Skoda

Škoda Auto, a.s. (Aussprache: Schkoda, [ˈʃkɔda]  anhören?/i) ist ein tschechischer Automobil- und Motorenhersteller,[2] der 1895 als Laurin & Klement gegründet wurde und damit zu den ältesten Unternehmen seiner Branche gehört. Der Maschinenbaukonzern Škoda kaufte 1925 die durch den Ersten Weltkrieg geschwächte Gesellschaft auf. Der Konzern wiederum wurde 1945 verstaatlicht.

Seit 1991 gehört das damals noch als Škoda automobilová, a.s. bezeichnete Unternehmen zur Volkswagen AG, zunächst mit einem Mehrheitsanteil, später zu 100 % der Aktienanteile.

2012 verkaufte der Fahrzeughersteller mit 939.200 Einheiten so viele Autos wie nie zuvor.[3] Am 8. Februar 2013 feierte Škoda die Produktion von 15 Mio. Fahrzeugen in der gesamten Firmengeschichte.[4] Der Name des Unternehmens basiert auf dem des Industriellen Emil von Škoda.

Geschichte

1895 bis 1905 – Gründung von Laurin & Klement

Das Unternehmen wurde am 18. Dezember 1895 vom Buchhändler Václav Klement und dem Fahrradmechaniker Václav Laurin in Mladá Boleslav gegründet. Laurin war Gesellschafter der Firma Kraus & Laurin in Turnov, dieFahrräder reparierte. Die Initiative zur Gründung der Fabrik ging von Klement aus. Er hatte sich über den Dresdner Hersteller Seidel & Naumann geärgert, da dieser seine Beschwerde in tschechischer Sprache über die mangelhafte Haltbarkeit seines Fahrrades nicht berücksichtigen wollte.

Riesige Auswahl an gebrauchten Skoda

Anfangs wurden Fahrräder der Marke Slavia gebaut und repariert, drei Jahre später folgten Modelle mit Hilfsmotor. 1898 wurde außerhalb von Mladá Boleslav eine kleine Fabrik errichtet, in der 40 Arbeiter tätig waren. 1899 wurden die ersten Motorräder und ab 1905 Automobile hergestellt. Ende des Jahres 1902 verließ bereits das zweitausendste Motorrad die Fabrik. Die L&K-Motorräder waren bei Wettbewerben sehr erfolgreich, bei 34 Rennen im Jahr 1903 errangen sie 32 Siege. 1905 bauten L&K 19 verschiedene Motorräder mit Ein- und Zweizylindermotoren sowie die Vierzylindermaschine CCCC 5HP. Bereits 1901 hatte sich L&K mit der Entwicklung von Automobilen beschäftigt und auf der Automobilausstellung in Wien ein Fahrzeug mit Zweizylindermotor ausgestellt.

1905 bis 1914 – Anfang der Produktion von Automobilen

1905 wurden die ersten Automobile gebaut, zuerst das Voiturette mit einem 1100 cm³ wassergekühlten sieben PS starken Zweizylinder und kurze Zeit später der Typ B mit neun PS und 1395 cm³. 1907 folgten die Typen B2 mit 2278 cm³ und 10 PS und der Typ C, ein Taxi mit 12 PS. 1907 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, 1912 wurde die Reichenberger Automobil Fabrik übernommen und bald war das Unternehmen der größte Automobilhersteller in Österreich-Ungarn. 1909 wurde der KonstrukteurOtto Hieronimus eingestellt, der vorher schon bei Benz und Daimler gearbeitet hatte. Dieser war auch Rennfahrer und entwickelte den Typ FCR, einen Rennwagen, der 130 km/h erreichte. Laurin & Klement baute neben Motorrädern und Automobilen auch Stationärmotoren, Nutzfahrzeuge, Omnibusse, landwirtschaftliche Maschinen und Straßenwalzen. Rund 40 Prozent der Automobile wurden nach Russland exportiert, auch nach Japan, Südamerika, Neuseeland und in die meisten europäischen Länder wurden Fahrzeuge ausgeführt. In den Jahren bis 1914 waren die Laurin & Klement-Fahrzeuge sehr erfolgreich bei Rennveranstaltungen.

1914 bis 1925 – Der Verkauf von Laurin & Klement an Škoda

Nach Beginn des Ersten Weltkriegs wurde die Produktion auf Rüstungsgüter umgestellt, und erst 1919 konnte die Automobilproduktion wieder aufgenommen werden. Als erstes erschienen der Typ Sh und der Kleinwagen Typ T. Es folgten größere Modelle mit Sechszylinder-Motoren und Knight-Schiebersteuerung. In der Zeit von 1905 bis 1925 wurden rund 60 verschiedene Automodelle gebaut.

Am 27. Juni 1925 erfolgte der Zusammenschluss mit den Pilsener Škoda-Werken, wobei Laurin technischer Direktor blieb. Die zu diesem Zeitpunkt gebauten Automobilmodelle wurden von Škoda Auto, wie die neue Firma hieß, zunächst unter dem Namen „Laurin & Klement – Škoda“ und dann unter dem Namen „Škoda“ weitergebaut. Der Bau von Fahr- und Motorrädern wurde komplett eingestellt.

