Der Subaru Forester der ersten und zweiten Generation ist ein geländegängiger Kombi des japanischen Automobilherstellers Subaru. Das Modell der dritten Generation ist in die Kategorie der SUV (Sports Utility Vehicle) einzuzuordnen. Die Bezeichnung „Forester“ bedeutet auf Deutsch so viel wie Förster oder Waldarbeiter.

Gummifußmatten Gummimatten für Subaru Forester 2008- 4tlg

Auch das Modell Forester der ersten und zweiten Generation wird zur Fahrzeugklasse der SUV gezählt, wenngleich es aufgrund seiner geringen Karosseriehöhe von ca. 1,60 m optisch eher an einen konventionellen Mittelklasse-Kombi erinnert. Mit einer Bodenfreiheit von immerhin knapp 20 cm und einem permanentem Allradantrieb ist es für leichte Geländefahrten gut geeignet, wobei es als eines der wenigen SUVs dieser Klasse serienmäßig ein Untersetzungsgetriebe bietet. Dem Fahrer stehen dabei insgesamt zehn Vorwärtsgänge zur Verfügung.

Wie die Subaru-Modelle Legacy, Impreza und Tribeca wird auch der Forester durch Boxermotoren angetrieben. Laut Subaru liegt der große Vorteil des Boxermotors darin, dass trotz der großen Bodenfreiheit der Fahrzeugschwerpunkt wesentlich niedriger liegt als bei vergleichbaren Mitbewerbern, was sich positiv auf die Fahrdynamik auswirkt. Die Automobilpresse beschreibt die Fahreigenschaften des Forester dementsprechend als ausgewogen, agil und gutmütig. Bei Langzeittests, in TÜV-Berichten und Kundenzufriedenheitsstudien belegt der Forester stets vordere Plätze.

Modellhistorie

Forester SF (1997–2002)

Im August 1997 erschien die erste Forester-Generation in Deutschland. Das Fahrzeug war mit einem 2-Liter-4-Zylinder-Boxermotor mit 90 kW (122 PS) ausgestattet, der mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe oder einer Viergang-Automatik kombiniert werden konnte. 1998 kam zusätzlich das 2-Liter-Turbo-Modell mit 125 kW (170 PS) auf den Markt, die Leistung des Basismotors wurde auf 92kW (125 PS) angehoben.

Der Forester Turbo ist, wie alle anderen turbogeladenen Subaru-Modelle auch, erkennbar an der oberhalb des Ladeluftkühlers angeordneten Lufthutze auf der Motorhaube . Mit der Turbo-Version sind Spitzenfahrleistungen möglich, und somit gilt der Forester Turbo auch als das bis dahin schnellste Fahrzeug in der Klasse allradgetriebener Kombiwagen.

Im Jahr 2000 wurde ein umfangreiches Facelift durchgeführt mit Änderungen an den Scheinwerfern, am Kühlergrill, der Heckklappe und den Heckleuchten. Außerdem wurde die Spur an der Hinterachse um 15 mm erweitert. Das Turbo-Modell wurde nun mit einer Leistung von 130 kW (177 PS) angeboten.

Forester SG (2002–2008)

Im Spätsommer 2002 erschien die zweite Generation des Forester mit einer optisch stark überarbeiteten Karosserie sowie einem modifizierten Innenraum und einer neuen Armaturentafel. Die Abmessungen der Karosserie blieben nahezu unverändert, ebenso die Leistung der beiden Motoren mit 92 kW (125 PS), bzw. 130 kW (177 PS). Zusätzlich wurde ein 2,5 Liter Turbo mit 210 PS angeboten. In Indien wurde das Modell als Chevrolet Forester vermarktet.

2005 erfolgte ein umfangreicheres Facelift mit einer neu gestalteten Frontpartie. Die Motoren leisten nun 116 kW (158 PS), bzw. 169 kW (230 PS) beim Turbo. Der 116 kW (158 PS) starke 2-Liter-Basismotor zeichnet sich durch einen großen nutzbaren Drehzahlbereich aus. Seine höchstzulässige Drehzahl liegt bei 7400/min. Das nun 2,5 Liter große Turbo-Aggregat beschleunigt den optisch "eher unscheinbaren" Forester in 6,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Da Subaru beim Forester seinerzeit keinen Dieselmotor im Angebot hatte, können sich Kunden ab Werk gegen Aufpreis nachträglich eine Flüssiggasanlage (LPG) einbauen lassen. Die Treibstoffkosten lassen sich auf diese Weise im Verhältnis zum reinen Benzinbetrieb erheblich reduzieren. Die Flüssiggastechnik ist für den Subaru Forester 2.0X sowie für die Modelle Impreza 2.0R, Legacy 2.0R und Outback 2.5i erhältlich.

 

 

Forester SH (seit 2008)

Die dritte Generation des Foresters wurde in Deutschland am 29. März 2008 vorgestellt. In der Karosserielänge und -höhe deutlich gewachsen, ist er als SUV des Softroadersegments eindeutiger als bisher ein direkter Konkurrent zu den etablierten SUV-Modellen Ford Kuga, Toyota RAV4, Honda CR-V und dem VW Tiguan. In technischer Hinsicht ist Subaru beim Forester seinen Prinzipien treu geblieben. Auch die dritte Generation ist wieder mit Boxermotoren ausgestattet und greift auf das bewährte "Symmetrical AWD"-Allradsystem zurück.

Mit der Markteinführung in Deutschland war zunächst ausschließlich der 2.0X mit 110 kW (150 PS) Benzinmotor erhältlich. Der Motor kann mit einem 5-Gang Schaltgetriebe oder mit einer optionalen Automatik kombiniert werden. Der 2,5 Liter Turbomotor mit 230 PS wurde aus dem Europaprogramm gestrichen und wird derzeit nur in der Schweiz angeboten. Seit Herbst 2008 kommt als weitere Motorvariante ein neuer Boxer Diesel (2.0D) mit 147 PS und 6-Gang Handschaltung zum Einsatz. Die im Benziner serienmäßige Getriebeuntersetzung ist im Dieselmodell nicht erhältlich.

Der Kunde hat die Wahl zwischen den Ausstattungsvarianten Trend, Active, Comfort, Exclusive.

Motorisierungen

Modell

Hubraum cm³

Zylinder/Bauart
Ventile/Ventiltrieb

Einspritzung

Max. Leistung
bei min-1

Max. Drehmoment
bei min-1

Getriebe

Normverbrauch in l/100km (In.ort,Auserort,Komb.)

CO2 in g/km

Anhängelast
gebremst in kg

2.0X

1994

4 / Boxer
16 / DOHC

MPI

110 kW (150 PS) / 6000

196 Nm / 3200

5-Gang

11,4 / 7,1 / 8,6

198

2000 (12%)

2.0X
Automatik

1994

4 / Boxer
16 / DOHC

MPI

110 kW (150 PS) / 6000

196 Nm / 3200

4-Gang
Wandlerautomatik

11,4 / 7,0 / 8,6

199

1750 ( 8%)
1500 (12%)

2.0D

1998

4 / Boxer
16 / DOHC

Common Rail

108 kW (147 PS) / 3600

350 Nm /
1800 bis 2400

6-Gang

7,9 / 5,3 / 6,3

167

2000 (12%)

Auszeichnungen

  • 2009: Top Safety Pick 2010

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