Toyota TownAce, Van Wagon und Daihatsu Delta Van (1976-1982)

Der Toyota TownAce (Karosserie-Code CR21) wurde im Oktober 1976 als 7/8-sitziger Van und als LKW-Version Pritschenwagen in Japan eingeführt. Er basierte auf dem Toyota LiteAce, mit dem er die gleichen Vorder-und Schiebetüren hatte und ersetzte den Toyota MiniAce. Angetrieben wurde er vom 1,2L 3 K-J, 1,6L 2T-J und 1,6L 12T-U Benzinmotor in Mittelmotorbauweise, der sich unter den Vordersitzen befand, mit Frontantrieb und 4-Gang-Lenkradschaltung.

Toyota Townace/Liteace 1985-1997 Owners Handbook

Ab Oktober 1978 ersetzte der U13-T mit 1800ccm den U12-T und der 4K-J mit 1300 cm³ den 3K-J, um die verschärften Abgasvorschriften einhalten zu können. Eine Überarbeitung des Federungssystems brachte ein verbessertes Handling und Stabilität. Die Version „Custom Extra“ wurde eingeführt, mit Radialreifen und einem manuellen Schiebedach in der Fahrzeugmitte sowie erhöhtem Dach mit 1990 mm.

Im Oktober 1979 erfolgten kleinere Veränderungen der Front und Karosserie bzgl. Lärmminderungsmaßnahmen. Das Armaturenbrett wurde überarbeitet und es gab eine neue Farbe. Dies alles sollte mehr PKW-Komfort vermitteln. Der Custom Extra wurde zum „Super Extra“.

Im Dezember 1980 erfolgten umfassende Überarbeitungen aufgrund der starken Konkurrenz durch den 1979 eingeführten Datsun Vanette Coach und dem Verkaufsstart in Nordamerika als Toyota Van Wagon. Statt Rundscheinwerfern erhielt der Van nun zwei rechteckige Scheinwerfer. Zusätzlich zur Lenkradschaltung war nun optional ein 5-Gang-Knüppel-Schaltgetriebe und ein 3-Gang-Automatikgetriebe erhältlich. Eine neue Vorderradaufhängung mit Stabilisator sorgte für verbesserte Fahrstabilität. Servolenkung und elektrische Außenspiegel waren nun ebenso erhältlich wie eine Klimaanlage. Das Schiebedach konnte nun elektrisch betrieben werden.

Ab Februar 1982 war der Canyon mit „Sun & Moon Dach“ (ähnlich GMC Vandura), Etagenbetten und elektrischen Vorhängen erhältlich.

Toyota MasterAce, Van, Tarago, Model F, Space Cruiser und Daihatsu Delta Van (1982-1992)

Im November 1982 erfolgte die Einführung des Townace II, der auf der Plattform des Toyota Liteace II aufbaute. Jedoch hatte er eine andere Karosserie, Innenraum und Heckantrieb. Im Gegensatz zum Liteace Kombi/Kleinbus war die Heckscheibe etwas höher positioniert. Der Townace war nun sozusagen der Van der Liteace Baureihe und wurde daher nun in Japan zum Toyota MasterAce. Motoren waren nun der 2TY-U mit 1800 cm³ und 3TY mit 2000 cm³ Benzinmotoren mit 4-Gang-Lenkradschaltung. Optional gab es nun ein 4-Gang-Automatikgetriebe für die Benzinmotoren. Erhältlich war nun erstmals ein Dieselmotor Typ 1C (1800 cm³), der aus dem Toyota Corolla stammte, mit serienmäßigem 5-Gang-Schaltgetriebe. Nach Nordamerika wurde er von nun an als Toyota Van mit den Benzinmotoren inklusive serienmäßigem Automatikgetriebe vertrieben. Nach Europa wurde er als Toyota Model F exportiert (in Ländern mit Linksverkehr wie Großbritannien und Nordirland als Toyota Space Cruiser ). Jedoch gab es ihn hier nur in den großen Märkten - in Österreich zB. gab es das Modell nicht - und nur mit den Benzinmotoren mit serienmäßigem 5-Gang Schaltgetriebe. Die Variabilität im Passagierraum war deutlich verbessert und die Serienausstattung erhöht worden. So gab es z.B. eine Dualklimaanlage, zwei Schiebedächer, Digitaluhr, ein Radio, Nebelscheinwerfer, einen Drehzahlmesser, Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber sowie auf Wunsch getönte Scheiben im hinteren Teil.

-1984 startete der Verkauf als Toyota Tarago in Australien.

-Im August 1985 erfolgte eine Überarbeitung im Innenraum und an der Front. Der 2,2L YR21 Benzinmotor ersetzte den 3TY in Nordamerika und Europa. Der 2C-Diesel erhielt einen Turbolader und wurde zum 2C-T.

-Ab Oktober 1985 war Allradantrieb optional in Japan erhältlich.

