Der VEB Automobilwerk Eisenach (kurz AWE) war ein Automobilhersteller im thüringischen Eisenach. Das 1896 als Fahrzeugfabrik Eisenach gegründete Werk wurde 1928 von den Bayerischen Motoren Werken AG übernommen und nach dem Zweiten Weltkrieg verstaatlicht. 1953 erhielt das Werk den endgültigen Namen VEB Automobilwerk Eisenach und produzierte ab 1955 den Wartburg. Das Unternehmen wurde 1991 von der Treuhandanstalt geschlossen. Gleichzeitig eröffnete Opel ein Werk in Eisenach, das die Tradition der Autoindustrie in der Stadt fortführt.

Radfahrzeuge der NVA 1956-1990 (Typenkompass)

Der IFA F9 war ein Pkw-Modell des Industrieverbandes Fahrzeugbau der DDR. Der Wagen wurde von Oktober 1950 bis Sommer 1953 gebaut, lief danach jedoch noch unter dem Namen EMW 309 bis 1956 vom Band.

Ersatzteil-Liste IFA F9 RAR

Der Wartburg 311 war ein PKW des Automobilwerks Eisenach, der von 1955 bis 1965 hergestellt wurde. Nach der Hubraumvergrößerung 1962 kam die Bezeichnung Wartburg 1000 hinzu. Äußerlich kaum verändert, wurde das Fahrzeug in einer weiterentwickelten Variante als Wartburg 312 bis 1967 weiterproduziert. Als sportliche Varianten wurden der Wartburg 313 und Wartburg 312-300 abgeleitet. Mit seiner formschönen, zeitgemäßen Karosserie, zweckmäßiger Konzeption und Variantenvielfalt erreichte der Wartburg 311 so viel internationale Anerkennung wie kein anderer PKW der DDR. Er verkaufte sich auch im nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet gut und war daher für die Devisenbeschaffung der DDR von großem Wert. Als Manko galt lediglich sein Zweitaktmotor, der wegen des unkultivierten Leerlaufs und der sichtbaren Abgasfahne bereits damals in Verruf geraten war. Insgesamt wurden 279.082 Fahrzeuge hergestellt, davon 35.868 Wartburg 312. wartburg 1965

Wartburg 311/312: Ein Favorit seiner Klasse

Der Wartburg 313 war ein PKW des Automobilwerks Eisenach, der von 1957 bis 1960 hergestellt wurde. Dieser auch als Wartburg Sport bezeichnete 2+2 sitzige Roadster basierte auf dem Wartburg 311. Mit scheinbar langer Motorhaube und angedeuteten seitlichen Entlüftungsschlitzen hob er sich deutlich von gewöhnlichen Wartburg 311 ab. Das Fahrzeug sorgte äußerlich für Aufsehen und zählt gestalterisch neben Porsche 356, Mercedes 300 SL und BMW 507 zu den schönsten deutschen Sportwagen der 1950er Jahre. Die Motorleistung fiel im Vergleich zu diesen Fahrzeugen allerdings bescheiden aus - sie wurde von den 37 PS der Wartburg-Normalausführung auf 50 PS erhöht, womit der Wagen eine Spitze von 140 km/h erreichte. Der Wartburg 313 markierte den Höhepunkt möglicher Variantenvielfalt in der damaligen Wartburg-Palette. Er wurde mit abnehmbaren Hardtop (HT) oder mit Faltverdeck geliefert. Letztere Ausführung war ein echter 2-Sitzer. Hergestellt wurde das Fahrzeug zunächst in Eisenach, später im Karosseriewerk Dresden. Insgesamt wurden 469 Einheiten produziert, 143 gingen in den Export, acht Exemplare sogar in die USA.

iST MODELS Wartburg 313 Sport - 1:43

Der 1966 eingeführte Wartburg 353[1] folgte in seiner Grundkonzeption (2-Takt-Motor, Frontantrieb, Kastenrahmen) seinem Vorgänger, erhielt aber ein wesentlich modernisiertes Fahrwerk mit 13"-Rädern, Einzelradaufhängung undSchraubenfedern rundum und eine neue, damals durchaus dem internationalen Standard entsprechende Karosserie mit einem Kofferraumvolumen von über 500 Litern[2], die, wie auch schon die des 311, der Eisenacher Designer Hans Fleischer gezeichnet hatte, unterstützt von den Formgestaltern Clauss Dietel und Lutz Rudolph.

Wartburg 353 W Reklame Blechschild Replik

Anfang der 1960er-Jahre hatte man bei AWE begonnen, einen Viertaktmotor zu entwickeln, was aber weder vom ZK noch vom Politbüro gern gesehen wurde. Eigentlich war der Motor 1972 fertig, er durfte aber wegen der sozialistischenPlanwirtschaft innerhalb des RGW nicht verwendet werden. Der Wartburgmotor AWE 1600 (Arbeitsname: 400) war ein Vierzylinder-Viertaktreihenmotor mit 1,6 Liter Hubraum und 82 PS und hätte mit relativ geringen Anpassungen in den Wagen 353 eingebaut werden können.

Im Jahr 1974 verbot Großbritannien die Einfuhr des dort als Wartburg Knight (übersetzt ins Deutsche: Wartburg-Ritter) bezeichneten Wagens wegen des als nicht mehr zeitgemäß empfundenen Zweitaktmotors. Übrig blieben die westlichen Exportländer auf der iberischen Halbinsel, Spanien und Portugal, in Skandinavien, dort hauptsächlich Dänemark sowie Belgien und Griechenland.

BREMSSCHEIBE WARTBURG 353 Tourist 1.0 02/1975 bis 01/1989, 37/50 kW/PS, 993ccm Einschränkung: Einbauseite: Vorderachse WARTBURG 353 Tourist 1.3 02/1989 bis 05/1991, 43/58 kW/PS, 1272ccm Einschränkung: Einbauseite: Vorderachse