Wartburg (Automarke)

Wartburg war der Handelsname der von 1956 bis zum 14. April 1991 im VEB Automobilwerk Eisenach gefertigten Personenkraftwagen-Baureihe des Herstellers IFA. Der Name leitet sich von der gleichnamigen Burg am Produktionsstandort Eisenach ab. Von den über 1.600.000 produzierten Fahrzeugen waren am 1. Januar 2013 in Deutschland laut Kraftfahrt-Bundesamt noch 7.195 zugelassen. wartburg tourist

 

Anfang der 1960er-Jahre hatte man bei AWE begonnen, einen Viertaktmotor zu entwickeln, was aber weder vom ZK noch vom Politbüro gern gesehen wurde. Eigentlich war der Motor 1972 fertig, er durfte aber wegen der sozialistischenPlanwirtschaft innerhalb des RGW nicht verwendet werden. Der Wartburgmotor AWE 1600 (Arbeitsname: 400) war ein Vierzylinder-Viertaktreihenmotor mit 1,6 Liter Hubraum und 82 PS und hätte mit relativ geringen Anpassungen in den Wagen 353 eingebaut werden können.

Im Jahr 1974 verbot Großbritannien die Einfuhr des dort als Wartburg Knight (übersetzt ins Deutsche: Wartburg-Ritter) bezeichneten Wagens wegen des als nicht mehr zeitgemäß empfundenen Zweitaktmotors. Übrig blieben die westlichen Exportländer auf der iberischen Halbinsel, Spanien und Portugal, in Skandinavien, dort hauptsächlich Dänemark sowie Belgien und Griechenland.

BREMSSCHEIBE WARTBURG 353 Tourist 1.0 02/1975 bis 01/1989, 37/50 kW/PS, 993ccm Einschränkung: Einbauseite: Vorderachse WARTBURG 353 Tourist 1.3 02/1989 bis 05/1991, 43/58 kW/PS, 1272ccm Einschränkung: Einbauseite: Vorderachse

 

Der Wartburg 311 war ein PKW des Automobilwerks Eisenach, der von 1955 bis 1965 hergestellt wurde. Nach der Hubraumvergrößerung 1962 kam die Bezeichnung Wartburg 1000 hinzu. Äußerlich kaum verändert, wurde das Fahrzeug in einer weiterentwickelten Variante als Wartburg 312 bis 1967 weiterproduziert. Als sportliche Varianten wurden der Wartburg 313 und Wartburg 312-300 abgeleitet. Mit seiner formschönen, zeitgemäßen Karosserie, zweckmäßiger Konzeption und Variantenvielfalt erreichte der Wartburg 311 so viel internationale Anerkennung wie kein anderer PKW der DDR. Er verkaufte sich auch im nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet gut und war daher für die Devisenbeschaffung der DDR von großem Wert. Als Manko galt lediglich sein Zweitaktmotor, der wegen des unkultivierten Leerlaufs und der sichtbaren Abgasfahne bereits damals in Verruf geraten war. Insgesamt wurden 279.082 Fahrzeuge hergestellt, davon 35.868 Wartburg 312.

Wartburg 311/312: Ein Favorit seiner Klasse

 

Der 1966 eingeführte Wartburg 353[1] folgte in seiner Grundkonzeption (2-Takt-Motor, Frontantrieb, Kastenrahmen) seinem Vorgänger, erhielt aber ein wesentlich modernisiertes Fahrwerk mit 13"-Rädern, Einzelradaufhängung undSchraubenfedern rundum und eine neue, damals durchaus dem internationalen Standard entsprechende Karosserie mit einem Kofferraumvolumen von über 500 Litern[2], die, wie auch schon die des 311, der Eisenacher Designer Hans Fleischer gezeichnet hatte, unterstützt von den Formgestaltern Clauss Dietel und Lutz Rudolph.

Wartburg 353 W Reklame Blechschild Replik