1925 bis 1945 – Erste Republik, deutsche Besatzung und Verstaatlichung

1930 wurde die Autosparte des Großkonzerns unter dem Namen Automobilindustrie-Aktiengesellschaft Škoda (ASAP Škoda) ausgegliedert. Nach der Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre gelang Škoda mit dem Popular ein neuer Durchbruch. Während des Zweiten Weltkriegs gehörte Škoda zum deutschen Staatskonzern Reichswerke Hermann Göring. Unter dem Druck der deutschen Besatzungsmacht stellte Škoda nun hauptsächlich verschiedene Arten von Kübel- und Geländewagen mit Allradantrieb sowie die schweren „Radschlepper Ost“ her und montierte einzelne Waffenteile. Daneben wurden für BMW und Daimler-Benz Zahnräder, Wellen und Kühler produziert. Am 9. Mai 1945 wurde die Werkshalle in Mladá Boleslav von unbekannten Bombern angegriffen. Dabei wurden die Karosseriewerkstätten, das Physik- und Chemielabor und das Konstruktionsbüro mit allen alten, archivierten Plänen zerstört. Am 10. Mai 1945 übernahm die Rote Armee die Organisation im Hauptwerk Mladá Boleslav. Am 7. Juni 1945 wurde der erste Betriebsrat gegründet. Am 24. Oktober 1945 wurde das Unternehmen verstaatlicht und schrittweise in die beginnende Planwirtschaft eingebunden. Der Betrieb wurde nach 1945 aus dem Konzern Škoda Pilsen unter Beibehaltung des Firmennamens ausgegliedert und als Nationalunternehmen weiter geführt.[5]

1945 bis 1990 – Rückschläge und Erfolge

Im Jahr 1947 wurde der Lkw-Bau ausgegliedert und zuerst von Avia, ab 1951 von LIAZ unter der Marke Škoda weitergeführt. Anfang/Mitte der 50er Jahre kamen neue Modelle der Kompakt- und Mittelklasse heraus, darunter auch das schnittige Cabrio Felicia. Im Jahr 1956 fiel die Entscheidung für die Entwicklung eines Autos mit Heckmotor und Heckantrieb. Der schnellen Entwicklung der Technik außerhalb des Ostblocks konnte der staatliche Betrieb nicht mehr folgen und begann erst 1964 mit dem Bau des von einem Heckmotor angetriebenen Modell 1000 MB. Im August 1969 wurden große Teile des Werks in Mladá Boleslav erneut durch einen Brand zerstört.[6] Die Fahrzeugpalette wurde ab den 60er Jahren auf die Mittelklasse beschränkt. Es folgten weitere Heckmotormodelle, 100/110 und der Typ 742 (105, 120, 125, 130, 135) von denen es als 110 R, Garde und Rapid auch sportliche Coupés gab. In Ostdeutschland zählte der Škoda damals zu den wichtigsten Importwagen und machte rund 10 % des gesamten PKW-Bestands aus.[7]

Im Jahr 1987 kam Škoda mit dem von Giuseppe Bertone entworfenen Škoda Favorit zurück zum Frontmotor. Schon davor in den Jahren 1969 bis 1972 versuchte Škoda mit der Konzeption einer großzügig ausgerichteten Limousine (Typ 720) mit Frontmotor, Automatikgetriebe und ABS ein innovatives Fahrzeug anzubieten, es blieb nur bei einigen Prototypen wie Kombi-, Fließ- und Stufenheckfahrzeugen mit dem Design von Giorgio Giugiaro. Der sozialistischen Führung der Tschechoslowakei wirkte das Fahrzeug als zu „westlich“, zudem müsste ein Großteil der noch neuen Produktionsmaschinen ersetzt werden. Dies erwies sich als unwirtschaftlich. Den tschechoslowakischen Bürgern wurde indirekt übermittelt, die Sowjetunion habe die Serienfertigung verhindert.

1990 bis heute – Neue Ära nach Verkauf an Volkswagen

Im Zuge der 1990 begonnenen Privatisierung entschied sich die tschechoslowakische Regierung dafür, die damalige AZNP Mladá Boleslav (Automobilové závody, národní podnik; dt. Automobilwerke, Nationalbetrieb) an die Volkswagen AG zu verkaufen. Seit dem 16. April 1991 ist Škoda die vierte Marke des Volkswagen-Konzerns. Als weitere Interessenten hatten sich die Automobilhersteller Renault und BMW angeboten, jedoch erschienen deren Zukunftskonzepte weniger überzeugend als das von Volkswagen. 1991 wurde inWeiterstadt der deutsche Importeur Škoda Auto Deutschland GmbH gegründet und 1995 hundertprozentige Tochtergesellschaft von Škoda Auto, a.s. Durch das Joint Venture mit Volkswagen entstand der Škoda Felicia mit modernem Design. 1993 wurde Dirk van Braeckel neuer Chef-Designer und gestaltete die ersten Generationen der Modelle Škoda Fabia und Škoda Octavia.[8] Mit diesen Modellen erreichte Škoda wieder einen nennenswerten Marktanteil in Westeuropa.[9][10] 1998 wurde aus Škoda automobilová a.s. die Aktiengesellschaft ŠKODA AUTO a.s. und produzierte zum ersten Mal 400.000 Pkw und exportierte in siebzig Länder weltweit.[11] Aufgrund der Verbindung von Škoda zum Fahrrad unterstützt Škoda den Radsport, seit 2004 unter anderem auch die Tour de Franceund löste damit Fiat ab.[12] Im Jahr 2008 wurde die neue Modellvariante GreenLine, eine spritsparende Version und das Sicherheitsprogramm ESP serienmäßig eingeführt.[13] Auf dem russischen und ukrainischen Markt konnte Škoda im Jahr 2009 gute wirtschaftliche Zahlen erreichen. Im gleichen Jahr wurden die meisten Fahrzeuge der Firmengeschichte ausgeliefert, insgesamt waren es 684.226 Fahrzeuge. In China konnte Škoda die Verkaufszahlen im Jahr 2009 um 107 % auf 122.556 Fahrzeuge steigern. In Deutschland wurden 190.717 Autos ausgeliefert, ein Plus von 57,3 %.[14] Heute ist Škoda in über 100 Ländern vertreten.

