Als Škoda 742 wurde die ab 1976 hergestellte Modellreihe bezeichnet. Es ist ein Mittelklassewagen von AZNP (Škoda), welches das Modell Š 100 ablöste. Die Modellbezeichnung 742 war nur intern gebräuchlich. Die jeweiligen Fahrzeugmodelle der Reihe erhielten Bezeichnungen, die sich vom Hubraum ableiteten.

Bremssattel VR SKODA 105,120 (742) - 1.2 120 L

Modellgeschichte

Das Modell wurde auf der Brünner Messe im Jahr 1976 vorgestellt. Das Fahrzeug fiel aufgrund des vergleichlich modernen Erscheinungsbildes auf. Es hatte einen wassergekühlten Heckmotor mit Heckantrieb.

Die Buchstaben L/LE/GL/LS/GLS/GLX/LX nach der Zahl kennzeichneten die verschiedenen Ausstattungslinien.

Im Jahr 1984 begann die Produktion der modernen Modelle mit 130er, 135er und 136er Motoren. Der Tank wurde wegen neuen Sicherheitsbestimmungen von vorne unter die Rücksitze verlegt. Ebenfalls 1984 erschien der Rennwagen Škoda 130 LR, der den Škoda 130 RS ablöste. Er erreichte wie der Vorgänger 220 km/h, war jedoch für die Bevölkerung nicht erhältlich.

1990 wurde die Serienfertigung des ähnlichen Škoda Rapid mit dem damals stärksten Heckmotor eingestellt. Von da an wurde der Typ 742 bis ins Jahr 1994 aus verbliebenen Bauteilen in Mladá Boleslav von Hand gefertigt. Das Fahrzeug beendete die Heckmotor-Ära bei Škoda.

Während der Produktion gab es mehrere Detailveränderungen an der Optik, zum Beispiel die Scheinwerfer, Heckleuchten und Blinker.

Motorversionen

Škoda 105 S, 105 L, 105 GL, 105 SP (Typ 742)

  • Škoda 105 S- Standard. Einfachste Ausstattungsvariante. Fahrzeug hat keine Zierleisten, Gummimatten, Fenster in den Hintertüren können nicht herunter gekurbelt werden. Hergestellt von August 1976 bis zum 30. August 1986.
  • Škoda 105 L- de Luxe. Teppichmatten, Handstützen, alle Fenster lassen sich herunter kurbeln, Tachometer sind rundlich geformt, Karosserie hat Chromzierleisten. Hergestellt von 1976 bis 1988.
  • Škoda 105 GL- Grand de Luxe. Luxusausführung – viereckige Scheinwerfer, Chromzierleisten auf dem Kühlergrill, Heck und Fensterrahmen. Fahrzeug hatte einen Bremskraftverstärker, im Innenraum gab es Kopfstützen. Vom GL wurden nur wenige produziert, hergestellt wurde er von März 1981 bis Juni 1983 in Vrchlabí.

 

 

Die Škoda-Reihe 105 war die erste des Typs 742.

Nach Frankreich exportierte 105 Modelle mussten in 1050 umbenannt werden. Peugeot hatte die Zahl 105 geschützt.

  • Baujahr: 1976–1989
  • Motor: Viertakt-Benzinmotor, wassergekühlt, Reihenvierzylinder OHV, längs im Heck
  • Hubraum: 1046 cm³
  • Leistung: 33,1 kW bei 4800/min
  • Gewicht: Leergewicht (nach Ausstattung) 855 bis 915 kg
  • Geschwindigkeit: 130 km/h
  • Verbrauch: 6,3 bis 9,5 Liter auf 100 km
  • Produzierte Fahrzeuge: 840.561 Stück

Škoda 120, 120 L, 120 LE, 120 GL, 120 LS, 120 GLS, 125 L (Typ 742)

Innerhalb des Produktionsablaufes gab es mehrere Modernisierungen.

  • Baujahr: 1976–1990
  • Motor: Viertakt-Benzinmotor, wassergekühlt, Reihenvierzylinder OHV, Heckmotor längsliegend
  • Hubraum: 1174 cm³
  • Leistung: 36,7 kW bei 4200/min (120, 120 L, 120 LE, 120 GL) 40,5 kW bei 5200/min (120 LS, 120 GLS, 120 LX, 125 L)
  • Gewicht: Leergewicht nach Ausstattung 855 bis 915 kg
  • Geschwindigkeit: 140 km/h
  • Verbrauch: 6,4 bis 9,7 Liter auf 100 km
  • Produzierte Fahrzeuge: 1.070.693 (Škoda 120) , 50.041 (Škoda 125 L )

Škoda 130 L, 130 GL, 135 L, 136 L (Typ 742)

In Großbritannien wurde diese Reihe als Škoda Estelle bezeichnet.

  • Baujahr: 1984–1990
  • Motor: Viertakt-Benzinmotor, wassergekühlt, Reihenvierzylinder OHV, Heckmotor längsliegend
  • Hubraum: 1289 cm³
  • Leistung: 43 kW bei 5000/min (130, 135) 46 kW bei 5000/min (136)
  • Gewicht: Leergewicht nach Ausstattung 855 bis 890 kg
  • Geschwindigkeit: 150 km/h
  • Verbrauch: 5,8 bis 8,9 Liter auf 100 km (130) 5,7 bis 8,9 Liter auf 100 km (135, 136)
  • Produzierte Fahrzeuge: 50.819 (Škoda 130, 135), (1.631 Škoda 136)
  • Besonderes: In den Jahren 1991 bis 1994 wurden in Mladá Boleslav Restteile zu Autos zusammengeschraubt, diese Autos entstanden nicht am Band und hatten Favorit- oder 1100-MB-Motoren und Karosserie-Teile der vergangenen 20 Jahre. Diese Modelle sind nur schwer unterscheidbar.

Škoda 136 LR (Typ 745)

Der 136 LR ist eine Rennwagenversion.

  • Baujahr: 1984–1988
  • Motor: Viertakt-Benzinmotor, wassergekühlt, Reihenvierzylinder OHV, Heckmotor längsliegend, Weber- Vergaser
  • Hubraum: 1289 cm³
  • Leistung: 47 kW bei 6000 min−1, bis 95 kW bei 8000 min−1
  • Abmessung: 4200 × 1610 × 1400 mm
  • Geschwindigkeit: bis 220 km/h
  • Karosserie: selbsttragend, Rohrschutzkäfig
  • Produzierte Fahrzeuge: im Dezember 1984 genehmigte der Staat eine Serie von 200 Stück

Prototypen

Im Laufe der Produktion entstanden mehrere Prototypen, so zum Beispiel der BAZ Furgonet um 1983 aus dem Werk in Bratislava. Es war ein Kastenwagen mit Heckmotor. Dieser verfügte über eine normale Öffnung hinten, jedoch entstand durch das Motorisierungsprinzip das Problem, dass man nur schlecht an die Ladung gelangte. So baute man eine Seitentür ein, die den Zugang zur Ladung erleichterte.

Ebenfalls auf Basis des 120 entstand ein Prototyp mit Frontmotor. Intern nannte man das Projekt Škoda Ortodox.[1]

Gemeinsame Merkmale

  • Abmessungen (L × B × H): 4160 × 1595 × mm
  • selbsttragende Karosserie, Viertürer
  • wassergekühlter Viertakt-Benzinmotor
  • Reihenvierzylinder
  • Hinterradantrieb, Motor längsliegend im Heck eingebaut; Steuerkette; Aluminium-Block

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