Aston Martin V8 (1969-1990)

 

Der Aston Martin V8 war ein von Aston Martin Lagonda im Vereinigten Königreich gefertigter Sportwagen, der im Zeitraum von 1969 bis 1990 hergestellt wurde. Das am weitesten verbreitete Modell war ein Coupé (Saloon); später erschien eine sportliche Version mit dem Namen Vantage und kurz darauf schließlich ein Cabriolet unter der Bezeichnung Volanté. Darüber hinaus war der Aston Martin V8 die Grundlage für einige Sondermodelle.

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Der Aston Martin V8 ist auf den Aston Martin DBS zurückzuführen, der 1967 auf dem Pariser Automobilsalon debütierte und kurz darauf in den Verkauf ging. Der Wagen, der eine vollständig neue Karosserie von William Towns trug, war als Nachfolger des Aston Martin DB6 konzipiert worden. Tatsächlich löste er das ältere Modell nicht unmittelbar ab; beide Fahrzeuge wurden vielmehr bis 1970 nebeneinander produziert.

Die Planung der Unternehmensleitung sah ursprünglich vor, den DBS von Anfang an mit einem neuen Achtzylindermotor auszustatten. Diese Idee ließ sich allerdings nicht realisieren, da der seit 1965 in Entwicklung befindliche Motor nicht in der zur Verfügung stehenden Zeit zur Serienreife gebracht werden konnte. Daher wurde der DBS zunächst ausschließlich mit dem Sechszylinder-Motor des Aston Martin DB6 angeboten. Der Achtzylinder war erst 1969 einsatzbereit; er wurde in die unveränderte Karosserie des DBS eingebaut. Das neue Modell erhielt die Bezeichnung Aston Martin DBS V8. Er wurde bis 1972 parallel zum sechszylindrigen DBS hergestellt. Bis 1972 entstanden 402 Exemplare des DBS V8.

 

 

Im Laufe des Jahres 1972 mußte David Brown, der bisherige Eigentümer von Aston Martin, seine Unternehmensanteile an Company Developments verkaufen. Die neuen Inhaber des Unternehmens hielten an den eingeführten Modellen von Aston Martin fest. Die einzige Änderung ergab sich im Hinblick auf die Frontpartie: Während die unter David Brown produzierten Modelle über vier Doppelscheinwerfer und einen verchromten Grill verfügten, hatten die Wagen nach der Brown-Ära (zunächst) lediglich zwei große Einzelscheinwerfer. Im übrigen wollten die neuen Eigentümer künftig jeden Hinweis auf David Browns Wirken vermeiden und nahmen unverzüglich eine Umbenennung der aktuellen Modelle vor: aus dem Aston Martin DBS V8 wurde der Aston Martin V8, und der bisherige Aston Martin DBS mit Sechszylindermotor erhielt die Bezeichnung Aston Martin Vantage. Diese Namensgebung war insoweit verwirrend, als die Bezeichnung Vantage bislang den leistungsgesteigerten Modellen des Hauses vorbehalten war, was in diesem besonderen Fall gerade nicht zutraf. Weiter trägt zur Verwirrung der Umstand bei, dass einige Jahre später die leistungsgesteigerte Version des Aston Martin V8 wiederum die Zusatzbezeichnung Vantage erhielt.

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