Der Toyota Starlet war ein von 1973 bis 1999 in mehreren Generationen gebauter Kleinwagen von Toyota.

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Publica Starlet P4/P5 (1973–1978)

Der Publica Starlet P4 war als sportliche Ergänzung zum Publica P30 gedacht und ab März 1973 als zweitürige Limousine und als dreitüriger Kombi sowie ab Dezember 1973 auch als viertürige Limousine in den Ausstattungsvarianten Standard, Deluxe, Hi-Deluxe, ST und SR lieferbar.

Auch nach Einführung des P4 auf dem japanischen Markt war der Publica P30 weiterhin lieferbar und wurde weiter auf dem deutschen und anderen europäischen Märkten als Toyota 1000 verkauft. Mit der Einführung des P4 wurde jedoch die Ausstattung des Toyota 1000 in Europa verbessert.

Der P4 wurde 1976 zur Baureihe P5 überarbeitet. Beide Modelle traten in Europa nicht in Erscheinung.

Starlet P6 (1978–1984)

Der Starlet P6 war Nachfolger des Toyota 1000 und einziger Starlet mit Heckantrieb. Lieferbar war er als:

  • 1,0 l Modellcode KP6, Motorcode 2K 993 cm³ 33kW/45PS „DX“

  • 1,2 l Modellcode KP62, Motorcode 3K 1166 cm³ 40kW/55PS „DX“ oder „S“

  • 1,3 l Modellcode KP61, Motorcode 4K 1290 cm³ 48kW/65PS „S“ oder "DL"

Der Starlet wurde kurz nach dem technisch ähnlichen konzipierten Mazda 323 im Frühjahr 1978 auf den europäischen Markt gebracht. Beide Fahrzeuge hatten Heckantrieb und hintere Starrachse. Der Starlet hatte einen stoßstangenbetätigten OHV-Motor. Die Fahreigenschaften der an schräg gestellten Zugstreben und geraden Druckstreben befestigten Hinterachse mit Schraubenfedern waren für damalige Verhältnisse recht gut.

Historie:

  • Urmodell mit Rundscheinwerfern bis August 1980

  • 1. Facelift im September 1980: Rechteckige Scheinwerfer, Motorhaube kürzer

  • 2. Facelift im September 1982: Kunststoffstoßfänger, Standleuchten neben Scheinwerfer, Kofferraumklappe bis zur Stoßstange heruntergezogen, Armaturenbrett modifiziert (wie Toyota Tercel Modellcode AL20)

  • Der Kombi war in Deutschland nur fünftürig mit 1,0-l-Motor lieferbar und hatte eine blattgefederte Hinterachse.

  • Der Starlet mit Automatikgetriebe war nur als Dreitürer mit dem 1,3l-Motor in der „DL“-Variante von Februar 1982 bis August 1982 lieferbar. Sonst alle Nicht-Kombis mit allen Motoren als Drei- oder Fünftürer.

  • Zwischendurch gab es den 1,2-l-Starlet in einer „S“-Variante mit Sportfelgen, Drehzahlmesser und auffälliger Lackierung, als in Europa der „Starlet-Cup“ gefahren wurde, seinerzeit der höchstdotierte Rallyecup seiner Klasse. Auch ein Sperrdifferential war verfügbar.

  • Alle Modelle in Europa ohne Katalysator mit Vergaser zur Gemischaufbereitung. Für Schweden und die Schweiz war für den Starlet eine unterdruckgesteuerte Abgasrückführung eingebaut, um die Schadstoffemissionen zu mindern.

 

 

Starlet P7 (1984–1989)

  • Als 1,0 (Modellcode EP70, Motorcode 1E, 40 kW,) und 1,3 (Modellcode EP71, Motorcode 2E, 55 kW,) angeboten.

  • In Europa letztes Modell mit Gemischaufbereitung durch Vergaser (2-stufiger Registervergaser beim 1,0 Liter, Gleichdruckvergaser beim 1,3 Liter Motor). In der Schweiz verfügte der Starlet wegen der strengeren Abgasnormen bereits ab 1986 über einen Katalysator.

  • Im letzten Modelljahr wurde der EP71 auch in anderen europäischen Ländern mit einer Kombination aus Gleichdruckvergaser und geregeltem Katalysator angeboten.

  • Der Starlet P7 (Modellcode EP70, 40kW) war zudem mit einem 1.5-l-Dieselmotor erhältlich.

Neben den europäischen Ausführungen wie dem DX (abgelöst durch den XL) und dem S als sportliche Variante gab es speziell für den japanischen Markt noch eine Turbo-S-Variante (Motorcode 2E-TELU). Ausgestattet war dieser mit einem turbogeladenen 1.3-Liter-Einspritzmotor.

  • Im Gegensatz zu den anderen Baureihen wurde der in Europa angebotene P7 während der gesamten Produktionszeit keiner Überarbeitung unterworfen. Lediglich gegen Ende der Produktion wurden einige Sondermodelle wie der Starlet „Cliff“ angeboten.

Starlet P8 (1989–1996)

  • Er wurde mit 1,0- (Code EP80, 40 kW) und 1,3-l-Ottomotor (Code EP81, 60/55 kW, Motor 2E und 2E-E, 12 Ventile) sowie mit 1,5-l-Dieselmotor (Code NP80, 40 kW) angeboten. Es gab ihn als drei- oder fünftüriges Modell. 4-Sensoren-ABS oder Servolenkung gab es als Sonderausstattung. In Deutschland beschränkte sich das Angebot ab 1990 auf das dreitürige Modell mit 1,3-l-Motor.

  • In Europa erstes Modell mit der durch eine Steuereinheit geregelten elektronischen Einspritzung EFI (Electronic Fuel Injection)

Neben den europäischen Ausführungen wie dem XLi, der Sonderedition Jeans, dem OpenAir mit Faltdach und der sportlichen Variante Si gab es speziell für den japanischen Markt noch eine Turbo GT-Variante. Ausgestattet war diese mit einem turbogeladenen 1.4-l-Einspritzmotor (Motorcode 4E-FTE, 135 PS).

Starlet P9 (1996–1999)

Neben den europäischen Ausführungen wie dem „J“ als Einstiegsmodell und den Sondereditionen, wie „Carat“ und „Moonlight“, gab es speziell für die Rechtslenker-Märkte wie Japan, Neuseeland, Australien und England die Glanza S und Glanza V genannten sportlichen Versionen mit 1.3-l-Benzinmotor und 85 PS Leistung (Motorcode: 4E-FE) bzw. 1.3-l-Turbo-Benzinmotor und rund 136 PS Leistung (Motorcode: 4E-FTE).

Die Modellreihe erlangte im TÜV Auto-Report 2005 in der Gruppe der 6- und 7-jährigen Fahrzeuge mit nur 6,0 % der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln den ersten Platz.

1999 wurde die Starlet-Baureihe durch den neu entwickelten Toyota Yaris abgelöst.

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