-Ab August 1986 wurde eine Verbundglasscheibe verbaut.

 

 

- Im September 1987 wurde der 2,2 l YR31 mit Katalysator und 73 kW in Europa optional angeboten. In Nordamerika serienmäßig, dort war nun auch optional Allradanztrieb erhältlich. Dieser wie die Dieselmotoren war in Europa nicht erhältlich, um dem Toyota LiteAce nicht Konkurrenz zu machen. Es wurden daher viele MasterAce auf dem freien Markt nach Großbritannien importiert. Eigentümer von Grauimportfahrzeugen in Großbritannien sahen sich hauptsächlich zwei Engpässen gegenüber: Das alternde Kühlsystem des Fahrzeuges sowie fehlende Betriebsanleitungen und andere Unterlagen in englischer Sprache für durchzuführende Reparatur- und Wartungsarbeiten. Toyota GB unterstützte sie mit Ersatzteilen, verfasste eine englische Betriebsanleitung (RM025E) und einen Werkstattleitfaden für den 2CT-Dieselmotor und importierte Betriebsanleitungen und Werkstattleitfäden für das Allradmodell aus Australien.

-Im August 1988 erfolgte ein Facelift mit Änderungen der Front und Instrumententafel. Der 2,2L YR21 entfiel.

-1990 wurde der Van II, der Tarago und das Model F (Space Cruiser) durch den Toyota Estima abgelöst, welcher in Nordamerika und Europa Previa hieß und in Australien ebenfalls Tarago genannt wurde.

Toyota MasterAce Surf und Daihatsu Delta Van (1992-1996)

Im Januar 1992 erfolgte die Einführung des MasterAce Surf, wieder auf Basis des LiteAce (4. Modell). Er verfügte nun über umfangreiche Panoramaglasscheiben im Dach, und es gab keine Lenkstockschaltung mehr. Servolenkung war nun serienmäßig, Antiblockiersystem optional erhältlich. Die Motoren waren vorerst die gleichen, jedoch serienmäßig mit Katalysator.

Im August 1993 wurde die Leistung des Turbodiesel auf 88 PS erhöht, und die Dual-Klimaanlage gehörte nun zum Serienstandard. Im August 1995 entfielen die Benzinmotoren aufgrund der verschärften Abgasvorschriften, und es erfolgten kleine Modernisierungen. ABS wurde nun serienmäßig verbaut.

1996 gab es das umfangreich ausgestattete Sondermodell Birthday Limited anlässlich des 20. Jahrestages des Konzepts Luxus Van.

Toyota TownAce Noah und Daihatsu Delta Van (1996-2001)

1996 kehrte der Name TownAce wieder zurück. Es handelte sich nun wieder um eine speziell ausgestattete Version des Toyota LiteAce (5. Modell). Auf dessen Kombi Basis wurde der TownAce Noah im Oktober 1996 vorgestellt. Er war bedeutend kleiner als der Vorgänger, da der Hauptkonkurrent in Japan nun der Nissan Serena war. Deswegen war er nun mit dem 3S-FE-Typ-Benzinmotor mit 130 PS und dem 3C-Dieselmotor mit Direkteinspritzung gleicher Leistung ausgestattet. Der Motor wurde vertikal angeordnet und trieb über Kardanwelle die Hinterräder an. Für die Produktion war Daihatsu zuständig. Serienmäßig besaß er Fahrer- und Beifahrerairbag, Servolenkung, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, ABS und Navigationssystem. Zudem gab es wieder die in Japan beliebte Lenkradschaltung.

Im Januar 1998 gab es geringfügige Verbesserungen und leichte Überarbeitung der Front, und es erfolgte eine Leistungssteigerung des Dieselmotors. Im November 2001 wird die Produktion des TownAce Noah und des Daihatsu-Schwestermodells aufgrund zu geringer Nachfrage ohne direkten Nachfolger eingestellt.

Toyota TownAce (seit 2008)

2008 kehrte Toyota zum Ursprung des Van mit dem Toyota MiniAce zurück. Auf der Basis des Daihatsu Hijet entstand der TownAce Vier. Gebaut wird er von Daihatsu in Indonesien. Eingebaut wird unter dem Beifahrersitz platziert der Daihatsu-Motor „Astra“. Hierbei handelt es sich um den Typ VE 3sz-1.5L DOHC mit VVT-i-Einspritzung. Gegenüber dem Vorgänger gibt es nur Heckantrieb, zwei verschiedene Dachhöhen und maximal sechs Sitzplätze sowie serienmäßig zwei Schiebetüren. Er wird nun auch wieder als Lastversion, Zweisitzer Pritschenwagen (Automobil) und Kastenwagen angeboten, mit einer maximalen Nutzlast von 750 kg, im Kastenwagen 800 kg.

Seit Juli 2010 ist wieder Allradantrieb optional verfügbar.

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