Der Verkaufserfolg der Marke führte im Frühjahr 2010 zu einem Zwist mit der VW-Zentrale über die künftige Modellpolitik.[15]

Im Jahr 2011 stellte Škoda auf dem Genfer Auto-Salon sein neues Corporate Design vor. Zeitgleich stellte man die Designstudie Škoda Vision D der Öffentlichkeit mit einem neuen Logo vor.[16][17] Ziel für 2011/2012 sei ein günstiges „Weltauto“. Dieses soll im Preissegment von unter 8000 Euro platziert sein. Des Weiteren zeigte der Hersteller Interesse an einem größeren SUV in Form des VW Touareg und an einer Beteiligung an der Sparte vonVolkswagen Nutzfahrzeuge.[18] Ende September 2011 präsentierte das Unternehmen den Škoda Citigo, einen lange vorher angekündigten Kleinstwagen. Kurz darauf erfolgte der Produktionsbeginn des Škoda Rapid in Pune(Indien). 2012 begann die Produktion des europäischen Rapid. Škoda entwickelte gleichzeitig für das spanische Schwesterunternehmen Seat den neuen Seat Toledo, der mit dem Rapid weitgehend baugleich ist. Die Produktion läuft auf Bändern im Škoda-Stammwerk.[19]

Absatz

Modell

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009[20]

2010

2011[21]

2012[3]

Škoda Citigo

30.000

Škoda Felicia

288.458

261.127

241.256

148.028

44.963

Škoda Fabia
Ab 2007 1. und 2. Generation

823

128.872

250.978

264.641

260.988

247.600

236.698

243.982

232.890

246.561

264.173

229.045

267.000

240.500

Škoda Rapid

24.700

Škoda Octavia
Ab 2004 1. und 2. Generation

47.876

102.373

143.251

158.503

164.134

164.017

165.635

181.683

233.322

270.274

309.951

344.857

317.335

349.746

390.000

409.600

Škoda Superb
Ab 2008 1. und 2. Generation

177

16.867

23.135

22.392

22.091

20.989

20.530

25.645

44.548

98.873

117.000

109.100

Škoda Roomster

14.422

66.661

57.467

47.152

32.332

36.000

38.000

Škoda Yeti

11.018

52.604

70.000

87.400

Gesamt

336.334

365.500

385.330

435.403

460.252

445.525

449.758

451.675

492.111

549.667

630.032

674.530

684.226

762.600

879.200

939.200

Angaben für 2011 und 2012 gerundet

PKW-Neuzulassungen und Marktanteile in Deutschland

Jahr

Einheiten

Marktanteil

2012

147.197

4,80 %

2011

142.611

4,50 %

2010

132.150

4,53 %

2009

190.717

5,01 %

2008

121.277

3,92 %

2007

118.682

3,77 %

2006

118.523

3,42 %

2005

102.216

3,06 %

2004

96.465

2,95 %

2003

87.402

2,70 %

2002

78.988

2,43 %

2001

75.331

2,25 %

2000

68.757

2,03 %

1999

57.875

1,49 %

1998

44.082

1,16 %

1997

30.097

0,83 %

1996

21.611

0,61 %

1995

21.458

0,62 %

1994

17.998

0,53 %

1993

20.900

0,62 %

1992

25.200

0,65 %

Quelle: Kraftfahrtbundesamt (KBA)[22]

Umsatzzahlen

Umsatzzahlen des deutschen Škoda-Importeurs:[22]

·                    1992: 248 Mio. DM

·                    1993: 271 Mio. DM

·                    1994: 196 Mio. DM

·                    1995: 329 Mio. DM

·                    1996: 332 Mio. DM

·                    1997: 540 Mio. DM

·                    1998: 997 Mio. DM

·                    1999: 1,335 Mrd. DM

·                    2001: 1,634 Mrd. DM

·                    2002: 875 Mio. Euro

·                    2003: 933 Mio. Euro

·                    2004: 1,087 Mrd. Euro

Logo

Geschichte des Logos

Nach der Übernahme durch Škoda benutzte das Automobilwerk zuerst ein ovales Unternehmenslogo mit der Inschrift „Škoda“, doch bereits 1926 wurde der traditionelle, heute noch gebräuchliche Škoda-Pfeil eingeführt. Als Vorbild für das heutige Logo könnte dabei der Federschmuck von Indianern gedient haben; in den 1920er Jahren bezeichnete man das Symbol im Volksmund als „Indianer“. Im Dezember 1923 wurde das Motiv „Pfeil mit drei Federn im Ring“ beim Amt für die Registration von Zeichen und Mustern als Warenzeichen eingetragen. Als Schöpfer des Logos gilt der damalige kaufmännische Direktor der Pilsener Škoda-Werke Tomáš Maglič.

