BMW 2500/2800/2.8/3.0/3.3 (E3) (1968-1977)

 

Der intern als E3 bezeichnete Pkw kam als Oberklasse-Modell von BMW 1968 auf den Markt. Die Wagen mit Sechszylinder-Reihenmotoren wurden bis 1977 produziert und waren Nachfolger des 1964 eingestellten „Barockengels" BMW 3200 mit V8-Motor. Der E3 war zugleich das erste Fahrzeug von BMW mit der Werkscodebezeichnung „E“ und sollte gegen die S-Klasse von Daimler-Benz (Mercedes-Benz W108/109 und W116) und die KAD-Baureihe von Opel antreten. Nachfolger des E3 war die 1977 vorgestellte erste 7er-Reihe vom Typ E23.

BMW 2500, 2800, 3.0, 3.3 & Bavaria 1968-1977 Owners Workshop Manual

 

Eine eigene, zusammenhängende Modellbezeichnung gibt es für die Fahrzeuge dieser Modellreihe nicht, es wird lediglich die Hubraumgröße als Modellbezeichnung angegeben. Da sich die BMW-Fahrzeuge der kleineren Fahrzeugklassen im Motorenangebot jedoch nicht mit den Hubraumgrößen des BMW E3 überschneiden, ist eine eindeutige Unterscheidung zu diesen möglich.

 

Der BMW E3 wird in folgende Grundmodelle unterteilt:

  • BMW 2500 (Hubraumangabe in cm³)
  • BMW 2800 (ab 1973 BMW 2,8)
  • BMW 3,0 (Hubraumangabe in Litern)
  • BMW 3,3

Die Typenbezeichnungen wurden, teilweise kombiniert, durch nachgestellte Buchstaben ergänzt, die eine höhere Motorleistung („S" - Sport), eine Benzineinspritzung („i" - injection) oder den verlängerten Radstand in Verbindung mit einer höheren Ausstattung („L" - lang/Luxus) kennzeichneten.

 

 

Mit der „Neuen Klasse“, dem viertürigen BMW 1500 (Typ 115) kam BMW 1961 nach massiven wirtschaftlichen Schwierigkeiten Ende der 1950er mit einer neuen Mittelklasse-Baureihe auf den Markt. Das Programm wurde 1966 mit der zweitürigen Fahrzeugen der 02-Reihe (Typ 114) nach unten erweitert. Diese beiden Modellreihen waren sehr erfolgreich, so dass gegen Mitte der 1960er Jahre die wirtschaftlichen Probleme überwinden waren und das PKW-Programm wieder mit einer Oberklasselimousine ergänzt werden konnte.

Daraus entstand der BMW E3. Das Fahrzeug hat eine geradlinige, eher sportlich anmutende Karosserie. Neuerungen sind die doppelten Rundscheinwerfer und die Sechszylinder-Reihenmotoren vom Typ M30, die konstruktiv auf den Vierzylindern der „Neuen Klasse“ basierten. Die runden Doppelscheinwerfer kamen später in allen Modellen von BMW zum Einsatz und galten viele Jahre als Erkennungszeichen der Marke. Die Sechszylinder-Motoren wurden mit Änderungen auch in späteren Modellen verwendet und genießen in der Fachpresse einen guten Ruf. Einige Quellen geben an, dass die Motoren zunächst mit der Kennung M06 bezeichnet wurden. Eine eher sportliche Fahrwerksabstimmung unterscheidet den BMW E3 von üblichen Oberklassefahrzeugen. Die Fahrleistungen sind aufgrund der im Vergleich zur Konkurrenz etwas kompakteren Karosserie und dem daraus resultierenden Gewichtsvorteil relativ gut.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel BMW E3 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Auf dieser Seite sind auch Versionen und Autorenangaben verzeichnet.