Der Simca 1000 war ein Personenkraftwagen des französischen Automobilherstellers Simca.

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Die Entwicklung

  • 1961: Vorgestellt wurde die kleine Limousine (Länge 3,80 m, Breite 1,49 m, 4 Türen, selbsttragende Karosserie) auf dem Automobil-Salon im Herbst 1961. Der Motor (5 CV) hatte einen Hubraum von 944 cm³ und leistete anfangs 32 PS. Die Motoren waren auf weitere Veränderungsmöglichkeiten hin konzipiert. Die Modelle hießen 1000 und 1000 GL. Der Entwurf wurde von Mario Revelli di Beaumont erstellt.
  • 1962: Auf dem Salon von Genf wird das Simca 1000 Coupé Bertone vorgestellt. Gezeichnet wurde das Coupé durch Giorgio Giugiaro.
  • 1963: Der Simca 900 wird im November vorgestellt (einfache Version des Simca 1000).
  • 1965: Der Simca 1000 GL Automatik wird vorgestellt.
  • 1966: Das Modelljahr 1966 wird gekennzeichnet durch eine Überarbeitung des Innenraums der 1000er Modelle (neues Armaturenbrett). Das Modelljahr 66 besteht aus den Typen: 1000L (ersetzte den 900), 1000 GL, 1000 LL Automatik und dem GLS.
  • 1967: In Juni ersetzt das Simca 1200 S Coupé Bertone (Basis des 1000) das 1000 Coupé. Es hatte einen Motor mit 1204 cm³ Hubraum und Doppelvergaser sowie Scheibenbremsen an allen Rädern.
  • 1968: Der Simca 1000 erhält ein Modellpflege mit größeren Scheinwerfern und veränderten Blinkern und Heckleuchten. Der 1000 Spezial wird vorgestellt. Er hat den Motor des Simca 1100 mit 1118 cm³ Hubraum und leistete 52 PS.
  • 1969: Die Motorleistung wird auf 40 bzw. 54 PS erhöht.
  • 1970: Der Simca 1000 Rallye 1 mit einem 1294 cm³ (76,7×70mm), 60-DIN-PS-Motor wird vorgestellt. Charakteristisch für die Rallyemodelle sind die zwei Rallye-Zebrastreifen, welche quer über das Heck gezogen sind und die mattschwarze Kofferraumhaube vorne. Meistens erhältlich in den Farben orange, gelb und weiß
  • 1972: Der Simca 1100 GLS wird nun auch mit Automatikgetriebe angeboten. Der Simca 1000 Rallye 2 mit 1294 cm³ (82 DIN PS) Motor und Solex-Doppelvergaser wird im September präsentiert. Meistens in der gelbgrünen (Rallyegrün) und in oranger Lackierung erschienen, unterscheidet er sich äußerlich gegenüber dem Rallye 1 nur durch den Rallye 2 Schriftzug, sowie etwas größeren Cibie Zusatzscheinwerfern und Gummipuffern an der vorderen Stoßstange. Im Gegensatz zum Rallye 1 wurde der Wasserkühler zwecks besserer Gewichtsverteilung vorne in den Bug versetzt. Überdies erhielt der Rallye 2 auch Lockheed Scheibenbremsen an allen 4 Rädern. Speziell war die Michelin Bereifung mit einer aufgummierten Formel France Gummimischung, welche dem Auto trotz der schmalen Bereifung von 145×13 gute Bremsverzögerungen und Kurvengeschwindigkeiten ermöglichte.

 

 

Motorsportlich besetzte der Rallye 2 eine ähnlich überlegene Position in der damaligen Gruppe 1 bis 1300 cm³ wie der Fiat-Abarth 850 TC Corsa wenige Jahre zuvor in der Gruppe 2 bis 850 cm³; die Teilnehmerfelder glichen einem heutigen Markenpokal. Der Grund lag darin, dass kein anderer Hersteller ein konkurrenzfähiges Auto baute bzw. dass die Homologation der Konkurrenten abgelaufen war.

  • 1973: Der Motor mit 40 PS Leistung wird eingestellt.
  • 1976: Die Baureihe wird zum letzten Mal überarbeitet und erhält eine neue Motorhaube und neue Scheinwerfer. Der Rallye 2 erhält einen Heckspoiler sowie eine schwarze Motorhaube und einen seitlich nach vorne gezogenem Rallye Schriftzug. Die Motorleistung des 1294 cm³ Triebwerk wird von 82 auf 86 PS erhöht. Erhältlich in den Farben Giftgrün und Rot. Die 1000er Reihe besteht nun aus 1005 (5 CV, 944 cm³, 41 PS), 1006 (6 CV, 1118 cm³, 54 PS) sowie dem 1000 SR, Rallye 1 und Rallye 2 (mit 7 VC, 1294 cm³, 60 PS).
  • 1978: Im Januar wird der Simca 1000 Rallye 3 als letztes Modell der Baureihe vermarktet. Hauptsächlich in der Farbe Ibizaweiß. Die aufgenieteten Kotflügelverbreiterungen geben der Simca ein wesentlich bulligeres Aussehen. Zwei Doppelwebervergaser steigern die Motorleistung auf 103 PS bei einer Drehzahl von 6200/min. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 183 km/h, die Beschleunigung des 870 kg schweren Autos von 0 auf 100 in 10,5 Sekunden. Allerdings wurden vom Rallye 3 nur 1000 Exemplare hergestellt. Viele Rallye 2 wurden in der Folge auf Rallye 3 umgebaut. Im April 1978 wird die Produktion nach 1.650.000 gefertigten Einheiten eingestellt. Als Nachfolger kommt der Chrysler Sunbeam auf den Markt.

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