Rennfahrwerk vom 993 GT2. Der Motor wurde aus dem Vorgänger übernommen und wurde nur geringfügig überarbeitet. Statt über fünf Gänge verfügte das Getriebe nun über sechs Gänge. Das Fahrzeug konnte für einen Preis von 238.500 D-Mark bestellt werden und speziell für Langstreckenrennen auch mit einer 380-Millimeter-Bremsanlage und einem 100-Liter-Sicherheitstank geliefert werden. Darüber hinaus gab es auch eine Motorvariante mit Katalysator und Schalldämpfer, welche die Teilnahme am Veedol-Langstreckenpokal erlaubte.

Technische Daten

Modell

993 Cup 3.8 RSR

Baujahr

1997-1998

Motor

3,8-Liter-Sechszylinder-Boxermotor

Leistung

350 PS (257 kW) bei 7.000/min

Drehmoment

380 Nm bei 5.500/min

Leergewicht

1.120 kg

Technische Daten der Serienversionen

Die Modellpalette des 993 war recht umfangreich:

Porsche 993:

911 Carrera 2
(bis Mj. 1995)

911 Carrera 4
(bis Mj. 1995)

911 Carrera 2 u. Targa
(ab Mj. 1996)

911 Carrera 4
(ab Mj. 1996)

911 Carrera S

911 Carrera 4S

911 Turbo

Motor: 

6-Zylinder-Boxermotor (Viertakt)

wie Carrera, zusätzl. je 2 Turbolader und Ladeluftkühler

Hubraum: 

3600 cm³

Bohrung × Hub: 

100,0 × 76,4 mm

Leistung
bei 1/min: 

200 kW (272 PS)
bei 6100

210 kW (286 PS), mit WLS1: 220 kW (300 PS)
bei 6500

300 kW
(408 PS)
WLS11: 316 kW (430 PS)
WLS21: 330kW (450 PS)
bei 5750

Max. Drehmoment
bei 1/min: 

330 Nm
5000

340 Nm
5250

540 Nm
4500

Verdichtung: 

11,3 : 1

8,0 : 1

Ventilsteuerung: 

OHC (eine Nockenwelle je Zylinderbank), Antrieb durch zwei hydraulisch gespannte Rollenketten
Automatischer Ventilspielausgleich (Hydrostößel)

Kühlung: 

Luftkühlung (Gebläse mit elektr. Zusatzlüfter)
Im Bug: Rechts Ölkühler mit elektr. Zweistufengebläse (Links ATF-Kühler bei Tiptronic)

Getriebe: 

6-Gang-Getriebe, Hinterradantrieb bei Carrera 2, S und Targa
4-Gang-Automatic (Tiptronic), Hinterradantrieb bei Carrera 2 (wahlweise)
6-Gang-Getriebe, Allradantrieb bei Carrera 4, 4S und Turbo

Bremsen: 

innenbelüftete Stahlscheibenbremsen, ABS

Radaufhängung vorn: 

Einzelradaufhängung an Querlenkern, Stabilisator

Radaufhängung hinten: 

Einzelradaufhängung an Schräglenkern, Stabilisator

Federung vorn: 

Mc-Pherson-Federbeine

Federung hinten: 

Schraubenfedern

Karosserie: 

Carrera: Selbsttragende Stahlblechkarosserie mit ab 80 km/h automatisch ausfahrendem Heckspoiler
Turbo: Selbsttragende Stahlblechkarosserie mit feststehendem Heckflügel
Tankinhalt: 72 Liter (Serienmäßig bei Turbo: 92 Liter; andere Modelle gegen Aufpreis)

Spurweite vorn/hinten: 

1405/1445 mm

1410/1505 mm

Radstand: 

2272 mm

Reifen/Felgen: 

VA: 205 x 55 ZR16 auf 7J x 16
HA: 245 x 45 ZR16 auf 9J x 16
auf Wunsch:
VA: 205 x 50 ZR17 auf 7J x 17
HA: 255 x 40 ZR17 auf 9J x 17

VA: 225 x 40 ZR18 auf 8J x 18
HA: 285 x 30 ZR18 auf 10J x 18

Maße L × B × H: 

4245 × 1735 × 1310 mm

4245 × 1795 × 1310 mm

Leergewicht: 

1370 kg
1395 kg2

1420 kg

1400 kg
1425 kg2

1450 kg

1400 kg

1450 kg

1500 kg

Höchstgeschwindigkeit: 

270 km/h
265 km/h2

270 km/h

275 km/h
270 km/h2

275 km/h

270 km/h

290 km/h

Beschleunigung 0 – 100 km/h: 

5,6 s
6,6 s2

5,4 s

5,4 s
6,4 s2

5,3 s

4,5 s

Beschleunigung 0 – 200 km/h: 

 

 

14,3 s

Verbrauch Drittelmix Liter/100 km
(Super Plus 98 Oktan):

11,4 l

11,5 l

11,2 l

11,3 l

11,5 l

13,2 l

1Werkleistungssteigerung, 2Tiptronic

 

 

Technische Daten der Sport-/Straßenversionen

Für Kunden, denen die Serienversionen zu brav waren, bot Porsche sportlichere, für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassene, Fahrzeuge an. Diese Modelle sind nach der Devise „mehr Motorleistung bei geringem Fahrzeuggewicht“ konstruiert.

Porsche 993:

911 Carrera RS

911 GT2

Motor: 

6-Zylinder-Boxermotor (Viertakt)

6-Zylinder-Boxermotor mit Turboaufladung

Hubraum: 

3746 cm³

3600 cm³

Bohrung × Hub: 

102,0 × 76,4 mm

100,0 × 76,4 mm

Leistung bei 1/min: 

221 kW (300 PS) bei 6500

316 kW (430 PS) bei 5750

Max. Drehmoment bei 1/min: 

355 Nm bei 5400

540 Nm bei 5400

Verdichtung: 

11,3 : 1

8,0 : 1

Ventilsteuerung: 

OHC (eine Nockenwelle je Zylinderbank), Antrieb durch zwei hydraulisch gespannte Rollenketten
Automatischer Ventilspielausgleich (Hydrostößel)

Kühlung: 

Luftkühlung (Gebläse)

Getriebe: 

6-Gang-Getriebe, Hinterradantrieb

Bremsen: 

Stahlscheibenbremsen (innenbelüftet), ABS

Radaufhängung vorn: 

Einzelradaufhängung an Querlenkern, Stabilisator

Radaufhängung hinten: 

Einzelradaufhängung an Schräglenkern, Stabilisator

Federung vorn: 

Mc-Pherson-Federbeine

Federung hinten: 

Schraubenfedern

Karosserie: 

Selbsttragende Stahl-Karosserie mit feststehendem Heckflügel
(der GT2 hat zusätzlich genietete Kotflügelverbreiterungen)

Spurweite vorn/hinten: 

1413/1452 mm

1475/1550 mm

Radstand: 

2272 mm

Reifen/Felgen: 

VA: 225 x 40 ZR18 auf 8J x 18
HA: 265 x 35 ZR18 auf 10J x 18

VA: 235 x 40 ZR18 auf 9J x 18
HA: 285 x 35 ZR18 auf 11J x 18

Maße L × B × H: 

4245 × 1735 × 1310 mm

4245 × 1855 × 1310 mm

Leergewicht: 

1270 kg

1295 kg

Höchstgeschwindigkeit: 

277 km/h

295 km/h

Beschleunigung 0 – 100 km/h: 

5,0 s

4,4 s

Kraftstoffverbrauch auf 100 km: 

12,4 l

 

Stückzahl: 

1146