Der Ring zeigt die Allseitigkeit der Produktion, die Vollkommenheit der Fertigung, den Erdball und die Welt. Die Feder deutet derweil auf den technischen Fortschritt, die Spannweite des Produktionsprogramms sowie den internationalen Vertrieb der Produkte hin, der Pfeil kennzeichnet die fortschrittlichen Fertigungsmethoden und hohe Arbeitsproduktivität. Das Auge weist auf die Genauigkeit der Fertigung, technischen Scharfsinn und Überblick hin. In der Verbindung des von Lorbeeren umrandeten geflügelten Pfeils akzentuiert das Symbol die 100-jährige Tradition der Firmengründer.[23]

Von 1991 bis 2011 tritt das Logo in Grün und mit der Inschrift „Škoda Auto“ anstelle der Lorbeeren auf. Das Ziel war die Unterscheidung zwischen dem Autohersteller und dem Maschinenbaukonzern. Die grüne Farbe bildet einen Verweis auf die Bemühungen um Umweltschutz und Recycling. Im Jahr 2011 stellte man auf dem Genfer Automobilsalon das neue Markenzeichen vor. Die Inschrift und die schwarze Umrandung verschwanden und wurden durch eine silberne Umrandung mit der in großen Buchstaben geschriebenen Überschrift „Škoda“ ausgetauscht. Das alte Logo wird jedoch bis 2012 verwendet. Bis dahin werden Autohäuser und Werksstandorte sich dem neuen Corporate Design anpassen. Fahrzeuge werden aber noch 2011 mit dem Logo mit schwarzer Chromoptik gebaut.[24]

Modelle

1923–1945

·                    Škoda 150 (1923)

·                    Škoda 350 (1925)

·                    Škoda 110 Serie 1+2 (1925)

·                    Škoda 120 (1925)

·                    Škoda 110 Serie 3–10 (1926)

·                    Škoda 360 (1926)

·                    Škoda 4 R (1928)

·                    Škoda 6 R (1929)

·                    Škoda 430 (1929)

·                    Škoda 860 (1929)

·                    Škoda 645 (1929)

·                    Škoda 422 (1930)

·                    Škoda 430 D (1930)

·                    Škoda 633 (1931)

·                    Škoda 650 (1932)

·                    Škoda 637 (1932)

·                    Škoda 420 Standard (1933)

·                    Škoda 418 Popular (1934)

·                    Škoda 420 Popular (1934)

·                    Škoda 420 Rapid (1934)

·                    Škoda 430 D (1934)

·                    Škoda 637 D / K (1934)

·                    Škoda 640 Superb (1934)

·                    Škoda 418/421 Popular Sport (1935)

·                    Škoda Rapid (1935)

·                    Škoda Rapid Six (1935)

·                    Škoda Favorit (1936)

·                    Škoda Superb (1936)

·                    Škoda Popular (1937)

·                    Škoda Popular 1100 (1938)

·                    Škoda Rapid OHV (1938)

·                    Škoda Favorit 2000 OHV (1938)

·                    Škoda Superb 4000 (1939)

·                    Škoda Popular 995 (1939)

·                    Škoda 1101 „Tudor“ (1940)

·                    Škoda Rapid 2200 (1941)

ab 1948

Bauzeit

Baureihe

Anmerkung

Bild

Kleinstwagen

seit 2011

Citigo

Der Citigo basiert auf dem VW up! und ist wie dieser als Drei- und Fünftürer erhältlich. Zur Markteinführung werden zwei Motorversionen mit einem Hubraum von 999 cm³ angeboten.

2012-03-07 Motorshow Geneva 4586.JPG

Kleinwagen

1999–2007

Fabia I

Der erste Fabia mit Dreizylinder-Motor wurde alleine von Škoda entwickelt. Es wurde eine Schrägheck-, Stufenheck- und eine Kombiversion produziert. Im Herbst 2004 erfolgte eine Überarbeitung. Zusätzlich war die sportliche Variante RS erhältlich.

Škoda Fabia RichardBerry flickr.jpg

seit 2007

Fabia II

Der Fabia II ist größer als die erste Generation. Im Frühjahr 2010 erhielt der Škoda Fabia ein Facelift. Gleichzeitig erschien der sportliche Fabia RS, den es als Schräghecklimousine und als Combi gibt.

Skoda Fabia II Facelift front 20100515.jpg

Kompaktklasse

1955–1971

440/445/Octavia

Das vorerst letzte Auto mit Frontmotor und Namensquelle für einige Typen von heute. Die erste Ziffer stand für die Anzahl der Zylinder, die letzten beiden für die Leistung in PS.[25]

ŠkodaOctavia(1959-1971)inVM9.6.2007.jpg

1964–1969

1000 MB/1100 MB

Der Beginn der Ära von Autos mit Heckmotor und Heckantrieb.[26] Die Entwicklungen begannen bereits im Jahr 1957. Das MB stand für den Werksstandort Mladá Boleslav, die vierstellige Zahl für den Hubraum in Kubikzentimetern. Es gab verschiedene Prototypen für einen Kombi und ein Cabriolet.

Brno, Řečkovice, depozitář TMB, Škoda 1000 MB.jpg

1969–1974

Škoda 100/110

Der Š100/110 ist ein großes Facelift des 1000/1100 MB. Die dreistellige Zahl stand für den Hubraum in Kubikzentimetern.

Skoda 100-2.JPG

1976–1994

Škoda 105/120/125/130/135/136

Nach 32 Jahren endete die Montage von Autos mit Heckmotor und Heckantrieb.

Skoda 105S - front.jpg

1987–1994

Favorit

Der erste Škoda mit Frontmotor nach 23 Jahren. Die Motoren stammten von den Vorgängerversionen 135/136. Nach der Übernahme des Unternehmens durch VW wurden kleine technische Änderungen vorgenommen.

Skoda Favorit 136 L front.jpg

1994–2001

Felicia

Das erste Fahrzeug von Škoda, das dem westlichen Standard entsprach. Es war die erste Neuentwicklung unter VW.

