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Kategorie: Aston Martin Lagonda Rapide

Aston Martin Lagonda Rapide (1961-1964)

 

Der Lagonda Rapide war eine 4/5-türige Sportlimousine, die von 1961 bis 1964 hergestellt wurde. Er basierte auf dem Aston Martin DB4 und war David Browns Versuch, den Markennamen Lagonda wieder erstehen zu lassen, den Namen einer Firma, die er 1947 gekauft und die 1958 ihr bislang letztes Fachzeug gebaut hatte.

Aston Martin & Lagonda: Serienmodelle seit 1948

Die Karosserie des Rapide hatte Carrozzeria Touring in Mailand nach detaillierten Vorgaben von David Brown entworfen. Auf Browns Wunsch hin erhielt das Auto Heckflossen und einen Kühlergrill in Form eines Kummets, der an den Edsel erinnerte. An der Frontpartie befanden sich Doppelscheinwerfer, die versetzt installiert waren und ein „Chineses Eyes“ genanntes Motiv wiedergaben, das seinerzeit beliebt war und sich an so unterschiedlichen Autos wie dem Triumph Herald und dem Rolls-Royce Silver Cloud III (in der Sonderversion von Mulliner Park Ward) fand.

Technisch beruhte der Rapide auf dem Fahrwerk des Aston Martin DB4, dessen Radstand allerdings um 400 Millimeter auf nunmehr 2890 Millimeter verlängert worden war. Eine Besonderheit gegenüber dem Ausgangsmodell war die De-Dion-Hinterradaufhängung, die später auch im Aston Martin DBS verwendet wurde. Zwei Triebwerke standen zur Verfügung:

 

 

  • Basismotorisierung war ein 3995 cm³ großer Sechszylinder, der eine vergrößerte Version des aus dem DB4 bekannten Motors (dort mit 3,7 Liter Hubraum) darstellte. Die Leistungsausbeute betrug 236 PS bei 5000 Umdrehungen pro Minute. Dieses Triebwerk kam später auch in den Aston Martin DB5.
  • Alternativ konnte der Rapide mit dem (nach wie vor) 3,7 Liter großen Motor des Aston Martin DB4 Vantage ausgestattet werden, der einen überarbeiteten Zylinderkopf aufwies und von drei Vergasern gespeist wurde; seine Leistung betrug 266 PS.

Als Kraftübertragung wurde serienmäßig eine Dreigang-Automatik von BorgWarner eingebaut; auf Wunsch war auch das Vierganggetriebe des Aston Martin DB4 verfügbar.

Der insgesamt 2 Tonnen schwere Wagen war sehr luxuriös ausgestattet. Lederpolsterung, elektrische Fensterheber, Radio und Picknick-Tische in den Lehnen der Vordersitze gehörten zur Serienausstattung.

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