Felugara.jpg

seit 2011

Rapid

Der Rapid ist ein seit Oktober 2011 im indischen Škoda-Werk Pune hergestelltes Fahrzeug. Das Fahrzeug wurde speziell für die Bedürfnisse in Schwellen- undEntwicklungsländern entwickelt.

Skoda Rapid.jpg

seit 2012

Rapid

Seit Herbst 2012 wird der Rapid auch auf dem europäischen Markt angeboten. Er wird zusammen mit dem Seat Toledo im Werk Mladá Boleslav gebaut.

Skoda - Rapid - Mondial de l'Automobile de Paris 2012 - 001.jpg

Mittelklasse

1952–1956

1200

Es war das erste Serienfahrzeug des Unternehmens mit einer selbsttragenden Vollstahlkarosserie in Pontonform.[27]

Škoda1200 Decinfront.jpg

1954–1961

1201

Als Nachfolger für den 1200 kam der 1201, er zeichnete sich durch einen stärkeren Motor aus.

MHV Škoda 1201 Estate 01.jpg

1959–1973

1202

Für lange Zeit das letzte Mittelklassefahrzeug von Škoda. Die Modelle 1200/1201/1202 waren als Limousine, Kombi, Lieferwagen sowie Krankenwagen erhältlich.

Brno, Mahenova, Škoda 1202 (02).jpg

1996–2010

Octavia I

Der Octavia I wurde im Herbst 1996 als Limousine eingeführt. Im Frühjahr 1998 folgte der Combi. Im Herbst 2000 erfolgte ein Facelift. Nachdem im Frühjahr 2004 der Nachfolger präsentiert wurde, verkaufte Škoda das Modell als Octavia Tour weiter. Ende 2010 wurde die Produktion eingestellt.

Skoda6.jpg

2004–2013[28]

Octavia II

Der Octavia II kam im Frühjahr 2004 auf dem Markt. Anfang 2009 erfolgte ein starkes Facelift. Neben der Normalversion existierte auch eine allradangetriebene Version mit dem Zusatz 4×4, die Offroad-Variante Scout und die Sportvariante RS. Das Ursprungsmodell der zweiten Generation wird in manchen Ländern noch als Tour verkauft.

 

seit 2012

Octavia III

Im Februar 2013 kam die dritte Generation des Octavia als Limousine auf dem Markt. Der Combi folgte im Mai 2013.

Geneva MotorShow 2013 - Skoda Octavia Combi grey.jpg

Obere Mittelklasse

2001–2008

Superb I

Mit dem im Herbst 2001 erschienenen Superb wurde ein Traditionsname in das Programm aufgenommen, den bei Škoda bereits 1934 das damalige Modell trug. Die Präsentation des Fahrzeuges erfolgte bereits ein halbes Jahr vor Beginn der Serienfertigung auf dem Genfer Automobilsalon, wo es als Studie unter dem Namen „Montreux“ vorgestellt wurde.

Skoda Superb blau.JPG

seit 2008

Superb II

Die im Sommer 2008 eingeführte zweite Generation des Superb verfügt als Limousine über eine zweigeteilte Heckklappe, die Twindoor genannt wird. Auf der IAA 2009 wurde zudem eine Kombiversion vorgestellt, die seit Anfang 2010 auf dem Markt ist. Im Juli 2013 kam das überarbeitete Modell auf den Markt.

Wolfsburg Jun 2012 020 (Autostadt - Škoda Superb Combi).JPG

Oberklasse

1948–1952

VOS/VOS-L

Das einzige Fahrzeug von Škoda, das zur Oberklasse gehört. Für wichtige politische Personen wurden gepanzerte Versionen gebaut.

Skoda-vos-l.jpg

Mini-Van

seit 2006

Roomster

Der Roomster hatte als erstes Modell von Škoda fünf Sterne in der Euro NCAP-Crashtest Wertung. Der Roomster hat auch nach dem Facelift im Frühjahr 2010 die gleiche Front wie die zweite Generation des Fabia.

Skoda Roomster Facelift 1.2 TSI Comfort Plus Edition front 20100529.jpg

Kompakt-SUV

seit 2009

Yeti

Der Yeti ist mit Frontantrieb wie auch mit Allradantrieb erhältlich.

Skoda Yeti 2.0 TDI 4x4 front 20100524.jpg

Coupé/Cabriolet

1948–1952

1102 „Tudor“

Den Škoda 1102 Tudor gab es mit Cabriolet- oder Roadsterkarosserie.

Škoda 1102 roadster 3.jpg

1957–1961

450/Felicia/Felicia Super

Es war die Cabrioletversion des Škoda 440/Octavia. Es gab mehrere technische Neuerungen.

Skoda felicia 1962 front.jpg

1966–1968

1000/1100 MBX

Der 1000/1100 MBX war ein Coupé auf Basis des 1000/1100-MB-Modells.

Skoda1000MBX.jpg

1970–1982

110 R

Der 110 R war ein Coupé auf Basis des 110. Es hatte einen zweifachen Vergaser und somit mehr Leistung.

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1981–1984

Garde

Es war das erste in großen Mengen produzierte Auto in der Slowakei.[29]

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1984–1990

Rapid 130/135/136

Der Rapid war eine technische Weiterentwicklung des Garde. Das Fahrzeug erhielt einen stärkeren Motor und ein modernes Erscheinungsbild. Die Produktion lief ohne Nachfolger aus.

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Rennwagen[30]

1949–1950

Sport/Supersport

Der Rennwagen Sport konnte eine maximale Geschwindigkeit von 180 km/h erreichen.

 

1957–1960

1000/1100 OHC

Von diesem Typ entstanden nur fünf Fahrzeuge, drei Spider mit Kunststoffkarosserie und zwei Coupés mit Aluminiumkarosserie.

Škoda 1101 OHC.jpg

1964

F3

Dieser Wagen fuhr für die Formel 3 und erreichte eine Geschwindigkeit von 210 km/h.

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1971

1500 MB

Für Rundkursrennen wurde ein 90-PS-Motor in den 1000 MB eingebaut. Er hatte einen Hubraum von ca. 1600 cm³.

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1971

120 S

Dieser Wagen konnte gemäß Regelung und Getriebe eine Geschwindigkeit von 220 km/h erreichen.

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1975–1980

130 RS evo/Prototyp

Dieser Wagen wurde mit einer Paneelkarosserie aus Alu und Kunststoff ausgestattet und fuhr max. 220 km/h.

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1975–1980

180 RS/200 RS

Der Wagen erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 210 km/h. Es wurde ein Getriebe von Porsche verwendet.

Skoda180RS front.jpg

1972–1975

Spider B5

Der erste Wagen von Škoda mit Spider-Karosserie.

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1984

130 LR

Der Wagen bestand aus der Basis des Typs 742 und hatte einen 145 PS leistenden Motor.

Jürgen KayserJens Roth auf Skoda 130 LR.jpg

1989

136 L

Er hatte 80 bis 125 PS bei 1289 cm³.

Škoda favorit racing.jpg

1995

Felicia Kit Car

Dieser Felicia hatte einen 180 PS starken Motor mit einem Hubraum von 1598 cm³.

Skoda felicia kit car.jpg

1998

Octavia Kit Car 2.0 L/Octavia WRC

Das Octavia Kit Car bot einen Motor mit 340 PS. Der Octavia WRC mit dem 300-PS-Motor konnte 250 km/h erreichen.

Bt skoda.jpg

2003

Fabia WRC

Dieser Fabia hatte rund 220 kW (300 PS) bei 5500/min und 1999 cm³ sowie 600 Nm bei 3250/min.

Jani Paasonen - 2004 Rally Finland 3.jpg

2008

Fabia Super 2000

Der Nachfolger hatte seinen ersten Einsatz bei der Rallye Monte Carlo.

Juho Hänninen - Rally Finland 2009.JPG

Nutzfahrzeuge

1968–1999

1203/1500

Der Transporter wurde insgesamt 31 Jahre lang hergestellt. In der Zeit wurden leichte Neuerungen vorgenommen. Der 1500 hatte einen stärkeren Motor.

TAZ Skoda 1203.JPG

1991–1995

Pick-up

Der Pick-up basierte auf dem Favorit und hatte eine Lkw-Zulassung.

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1995–2001

Pick-up

Der Pick-up basierte auf dem Felicia und hatte eine Lkw-Zulassung.

Skodafeliciapick-up.JPG

2002–2006

Praktik

2002 wurde die Nutzfahrzeugreihe in Praktik umbenannt. Die erste Version dieser Reihe basierte auf dem Fabia Combi.

Fabia-praktik seitlich.jpg

seit 2007

Praktik

Der Transporter basiert auf der Karosserie des Roomster, hat aber im Unterschied zu diesem keine Fenster in den Fondtüren.

Skoda Praktik 1.4 TDI Brilliantsilber Heck.JPG

Weitere Modelle

1952

Tatra 600

Um Tatras Kapazitäten für den Lkw-Bau zu nutzen, wurde die Produktion des Mittelklassewagens nach Mladá Boleslav verschoben.

1950TatraT-600Tatraplan.jpg

Prototypen und Konzepte

·                    Škoda 932 (1932)

·                    Škoda 935 (1935)

·                    Škoda Sagitta (1937)

·                    1000 MB Kombi mit Heckmotor (1965)[31]

·                    Škoda 1300 (1972)

·                    Škoda 720 (1976)[32]

·                    Škoda 740 Kleinwagen[33]

·                    Škoda 760 Limousine

·                    Škoda 765 Kombi

·                    Škoda 781 (1984) Kleinwagen, Prototyp für den Favorit[34]

·                    1100 GT Sportwagen (1970)

·                    Škoda Roadster (2009)

·                    Škoda Ortodox

·                    Joyster (2006)

·                    Vision D (2011)

·                    MissionL (2011)

·                    Yeti II Cabriolet (2006)

·                    Roomster (2003)

·                    Tudor (2002)

·                    Fabia Paris Edition (2002)

·                    Ahoj (2002)

·                    Felicia Golden Prague (1998)

·                    783 Favorit Coupé (1987)

·                    Favorit Sedan (1987)

·                    RGW-Auto

·                    Škoda MOŽ-2 (1951) (Amphibienfahrzeug-Prototyp)

·                    Škoda 973 (1952) (Geländewagen-Prototyp)

·                    Škoda Locusta BAZ (Nachfolgemodell für den Garde)

Zeitleiste

Zeitleiste der Škoda-Modelle von 1945 bis heute

 

Typ

Karosserie-versionen

von 1945 bis 1991 Staatsbetrieb

1991 von Volkswagen gekauft

 

40er

50er

60er

70er

80er

90er

2000er

2010er

                     

5

6

7

8

9

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

0

1

2

3

4

567890123

Kleinstwagen

Steilheck

 

 

 

 

 

 

 

Citigo

Kleinwagen

Cabrio

… 1101 Tudor/ 1102 Tudor

 

 

 

 

 

 

 

Schrägheck

 

 

 

 

 

Fabia I

Fabia II

Kombi

 

 

 

 

 

 

Stufenheck

 

 

 

 

 

 

 

Kompaktklasse

Schrägheck

 

 

 

 

 

Favorit

Felicia

 

 

Kombi

 

 

 

 

 

Forman

 

 

Untere Mittelklasse

Cabrio

 

 

450

Felicia

 

 

 

 

 

 

Coupé

 

 

 

1100 MBX

110 R

Garde

Rapid

 

 

 

Stufenheck

 

 

440

Octavia

1000 MB/ 1100 MB

100/ 110

105/ 120/ 125/ 130/ 135/ 136

 

 

Octavia I

Rapid

Rapid

Kombi

 

 

 

Octavia Kombi

 

 

 

 

Mittelklasse

Stufenheck

 

 

1200

1201

 

 

 

 

 

Octavia IIOctavia III

Kombi

 

 

1202

 

 

 

 

Obere Mittelklasse

Stufenheck

 

 

 

 

 

 

 

Superb I

Superb II

Kombi

 

 

 

 

 

 

 

Oberklasse

Stufenheck

… Superb

 

 

 

 

 

 

 

 

VOS

 

 

 

 

 

 

 

Hochdachkombi

 

 

 

 

 

 

 

 

Roomster

Kleintransporter

 

 

 

 

1203

1203

1500

 

 

SUV

Steilheck

 

 

 

 

 

 

 

Yeti

Rennwagen

 

 

Sport

 

 

 

120 S

 

130 RS

 

130 LR

 

 

 

 

 

Sport/ Supersport

 

1101 OHC

 

F3

 

 

 

 

 

 

 

Modellentwicklung

Erstes Škoda-Auto (nach den L&K-Konstruktionen) war der 422 (4 Zylinder, 16 kW/22 PS), ein typischer eckiger Pkw der 1920er Jahre mit Grundrahmen und Holz-Karosserie. In dieser Form wurden viele Modelle gefertigt, auch 6- und 8-Zylinder. Bereits damals erschien der Typenname Phaeton, in den 1930er-Jahren auch Favorit und Superb.

Ein gewaltiger Innovationsschub kam 1933 mit dem 420-Standard, der Reihe Popular und dem etwas größeren Rapid: nach dem Beispiel des von Tatra elf Jahre zuvor eingeführten Konstruktionsprinzips wurde ein Zentralrohr, durch das die Kardanwelle lief, als Rahmen verwendet, an dem das Differenzial mit Pendelachse hinten und das Triebwerk und die Vorderachse vorne angeschraubt waren. Dazu kam eine moderne aufgesetzte Karosserie mit Kofferraum und ab 1938 4-Zylinder OHV-Motoren. Es wurden viele Versionen gebaut, darunter auch Rennversionen (zum Beispiel wurde ein Popular-Sport Klassenzweiter in Rallye Monte Carlo 1936). Der Tudor (Two-Door) hatte eine gefällige (während des Kriegs geheim konstruierte) Karosserie der 1940er. Mit dem Sedan kam die Pontonform und die (bei diesem Typ viertürige) Ganzstahl-Karosserie, die jedoch nicht selbsttragend war. Es existierten auch Sonderserien für Militär und Landwirtschaft. Diese Konzeption wurde, mit diversen Karosserien, bis zum Fertigungsende ohne wesentliche Änderungen beibehalten. Drei Jahre später kam mit dem Spartak (440) die zweitürige Karosserie. Der Octavia (445) (als achter Typ der Popular-Linie) und Felicia (450, Roadster) erhielten erstmalig an der Vorderachse Schraubenfedern. Der Octavia Combi wurde bis 1971 gebaut. Die Produktion des Lieferwagen 1203 wurde 1999 eingestellt.

Für den modernen, viertürigen 1000 MB (das MB stand für den Werksstandort Mladá Boleslav) wurde ein neues Werk gebaut, das 1964 die Serienproduktion aufnahm. So entstand, gerade zum Ansturm der Fronttriebler, die weltletzte Baureihe eines Massen-Hecktrieblers (vor dem Smart Fortwo), mit neuer Mechanik und selbsttragender Karosserie, die anfangs äußerst rostanfällig war. Die Aluminiummotoren dieser Baureihe wurden später in den Favorit, die neue Felicia und auch noch in die Grundversionen der Fabia-Modelle eingebaut.

Als Nachfolger für den 1000 MB sollte der 4,30 Meter lange Prototyp 720 dienen. Dieser wurde in den Jahren 1967−1971 heimlich bis zu Prototypen entwickelt und hatte einen Frontmotor und Frontantrieb. Die Reihe sollte Vierzylinder-OHC-Motoren mit Hubräumen von 1250 bis 2000 cm³ erhalten. Daneben war eine Automatik-Schaltung, ABS und eine Kombiversion geplant. Im Interieur befanden sich Anzeigegeräte, die in späteren Modellen vorkamen. Die Fertigung wurde jedoch wegen der sozialistischen Planwirtschaft nicht realisiert.

Mit dem Favorit begann 1987 die Ära der Fronttriebler. Der neue Felicia (diesmal kein Cabrio) wurde später mit VW-Motoren aufgewertet, bevor 1996 der erste VW-Škoda, der mit Teilen des VW Golf IV basierende neuerstandene Octavia, kam. Im Sommer 2004 folgten dessen Neuauflage Octavia II und Anfang 2005 das dazugehörige Kombimodell.

Zwischenzeitlich löste 1999 der Fabia die Felicia-Baureihe ab. Der Fabia war das erste Fahrzeug aus dem VW-Konzern, das die Plattform PQ24 nutzte, auf der wenig später auch VW Polo 9N und Seat Ibiza gebaut wurden. Diese Plattform entwickelte Škoda als Dienstleister für Volkswagen. Durch die vorgezogene Markteinführung bei Škoda haben die anderen Konzernmarken Zeit, bei Škoda gemachte Erfahrungen in die Entwicklung der Schwestermodelle einfließen zu lassen. 2006 kam der Škoda Roomster auf den Markt. Ab 2008 wird der Škoda Superb II hergestellt. Ab Mitte 2009 wird der Škoda Yeti, der erste SUV von Škoda, verkauft.

Die Konzernmutter Volkswagen gibt die Genehmigung und die Vorgaben für von Škoda entwickelte Modelle. Das war vor der Wende nicht anders. Damals gab die Sowjetunion Vorgaben für Fahrzeuge, deswegen hat Škoda viele unrealisierte Prototypen von damals und heute, die nicht genehmigt wurden. In Kooperation mit Wartburg und Trabant wurde das RGW-Auto entwickelt, jedoch nicht realisiert.

Werke

Škoda Auto produziert weltweit in zehn Werken. Die drei Hauptwerke befinden sich in Tschechien und haben insgesamt 24.524 Mitarbeiter:[35][36]

·                    Mladá Boleslav (Octavia Combi, Octavia Combi 4×4, Octavia Scout, Octavia RS, Fabia, Fabia Combi, Rapid, Motoren, Getriebe, Gießerei)

·                    Kvasiny (Superb, Superb Combi, Yeti, Roomster, Praktik)

·                    Vrchlabí (Octavia Tour, Octavia Tour Combi, Octavia, Octavia Combi)

In Bratislava in der Slowakei wird der Octavia hergestellt, früher befand sich dort das Werk BAZ (Bratislavské automobilové závody, n. p.) von Škoda. Dort wurde das erste Serienfahrzeug auf slowakischem Gebiet in großen Stückzahlen, der Škoda Garde, gebaut. In Trnava befand sich seit 1981 das Werk für den Škoda 1203, das nach der Aufteilung der Tschechoslowakei selbstständig wurde und keine neuen Fahrzeuge von Škoda mehr herstellte.

Das Werk Volkswagen Sarajevo (Bosnien und Herzegowina) produziert die Fahrzeuge Fabia, Superb und Octavia. Neben Škoda-Fahrzeugen werden dort auch Fahrzeuge von Konzernschwestern hergestellt.

Ein weiteres Werk befindet sich in Solomonowo bei Uschgorod in der Ukraine. Eurocar stellt dort den Fabia und Octavia (Tour) her.

Im Werk Skoda Auto India werden Octavia, der Superb und Yeti hergestellt. Die Produktionskapazität beträgt 15.000 Fahrzeuge pro Jahr.

In China werden die Fahrzeuge Fabia und Octavia im Werk Shanghai Volkswagen hergestellt. In Russland werden Fabia und Octavia im Werk von Volkswagen Group Rus gebaut. Dort werden auch andere Fahrzeuge von Konzernschwestern montiert. In Kasachstan werden die Fahrzeuge Octavia im Werk Azia Avto montiert.

Museen

Das Škoda Muzeum ist in Mladá Boleslav für Besucher zugänglich. Das Museumsgebäude ist die alte Werkshalle von Laurin & Klement die aktiv bis in die 1970er verwendet wurde. Das Museum wurde unter anderem aufgrund Änderungen des Corporate Designs2011 umgebaut und umgestaltet. Auch Werksbesichtigungen sind möglich. Ein weiteres Škoda-Museum befindet sich auf dem Gelände des Schlosses Krengerup auf der Insel Fünen in Dänemark. In der Autostadt steht der Škoda-Pavillon. In ihm sind die aktuellen Modelle vertreten.

Hochschule

Zum Unternehmen gehört die im Jahr 2000 gegründete Hochschule Škoda Auto Vysoká škola.

Literatur

·                    René Mario Cedrych, Lukáš Nachtmann: Škoda – auta známá i neznámá, 2. Auflage, Grada, Praha 2007, ISBN 978-80-247-1719-7 (tschechisch).

·                    Wolfgang Finke, Bertel Schmitt: Škoda Octavia, das Buch zum Auto. Graf Bertel Buczek, 2006

·                    Bernd-Wilfried Kießler: Škoda Automobile. Zukunft durch Tradition, Delius Klasing 1998, ISBN 3-7688-0902-1.

·                    Petr Kožíšek, Jan Králík: L&K – Škoda 1895–2003, I. + II. MotoPublic pro Škoda Auto 2003, Teil 1 ISBN 80-239-1849-4, Teil 2 ISBN 80-239-1949-0 (tschechisch).

·                    Jan Králík, Lukáš Nachtmann: 100 Jahre Škoda-Werbung von L&K bis zur Gegenwart. Druckwerbung des Automobilwerks L&K – Škoda, herausgegeben für Škoda Auto. MotoPublic 2006.

·                    Katrin Thoß, Michael Kirchberger: Škoda – Bewegte Geschichte. Plexus, Miltenberg 2006, ISBN 3-937996-09-5

·                    Jan Tuček: Zapomenuté vozy Škoda, 1960–1990. Grada Publishing, Praha 2007, ISBN 978-80-247-2012-8 (tschechisch).

·                    Jan Králík, Josef Vrátil: Století nejrychlejších vozů Škoda. km publicity, 2002, ISBN 80-238-9845-0 (tschechisch).